08.11.2018 13:25

Kreisliga


Tündern in Aerzen: Mit "Waffe Piontek" Matchball verwandeln - oder "Rote Laterne" abgeben

Derby zum Jahresabschluss: „Müssen uns zerreißen!“ / Gasde-Abschied gegen Lauenstein

Am Sonntag kommt es wieder zum Derby zwischen Latferde und Emmerthal.

MTSV Aerzen II – HSC BW Tündern II (Freitag, 19.30 Uhr).

„Im Hinspiel hatten wir nicht den Hauch einer Chance. Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden und Tündern hat uns hinten rein gedrängt. Die Ergebnisse letzte Woche haben uns auf den letzten Platz gespült. Wir wollen am Freitag im letzten Heimspiel alles daran setzen, um diesen wieder zu verlassen. Wir müssen die Mischung zwischen Offensive und Defensive finden, um nicht in Rückstand zu geraten, weil dann wird es gegen Tündern schwer zu punkten“, weiß Aerzens Trainer Oliver Kosowski. Die Gäste erreichten am letzten Spieltag im Verfolgerduell gegen Nettelrede ein 1:1-Unentschieden. Mit 29 Zählern belegt die Dubberke-Elf weiterhin den zweiten Rang. Die dahinter platzierten Teams aus Lauenstein und Pyrmont II haben drei Punkte weniger auf dem Konto. „Wir haben jetzt den Matchball, um mit dem zweiten Platz in die Winterpause zu gehen. Den wollen wir jetzt verwandeln. Das war unsere Zielsetzung. Allerdings ist das auch etwas der Konkurrenz geschuldet. Die wollen ja anscheinend nicht“, erläutert Tünderns Trainer Timo Dubberke, der am Freitag nicht dabei ist. „Dafür steht mit Tim Piontek die schärfste Waffe an der Seitenlinie. Tim hat das Team in Hemeringen und zu Hause gegen Emmerthal erfolgreich gecoacht“, schenkt Dubberke „Hippo“ das vollste Vertrauen. Allerdings warnt Dubberke auch vor Aerzen. „Das wird keine einfache Aufgabe. Der MTSV hat nichts zu verschenken. Wir haben uns zuletzt gegen Flegessen und Latferde schwer getan“, erinnert sich Tünderns Coach.

TSV Bisperode – VfB Eimbeckhausen (Samstag, 15 Uhr).

Die Ostkreisler müssen im Heimspiel gegen Eimbeckhausen auf den gesperrten Daniel Krikunenko verzichten. Ansonsten steht Spielertrainer Rik Balk voraussichtlich der komplette Kader zur Verfügung. „Wir wollen jetzt im letzten Spiel vor der Winterpause in die Erfolgsspur zurückkehren und die letzten Wochen mit einem Sieg vergessen machen“, hofft TSV-Sprecher Jan Grams auf einen Heimdreier. Letztes Wochenende kassierte Bisperode in Emmerthal eine deutliche 0:4-Niederlage. Somit ließen die Gastgeber wichtige Punkte im Kampf um den Relegationsplatz liegen. „Wir wollen gegen Eimbeckhausen gewinnen und drei Punkte holen“, macht Grams deutlich. Auf der anderen Seite kassierte die Wehmann-Elf am letzten Spieltag im Derby gegen Flegessen einen bittere 0:1-Niederlage. Somit haben die Nordkreisler nur noch einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. „Wir reisen mit dem letzten Aufgebot nach Bisperode“, schildert VfB-Spielertrainer Michael Wehmann die Lage. So werden Moritz Kettelhake und Niklas Koffmane (beide verletzt) nicht mitwirken können. Die Einsätze von Marc Hartmann, Hakan Atangüc und Abdo Usso sind noch ungewiss. „Wir werden mit aller Macht versuchen, dort etwas mitzunehmen“, zeigt sich Wehmann kämpferisch.

VfB Hemeringen – FC Preussen Hameln 07 (Sonntag, 14 Uhr).

