10.10.2019 14:17

Kreisliga


Duell der Geläuterten? Emmerthal & Preussen hoffen auf Besserung!

Eimbeckhausen nach wie vor in Partystimmung / Bisperode hofft gegen Hemeringen auf Befreiungsschlag
Stephan Meyer TSG Emmerthal Kopffoto
Emmerthals Trainer Stephan Meyer: „So, wie wir uns uns in Lauenstein verhalten haben, gewinnen wir kein Spiel in der Kreisliga.“

VfB Eimbeckhausen – SpVgg. Bad Pyrmont II (Samstag, 16 Uhr).

Die Eimbeckhäuser haben den 4:1-Derbyerfolg gegen den Spitzenreiter aus Nettelrede ausgiebig gefeiert – und wollen am Samstag einen weiteren Dreier für sich verbuchen. „Wir spielen gegen Bad Pyrmont II und danach gegen Aerzen II. Das sind die beiden aktuellen Absteiger und daher für uns wichtige Spiele. Sechs Punkte wären da für uns auf jeden Fall sehr hilfreich“, weiß VfB-Coach Michael Wehmann: „Bad Pyrmont bekommt viele Gegentore und scheint in der Defensive anfällig zu sein. Dennoch dürfen wir sie nicht unterschätzen. Wir haben uns gegen die Kurstädter in der Vergangenheit meist schwer getan. Daher rechne ich mit einem offenen Spiel. Der anschließende Mannschaftsabend wäre mit einem weiteren Sieg natürlich umso schöner.“ Dabei steht Wehmann der gesamte Kader zur Verfügung. Die Spielvereinigung holte zuletzt gegen Azadi Hameln einen Punkt. David Calaminus sicherte in der vierten Minute der Nachspielzeit das 2:2. Freuen konnten sich die Pyrmonter trotzdem nicht – der Abstand zum rettenden Ufer beträgt fünf Punkte. An der Seitenlinie wird Trainer Christopher Loges weiterhin von seinem Vater Andreas vertreten.

TSV Bisperode – VfB Hemeringen (Samstag, 16 Uhr).

Die Bisperoder erwarten am Samstag den VfB Hemeringen im Papeplstadion. Während die Bisperoder ihrer Form seit Saisonbeginn hinterherrennen, der TSV belegt den Platz am rettenden Ufer, spielt Hemeringen bisher eine starke Saison und ist Fünfter – mit zwei Spielen weniger als die Konkurrenz. „Auf uns wartet ein schwieriges Spiel gegen einen guten Gegner. Bei uns will es diese Saison einfach nicht richtig laufen. Wir machen zu wenig aus unserem Ballbesitz, erarbeiten uns nicht genügend zwingende Chancen und bekommen zu viele einfache Gegentore. Daher müssen wir jetzt erst einmal den Blick nach unten richten und uns auf die fußballerischen Basics konzentrieren: Laufen, Fighten und Einsatz zeigen. Wir haben uns selbst in die Situation gebracht, jetzt müssen wir die Suppe auch gemeinsam auslöffeln. Ein guter Anfang wäre, endlich mal wieder zu Hause zu punkten und Hemeringen ordentlich Paroli zu bieten“, unterstreicht Bisperodes Sprecher Konrad Voss. Die Hemeringer fahren gut ausgeruht nach Bisperode – sie hatten ein spielfreies Wochenende. Seit acht Spielen ist der VfB ungeschlagen. Der neunte Streich soll folgen. „Keiner wird sich von der Tabellenlage leiten lassen und die Partie als Selbstläufer ansehen. Nach wie vor zählt der TSV zu den Topteams der Liga und wird alles versuchen, endlich den Turnaround zu schaffen. In der Vergangenheit gab es für unsere Mannschaft in Bisperode selten was zu holen, daher wird es Zeit, dies einmal zu ändern. Dazu bedarf es allerdings einer Topleistung des gesamten Teams. Oberstes Ziel muss es sein, in der Defensive kompakt zu stehen, was zuletzt gegen Eimbeckhausen gut geklappt hat. Allerdings können wir beim TSV nur erfolgreich sein, wenn wir auch selbst agieren und die Hausherren beschäftigen“, erklärt Hemerings Sprecher Peter Reese.

TSG Emmerthal – FC Preussen Hameln (Samstag, 16 Uhr).

