20.09.2025 21:10

Kreisliga


Befreiungsschlag: SG Hajen-Latferde erhöht den Abstand zur Abstiegszone

Remis-Könige: FC Saale-Ith zum fünften Mal mit einem Unentschieden / Bisperode erwacht zu spät / Auch in Emmerthal teilt man die Punkte
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Da geht’s aus der Abstiegszone: SG Hajen-Latferde Trainer Bastian Geisler zeigt die Richtung an.

TSG Emmerthal –  BW Salzhemmendorf 1:1 (1:1).

„Zuallererst möchte ich Niclas Zahl gute Besserung wünschen. Der Spieler der Gäste hat sich leider in einem Zweikampf kurz vor Schluss schwer am Knie verletzt und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden", eröffnete TSG-Trainer Hendrik Schell. Zum Sportlichen Teil: Im Kreisliga-Duell zwischen der TSG Emmerthal und BW Salzhemmendorf trennten sich beide Mannschaften am Samstag 1:1. „Den Punkt nehme ich gerne mit“, resümierte der Coach der Emmerthaler nach dem Abpfiff. Die Partie begann denkbar ungünstig für die Gastgeber: Bereits nach 17 Minuten geb es einen fälligen Strafstoß für Salzhemmendorf. Lennart Werra vergab allerdings die große Chance zur Gästeführung, da TSG-Keeper Justin Höhnisch eine starke Fußabwehr zeigte. Kurz darauf war es dann aber soweit und die TSG lag hinten – nach einem Ballverlust der Emmerthaler im Spielaufbau nutzte Yanis-David Ruhnow die Situation und traf aus 14 Metern zum 0:1 (20.). „Man hat gemerkt, dass das letzte Spiel viel Kraft gekostet hat, wir sind nicht gut reingekommen“, so Scheel.

In der 40. Minute schlug dann aber Emmerthal zurück: Nach einem langen Ball wurde Luca-Fabian Schulz im Strafraum gefoult. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich. Nach dem Ausgleich hatte Emmerthal dann eine sehr gute Phase. „Kurz vor der Pause waren wir besser im Spiel und hatten auch noch weitere Aktionen nach vorne, die wir aber nicht im Tor unterbringen konnten“, erklärte Scheel. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine offene Partie. Emmerthal kam zu Chancen, die klareren Möglichkeiten hatte jedoch Salzhemmendorf. Mehrfach musste TSG-Keeper Justin Höhnisch retten – und das mit Glanzparaden. „Da müssen wir uns bei unserem Torwart bedanken, der ein fantastisches Spiel gemacht und uns das Ergebnis festgehalten hat“, lobte Scheel. In der Nachspielzeit hatte Omar Sarr sogar noch den Lucky Punch auf dem Fuß, scheiterte aber an Gäste-Torhüter Niklas Meyer. Neben Höhnisch hob Scheel auch Gastakteur Timo Renziehausen hervor: „Beide haben eine klasse Leistung gezeigt.“
Tore: 0:1 Yanis-David Ruhnow (20.), 1:1 Luca-Fabian Schulz (40./Strafstoß).

Kreisliga-Sportschau:

Das Spiel wurde zudem mit der neuen AWesA-Vereins.TV App gefilmt. Wer dieses Unentschieden noch einmal nacherleben möchte, kann dies hier tun. https://www.awesa-vereins.tv

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SG Hajen-Latferde – SV Azadi Hameln 3:1(0:1).

Die SG Hajen-Latferde hat einen 3:1-Heimsieg gegen den SV Azadi Hameln eingefahren. Dabei gelang es den Gastgebern, nach einem Rückstand in der zweiten Halbzeit die Partie zu drehen. „Die erste Halbzeit war insgesamt ausgeglichen, es ging viel im Mittelfeld hin und her. Beide Torhüter hatten eine Glanzparade, die Abschlüsse waren auf beiden Seiten nicht wirklich gut“, bilanzierte SG-Trainer Bastian Geisler. In der 32. Minute ging Azadi dennoch in Führung: Nach einem Einwurf landete der Ball hinter der Kette im Strafraum, wo Ibrahim Seyyar zur Gästeführung einschob. „Der Halbzeitstand von 0:1 war schon ein wenig sonderbar, so hatten beide Teams doch genügend Möglichkeiten ihn anders zu gestalten", gab Geisler zu Protokoll.

Nach der Pause kam die SG besser aus der Kabine. Ein Missverständnis in der Azadi-Abwehr nutzte Nzar Barheem in der 50. Minute zum Ausgleich, als er frei durchlief und ins leere Tor einschob. „Wir haben die Räume nach der Pause deutlich besser genutzt und waren feldüberlegen“, lobte Geisler. Folgerichtig erzielte Kay-Jonas Dirnberger nach einem Freistoß per Kopf das 2:1 (67.). Den Schlusspunkt setzte erneut Barheem, der in der 85. Minute nach einem Konter aus 30 Metern traf. „Nzar kam erst zur Halbzeit rein, hat die 45 Minuten aber richtig gut genutzt“, hob Geisler den Doppeltorschützen hervor. Sein Fazit zum Spiel generell fiel positiv aus: „Es war eine absolut faire Partie.“ Nach dem wichtigen Heimsieg verabschiedete sich der Trainer augenzwinkernd ins örtliche Oktoberfest.
Tore: 0:1 Ibrahim Seyyar (32.), 1:1 Nzar Barheem (50.), 2:1 Kay-Jonas Dirnberger (67.), 3:1 Barheem (85.)


