21.05.2023 18:55

Kreisliga


WTW siegreich, Preussen zeigt Nerven - Grohnde nach Derby-Pleite abgestiegen

FCP kommt nach 0:2 noch zurück / Thomas: „Beim TSV Grohnde geht es immer weiter – egal wo!“
Robert Engel TSV Grohnde Fussball Kreisliga Fallrueckzieher
Grohndes Robert Engel versuchte es aus allen Lagen - doch das 0:3 gegen Emmerthal besiegelte den Abstieg.

TSV Nettelrede – FC Preussen Hameln 2:2 (2:1).

Im Duell mit dem TSV Nettelrede erarbeiteten sich die Preussen, die nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Wallensen auf Rang zwei der Kreisliga rangierten, am heutigen Sonntag nach zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand noch ein Remis, um zumindest in Schlagdistanz zum Ligaprimus zu bleiben. In einem intensiven Spiel, das gemessen an Verwarnungen 6:6 ausging, schenkten sich beide Mannschaften nichts. TSV-Spielertrainer Dominik Trotz beschrieb den ersten Durchgang wie folgt: „Die ersten 30 Minuten waren wir die bessere Mannschaft, danach war Preussen stärker. Wir sind gut ins Spiel reingekommen und dass wir früh in Führung gegangen sind, tat natürlich ganz gut.“ Nach Baris Bayraks Kopfballtreffer zum 2:0-Zwischenstand (32.) erwachten die Gäste aus Hameln und erhöhten den Druck. Der stark aufspielende Emil Nasufovski nutzte die Schlussphase der ersten Halbzeit nach einem Angriff über die linke Hamelner Seite schließlich für den Anschlusstreffer und schenkte seinen Farben neue Hoffnung auf einen Punktgewinn. Nach dem Seitenwechsel hielten die Preussen den Druck hoch und kamen so schließlich durch Nick Fabian Wolny zu dem zu diesem Zeitpunkt überfälligen Ausgleichstreffer (76.), bei dem es letztlich auch blieb am Nettelreder Kuhkamp. „In der zweiten Halbzeit muss man anerkennen, dass Preussen die deutlich bessere Mannschaft war“, fand Dominik Trotz lobende Worte für den Gegner und ergänzte: „Bei uns hat insbesondere René Sustrate im Tor ein überragendes Spiel gemacht, gerade, weil Preussen in der zweiten Hälfte eine Chancenflut hatte und wir keine Entlastung mehr bewirken könnten. Darum fiel das 2:2 auch letztlich folgerichtig. Wenn man sich das ganze Spiel anguckt, können wir uns über das Unentschieden nicht beschweren.“
Tore: 1:0 Jannes Aunitz (8.), 2:0 Baris Bayrak (32.), 2:1 Emil Nasufovski (45.), 2:2 Nick Fabian Wolny (76.).
 

WTW Wallensen – VfB Hemeringen 3:0 (1:0).

Im Duell „Spitzenreiter gegen Kellerkind“ wurde der WTW Wallensen seiner Favoritenrolle gerecht und triumphierte gegen den VfB Hemeringen souverän, aber glanzlos mit 3:0. „Die erste Halbzeit haben wir wirklich stark gespielt, da haben wir Hemeringen eigentlich gar keine Chance gelassen und richtig guten Fußball gespielt“, so Dominik Heintz, Spartenleiter der Wallenser. Aktivposten Aycan Alpagut leitete seinen Treffer zum 1:0 selbst ein, bediente Toni Ivankovic, der den Ball an seinen Nebenmann zurückgab und somit den Führungstreffer vorbereitete (23.). Auch am 2:0 waren die beiden Akteure wieder beteiligt, zudem mischte auch Linus Schnack per Doppelpass mit, als Toni Ivankovic auf 2:0 für die Gastgeber erhöhte (67.). Eben jener Linus Schnack kooperierte in der Schlussphase dann noch ein weiteres Mal mit Alpagut und vollendete diesmal selbst nach einem Querpass und stellte den 3:0-Endstand für die Ostkreisler her (87.) und sicherte somit auch den Fortbestand der Tabellenführung in der Kreisliga. „In der zweiten Halbzeit hat Hemeringen uns 20 Minuten lang richtig hinten reingedrückt, aber wir haben dann halt die Tore gemacht. Zur Leistung kann man sagen: Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, befriedigend, mehr aber auch nicht. Am Ende zählen aber nur die drei Punkte“, so Dominik Heintz abschließend.
Tore: 1:0 Aycan Alpagut (23.), 2:0 Toni Ivankovic (67.), 3:0 Linus Schnack (87.).
 

