„Schon wieder Preussen möchte man sagen – trafen wir doch bereits erst vor zwei Wochen im Pokal auf den Titelfavoriten. Bei den Hamelnern stellt sich durch den furchtbaren Trauerfall in Tündern die Lage sogar so dar, dass deren letztes Spiel auch gegen uns gewesen ist. Es wird also interessant sein, wer sich auf den jeweiligen Gegenüber, im Vergleich zum letzten Spiel, besser einstellen kann. Dieses Mal haben wir aber Heimspiel, und unser Ziel ist es grundsätzlich, jedes Heimspiel zu punkten und bestmöglich noch zu gewinnen. Wir müssen aber auch nicht um den heißen Brei herumreden, dass dies gegen den FC wohl die schwierigste Aufgabe werden wird. Die letzten beiden Siege in der Liga haben uns aber einen guten Auftrieb gegeben, und auch die Leistung im Pokalspiel lässt, denke ich, die Aussage zu, dass auch wir in der Saison endlich angekommen sind. Sicherlich ist es nicht leicht, nach dieser völlig berechtigten Spiel- und auch teilweise Trainingspause wieder in Tritt zu kommen. Nach einer Schweigeminute werden wir am Samstag dann versuchen, den Fokus, zumindest für die 90 Minuten, auf Fußball und das Spiel zu legen. Personell sind wir nicht in Top-Besetzung unterwegs, aber durch unseren mittlerweile großen Kader stehen uns definitiv genügend Spieler zur Verfügung, die, wenn sie reinkommen, alles in die Waagschale werfen werden. Eine schöne Entwicklung, die besonders bei unseren jungen Spielern zu erkennen ist.“
„Wir haben zuletzt erst im Pokal gegen Emmerthal gespielt und 3:1 gewonnen. Sie haben es gut verteidigt, und darauf müssen wir uns jetzt besser einstellen. Gerade im letzten Drittel müssen wir viel konsequenter sein und unsere Angriffe besser ausspielen. Im Gegenzug müssen wir aber auch hinten aufpassen. Sie haben da vorne einen sehr schnellen Mann, den wir ausschalten müssen.“
„Die Vorzeichen sind ein wenig anders als beim letzten Aufeinandertreffen im Mai. Da waren wir der Favorit, jetzt ist es der TSV, der gut in die Saison gekommen ist. Wir sind leider nicht so gut reingekommen, stehen deshalb am Sonntag schon unter Druck. Wir betreiben einen enormen Aufwand, um Torchancen zu erspielen – und vergeben die dann reihenweise kläglich, egal wer da frei vor der Kiste auftaucht. Wir brauchen unbedingt mal einen Dreier, um den holprigen Saisonstart ad acta zu legen, sonst sind wir die kommenden Wochen erst einmal im Kellergeschoss der Kreisliga. Und die nächsten Wochen werden stramm mit Nachholspieltag, Pokalrunde und Wiederholungsspiel gegen Tündern II. Fehlen werden am Sonntag die Urlauber C. und S. Cetin sowie K. Neubauer. Der Rest ist fit und heiß darauf, den ersten Sieg einzufahren.“
„Ausgerechnet in Königsförde nehmen wir den Spielbetrieb wieder auf. Ich denke, es war die richtige Entscheidung, den Spielbetrieb eine Woche ruhen zu lassen, denn selbst heute noch kehren die Gedanken an den 24. August immer wieder zurück. Aber natürlich muss es auch irgendwie weitergehen, auch wenn es mir persönlich etwas schwerfällt. Zusätzlich haben wir eine sehr bescheidene Personalsituation, von der ich dachte, dass diese in zwei Wochen Pause sich entspannt. Sie ist aber mindestens genauso prekär wie bei unserem letzten Auftritt in Großenwieden. Wenn mich aber der tragische Vorfall etwas gelehrt hat, dann, dass ich ein Kreisligaspiel nicht über die Gesundheit meiner Spieler stellen werde. Wir werden einfach versuchen, hinten dichtzuhalten und alles wegzuverteidigen. Was anderes bleibt fast nicht. Normalerweise hätte ich mich sehr auf das Duell gegen meinen Freund Daniel Ivicic gefreut, auch weil ich den Sportplatz von der Terrasse fast sehen kann, aber die gesamten Umstände trüben die Freude schon sehr. Ich hoffe einfach, dass alle gesund bleiben und wir so etwas im Kreis nie wieder erleben müssen.“
TB Hilligsfeld – BW Tündern II (Sonntag, 15 Uhr).
