11.08.2019 18:23

Kreisliga


Verkehrte Kreisliga: Aufsteiger Hajen schockt Absteiger „Solte“!

Nettelrede nach 3:0-Erfolg Tabellenführer / Kurz vor Schluss: Kraus lässt Tündern II jubeln

    Hajens Frederik Bleibaum erzielte beim Überraschungssieg in Salzhemmendorf das Tor des Tages.

    BW Salzhemmendorf – SV Hajen 0:1 (0:0).

    Paukenschlag im Ostkreis! Der Bezirksliga-Absteiger kassierte gegen die Liga-Neuling eine überraschende Heim-Niederlage. Mit sechs Punkten aus zwei Partien ist dem SVH damit ein Traumstart geglückt. Aktuell führt Hajen zusammen mit dem TSV Nettelrede die Tabelle an. „Diese Niederlage haben wir uns selbst eingebrockt. Wir haben zwar gefühlt über 90 Minuten den Ball gehabt, es aber nie geschafft, das Tempo zu erhöhen“, bemängelte Salzhemmendorfs Coach Heiko Schröer. Von Beginn an übernahmen die Blau-Weißen die Spielkontrolle und erspielten sich die besseren Chancen. Von den Gästen kam in der Offensive nicht viel. Nach knapp einer halben Stunde war „Solte“ dem Führungstreffer ganz nah. Ein Freistoß von Hendrik Eickhoff lenkte Hajens Keeper Sebastian Wilke stark über die Latte. Acht Minuten später hatte die BW-Elf erneut den Torschrei auf den Lippen. Allerdings scheiterte Malte Fitzner aus knapp fünf Metern an Wilke. „Das Ding müssen wir machen. Dann wird es ein ganz anderes Spiel“, trauerte Schröer der Chance nach. Das sollte sich am Ende rächen. Eine Viertelstunde vor Schluss stand Frederik Bleibaum nach einem Freistoß goldrichtig und staubte zum umjubelten Siegtreffer ab. „Da hat er einfach schneller geschaltet. Hajen stand von Anfang an sehr tief und hat den Spielaufbau erst gar nicht versucht. Jedes Ding wurde lang gespielt. Wir haben das gut verteidigt. Unser Gegner war, abgesehen vom Tor, über 90 Minuten nicht ein Mal gefährlich“, erklärte Schröer und ergänzte: „Wir haben heute trotzdem nicht genügend investiert.“
    Tor: 0:1 Frederik Bleibaum (75.).

    TSV Nettelrede – VfB Hemeringen 3:0 (2:0).

    Zweites Spiel, zweiter Sieg! Besser hätte der Saisonstart für Nettelrede nicht laufen können. Nach dem Auftakterfolg gegen Tündern II, siegten die Nordkreisler im ersten Heimspiel gegen Hemeringen ebenfalls. Dagegen wartet der VfB weiter auf den ersten Punkt. „Es war ein kampfbetontes Spiel. Das haben wir von Hemeringen aber auch erwartet. In der ersten Halbzeit haben sich beide Teams viele Ballverluste geleistet“, gab TSV-Sprecher Niklas Herfeld zu Protokoll. Im ersten Durchgang waren die „Grönjer“ vor dem Tor effektiv. Nach 20 Minuten beförderte Maik Vogt das Spielgerät zum ersten Mal in die Maschen. Nur 13 Minuten später legte David Engelbrecht den zweiten Treffer nach. „Vor dem Tor waren wir konsequent. In der zweiten Halbzeit waren wir dann besser. Hemeringen hat, außer einem Freistoß, keine richtige Chance gehabt“, analysierte Herfeld. Spätestens nach dem 3:0 durch Engelbrecht (75.) war der Heimsieg der Nordkreisler perfekt. Philipp Meyer und erneut Engelbrecht ließen noch weitere gute Möglichkeiten ungenutzt. „Der Sieg geht in der Höhe in Ordnung“, so Herfeld, der Pascal Schmidt lobte.
    Tore: 1:0 Maik Vogt (20.), 2:0 David Engelbrecht (33.), 3:0 Engelbreht (75.).

    SpVgg. Bad Pyrmont II – HSC BW Tündern II 0:1 (0:0).

    Jonas Kraus HSC BW Tuendern gegen Pyrmont II
    Tünderns Jonas Kraus (li.) hier im Duell gegen Pyrmonts Emrah Kelesabdioglu markierte kurz vor Schluss den Siegtreffer.
    Im Duell der beiden Kreisliga-Reserben hatte Tündern am Ende hauchdünn die Nase vorne. In der Schlussminute leitete ein unnötiger Pyrmonter Fehlpass den entscheidenden Konter der Blau-Weißen ein, die frei aufs Tor zuliefen. Dank eines Querpasses hatte Jonas Kraus leichtes Spiel und traf zum umjubelten Siegtreffer. „Ich habe mich nach dem Gegentor sehr aufgeregt, weil dieser Pass so unnötig war. Ich kann mir nicht erklären, wieso wir in diesem Moment so aufgemacht haben. Damit haben wir uns um einen verdienten Punkt gebracht“, ärgerte sich Pyrmonts Trainer Christopher Loges. Bis dahin sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Nach einem torlosen 0:0 zur Halbzeit, hatten beide Kontrahenten ihre besten Chancen. In der 60. Minute verpasste Cavit Türksen den Pyrmonter Führungstreffer um Haaresbreite und traf nur die Latte, ehe bei den Tünderanern in der 80. Minute der Pfosten im Weg stand. „Eigentlich wäre ein Unentschieden das gerechte Ergebnis gewesen“, so Loges: „Tündern hat zu Beginn die bessere Spielanlage gehabt, aber nach zehn Minuten konnten wir uns darauf einstellen. Von da an war es ein ausgeglichenes Spiel. Am Ende haben wir uns selbst um den Zähler gebracht.“
    Tore: 0:1 Jonas Kraus (90.).