FC Bad Pyrmont Hagen II – MTV Lauenstein 3:3 (1:2).

Gleich sechsmal klingelte es in den Kästen beim Duell des FC Bad Pyrmont Hagen II mit dem MTV Lauenstein – dreimal auf jeder Seite, somit lautete der Endstand 3:3-Unentschieden. Zum überragenden Spieler dieser Partie avancierte Lauensteins Dimitri Schulte, der bereits zu Beginn der Partie zwei seiner insgesamt drei Tore an diesem Tag erzielte (5./20.) und seinen MTV damit vorübergehend auf die Siegerstraße brachte. Nach einer guten halben Stunde hatten die Gäste jedoch einen Rückschlag zu verdauen, als Marcel Lemke ins eigene Tor traf und die Gastgeber somit zurück ins Spiel holte (31.). Nach dem Seitenwechsel dann ein Schlagabtausch: Dem Ausgleichstreffer von Kiala Mbauzulu (49.) drehten die Hausherren die Partie vollends und gingen sogar durch Julian Binder in Führung (74.), ehe der eingangs erwähnte Dimitri Schulte seinen Dreierpack perfekt machte und das finale 3:3 besorgte (81.). Pyrmonts Trainer Christopher Loges zeigte sich dennoch nicht unzufrieden mit dem Resultat: „Dass wir 0:2 zurückliegen, ist natürlich ärgerlich. In einer strittigen Abseitssituation nutzt Lauenstein da einen Fehler von uns aus. Im Endeffekt war es aber ein ausgeglichenes Spiel und ein verdientes Unentschieden in meinen Augen. Beide hatten ungefähr gleich viele Torchancen und da wir heute auch aufstellungstechnische Probleme hatten, geht das hier nach einer mannschaftlich geschlossenen Leistung völlig in Ordnung heute.“
Tore: 0:1 Dimitri Schulte (5.), 0:2 Schulte (20.), 1:2 Marcel Lemke (31./Eigentor), 2:2 Kiala Mbauzulu (49.), 3:2 Julian Binder (74.), 3:3 Schulte (81.).

TSV Großenwieden – SV Azadi Hameln 1:0 (1:0).

Nur ein einziges Tor hatte Schiedsrichter Konrad Voss am heutigen Nachmittag in Großenwieden in den Spielberichtsbogen einzutragen: Mit einem knappen 1:0-Heimerfolg setzte sich der TSV Großenwieden gegen den Tabellennachbarn SV Azadi Hameln durch. Das Tor des Tages fiel bereits wenige Minuten nach Spielbeginn, als es Großenwiedens Sipan Karayilan gelang, Obeid Alahmo im Kasten Azadis zu überwinden (7.). In der Folge entwickelte sich eine unspektakuläre Partie, wie auch TSV-Co-Trainer Rassan Abdi anschließend berichtete: „In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften versucht, ihr Spiel aufzuziehen, was aber bei beiden nicht geklappt hat. Beiden fiel es schwer, es war keine gute Halbzeit.“ Im zweiten Durchgang nahm das Spiel mehr Fahrt auf, wie Abdi beschrieb: „In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, uns ein bisschen zu festigen, uns den Gegner zurechtzulegen. Das hat teilweise geklappt, teilweise auch nicht. In den letzten zehn Minuten haben wir aber auch viele Chancen liegen lassen, um den Deckel endgültig draufzumachen. Ein Unentschieden wäre auch verdient gewesen für beide Mannschaften und ich hätte uns da auch keinen Vorwurf machen können, aber das 1:0 geht für uns natürlich auch in Ordnung.“ Ein Sonderlob hatte Abdi, der kurz vor Schluss selbst noch am Pfosten gescheitert war, für einen Debütanten in Reihen Azadis: „Beim Gegner möchte ich Dung Tran hervorheben, der heute sein Debüt gegeben hat. Er war sehr aktiv, hat gut mitgemacht. Das hat mir sehr gefallen – aus dem Jungen kann was werden.“
Tor: 1:0 Sipan Karayilan (7.).
 

SG Hajen/Latferde – SG Königsförde/Klein Berkel 1:5 (0:4).