„Möglichst stressfrei und wertschätzend gegenüber allen Beteiligten“
„'Irgendwie über die Bühne kriegen' ist das Motto für Sonntag nach den schrecklichen Ereignissen von Königsförde. Natürlich bewegen in diesen schweren Zeiten unsere Gäste und selbstverständlich auch uns ganz andere Dinge als die Jagd nach dem vollgepumpten runden Stück Kunststoff auf dem viereckigen Grün. Aber auf der Suche nach einem kleinen Stück Normalität und Orientierung wollen wir am Sonntag gemeinsam mit unserem Gast aus dem Mühlendorf versuchen, im steten Gedenken an Dennis Kießig die Partie möglichst stressfrei und wertschätzend gegenüber allen Beteiligten und Betroffenen zu absolvieren. Das Ergebnis zum Ende ist dabei allerdings zweitrangig. Unser Trainer Christian Ernst darf zum Sonntag hin mal wieder ein bisschen rotieren: Nach dem unnötig verlorenen Emmerthal-Spiel haben sich jetzt auch noch unsere jungen Hoffnungsträger Jannik Stolpe und Comebacker Kimi Liam Howanietz für länger ins Lazarett verabschiedet. An der Drehtür zur Krankenstation geben sie Levi Witkop und Marcel Tönnies die Klinke in die Hand, für die es nach langer Verletzungspause vielleicht zu einem Platz auf der Bank reichen könnte. Maurice Schrader und Tim Söchting sind wegen muskulärer Probleme fraglich. Mit den Langzeitverletzten Joel Maxim Zey, Mark Bödecker, André Schauf und Moritz Oberkötter rechnen wir erst zur Rückrunde. Robin Borkert und Julian Müller benötigen wohl noch einige Wochen für ihr Comeback.“
„Allen im Umfeld für ihre Anteilnahme bedanken“
„Wir sind wieder ins Training eingestiegen und versuchen nach vorne zu blicken, so blöd es sich anhört. Aber auch wir müssen wieder zur Normalität finden. Ich möchte mich aber noch einmal bei allen im Umfeld für ihre Anteilnahme bedanken und kann mich nur den Worten von Manfred Lentge bei der Verabschiedung von Dennis Kießig anschließen: Ich wünsche mir mehr gegenseitigen Respekt untereinander. Wenn man mit so einer Situation konfrontiert wurde, wird alles andere zur Nebensache. Bedanken möchte ich mich auch bei allen, die bei Dennis' Verabschiedung waren. Wir werden uns der Aufgabe am Sonntag stellen und gehen das Ganze an, um weiterzumachen.“
SG Hajen-Latferde – FC Saale-Ith (Sonntag, 15 Uhr).
„Noch viel zu wechselhaft“
„Sonntag ist für uns wieder Doppelspieltag mit unserer ersten und zweiten Herren, bei dem wir uns gegen Saale-Ith behaupten müssen. Auch wenn noch nicht viele Spiele gespielt wurden, zeigen die Ergebnisse, dass Saale-Ith zu den Mannschaften gehört, die jeden Gegner vor Probleme stellen kann. Insbesondere in den letzten drei Spielen haben sie gegen gute Mannschaften knappe Ergebnisse erzielt. Ich rechne mit einem kampfbetonten Spiel und hoffe, dass wir die erfahrenen Leute nicht zu ihrem Spiel kommen lassen. Unsere Leistungen sind leider noch viel zu wechselhaft, und durch die vielen Rotationen im Kader merken wir, dass es uns an Stabilität fehlt. Auch an diesem Wochenende werden wir wieder Ausfälle kompensieren müssen. Trotzdem wollen wir bei unserem Heimspiel durch eine geschlossene Teamleistung punkten und zeigen, dass wir besser sind, als wir es zuletzt gegen Salzhemmendorf gezeigt haben.“
„Dass es für uns schwierig wird, war uns bewusst“
„Der Start in die Saison lief bislang nicht so berauschend. Dass es für uns schwierig wird, war uns aber bewusst. Wir wollen am Sonntag in Hajen endlich die ersten drei Punkte holen. Hajen ist bislang auch noch nicht so gut in die Saison gestartet. Ich denke, es wird ein enges Duell werden, wo es auf Kleinigkeiten ankommt und ein bisschen auf die Tagesform. Für uns zählt es jetzt, die Leistung auf den Platz zu bringen und zu punkten. Aufgrund von Urlaub und Verletzungen fehlen zwei bis drei Spieler. Hinter zwei steht noch ein Fragezeichen.“
SV Azadi Hameln – TSV Nettelrede (Sonntag, 15 Uhr).