MTSV Aerzen – FC Saale-Ith 2:2 (1:1).

Der MTSV Aerzen hat sich in einem intensiven Spiel mit 2:2 vom FC Saale-Ith getrennt. „Wir mussten wieder zwangsläufig umstellen, mit Yves Hackl und Marco Klein haben zwei wichtige Leute gefehlt. Trotzdem hatten wir eine gute Mannschaft auf dem Platz“, erklärte Trainer Gaetano Bartolillo nach dem Schlusspfiff. Sein Team verschlief jedoch die Anfangsphase komplett. „Die erste halbe Stunde sind wir nur nebenhergelaufen, viel zu inaktiv“, haderte der Coach. So kamen die Gäste schnell zu ersten Chancen. Die größte Möglichkeit durch Gäszte-Akteur Mamedov vereitelte jedoch Leandro Reich im Tor der Hausherren. In der 29. Minute war dann aber auch Reich machtlos und der FC Saale-Ith ging durch ein unglückliches Eigentor von Dominik Wagener in Führung. „Da bekommt er den Ball aus kürzester Distanz an den Rücken geköpft und von dort geht der Ball ins Tor. Das war ärgerlich, aber grundsätzlich auch verdient, weil wir bis dahin einfach nicht richtig im Spiel waren.“ Erst danach kam der MTSV besser in die Partie. Patrick Hoppe hatte zunächst die Ausgleichschance, ehe Jann Kiupel nach schöner Kombination über die linke Seite in der 36. Minute zum 1:1 traf.

Nach der Pause startete Aerzen stark. „Wir sind gut rausgekommen, haben Druck gemacht und wollten unbedingt das Spiel ziehen“, so Bartolillo. Verdienter Lohn war das 2:1 durch Hoppe (63.). Weitere Möglichkeiten, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, blieben jedoch ungenutzt. „Wir hatten durch Avdiu und Hoppe die Chancen zum 3:1, haben sie aber nicht genutzt – und so haben wir den Gegner am Leben gelassen.“ Saale-Ith nutzte das und kam nach einem Fehler im Spielaufbau in der 70. Minute durch Felix Lassan zum 2:2. In einer wilden Schlussphase hätten beide Teams noch den Siegtreffer erzielen können. „Am Ende ist es vielleicht ein gerechtes Ergebnis. Wenn wir konsequenter sind, gewinnen wir, wenn wir Pech haben, verlieren wir. So bin ich froh, dass jetzt erstmal eine Woche Pause ist, wir hatten sehr viele Spiele in kurzer Zeit“, resümierte Bartolillo. Ein Sonderlob verteilte der Trainer an seinen jungen Keeper: „Leandro Reich hat ein tolles Spiel gemacht. Mit 17 Jahren ist das wirklich stark.“
Tore: 0:1 Eigentor Dominik Wagener (29.), 1:1 Jann Kiupel (36.), 2:1 Patrick Hoppe (63.), 2:2 Felix Lassan (70.).


TSV Bisperode - BW Tündern II 2:3 (0:2).

Für den TSV Bisperode setzte es eine enttäuschende 2:3-Niederlage, bei der die Mannschaft laut Sprecher Levin Winter erst ab der 70. Minute richtig ins Spiel fand. Entsprechend hart fiel Winters Fazit aus: „Wir haben die ersten 70 Minuten wirklich total verpennt. Erst mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 sind wir richtig wach geworden. Danach haben wir es zwar nicht schlecht gemacht, aber trotzdem war die Niederlage hochverdient.“ Bereits früh führte Tündern durch Hamza Aljashi und Lukas Kramer nach zwei kapitalen Fehlern in der Bisperoder Defensive mit 2:0. Die einzige Chance der Gastgeber gab es in der 16. Minute: Im Gewühl verpasste Jan Utenwiehe aus einem Meter das leere Tor. Auch nach der Pause setzte sich die schwache Leistung der Hausherren fort.

Winter fasste die zweite Hälfte so zusammen: „Nach einem erneuten Fehlpass hält Niklas Pfleger im Tor überragend. Der Rest der Mannschaft pennt aber komplett, sodass Grischa Kowalski zum 0:3 einschieben kann.“ In der 74. Minute erzielte Robert Voss per Strafstoß den Anschlusstreffer. Danach drängten die Gastgeber auf den nächsten Treffer. Nach einer starken Flanke von Carlos Wiechens war Nils Wetzstein zur Stelle – dieser Treffer reichte allerdings nicht mehr, sodass die Ostkreisler die Niederlage hinnehmen mussten. „Das war heute wirklich ein fürchterliches Spiel. Wir haben komplett geschlafen und Tündern hätte durchaus noch ein paar Tore mehr erzielen können. Auch wenn wir am Ende noch einige Chancen hatten, war die Niederlage insgesamt hochverdient. Zu loben sind heute lediglich die Schiedsrichter rund um Maurice Wiewel“, schloss Winter.
Tore: 0:1 Hamza Aljashi (22.), 0:2 Lukas Kramer (33.), 0:3 Grischa Kowalski (47.), 1:3 Robert Voss (74./Strafstoß), 2:3 Nils Wetzstein (90.+2).

79 / 2008

Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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