09.11.2025 17:54
Kreisliga
Sensationeller Schuss von Grote sorgt für Grohnder Sieg
Bisperode und Azadi sowie Hilligsfeld und Aerzen trennen sich jeweils unentschieden / Preussen glanzlos beim Heimerfolg

Der TSV Grohnde konnte einen 2:0 Heimerfolg bejubeln.
TSV Grohnde - FC Saale-Ith 2:0 (0:0).
Der TSV Grohnde hat in der Kreisliga einen wichtigen und verdienten 2:0-Heimsieg gegen einen ersatzgeschwächten FC Saale-Ith eingefahren. Auf schwierigem Geläuf und bei widrigen Wetterbedingungen entwickelte sich über weite Strecken eine zähe Partie, die erst im zweiten Durchgang Fahrt aufnahm. In der ersten Hälfte passierte wenig. „Das war kein schönes Fußballspiel“, gab TSV-Sprecher Robert Engel offen zu. „Aufgrund des Platzes und des Wetters kam kaum Spielfluss zustande, es gab praktisch keine nennenswerten Chancen auf beiden Seiten.“ Folgerichtig ging es torlos in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kam Grohnde jedoch deutlich besser ins Spiel. „Wir sind gut aus der Kabine gekommen, haben Saale-Ith früh unter Druck gesetzt und waren dann auch zwingender“, so Engel weiter. Der Lohn folgte in der 75. Minute, als der TSV einen Angriff über mehrere Stationen mustergültig zu Ende spielte: „Das haben wir schön herausgespielt von ganz hinten nach vorne. Wir hatten einen Durchbruch über rechts, ich lege den Ball am Ende quer – und Christopher Thomas hat ihn eiskalt eingeschoben.“ Im Anschluss kontrollierte Grohnde das Geschehen und hatte mehrfach die Chance, den Vorsprung auszubauen – unter anderem durch zwei gefährliche Distanzschüsse und einen Pfostentreffer.
Als der FC Saale-Ith in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne warf, machte Rene Grote in der 90. Minute mit einem satten Schuss aus rund 60 Metern ins verwaiste Tor alles klar. „Das war ein gleichermaßen schönes wie kurioses Tor. Nach einem Klärungsversuch wollte der aufgerückte Gästetorwart den Ball ebenfalls klären, beförderte die Kugel dabei jedoch direkt zu Rene Grote. Der hat dann einfach abgezogen – Marke Tor des Monats“, beschreibt Engel das Tor des Tages. „Am Ende war das ein hochverdienter Sieg“, resümierte Engel zufrieden. „Wir haben ganz wenig zugelassen, die Abwehr hat eine super Leistung gebracht – angeführt von Nils Peterssohn. Es war insgesamt ein faires Spiel, das wir durch eine starke zweite Halbzeit verdient gewonnen haben.“
Tore: 1:0 Christopher Thomas (75.), 2:0 Rene Grote (90.).
TSV Bisperode - SV Azadi Hameln 3:3 (2:1).
Ein torreiches und umkämpftes Duell sahen die Zuschauer am Sonntag in Bisperode: Der TSV Bisperode und der SV Azadi Hameln trennten sich nach einem spannenden Spiel 3:3 (2:1). Für Bisperode fühlte sich das Ergebnis jedoch eher wie eine Niederlage an. „Am Ende verlieren wir eher zwei Punkte“, bilanzierte TSV-Sprecher Levin Winter nach dem Schlusspfiff. „Wir haben es versäumt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.“ In der Anfangsphase mussten sich beide Teams zunächst an die schwierigen Platzverhältnisse gewöhnen. Nach rund 20 Minuten kam der TSV immer besser in die Partie und übernahm die Kontrolle. In der 23. Minute fiel das 1:0: Ein schneller Konter über die linke Seite, ein kluger Querpass im Zentrum von Joshua Wiechens und Philip Vahlpagel vollendete eiskalt. Nur neun Minuten später erhöhte Wiechens im Nachsetzen auf 2:0 (32.). Kurz darauf hatte Leon Pötsch das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins am Aluminium. Fast mit dem Halbzeitpfiff kam Azadi zurück ins Spiel – Ibrahim Seyyar nutzte einen langen Ball, der von einem Spieler des TSV nach hinten verlängert wurde und verkürzte auf 2:1 (44.). „Zu dem Zeitpunkt war die Führung verdient“, so Winter, „leider haben wir Azadi durch einen unnötigen Gegentreffer kurt vor der Pause nochmal stark gemacht.“
Nach der Pause zeigte sich Azadi verbessert und nutzte per Konter die erste Lücke in der Bisperoder Defensive – erneut traf Seyyar (58.). Der TSV antwortete mit dem 3:2 durch Luke Streich (68.), der nach einer Freistoßflanke per Kopf erfolgreich war. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen: In der 73. Minute traf Arkan Murad nach einem Freistoß aus dem Getümmel heraus zum 3:3-Ausgleich. Bisperode drückte in der Schlussphase auf den Sieg, hatte durch Paul Gutsche noch eine gute Chance, Gutsche traf allerdings per Hackentrick nur den Pfosten (85.). „Wir hatten genug Chancen, das Spiel zu entscheiden“, ärgerte sich Winter. „In der ersten Halbzeit müssen wir den Sack zumachen. Das Positive ist, dass wir Azadi immerhin auf Abstand gehalten haben".
