22.09.2022 13:27

Kreisliga


Großenwieden-Verfolger unter sich: „Von nichts kommt nichts“

Reese: „Für den VfB geht es in erster Linie darum, das treue Publikum nicht weiter zu enttäuschen“ / Keller-Duell in Grohnde
Stefan Gluba MTV Lauenstein Kreisliga
Lauensteins Trainer Stefan Gluba (mi.) empfängt mit seinem Team den Vorjahres-Zweiten aus Hajen/Latferde.

TSG Emmerthal – WTW Wallensen (Samstag, 16 Uhr).

Für die TSG Emmerthal und den WTW Wallensen geht es am Samstagnachmittag rund. Vor heimischer Kulisse erwartet die Emmer-Kicker euphorische Ostkreisler. Immerhin gewannen die Mannen von der Thüster Platte am Mittwoch 9:0 gegen Grohnde. Trotzdem hofft TSG-Trainer Daniel Wohlleben auf etwas Zählbares: „Wir freuen uns, dass wir nach drei Spielen endlich mal wieder ein Heimspiel haben. Mit Wallensen erwartet uns aber ein Hochkaräter, der sich unter der Woche warm geschossen hat. Hoffentlich haben sie ihr Pulver schon ein wenig verschossen. Prinzipiell wollen wir natürlich jedes Heimspiel gewinnen, aber das dürfte gegen den WTW richtig schwierig werden.“ Jonny Albe wird am Samstag nicht im Kader stehen, dafür steht Keeper Jannik Schröder nach langer Pause erstmals wieder im Kader. Auf der Gegenseite versucht WTW-Spartenleiter Dominik Heintz, die überschwängliche Freude vom Mittwoch etwas zu deckeln: „Wir haben gerade zwar 9:0 gewonnen, müssen aber trotzdem auf die Euphorie-Bremse treten. Mit Emmerthal erwartet uns ein starker Gegner, das müssen wir in unsere Köpfe kriegen. Wir müssen unsere Chancen gut nutzen und clever spielen. Emmerthal ist mit ihren schnellen Stürmern immer für ein Tor gut, das gilt es zu verhindern. Ziel ist es, die drei Punkte wieder mit zurückzunehmen.“
Frage an den Spartenleiter der Gäste: In der Fremde lief es bei Euch in dieser Saison noch nicht ganz so rund, lediglich zwei Zähler habt Ihr auswärts eingefahren. Was muss in Emmerthal besser laufen, damit Ihr endlich den ersten  „Dreier“ mit nach Hause nehmen könnt?
Dominik Heintz:




SG Eimbeckhausen/Hamelspringe – FC Bad Pyrmont Hagen II (Samstag, 16 Uhr).

Zeitgleich misst sich die SG Eimbeckhausen mit Bad Pyrmont Hagens Zweitvertretung. Die Hausherren stellten mit lediglich drei eigens erzielten Treffern den mit Abstand schwächsten Sturm der Liga. Dennoch freut sich SG-Trainer Niklas Koffmane auf den kommenden Samstag: „Wir freuen uns auf unseren ersten SG-Doppelspieltag und wollen diesen so positiv wie möglich gestalten. Die Rollenverteilung ist allerdings klar: uns erwartet der nächste starke Gegner mit Pyrmont Hagen. Wir müssen die zu vielen individuellen Fehler abstellen und in der Defensive mehr Stabilität bekommen. Insbesondere gegen die spielerisch besseren Mannschaften müssen wir uns wieder konzentrierter und kämpferischer zeigen.“ Mike Hoffmann und Aljoscha Reiss werden bei diesem Unterfangen fehlen. Auch die Kurstädter haben einige Ausfälle zu vermelden. Neben Niklas Arnold, Jannik Kleimeier und Torwart Burak Yildiz, die definitiv fehlen werden, gibt es noch einige weitere Fragezeichen. Davon lässt sich FC-Trainer Christopher Loges den Optimismus nicht verderben: „Wir wollen die Punkte trotzdem mitnehmen, auch wenn wir Eimbeckhausen nicht unterschätzen werden. Wir haben leider zuletzt Unentschieden gegen Emmerthal gespielt und zuvor unglückicherweise gegen Grohnde verloren. In beiden Partien haben wir unnötige Gegentore kassiert. Daher wird unser Hauptaugenmerk darauf liegen, zu null zu spielen und gleichzeitig die eigenen Chancen zu nutzen.“

FC Preussen Hameln – SG Königsförde/Klein Berkel (Sonntag, 15 Uhr).