Keine Stimme abgegeben.
„Treten wir mit breiter Brust auf, ...“
„Wir sind gut durch den August gekommen und wollen am Sonntag im Auswärtsspiel genau so weitermachen. Gegen Azadi haben wir uns zuletzt immer schwergetan. Ich bin aber davon überzeugt, dass das nun ein Ende hat. Wir werden bereit sein müssen, viele Zweikämpfe zu führen und gegen einen kompakten Gegner immer wieder Lösungen zu finden. Da weiterhin einige Spieler ausfallen und nicht zur Verfügung stehen, zahlt sich die hohe Leistungsdichte im breiten Kader nun aus. Treten wir mit breiter Brust auf, wird sich unsere Qualität am Ende durchsetzen.“
MTSV Aerzen – BW Salzhemmendorf (Sonntag, 15 Uhr).
„Wir kennen 'Soltes' Stärken“
„Wir erwarten am Sonntag einen Gegner auf Augenhöhe. Salzhemmendorf kennen wir sehr gut. Sie haben viele Stärken mit einem guten neuen Trainer. Der Verlierer des Spiels wird sich erst einmal mit dem Mittelfeld begnügen müssen, während der Sieger sich oben festbeißt. Wir werden am Sonntag alles reinwerfen. Wir kennen 'Soltes' Stärken und wollen unsere eigenen Stärken einbringen.“
Personal: Leander Kuhlmann fehlt.
„Wieder einige Spieler verletzt“
„Nach unserem soliden Auftritt in Hagen (5:0-Sieg, Anm. d. Red.) steht das Spiel in Aerzen leider unter keinen guten Voraussetzungen. Es haben sich wieder einige Spieler verletzt, darunter sind auch langfristige Ausfälle. Wir wollen dennoch an unsere letzte Leistung anknüpfen und haben weiterhin einen guten Kader. Wir wollen unsere Spielideen weiterhin verfolgen. Aerzen ist eine robuste und erfahrene Mannschaft, die sich aber auch verjüngt hat und breiter aufgestellt ist als die letzten Jahre. Sie sind ekelig zu bespielen, und das meine ich nicht negativ. Beide Mannschaften haben bisher noch kein Spiel verloren, und wir wollen diese Serie für unseren Teil aufrechterhalten.“
Personal: Niko Wiegmann, Marcel Tost, Philipp Sürig, Florian Obluda, Malte Fitzner, Justin Hasse, Nico Granzow, Mohamed Kraja und Niklas Zahl fallen aus.
SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst – TSV Grohnde (Sonntag, 15 Uhr).
„Ein absoluter Mehrwert“
„Gegen Grohnde wissen wir nicht genau, was wir zu erwarten haben, gerade auch nach dem überraschenden Trainerrücktritt von Markus Wienecke. Aber wir sind gut drauf, wollen weiterhin oben dran bleiben und daher die drei Punkte im Weserstadion behalten. Die Arbeit im Trainerteam zusammen mit Alexander Kindsvater und Patrick Bendereit macht riesig Spaß, man sieht, dass die neuen Impulse an die Mannschaft Früchte tragen und ein absoluter Mehrwert erkennbar ist. Nichtsdestotrotz müssen wir Woche für Woche weiter unsere Leistung zu 100 Prozent abrufen, so wie auch am Sonntag. Denn uns ist auch absolut bewusst, dass wir über die gesamte Spielzeit voll konzentriert sein müssen. In dieser Liga bekommt man nichts geschenkt. Die Verletzten kehren langsam alle zurück, bis auf Glau und Kreber sind alle dabei. Ein Fragezeichen steht noch hinter Göhmann.“
„Von unseren Qualitäten überzeugt“
„Großenwieden ist der klare Favorit. Wir fahren trotzdem nicht da hin, um was zu verschenken. Bis auf ein, zwei Urlauber bzw. Verletzte sind alle an Bord. Besonderes Augenmerk muss man immer auf Daniel Wins und Lennart Scholtka legen. Auch wenn unsere Ergebnisse bisher nicht gestimmt haben, bin ich von unseren Qualitäten überzeugt und glaube, dass wir noch einige Punkte holen werden. Bis auf Weiteres übernehmen nach dem Rücktritt von Markus Wienecke Steve Diener und ich die Mannschaft als Interimslösung, ehe wir einen festen Trainer gefunden haben.“
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