Tore: 1:0 Philip Vahlpagel (23.), 2:0 Joshua Wiechens (32.), 2:1 Ibrahim Seyyar (44.), 2:2 Seyyar (58.), 3:2 Luke Streich (68.), 3:3 Arkan Khudeda Murad (73.).
TB Hilligsfeld - MTSV Aerzen 2:2 (1:1).
Im letzten Spiel vor der Winterpause trennten sich der TB Hilligsfeld und der MTSV Aerzen in einem intensiven und umkämpften Kreisligaduell 2:2 (1:1). Beide Mannschaften warfen bis zum Schluss alles in die Partie – und am Ende stand ein gerechtes Unentschieden. Die Gäste aus Aerzen erwischten den besseren Start: Nach einer Flanke setzte Max Griese zunächst einen Kopfball an den Pfosten, reagierte am schnellsten und traf im Nachsetzen zur frühen 1:0-Führung (14.). Danach fand Hilligsfeld besser ins Spiel. „Zwischen der 25. und 45. Minute waren wir klar spielbestimmend“, erklärte TB-Trainer Christian Ernst, „auch wenn wir in dieser Phase keine richtig großen Chancen hatten.“ Eine starke Parade von Carlos Stierand rettete den Gastgebern in der 35. Minute zunächst das 0:1, ehe kurz vor der Pause doch der Ausgleich fiel: Nach einer Ecke gab es ein Foul im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Jay Ashton souverän zum 1:1 (45.+2).
Nach dem Seitenwechsel blieb der TB am Drücker und belohnte sich für den Aufwand: Eine sehenswerte Kombination über die rechte Seite führte zum 2:1 durch Tim Söchting (62.). „Das war richtig schön herausgespielt“, lobte Ernst, „Tim wurde am Ende super freigespielt.“ Kurz darauf hätte Gaetan Karock die Führung ausbauen können, traf aber den Ball nicht richtig – die große Chance auf das 3:1 war dahin. In der Schlussphase drückte Aerzen noch einmal aufs Tempo. Nach einem scharf geschossenen Freistoß in der 85. Minute konnte Stierand nur abklatschen – Andrej Gljanz nutzte die Gelegenheit und staubte zum 2:2 ab. „Da waren wir in der zweiten Aktion etwas schläfrig“, ärgerte sich Ernst. Kurz vor Schluss traf Aerzen noch den Pfosten – ein Lucky Punch blieb jedoch aus. „Über 90 Minuten ist es ein gerechtes Unentschieden“, resümierte Ernst. „Mit etwas mehr Glück hätten beide Seiten gewinnen können. Aber wir haben alles reingehauen und uns deutlich besser präsentiert als letzte Woche.“
Tore: 0:1 Max Griese (14.), 1:1 Jay Ashton (45.+2 / Strafstoß), 2:1 Tim Söchting (62.), 2:2 Andrej Gljanz (85.).
FC Preussen Hameln - SG Hajen-Latferde 3:0 (3:0).
„Das war ein sehr einseitiges Spiel heute“, erklärte Preussen-Co-Trainer Pascal Lüdtke nach der Partie. „Im Prinzip haben wir das ganze Spiel auf ein Tor gespielt.“ Die Gastgeber begannen druckvoll und belohnten sich früh: In der 11. Minute parierte der Gästetorwart Rouven Gasde einen Freistoß nur nach vorn, Nick Wollny reagierte am schnellsten und staubte zum 1:0 ab. Nur zwei Minuten später legte Bennet Heine nach einem langen Ball hinter die Abwehr quer auf Finn-Kristian Fischer, der sicher zum 2:0 (13.) einschob. In der 22. Minute erhöhte Lenard Gallapeni auf 3:0, womit die Partie praktisch entschieden war.
Nach dem Seitenwechsel nahm Preussen spürbar Tempo heraus. „In der zweiten Halbzeit spielen wir so gesehen 0:0 – das ist nicht unser Anspruch“, monierte Lüdtke. „Wir hatten gefühlt 95 Prozent Ballbesitz, aber sind nicht zwingend vors Tor gekommen und haben im letzten Drittel zu wenig investiert.“ Hajen-Latferde verteidigte nun kompakter und ließ kaum noch etwas zu. Offensiv gelang den Gästen nur wenig, doch in der 80. Minute trafen sie aus der Distanz immerhin den Pfosten – die einzige echte Chance der SG. „Hajen hat das nach der Pause gut verteidigt, aber insgesamt war das ein klar verdienter Sieg für uns“, so Lüdtke weiter. Lob fand er auch für die Spielleitung: „Das war eine sehr gute Schiedsrichterleistung von Bernd Ihle samt Gespann.“
Tore: 1:0 Nick Fabian Wollny (11.), 2:0 Finn-Kristian Fischer (13.), 3:0 Lenard Gallapeni (22.).
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