Nach dem Punktgewinn bei der Reserve der SpVgg. Bad Pyrmont will der VfB im letzten Spiel des Jahres mit einem Erfolg in die Winterpause gehen. „Wir treffen auf einen Gegner, der sich im Vergleich zum Hinspiel ganz anders präsentieren wird. Nach dem Trainerwechsel ist dort Kontinuität eingekehrt. Mit 19 Punkten rangiert Preussen im Mittelfeld, was im Hinblick auf die Dichte gerade in der unteren Tabellenhälfte aber keinesfalls Sicherheit garantiert“, berichtet VfB-Sprecher Peter Reese. Entsprechend werden die Gäste auch versuchen, in Hemeringen etwas mitzunehmen. Das will der VfB verhindern und seinen Fans zum Jahresausklang noch einmal ein positives Erlebnis verschaffen. „In den letzten beiden Spiele hat die Formkurve nach oben gezeigt und gerade im Defensivbereich haben wir uns gefestigter präsentiert. Dies wird auch gegen die Gäste aus Hameln wieder wichtig sein, denn diese haben in den letzten Begegnungen immer mindestens zwei Tore erzielt. Dennoch wollen wir auch selbst versuchen, das Spiel zu diktieren, um uns weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen“, gibt Reese die Marschroute vor. Bei den Gäste werden Wyrwoll, Dedeic und Starostin fehlen. „Für das kommende Spiel habe ich als wohnhafter Hemeringer eine kurze Anreise und kann zu Fuß zum Platz kommen. Hemeringen verfügt über einen Kader, der nicht zu der derzeitigen Tabellensituation passt. Das hat das Unentschieden gegen Bad Pyrmont letzte Woche bewiesen. Wie ich höre, kommt Marco Blana als Trainer gut mit den Spielern klar. Sicherlich auch ein Grund, dass der VfB die letzten Spiele nicht verloren hat. Wir müssen uns auf einen heißen Fight einstellen, denn Hemeringen ist daheim sehr unbequem zu spielen und hat ein frenetisches Publikum im Rücken. Das hat auch das knappe Ergebnis der Hemeringer gegen Hagen gezeigt“, weiß Hamelns sportlicher Leiter Jan Christoph. Preussen-Trainer Uwe Klose darf sich über so einige Rückkehrer in seinen Kader freuen. „Ich würde mich freuen, sollte Hemeringen nach unserem Spiel alle verbleibenden Spiele gewinnen. Aber am Sonntag wollen wir dort bestehen und nach Möglichkeit drei Punkte mitnehmen. Wenn wir konzentriert und couragiert das Spiel angehen, haben wir auf jeden Fall die Qualität und Klasse dazu. Die Jungs wollen das Jahr mit dem Aufschwung beenden“, so Christoph abschließend.

Germania Hagen – MTV Lauenstein (Sonntag, 14 Uhr).

Der souveränen Spitzenreiter vom Hagen verabschiedet sich mit einem Heimspiel gegen die Ostkreisler in die Winterpause. „Lauenstein ist keine Laufkundschaft. Die haben ein gutes Team und sind gerade in der Offensive richtig stark besetzt. Da müssen wir in der Defensive gut stehen und konzentriert arbeiten“, nimmt Hagens Sprecher Markus Loges sein Team in die Pflicht. In seinem letzten Pflichtspiel als Hagens Coach muss Philipp Gasde auf Marco Heetel und Nico Rellensmann (beide verletzt) verzichten. „Wir wollen Philipp einen gebührenden Abschied bereiten. Die drei Punkte sollen auf dem Hagen bleiben“, unterstreicht Loges. Die Gäste haben sich in den letzten Wochen bis auf den dritten Rang vorgearbeitet. „Von der Papierform Erster gegen Dritter hört es sich nach ein Spitzenspiel an. Aber wenn wir ehrlich sind, liegen schon einige Klassen zwischen den Tabellenplätzen. Hagen gewinnt 14 von 15 Spielen, schießt im Schnitt 4,4 Tore und bekommt 0,5 Tore im Spiel rein. Ihr treffsicherster Spieler, Florian Büchler, hat inzwischen 25 Tore in der Kreisliga geschossen. Allein diese Zahlen belegen, was für eine überragende Saison die Jungs auf dem Hagen spielen“, hat MTV-Trainer Stephan Schröer nur lobende Worte für den kommenden Gegner. Die Gäste haben am Wochenende extreme Personalprobleme. So werden neun Akteure ausfallen. „Wir werden aber trotzdem guten Mutes auf den Hagen fahren, da wir völlig unbeschwert dort auflaufen können. Wir versprechen aber, dass wir auch in diesem Spiel wieder alles versuchen werden, um etwas Zählbares mitzunehmen“, zeigt sich Schröer kämpferisch.

TSV Nettelrede – WTW Wallensen (Sonntag, 14 Uhr).