Emmerthal kassierte zuletzt eine 0:3-Niederlage in Lauenstein und musste die erste Pleite nach acht ungeschlagenen Duellen einstecken. „Wir haben das Spiel reflektiert und eigentlich lässt das Fazit nur einen Schluss zu: So, wie wir uns uns in Lauenstein verhalten haben, gewinnen wir kein Spiel in der Kreisliga. Wir haben uns auf alles, vor allem auf den Schiedsrichter, konzentriert, aber nicht auf unsere Leistung“, ärgert sich TSG-Trainer Stephan Meyer. Am Wochenende ist Preussen Hameln zu Gast. Meyer rechnet mit einer unangenehmen Aufgabe: „Preussen wird eine Reaktion auf die 0:7-Klatsche gegen Salzhemmendorf zeigen wollen. Da ist es ungünstig, dass ausgerechnet wir der Gegner sind, da die 07er eine richtig gute Mannschaft haben, wenn alle da sind. Mit einem Sieg in Lauenstein hätten wir uns unter den ersten Vier richtig festsetzen können. Das Spiel gegen Preussen wird für uns richtungsweisend. Entweder wir bleiben oben dran oder spielen im Mittelfeld mit.“ Fehlen werden bei den Grün-Weißen die gesperrten Leistungsträger Kartal Özbek und Daniel Magaschütz. Hamelns Interimstrainer und sportlicher Leiter Jan Christoph erwartet ein verändertes Gesicht seiner Mannschaft: „Nach dem desolaten Auftritt gegen Salzhemmendorf haben Daniel Schütten und ich mit dem Team die Situation analysiert. Im Training hat das Team eine Reaktion gezeigt. Dass viele wichtige Leistungsträger wie Christian Priegnitz, Marvin Kessler, Tolga Candir oder auch Baris Demirkaya uns zuletzt gefehlt haben, ist sicherlich nicht förderlich, darf aber keine Ausrede sein. Letztlich muss jeder Fußballer 100 Prozent geben, wenn er auf dem Platz steht. Und das ist die Erwartungshaltung. Wir werden genau schauen, wer positiv mitzieht und wollen weiterhin mit den Jungs, die Lust auf Erfolg haben, mit Spaß und Freude positive Ergebnisse einfahren. Hinzu verliere ich lieber einmal 0:7 als siebenmal 0:1.“ Mit Blick auf den Gegner sagt Christoph: „Emmerthal ist eine Mannschaft, die gerade daheim sehr engagiert zu Werke geht. Sie verfügen über sehr viel individuelle Klasse und sind für Powerfussball bekannt, wenn man sie spielen lässt. Und genau das wird unser Aufgabe sein. Wir wollen uns auf unser Spiel fokussieren und wieder daran arbeiten, dass wir aufgrund positiver Leistungen uns Respekt verdienen. Leider fehlen auch diesen Spieltag wieder einige Leistungsträger, aber wir werden sicherlich elf Spieler auf den Platz bekommen, die auch in Emmerthal bestehen können. Eventuell muss ich beruflich kurzfristig nach Frankfurt reisen. Dann würde Daniel Schütten das Team allein coachen.“ 

SV Hajen – MTV Lauenstein (Sonntag, 15 Uhr).

Hajen stellt weiterhin eine Gefahr für das Verfolgerfeld hinter Spitzenreiter Nettelrede dar – auch wenn die „Schwarzen Katzen“ weiterhin nur über den Klassenerhalt sprechen. „Wir wollen versuchen, unsere Heimspiele möglichst erfolgreich zu gestalten, um unser Ziel, die Liga zu halten, möglichst schnell zu erreichen“, gibt sich SVH-Coach Steve Wilke weiterhin bescheiden. Verständlich: Der Verein aus der Gemeinde Emmerthal will sich als Aufsteiger in der Kreisliga erst einmal etablieren. „Wir haben schon bei unserem Ausschneiden im Pokal gesehen, wie stark Lauenstein trotz einiger Ausfälle auf beiden Seiten war. Zudem hat der MTV mittlerweile seine Form gefunden. Wir erwarten ein spannendes Spiel“, so Wilke, dem, abgesehen von Frederik Bleibaum (gesperrt) und Daniel Klünder (Urlaub), alle Mann zur Verfügung stehen. Die Lauensteiner wissen um die schwierige Aufgabe in Hajen. „Beim Auswärtsspiel in Hajen erwartet uns eine unangenehme Aufgabe, denn die kampfstarken Gastgeber spielen als Aufsteiger bisher eine gute Saison und werden uns die Punkte mit Sicherheit nicht ohne erhebliche Gegenwehr überlassen. Das haben wir bereits im Pokalwettbewerb bei unserem 2:0-Erfolg gemerkt. Daher erwarte ich ein intensives Fußballspiel, in dem wir komplett an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, um nicht mit leeren Händen auf die Heimreise zu gehen. Dies ist uns am vergangenen Sonntag gegen Emmerthal sehr gut gelungen, denn da haben Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und Chancenverwertung absolut gestimmt und waren der Grundstein für den 3:0-Erfolg. Aufgrund von Krankheit und Verletzungen ist noch unklar, wie der Kader genau aussehen wird“, gibt MTV-Trainer Alexander Stamm einen umfassenden Überblick.

