08.11.2025 19:16
Kreisliga
Turbulente Schlussphase - Salzhemmendorf siegt im Topspiel!
Emmerthal holt wichtige Punkte gegen Tündern

Cedric Liemant erzielte das 2:0 für Sakzhemmendorf.
Von Jule Stolpe
TSG Emmerthal – BW Tündern II 2:1 (1:0).
Die TSG Emmerthal gewann das Heimspiel gegen die Zweitvertretung von BW Tündern mit 2:1. „Wir sind heute richtig gut und mit viel Tempo sowie Entschlossenheit gestartet“, zeigte sich TSG-Coach Hendrik Scheel von der Anfangsphase begeistert. Direkt nach zwei Minuten hatte sein Team die erste dicke Doppelchance, bei der der erste Schuss abgeblockt und der zweite in allerletzter Sekunde auf der Linie geklärt wurde. Nur wenige Minuten später zappelte der Ball bereits zum ersten Mal im Netz. „Da schicken wir Jonas Badtke auf links außen, der mit Dynamik an zwei Gegenspielern vorbeigeht und in die kurze linke Ecke abschließt“, beschrieb Scheel die Emmerthaler Führung.
Daraufhin kam Tünderns Finn Wieneke zur ersten großen Chance der Gäste, die Bjarne Böker entschärfte, der bei seinem ersten Saisoneinsatz im Tor eine sehr gute Leistung zeigte. „Wir hatten bis zur Pause anschließend noch zahlreiche Chancen, die wir nicht nutzen konnten. Offensiv war das in der ersten Hälfte die beste Saisonleistung meiner Mannschaft. Das Einzige, das es da zu kritisieren gibt, ist, dass wir nicht schon zur Halbzeit viel höher führen, zumal wir in der 41. Minute auch noch einen Elfmeter verschossen haben“, so Scheel weiter. In der zweiten Halbzeit wurde es dann hektisch. „Genau wie man es erwartet, wenn man keine Ruhe ins Spiel bekommt, aus den vielen Chancen keine Tore macht und nur 1:0 führt. Da kann ein Moment alles verändern“, haderte der TSG-Coach. Sein Team verteidigte jedoch alle brenzligen Situationen weg, und gerade die Defensive verdiente sich in der zweiten Halbzeit ein Sonderlob vom Trainer. Geburtstagskind Kartal Özbek profitierte in der 72. Spielminute von einem Abwehrfehler der Schwalben und erhöhte auf 2:0.
Rund zehn Minuten vor Schluss machte Tündern es noch einmal spannend: Grischa Kowalski jagte einen Freistoß von der Sechzehnerkante überragend in den rechten Winkel. Anschließend wurde es ein bisschen hektisch, und kurz vor Schluss flog ein Tünderaner mit glatt Rot vom Platz. „Das war aus meiner Sicht allerdings keine Rote Karte. In der Situation ist unser Keeper eher am Ball, anschließend trifft Kramer ihn im Bauchbereich, allerdings überhaupt nicht mit Absicht“, so Scheel zum Platzverweis der Gäste. „Am Ende haben wir den Sieg über die Zeit gebracht und hochverdient mit 2:1 gewonnen. Aus meiner Sicht hätte das Ergebnis noch viel höher ausfallen müssen. Heute habe ich außer an der Chancenverwertung nichts zu meckern. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und uns mit einer absolut geschlossenen Mannschaftsleistung und drei Punkten in die Winterpause verabschiedet“, so Hendrik Scheel abschließend.
Tore: 1:0 Jonas Batke (4.), 2:0 Kartal Özbek (72.), 2:1 Grischa Kowalski (80.).
Besonderes: Rote Karte für Tündern (87.).
BW Salzhemmendorf – TSV Nettelrede 2:1 (0:0).