Die Zuschauer an der Hajener Straße wurden beim Aufeinandertreffen der Spielgemeinschaften, nämlich der heimischen SG Hajen/Latferde und den Gästen von der SG Königsförde/Klein Berkel, Zeugen eines offensiven Feuerwerks. Zum Leidwesen all jener, die es mit den Gastgebern hielten, schlugen die Raketen überwiegend im Hajener Gehäuse ein. „Das war eine klare, verdiente Niederlage für uns. Wir mussten in der Abwehr umstellen und sind damit überhaupt nicht zurechtgekommen. Königsförde hat immer genau in die Bereiche gespielt, wo wir zu viel Abstand zum Gegenspieler hatten“, fasste Hajens Sprecher Marc Knoesel den Auftritt seiner Mannschaft zusammen. Als besonders furios lässt sich die Leistung von Königsförde/Klein Berkels Myles Neumann zusammenfassen, der jeweils nach Pässen in die Schnittstelle der Abwehr gleich dreimal traf (24./42./56.) und damit maßgeblichen Anteil am deutlichen Auswärtserfolg seines Teams hatte. Kurios hingegen das einzige Tor für die Gastgeber an diesem Nachmittag: Einen schwierig auf den Boden aufkommenden Abschlag von Hajens Keeper Rouven Gasde erreichte sein Gegenüber, Kevin Neubauer, nicht mehr, sodass der einzige Treffer an diesem Nachmittag auf seiten der Heimmannschaft vom Torhüter erzielt wurde (69.). „Wir haben zu keiner Zeit weder kämpferisch noch spielerisch oder über die Präsenz dazu beigetragen, das Spiel hier erfolgreich zu gestalten, insofern Glückwunsch an Königsförde – das war ein gebrauchter Tag für uns. Da hat heute wirklich die bessere Mannschaft gewonnen, aber jetzt heißt es: Mund abwischen, am Donnerstag geht es im Pokal weiter“, so Knoesel abschließend.
Tore: 0:1 Myles Neumann (24.), 0:2 Kenan Zeqiri (40.), 0:3 Neumann (42.), 0:4 Tim Schrader (44./Eigentor), 0:5 Neumann (56.), 1:5 Rouven Gasde (69.).
Besonderes: Gelb-rote Karte gegen Hajens Gorden Bleibaum (80.).
 

TSV Grohnde – TSG Emmerthal 0:3 (0:3).

Im vorerst letzten Emmerthaler Derby trafen die bereits gerettete TSG und der quasi (und nach Spielschluss auch faktisch) aus der Kreisliga abgestiegene TSV Grohnde aufeinander. Im letzten ligainternen Kräftemessen für mindestens eine Saison behielten die Gäste die Oberhand bejubelten einen grün-weißen 3:0-Auswärtserfolg. „In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften wie das Wetter agiert – es gibt nicht viel zu sagen. Halbchancen auf beiden Seiten, das war es“, fasste Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas die ereignisarme erste Spielhälfte zusammen. Bessere Chancen hatten auf Seiten Emmerthals noch Andrej Vorrat, bei Grohnde sorgte Saad Azad Haji Haji für ein Ausrufezeichen – dennoch ging es torlos in die Kabinen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs vergaben die Gäste die erste Chance auf die Führung, als Vorrat einen Foulelfmeter vergab, doch Kartal Özbek netzte schon kurze Zeit später zum 1:0 ein. Emmerthal blieb in der Folge am Drücker und belohnte sich in der Schlussphase durch Jonas Batke (85.) und Luca-Fabian Schulz (89.), die mit ihren Torerfolgen den Auswärtssieg besiegelten. „Die zweite Halbzeit war auch eher mau auf beiden Seiten. Nach dem 0:1 haben wir angefangen, nervös zu werden und man hat unser altes Muster gemerkt: Tor gekriegt und Kopf hängen gelassen. Ich bin schon der Meinung, dass Emmerthal nicht unbedingt besser war als wir, aber hinten raus waren sie einfach cleverer und haben ihr Spiel intensiviert. Vielleicht wollten sie den Derbysieg einfach einen Tuck mehr“, fasste Christopher Thomas zusammen, lobte die Leistung des Schiedsrichtergespanns um Michael Brauns und fügte abschließend hinzu: „Wir sind nicht heute abgestiegen, sondern vielleicht schon vor Monaten und wollen uns in den nächsten Spielen erhobenen Hauptes verabschieden. Beim TSV Grohnde geht es immer weiter – egal wo!“
Tore: 0:1 Kartal Özbek (60.), 0:2 Jonas Batke (85.), 0:3 Luca-Fabian Schulz (89.).
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Autor des Artikels

Lars T. Türk
Lars T. Türk
Lars ist Freier Mitarbeiter und vor allem am Wochenende im Bereich Fußball und Handball für das Team AWesA im Einsatz.
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