29.09.2022 10:19

Kreisliga


Das Duell um den Thron: Großenwieden und Lauenstein im direkten Angesicht

Gluba: „Anspannung und Motivation automatisch gegeben“ / Voss: „Noch die letzte Gier und den Willen aus uns herauskitzeln“
TSV Großenwieden Gruppenbild Kreisliga
Dem TSV Großenwieden steht ein großer Kampf um die Tabellenspitze bevor.

WTW Wallensen – SG Eimbeckhausen/Hamelspringe (Freitag, 19 Uhr).

Auf der Thüster Platte eröffnen die Mannschaften mit dem besten und schlechtesten Torverhältnis der Liga den Spieltag. Die Hausherren vom WTW, die mittlerweile seit fünf Partien ungeschlagen sind, empfangen mit der SG Hamelspringe nun den Tabellenletzten, der noch immer ohne Sieg dasteht. Davon lässt sich WTW-Sprecher Dominik Heintz jedoch nicht täuschen: „Wir spielen zwar gegen den Letzten, aber das hat keine Aussagekraft. Das haben wir gegen Bisperode gemerkt. Der TSV ist damals über den Kampf gekommen und das Gleiche erwarte ich auch von der SG. Von daher müssen wir uns auf unsere Stärken besinnen, um den Aufwärtstrend beizubehalten und auch die Punkte zuhause zu lassen.“ Auf der Gegenseite blieben die Ergebnisse der Nordkreisler zuletzt aus, gegen Bad Pyrmont Hagen gab es jedoch eine klare Leistungssteigerung. Dazu SG-Spielertrainer Niklas Koffmane: „Uns erwartet die nächste starke Offensive der Liga. Ich hoffe, dass wir an die etwas verbesserte Leistung vom letzten Spiel anknüpfen und weiterhin mehr Stabilität in die Defensive bekommen, auch wenn es gegen den Gegner wieder schwierig wird.“ Personell muss der Gäste-Coach auf Anes Not, Marc Hartmann und Maurizio Di Tullio verzichten.

TSV Bisperode – TSG Emmerthal (Samstag, 16 Uhr).

Auch nach dem „Keller-Duell“ mit dem TSV Grohnde steht Blau-Gelb noch immer ohne Sieg da. Positiv ist aber hervorzuheben, dass der TSV durch den Punktgewinn das unrühmliche Tabellenende verlassen hat. Gegen die TSG Emmerthal, die derzeit mit der eigenen Form zu kämpfen hat, sollen nun die nächsten Zähler eingefahren werden, wie Co.-Trainer Konrad Voss verdeutlicht: „In Grohnde haben wir uns sicherlich etwas mehr ausgerechnet und der Spielverlauf hätte es wohl auch hergegeben. Sei es drum. Wir haben immerhin angefangen zu punkten und noch ist unser Ziel erreichbar. Damit das so bleibt, müssen wir in unserem Heimspiel gegen Emmerthal aber entsprechend nachlegen. Unsere zweite Herren spielt zuvor bereits um 13 Uhr, daher erhoffen wir uns eine entsprechend große Zuschauerkulisse, auch wenn das Wetter nicht sonderlich gut werden soll. Ziel der Mannschaft ist es, Emmerthal einen guten Kampf zu liefern und möglichst die drei Punkte in Bisperode zu behalten. Dazu müssen wir genauso auftreten wie in Grohnde und zusätzlich noch die letzte Gier und den Willen aus uns herauskitzeln, das Tor erzwingen zu wollen. Gerade im letzten Drittel haben wir letzte Woche eher unglücklich agiert, da müssen wir konzentrierter zu Werke gehen. Sollte uns das gelingen, bin ich guter Dinge, dass wir nicht mit leeren Händen in den Samstagabend gehen werden.“ Grün-Weiß rangiert derweil mit sieben Zählern mehr auf Rang zehn. Leider war von Seiten der TSG keine Stimme für die anstehende Partie einzuholen.

TSV Grohnde – FC Preussen Hameln (Sonntag, 14 Uhr).