    MTSV Aerzen II – TSV Bisperode 2:3 (1:2).

    Bisperodes Neuzugang Laurenz Köhler erwischte heute in Aerzen einen Sahnetag. Dank seiner drei Treffer haben die Ostkreisler das Auswärtsspiel bei der Bezirksliga-Reserve knapp gewonnen. „Mit Laurenz haben sie einen richtig guten Fang gemacht. Der war richtig stark“, lobte Aerzens Trainer Oliver Kosowski. Dabei erwischte der MTSV einen hoffnungsvollen Start. Bereits in der dritten Minute schoss David Weirich die Hummetaler in Front. „Von uns war das eine super Steigerung gegenüber dem Wallensen-Spiel. Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten erst einmal defensiv stehen. Das hat gut geklappt“, freute sich Kosowski. Beim Pausenpfiff lagen die Gastgeber dennoch in Rückstand. Innerhalb einer Viertelstunde drehte Köhler die Partie zugunsten der Balk-Elf. Im zweiten Durchgang blieb die Begegnung weiter spannend. Erst 15 Minuen vor Ende schnürte Köhler seinen Dreierpack und sorgte für eine beruhigende Zwei-Tore-Führung. Aerzen gab sich aber noch nicht geschlagen. Zehn Minuten vor Schluss durften die Gastgeber, nach dem Anschlusstreffer von Witaly Knaub, noch einmal hoffen. Zu mehr sollte es aber nicht reichen. „Bisperode war das ganze Spiel überlegen, sodass es ein verdienter Sieg war. Sie waren für uns einfach eine Nummer zu groß. Wir haben aber gekämpft und uns an die Vorgaben gehalten. Das war wichtig“, blickte Kosowski auf die 90 Minuten zurück.
    Tore: 1:0 David Weirich (3.), 1:1 Laurenz Köhler (25.), 1:2 Köhler (41.), 1:3 Köhler (75.), 2:3 (80.) Witaly Knaub (80.).

    FC Preussen Hameln – VfB Eimbeckhausen 1:2 (1:0).

    „Mir fehlen immer noch die Worte. Das war heute Einbahnstraßenfußball und wir verlieren das Spiel. Über 90 Minuten haben wir auf das Tor von Eimbeckhausen gespielt“, war Hamelns sportlicher Leister Jan Christoph nach der Niederlage enttäuscht. Dabei begann die Partie für die Gastgeber gut. Schon nach zehn Sekunden hätten die Preussen in Führung gehen können. Jonathan Czwikla traf allerdings nur die Latte. Nach einer Viertelstunde war es dann passiert: Tolga Candir ließ die Hamelner jubeln. Danach ließen die Hausherren reihenweise gute Möglichkeiten ungenutzt. Unter anderem trafen Candir und Daniel Schütten ebenfalls das Torgestänge. Nach dem Seitenwechsel dominierte die Klose-Elf weiterhin Ball und Gegner. Allerdings verpassten die Hamelner die Vorentscheidung. Das rächte sich: In der 71. Minute traf Lukas Rüter zum überraschenden Ausgleich. Es sollte aus Hamelner Sicht noch schlimmer kommen: Fünf Minuten vor Schluss stellte Alessio Rapisarda, mit dem Treffer zum 2:1, die Begegnung völlig auf den Kopf. „Das war ein sehr kurioses Gegentor. Der Linienrichter hat schon Abseits angezeigt. Nach Rücksprache hat der Schiedsrichter das Tor gegeben“, erklärte Christoph die Situation. So mussten sich die Gastgeber am Ende knapp geschlagen geben. „Eimbeckhausen ist zweimal vor unser Tor gekommen und hat zwei Tore gemacht. Unsere Chancenverwertung war heute zu fahrlässig. Wenn du die Tore vorne nicht machst, kriegst du sie hinten rein. Meine Gratulation geht nach Eimbeckhausen“, zeigte sich Christoph als fairer Verlierer. Bei den Preussen zeigten Lukas Reese und Leon Kießling eine starke Partie.
    Tore: 1:0 Tolga Candir (15.), 1:1 Lukas Rüter (71.), 1:2 Alessio Rapisarda (86.).
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    Autor des Artikels

    Timo Schnorfeil
    Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
    Mobil 0175 / 2578855
    schnorfeil@awesa.de


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