Setzt sich Preussens Aufwärtstrend langsam fort? Diese Frage wird sich am Sonntagnachmittag am Tönebönweg entscheiden, wenn die SG Königsförde dort gastiert. Zuletzt gab es sechs Punkte aus den letzten zwei Begegnungen. Dazu FC-Trainer Pascal Lüdtke: „Wir haben zweimal in Folge gewonnen, diesen Trend wollen wir beibehalten. Das Ziel ist der dritte Sieg in Serie, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Klein Berkel hat mit Fabio Mercia und Granit Karaliti allerdings zwei sehr gute Spieler in den eigenen Reihen, auf die wir aufpassen müssen.“ Zugute kommt den Hausherren, dass sich die eigene Personalsituation langsam bessert. Die Gäste wiederum haben nach drei „Dreiern“ in Folge am vergangenen Spieltag erstmals wieder Lehrgeld gezahlt. Davon lässt sich SG-Sprecher Leotrim Berisha jedoch nicht unterkriegen: „Leider müssen wir das Spiel gegen Preussen mit einer Niederlage im Rücken angehen. Dadurch sieht man aber aus, dass jeder jeden in dieser Liga besiegen kann. Wir haben gezeigt, dass wir keinen Grund haben, uns zu verstecken. Daher werden wir mit breiter Brust in die Begegnung gehen.“

VfB Hemeringen – TSV Großenwieden (Sonntag, 15 Uhr).

Am Sonntag steigt der zweite „Supersonntag“ in Hemeringen, zu dessen Abschluss der VfB den TSV Großenwieden erwartet. Die Vorzeichen für das Derby könnten unterschiedlicher nicht sein: während sich die Klotz-Elf nach drei Niederlagen in Folge in der Abstiegszone befindet, grüßt der TSV nach fünf Siegen in Serie von der Tabellenspitze. „Auch wenn Derbys meist ihre eigenen Gesetze haben, ist die Favoritenrolle klar verteilt. Für den VfB geht es in erster Linie darum, das treue Publikum nicht weiter zu enttäuschen. Dazu sei aber erwähnt, dass den Akteuren, die bei der 0:8 Niederlage bei der SG Hajen/Latferde auf dem Platz standen, kein Vorwurf zu machen ist. Sie haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles gegeben! Auch wenn am Sonntag ein anderes Team auf dem Platz stehen wird, heißt das aber noch nicht, dass automatisch alles besser wird. Die Mannschaft ist in der Pflicht und muss liefern! Dazu bedarf es vor allem einem disziplinierten Abwehrverhalten, hoher Laufbereitschaft und voller Konzentration über 90 Minuten hinweg“, gibt VfB-Sprecher Peter Reese die Marschroute vor. Derweil schenkt TSV-Co-Trainer Rassan Abdi der Tabellensituation nur wenig Aufmerksamkeit: „Wir haben durch viel Disziplin und harte Arbeit in den letzten Wochen die Tabellenspitze übernommen, aber das hat keine Bedeutung. Wir schauen trotzdem nur von Spiel zu Spiel. Dass ein Derby seine eigenen Regeln hat, ist bekannt. Uns erwartet ein komplett neues Spiel. Beide Mannschaften werden alles in die Waagschale werfen, um das Spiel für sich zu entscheiden. Die letzten Spiele gegen Hemeringen waren immer ein Spektakel für alle Zuschauer. Diesmal wird es nicht anders sein. Unsere Devise ist, dass wir uns gut verkaufen und etwas Zählbares mitnehmen wollen.“

MTV Lauenstein – SG Hajen/Latferde (Sonntag, 15 Uhr).

Ein echter Knaller steht parallel in Lauenstein auf dem Programm. Der MTV empfängt als Drittplatzierter die punktgleiche SG aus Hajen/Latferde, die derzeit den ersten Großenwieden-Verfolger stellt. „Wir erwarten den Vizemeister zum Verfolgerduell. Wir werden versuchen, nach zuletzt mäßigen Leistungen wieder an alte Stärke anzuknüpfen. Der Kader ist weiter dezimiert, sodass erneut improvisiert werden muss. Felix Lassan wird mit Fußbruch, zugezogen in Nettelrede, dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir müssen die starken Offensivkräfte des Gegners kontrollieren und gleichzeitig immer wieder die Defensive des Gegners beschäftigen und zielstrebig sein. Insgesamt ist ein sauberes Zweikampfverhalten erforderlich. Es gilt, nicht nur das Spiel des Gegners zu unterbinden, sondern selbst über Ballgewinn blitzschnell neue Attacken zu initiieren. Jeder muss sich zu 100 Prozent einbringen, wenn gepunktet werden soll. Zuletzt war mir das nicht klar und deutlich bei jedem zu erkennen. Von nichts kommt nichts“, gibt MTV-Trainer Stefan Gluba die Devise vor. Die Gäste müssen derweil längere Zeit ohne Nils Bleibaum auskommen, der sich im Training eine Knieverletzung zugezogen hat. „An dieser Stelle noch einmal gute Besserung“, berichtet SG-Sprecher Marc Knoesel, bevor er sich dem kommenden Spiel widmet: „Wir haben uns in den letzten Spielen stabilisiert, auch wenn wir den deutlichen Sieg gegen ein ersatzgeschwächtes Hemeringen natürlich einzuschätzen wissen. Aber nach wie vor gilt, dass wir diese Erfolge nur durch harte Arbeit erringen können, wir dürfen da nicht nachlassen. Wenn wir nicht mit der nötigen Disziplin und Entschlossenheit in die Spiele gehen, wird es schwierig, unser Spiel durchzuziehen. Jetzt fahren wir nach Lauenstein, das wird eine extrem schwierige Aufgabe. Auch, wenn die Lauensteiner in den letzten beiden Spielen nicht gewinnen konnten, sollten wir uns davon nicht täuschen lassen - das ist bekanntermaßen eine sehr gute, spiel- und kampfstarke Truppe. Eine Favoritenrolle in dem Spiel kann man schwierig ausmachen, das wird mit Sicherheit ein sehr enges, intensives Spiel, in dem wahrscheinlich Kleinigkeiten entscheiden werden.“