Abends findet unser Skat- und Knobelabend statt. Da lässt es sich ja deutlich entspannter sitzen, wenn zuvor etwas Zählbares in Grohnde geblieben ist!“, läutet TSV-Spielertrainer Christopher Thomas die anstehende Partie auf heimischem Grund gegen den FC Preussen Hameln ein. Beide Teams befinden sich derzeit in der unteren Hälfte der Tabelle. Dessen ist sich auch Thomas bewusst: „Uns ist die Situation um Preussen, dass sie nicht wie gewünscht oben stehen, natürlich nicht entgangen. Interessieren tut es uns aber auch nicht, da wir selbst ganz schön viel mit uns zu tun haben. Preussen wird mit Sicherheit Punkte bei uns einplanen und dem versuchen wir entgegenzuwirken. Zugute kommt uns vielleicht, dass wir gegen diesen Gegner nicht unbedingt in der Pflicht stehen und wir somit befreit aufspielen können. Ich hoffe, dass wir uns mehr Torchancen erspielen als in den letzten beiden Spielen und wir sie dann auch nutzen!“ Die Gäste aus Hameln haben nach einem kleinen Zwischenhoch mit dem 1:3 gegen Aufsteiger Königsförde/Klein Berkel zuletzt wieder einen Dämpfer erlitten. Deshalb will FC-Trainer Pascal Lüdtke seinen Blick schnellstmöglich nach vorne richten: „Wir müssen das letzte Spiel abhaken. Grohnde steht zwar relativ weit unten, aber wir dürfen sie trotzdem nicht unterschätzen. Ich habe den TSV dieses Jahr gegen Azadi gesehen, da war schon der eine oder andere gute Spielzug dabei. Außerdem spielen wir auswärts auf einem sicherlich tiefen Rasenplatz, deshalb müssen wir auch über die Kraft kommen. Es gilt, die eigenen Torchancen zu nutzen, griffiger zu sein und auch über die eigene Schmerzgrenze hinauszugehen. Jeder einzelne sollte mal an seiner eigenen Einstellung arbeiten, dann können wir vielleicht etwas Zählbares mitnehmen.“

TSV Großenwieden – MTV Lauenstein (Sonntag, 15 Uhr).

Das eine Topspiel ist gerade absolviert, da steht schon das nächste auf dem Programm. Mit dem TSV Großenwieden und dem MTV Lauenstein findet nun aber das ganz große Duell um die Tabellenspitze statt. Beide Teams trennen derzeit nur einen Zähler. Die Männer aus dem Weserstadion haben rein auf dem Papier etwas die Nase vorn, eine Favoritenrolle will TSV-Co.-Trainer Rassan Abdi aber nicht vergeben: „Lauenstein hat einen hervorragenden Saisonstart hingelegt, daher wissen wir um deren Stärke. Allerdings wird das Spiel keinen klaren Favoriten haben. Ich schätze Lauenstein sehr stark ein. Laut Statistik haben sie die stärkste Verteidigung. Daher müssen wir an dem Tag jede Chance, die wir bekommen, nutzen. Wir stellen uns auf ein kampfbetontes Spiel ein. Wir werden zuhause versuchen, so gut es geht dagegenzuhalten und unseren Fußball zu spielen. Wir haben auch noch etwas gutzumachen: letzte Saison sah es gegen Lauenstein nicht so gut aus. Deswegen ist es nochmal eine extra Portion Motivation für uns, alles an dem Tag zu geben, um eventuell für uns doch noch etwas Zählbares herauszuspielen.“ Auch MTV-Trainer Stefan Gluba gibt sich vor der Partie kampfeslustig: „Wenn es zum Tabellenführer geht, sind die erforderliche Anspannung und Motivation automatisch gegeben. Wenn wir den Kader einigermaßen nach einer Grippe- und Coronawelle in den beiden letzten Wochen stabilisieren und ergänzen können und wir folglich mehr Alternativen haben, so muss die Marschrichtung ein Sieg sein. Großenwieden darf man nicht spielen lassen. Die uns bekannten Schlüsselpositionen beim Team von Latif Kiki müssen neutralisiert werden. Wir werden mit Selbstvertrauen und Eigeninitiative versuchen, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Man darf ein Spitzenspiel erwarten.“

FC Bad Pyrmont Hagen II – VfB Hemeringen (Sonntag, 15 Uhr).