SV Azadi Hameln – MTSV Aerzen II (Sonntag, 15 Uhr).

Die „Adler“ stehen vor Spiel eins ohne ihren Trainer Marcel Dempewolf. Der alte wie neue Spielertrainer Gezim Musliji trifft mit seiner Elf auf Schlusslicht Aerzen II. „Wir wollen eine Jetzt-erst-recht-Mentalität entwickeln. Wir spielen zuhause und wollen die drei Punkte bei uns behalten“, erklärt Hamelns 2. Vorsitzender Yalcin Uzun. Allerdings müssen die Hausherren auf einige Spieler verzichten, sodass die Aufgabe erschwert wird. Die Hummetaler befinden sich indes derzeit klar auf Kurs 1. Kreisklasse. In zehn Spielen holte der MTSV nur einen Zähler. „Am Sonntag treffen wir mit Azadi auf eine sicherlich technisch gute Mannschaft, die jetzt schon über ein paar Jahre zusammenspielt, sich mit Aufstiegen belohnt hat und in der Kreisliga ganz gut angekommen ist. Für uns ist es wichtig, dass wir mal punkten in den nächsten Wochen, um nicht das restliche Jahr nur noch als Statisten in der Liga geführt zu werden“, verdeutlicht Aerzens Trainer Oliver Kosowski: „Es wird schwierig, da uns personell mit Sascha Garvens, Nico Bertovic, Witalij Knaup und Nico Konrad einige Stammspieler fehlen werden – teilweise bis zum Saisonende.“

WTW Wallensen – TSV Nettelrede (Sonntag, 15 Uhr).

Wallensen empfängt den Spitzenreiter auf der Thüster Platte – und will zeigen, dass die Leistung beim 4:3-Sieg gegen Tündern kein Einzelfall war. „Nachdem wir gegen Tündern alles gezeigt haben, was man zeigen muss, um erfolgreich zu sein, haben wir gegen Hajen all das vermissen lassen. Es geht darum, konstant die nötige Kampf- und Einsatzbereitschaft zu zeigen, die es braucht. Nettelrede ist trotz der Niederlage gegen Eimbeckhausen die Mannschaft der Stunde. Es wird kein einfaches Spiel“, erläutert WTW-Sprecher Dominik Heintz. Abgesehen von Dustin Knecht (gesperrt), steht den Wallensern der komplette Kader zur Verfügung. Die Nettelreder wollen, nach der 1:4-Derbypleite gegen Eimbeckhausen, wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. „Wir haben die Niederlage gegen den VfB verarbeitet. Dass es uns irgendwann erwischt, war uns klar. Daher ist das verlorene Derby kein Beinbruch. Am Sonntag geht’s wieder von vorne los und dann wollen wir wieder alles zeigen. Wallensen ist schwierig einzuschätzen. Sie haben sehr schwankende Leistungen. Wir wissen, wie stark die Offensive um Mirko Wulf und Toni Ivankovic ist. Daher geht es für uns darum, weniger Gegentore zuzulassen als in den letzten Spielen. Wir wollen zum Ende der Hinrunde noch einmal ordentlich punkten“, unterstreicht TSV-Sprecher Niklas Herfeld, der am Sonntag wieder im Tor steht. Fraglich ist noch der Einsatz von Philipp Meyer.
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