TSV Nettelrede – SV Azadi Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

Auch im Nordkreis ist mit Spannung zu rechnen. Der TSV Nettelrede ist seit mittlerweile drei Partien ungeschlagen, zuletzt trotzte man dem MTV Lauenstein ein 2:2-Unentschieden ab. Nun ist der SV Azadi zu Gast bei Rot-Weiß. „Mit Azadi kommt nach Lauenstein die nächste schwierige Aufgabe. Azadi hat im Jahr 2022 eine super Entwicklung genommen. Kompliment an Özkan Ünsal! Ich erwarte erneut ein enges und ansehnliches Spiel. Leider haben uns zwei unglückliche Situationen in der Defensive den Sieg gegen Lauenstein gekostet. Schaffen wir es, gegen Azadi eine ähnliche Leistung auf den Rasen zu bringen, werden wir am Sonntag drei Punkte in Nettelrede behalten“, gibt sich TSV-Spielertrainer Dominik Trotz optimistisch. Während Moritz Ketelhake weiterhin ausfällt, ist der Einsatz von Jannes Aunitz noch fraglich. Bei den Hamelner „Adler“ gab es nach der kleinen Siegflaute zuletzt wieder einen „Dreier“. Auswärts bei der SG Königsförde/Klein Berkel reichte dem Sportverein ein Doppelpack von Ibrahim Seyyar zu einem knappen 2:1-Erfolg. Tabellarisch rangiert Azadi damit auf Platz fünf.

TSV Grohnde – TSV Bisperode (Sonntag, 15 Uhr).

In Grohnde steht am Wochenende einiges auf dem Spiel. Vor heimischer Kulisse erwartet den Tabellenzwölften das Schlusslicht aus Bisperode. Am Mittwochabend gab es zuletzt ein deutliches 0:9 in Wallensen. Dazu Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas: „Klar ist es bitter, wenn du 0:9 verlierst. Ich kann aber niemandem einen Vorwurf machen. Alle, die da waren, haben alles versucht. Man muss akzeptieren, dass Wallensen an diesem Tag extrem stark war. Jetzt heißt es, Mund abputzen und weitermachen. Bisperode wird natürlich Lunte gerochen haben nach Mittwoch, zumal sie ja Wallensen einen Punkt abgetrotzt haben. Wir müssen auf unser Spiel schauen und da ist es eh egal, wer der Gegner ist. Wir können ja auch, rufen unser Potenzial nur zu wenig ab.“ Personell werde sich der Kader aufgrund der Urlaubs- und Krankheitswelle nur geringfügig ändern. Während die Gastgeber bereits zwei „Dreier“ verbuchen durften, steht Blau-Gelb erst bei einem einzigen Zähler. Auch deshalb weiß Bisperodes Co.-Trainer Konrad Voss um die Bedeutung der Partie: „Mit Blick auf die Tabelle wird schnell klar, dass es sich um ein sehr wichtiges Spiel handelt. Unsere bisherige Punkteausbeute ist immer noch bescheiden und das müssen wir ändern. In den nächsten Spielen sollten wir deswegen zwingend anfangen zu punkten, um den Anschluss nicht schon komplett zu verlieren. Unser Ziel ist es, neun Punkte in den kommenden vier Partien zu sammeln. Dieses Unterfangen wollen wir möglichst am Sonntag beginnen. Traditionell haben wir uns allerdings auf dem kleinen Platz in Grohnde immer schon schwergetan. Wir rechnen deswegen mit einem engen, kampfbetonen Spiel und einem Gegner, der uns alles abverlangen wird. Hauptaugenmerk liegt auf unserer Defensive, dort müssen wir wieder besser stehen und sicherer agieren. In der Offensive sind wir immer für ein oder zwei Treffer gut.“
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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