Das Duell zwischen dem Tabellendritten und -vierten der Kreisliga endete mit dem glücklicheren Ende für Salzhemmendorf. Die Bezirksliga-Absteiger gewannen zuhause mit 2:1. Das Spitzenspiel startete robust und zweikampfintensiv, sodass in den ersten Minuten kaum Spielfluss zustande kam. „Die erste Viertelstunde war relativ ausgeglichen, in der Anfangsphase gab es wenige Chancen auf beiden Seiten“, beschrieb BW-Sprecher Tim Geffert. „Anschließend hat Nettelrede aber das Zepter übernommen, während wir überhaupt keine Zweikämpfe mehr gewonnen haben.“ Nach rund zwanzig Minuten näherte Nettelrede sich mit einigen Chancen der Führung und münzte die optische Überlegenheit in Torannäherungen um. Die erste Möglichkeit ging allerdings knapp daneben, und ein Beinahe-Eigentor wusste Salzhemmendorfs Keeper Obluda zu verhindern. Kurz darauf inspizierte auch Blau-Weiß den gegnerischen Sechzehner genauer: Luca Szepsts Schuss wurde zunächst abgeblockt, die Nachschusschance ging über das Nettelreder Tor. Es ging torlos in die Halbzeit.
„Wir haben uns in der ersten Halbzeit den Schneid abkaufen lassen und hatten Riesenglück, dass Nettelrede an sich selbst gescheitert ist und vor dem Tor nicht konsequent genug war“, so Geffert weiter. „Nach der Pause sind wir es dann anders angegangen, deutlich besser ins Spiel gekommen. Wir haben wieder mehr Zweikämpfe gewonnen.“ Direkt nach Wiederanpfiff war René Sustrate im Nettelreder Tor gefordert, als er einen Kopfball von Lennart Werra nach Flanke von Louis Herrmann mit einer starken Parade abwehrte. Kurz darauf zappelte der Ball das erste Mal an diesem Nachmittag im Netz. Einen Freistoß der Salzhemmendorfer konnte der Nettelreder Keeper nicht festhalten, den Abpraller stocherte Nico Granzow über die Linie (48.). „Die Führung war zu dem Zeitpunkt nicht wirklich verdient, aber wir haben das gerne mitgenommen und konnten anschließend tiefer verteidigen und Nettelrede kommen lassen“, beschrieb der BW-Sprecher. Nettelrede drückte, Salzhemmendorf kam aber zu Entlastungsmomenten, unter anderem durch eine Dreifachchance rund zehn Minuten vor Schluss, bei der gleich drei Salzhemmendorfer mit Schüssen aus dem Sechzehner scheiterten.
In der letzten Minute der regulären Spielzeit saß eine solche Chance, resultierend aus einer Umschaltsituation, dann aber: Nach einer starken Einzelaktion im Mittelfeld wurde der erste Schuss mit rechts von Cedric Liemant noch abgeblockt, der Nachschuss mit links landete im Kasten. „Das hat uns natürlich auch noch mal in die Karten gespielt, Nettelrede kam danach noch zu einigen gefährlicheren Situationen, während unsere Toraktionen nicht zwingend genug waren“, sagte Salzhemmendorfs Sprecher. Den Schlusspunkt setzten die Gäste allerdings doch noch: Mit einem Schuss aus der Entfernung verkürzte Nettelrede in der Nachspielzeit auf 1:2, dabei blieb es aber am Ende, und die Hausherren fuhren die drei Punkte ein. „Die letzten Minuten mussten wir dann noch mal überstehen, das war ärgerlich, und wir hatten wirklich Glück, dass wir die drei Punkte eingefahren haben. In Summe war das keine Glanzleistung von uns, und über ein Unentschieden oder gar eine Niederlage hätte sich auch niemand von uns beschweren dürfen. Trotzdem haben wir nach der katastrophalen ersten Halbzeit eine Reaktion gezeigt und sind froh, dass wir uns nach Wiederanpfiff besser ins Spiel reingekämpft haben und dafür belohnt wurden“, so Geffert abschließend.
Tore: 1:0 Nico Granzow (48.), 2:0 Cedric Liemant (90.), 2:1 (90.+6) Moritz Ketelhake."
Kommentare