24.08.2025 18:09

Kreisliga


Fußball wird zur Nebensache: Abbruch & Hubschraubereinsatz in Königsförde

„Ein Spieler von Tündern ist ohne jegliche Fremdeinwirkung zusammengebrochen und nicht mehr aufgestanden" / Kreisliga im Überblick

Das Spiel mit dem Ball wurde zur Nebensache.

SSV Königsförde – BW Tündern II Abbruch

Das Spiel in Königsförde endete unter dramatischen Umständen: Bei einem Stand von 0:0 wurde die Partie in der 80. Minute abgebrochen, nachdem ein Spieler von Tündern ohne Fremdeinwirkung zusammengebrochen war und nicht mehr aufstand.

SSV-Sprecher Oliver Meyer schilderte die Ereignisse: „Ein Spieler von Tündern ist plötzlich zusammengebrochen und nicht mehr aufgestanden. Wir haben das erst gar nicht richtig realisiert, dann kam die große Hektik. Der Notarzt war schnell vor Ort und hat ihn behandelt. Wir sind alle geschockt und wünschen dem Spieler nur das Beste!“ Der Spieler wurde anschließend mit dem Hubschrauber in die MHH nach Hannover geflogen.

Anmerkung der Redaktion:
Die AWesA-Redaktion ist bestürzt über diese Geschehnisse, hofft inständig auf einen guten Ausgang für den betroffenen Spieler und wünscht allen Beteiligten Kraft.

FC Saale-Ith – TSV Nettelrede 1:3 (0:1).

Die TSV Nettelrede hat die Tabellenführung übernommen – allerdings greifen die Hamelner Preussen am Mittwoch gegen den MTSV Aerzen verspätet ein. Saale-Ith bleibt indes mit zwei Remis und zwei Niederlagen weiterhin sieglos.

„Die ersten 20 Minuten war Nettelrede uns schon überlegen und ist auch verdient in Führung gegangen. Wir haben uns da noch schwergetan“, sagte FCSI-Co-Trainer Jannik Lehnhoff. Julien Hirtz brachte die Gäste in der 12. Minute mit einem Sonntagsschuss in Front: Aus 35 Metern überraschte er den Heimkeeper Nicolas Franzmann in seitlicher Position und zog einfach ab – der Ball senkte sich hinter Franzmann ins Tor.

„Danach waren wir besser im Spiel, aber wurden nicht wirklich zwingend. Abgesehen vom 0:1 gab es eigentlich keine richtige Torchance“, so Lehnhoff.

In der zweiten Halbzeit agierte Saale-Ith zunächst mutiger, wurde jedoch anfälliger für Konter – und ein solcher brachte den doppelten Rückstand: Finn Langenstein vollendete einen Querpass zum 2:0 (62.). Geschlagen waren die Gastgeber aber noch nicht: Timo Maslona hob den Ball aus 20 Metern zum 1:2 (71.) in die Maschen. Nur zwei Minuten später war die Hoffnung jedoch schon wieder erstickt: Jannes Aunitz erhöhte auf 3:1 (73.) und brachte die Vorentscheidung.

Lehnhoff resümierte: „Am Ende hat Nettelrede verdient gewonnen, das muss man schon sagen. Wir waren heute personell leider ein bisschen gebeutelt.“
Tore: 0:1 Julien Hirtz (12.), 0:2 Finn Langenstein (62.), 1:2 Timo Maslona (71.), 1:3 Jannes Aunitz (73.).

SV Azadi Hameln – TSV Grohnde 3:3 (1:1).

Keinen Sieger gab es in Hameln. „Es war von beiden Seiten kein gutes Spiel. Grohnde war zumindest griffiger und hat mehr Kampfbereitschaft gezeigt“, erklärte Azadi-Manager Yalcin Uzun. „Das 0:1 war dann folgerichtig.“

Robert Engel verwandelte einen fälligen Strafstoß zum 1:0 für die Gäste (32.). Die „Adler“ schlugen mit dem Pausenpfiff zurück – dazwischen passierte laut Uzun nicht viel. Nach einer Ecke bediente Abbas Issa seinen Bruder Yousof, der anschließend zum 1:1 (45.+1) ausglich.

In der zweiten Hälfte schien es, als würden die Hausherren das Spiel auf ihre Seite ziehen: Afrim Sejdijaj und der eingewechselte Ibrahim Seyyar erhöhten per Doppelschlag in der 54. und 58. Minute auf 3:1. „Ibo hat nach seiner Einwechslung viel frischen Wind gebracht. Nur haben wir leider nach dem 3:1 komplett aufgehört, Fußball zu spielen“, ärgerte sich Uzun. „Nur noch Grohnde hat gespielt.“

Das sollte sich rächen: Saad Ezzat Haji Haji verkürzte gegen seine ehemaligen Mitspieler auf 2:3 (79.), und mit der letzten Aktion des Spiels zog Steve Diener nach einem Eckball aus der zweiten Reihe ab – der Ball schlug zum 3:3-Ausgleich (90.+3) im sprichwörtlich letzten Moment ein.
„Das war die letzte Aktion. Heute war das einfach zu wenig von uns. Da fehlt einfach die Bereitschaft, mehr für den Fußball zu investieren.“
Tore: 0:1 Robert Engel (32., Strafstoß), 1:1 Yousof Issa (45.+1), 2:1 Afrim Sejdijaj (54.), 3:1 Ibrahim Seyyar (58.), 3:2 Saad Ezzat Haji Haji (79.), 3:3 Steve Diener (90.+3).

SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst – TSV Bisperode 4:0 (2:0).

Vier Spiele, zehn Punkte – der Saisonstart der SGGRS kann sich durchaus sehen lassen. Der Lohn: Zumindest für den Moment ist das Team um Trainer Patrick Skoruppa Tabellenzweiter.

„Bisperodes Trainer Daniel Krikunenko-von-Korff hat im Vorbericht gesagt, dass wir sehr schwer zu stoppen seien, wenn wir ins Rollen kommen. Und so war es heute“, meinte der SG-Coach.

Trotz der Ausfälle der beiden Torjäger Daniel Wins und Lennart Scholtka strahlten die Hausherren permanent Gefahr aus. Kevin Raudzis und Denis Anklam brachten bis zur Pause die 2:0-Führung (19., 45.). „Es hätte zu diesem Zeitpunkt durchaus schon deutlicher sein können“, so Skoruppa.
Das holten Großenwieden & Co. nach dem Seitenwechsel nach: Daniel Lukas startete aus dem Mittelfeld ein Solo, tankte sich in Abschlussposition und netzte zum 3:0 (54.) ein. Nick Heller sorgte in der 72. Minute für den 4:0-Endstand.

„Das Tor von Daniel war schon sehenswert. Die anderen Tore waren dafür sehr gut herausgespielt. Die Mannschaft hat sich heute perfekt an den Matchplan gehalten. Man sieht, dass wir auch in der Breite richtig gute Kicker haben, die trotz der Ausfälle Spiele gewinnen können. Als Trainer macht mich das froh.“
Tore: 1:0 Kevin Raudzis (19.), 2:0 Denis Anklam (45.), 3:0 Daniel Lukas (54.), 4:0 Nick Heller (72.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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