Bad Pyrmont Hagens Zweitvertretung hat am vergangenen Wochenende den ersten Auswärtssieg der aktuellen Spielzeit eingefahren (2:0 in Eimbeckhausen). Gegen den VfB Hemeringen soll die Punktejagd nun weitergehen, wie FC-Trainer Christopher Loges deutlichmacht: „Gegen Hemeringen waren es immer schwierige und kampfbetonte Spiele. Von daher sind wir froh, zuhause spielen zu dürfen. Auf unserem großen Platz wollen wir das Spiel groß und breit machen. Nach dem ‚Dreier‘ letzte Woche wollen wir nun unseren Tabellenplatz festigen und die drei Punkte behalten. Dafür gilt es, alles reinzuhauen.“ In Hinblick auf den Kader gibt eine Besserung zu verzeichnen: zwar fallen die Urlauber Moritz Schur und Niklas Arnold weiterhin aus, dafür kehren jedoch Jannik Kleimeier und Burak Yildiz zurück. „Ich bin mir sicher, dass alle 100 Prozent geben werden, die am Wochenende auf dem Feld stehen“, so Loges. Auf Seiten der Gäste dürfte der VfB nach der Niederlage gegen Großenwieden auch beim Tabellenfünften als Außenseiter ins Spiel gehen. Dazu Hemeringens Sprecher Peter Reese: „Der VfB hat nach zuletzt oftmals enttäuschenden Leistungen am letzten Sonntag aber ein anderes Gesicht gezeigt und sich leider nicht für den hohen Aufwand belohnt. Gegen das Team von Christopher Loges wird es einer ähnlich couragierten Leistung bedürfen. Die Hausherren verfügen über einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern, die alle gut ausgebildete Fußballer sind. Nach der Fusion ist das Team sicher noch in der Findungsphase, ist daheim aber ungeschlagen und hat unter anderem den FC Preußen und TSV Großenwieden deutlich geschlagen. Für die Elf von Thilo Klotz wird es daher wie gegen Großenwieden darum gehen, die Räume eng zu machen und mit hoher Laufbereitschaft und Einsatzbereitschaft den Gegner zu ärgern. Wenn dies gelingt, ist mit dem nötigen Glück auch etwas Zählbares aus der Kurstadt mitzunehmen.“

TSV Nettelrede – SG Königsförde/Klein Berkel (Sonntag, 15 Uhr).

Die Tabellennachbarn aus Nettelrede und Königsförde/Klein Berkel bieten sich am Sonntagnachmittag die Stirn. Beide Teams haben in der aktuellen Spielzeit bereits 15 Zähler eingefahren. Am vergangenen Wochenende waren ebenfalls beide Teams erfolgreich. Während „Köfö“ bei Preussen mit 3:1 triumphierte, behielten die „Grönjer“ gegen Azadi mit 1:0 die Oberhand. „Königsförde ist gut in der Liga angekommen und hat starke Einzelspieler in ihren Reihen. Wir dagegen haben in den letzten Spielen sehr zufriedenstellend performt und wollen diesen Trend fortsetzen“, gibt TSV-Spielertrainer Dominik Trotz seine Einschätzung. Fehlen werden dabei Patrick Schmidt, Pascal Schmidt, Jonas Ofner, Mirko Rak und auch der Coach selbst. Ebenfalls wird Jonah Hirtz mit einem Knöchelbruch ausfallen. Dazu Trotz: „Er wird uns sehr fehlen. Zuletzt war er ein wichtiger Faktor in unserem Spiel.“ Nach dem Sieg in der Rattenfängerstadt hat auch die SG Morgenluft gewittert. Deshalb hofft Gäste-Sprecher Leotrim Berisha auf einen ähnlich beherzten Auftritt seiner Männer: „Nach dem Sieg gegen Preußen herrscht euphorische Stimmung in der Mannschaft. Wenn wir mit der Einstellung in das nächste Spiel gehen, dann könnte das eine spannende Partie werden.“
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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