„Mit Wallensen erwarten wir einen starken Gegner, der nach schwachem Saisonstart wieder in Form gekommen ist. Mit dem WTW muss man jetzt wieder rechnen. Das wird für uns eine schwierige Partie“, vermutet Nettelredes Sprecher Niklas Herfeld. Personell steht den Nordkreislern bis auf die Langzeitverletzten der komplette Kader zur Verfügung. „Wir wollen uns mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden und damit oben dran bleiben. Den Abstand zum Tabellenzweiten wollen wir so gering wie möglich halten. Letztes Wochenende waren wir mit dem Ergebnis gegen Tündern II zufrieden. Die stehen ja nicht zu Unrecht auf Rang zwei“, skizziert Herfeld. Die Ostkreisler haben sich durch eine Erfolgsserie in den letzten Wochen in der Tabelle auf Rang sieben vorgearbeitet. „Wir wollen diese Serie vor der Winterpause fortsetzen, um im nächsten Jahr dann wieder anzugreifen“, berichtet WTW-Sprecher Dominik Heintz. Die Personalsituation ist aber weiter prekär, sodass sich der Kader erst am Freitag oder Samstag herauskristallisieren wird. Gegen Nettelrede hat sich der WTW die letzten Spiele immer sehr schwer getan und meistens verloren. „Es wird Zeit, dass wir diese Tendenz ändern. Das Selbstbewusstsein ist mittlerweile zurück, sodass wir mit einem guten Gefühl eines Sieges in die Winterpause gehen. Zuletzt haben wir überzeugend gespielt und müssen jetzt gegen Nettelrede unsere Chancen nutzen“, gibt Heintz die Devise aus.

FC Latferde – TSG Emmerthal (Sonntag, 14 Uhr).

Gemeindederby zum Punktspielabschluss im Jahr 2018. „Auf zum letzten Akt in diesem ersten halben Jahr der Saison. Es wäre Balsam für die Seele, noch einmal drei Punkte einzufahren. Es war ein schlechtes Halbjahr, ohne Frage, aber ein Derbysieg könnte das ganze besser da stehen lassen. Dann würden wir auch nicht auf einem Abstiegsplatz überwintern. Außer die Konkurrenz punktet auch dreifach“, schildert Latferdes Trainer Alexander Liebegott die aktuelle Lage und ergänzt: „Dieses Unterfangen wird aber nicht einfach. Das ist auch allen klar. Wir müssen noch einmal alles abrufen und uns 90 Minuten zerreißen, um die Punkte im Käfig zu behalten. Jeder brennt darauf und ich hoffe, dass wir das positiv auf dem Platz zeigen können.“ Der aktuelle FC-Kader steht aktuell noch nicht fest. „Ich schätze aber, jeder versucht dabei zu sein, damit wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen“, so Liebegott. Die Gäste holten sich am letzten Spieltag durch den 4:0-Sieg gegen Bisperode wichtige Punkte im Abstiegskampf und beendeten dadurch ihre Negativserie. „Wir wollen den Schwung aus diesem Spiel mit nach Latferde nehmen. Vor so einer Begegnung muss ich keinen Spieler motivieren. Ein Derbysieg vor der Winterpause wäre richtig schön. Allerdings wird das nicht einfach. Latferde hat sich zuletzt wieder stärker präsentiert“, rechnet TSG-Trainer Stephan Meyer mit einem umkämpften Nachbarschaftsduell.

SG Flegessen – SpVgg. Bad Pyrmont II (Sonntag, 14 Uhr).

Aufatmen in Flegessen! Nach den wichtigen Auswärtssiegen in Eimbeckhausen und Emmerthal hat die Heyder-Elf die Abstiegsplätze verlassen. „Wir haben ja immer den Kontakt zum rettenden Ufer gehabt. Jetzt ist die Lage für uns nach dem letzten Dreier natürlich noch besser. Ich denke, dass die letzten sechs Teams die beiden Absteiger unter sich ausmachen. Wallensen und Preussen zähle ich da nicht mehr zu“, beschreibt Flegessens Trainer Dirk Heyder die Situation. Gegen Pyrmonts Reserve rechnet sich der SG-Coach nicht so viel aus. „Im Hinspiel in Pyrmont hatten wir nicht den Hauch einer Chance. Da haben wir im gesamten Spiel keine Möglichkeit gehabt. Wir versuchen so lange wie möglich die Null zu halten und uns gut zu verkaufen. Wir müssen einen super Tag erwischen, um gegen Pyrmont einen Punkt zu holen“, weiß Heyder. Die Spielvereinigung musste sich am letzten Spieltag zu Hause gegen Hemeringen mit einem Remis zufrieden geben. „Wir stehen immer noch ganz gut da, wollen uns jetzt mit einem Sieg in die Winterpause verabschieden. Allerdings ist Flegessen schwer einzuschätzen. Wir werden uns wieder auf unsere Stärken konzentrieren“, hofft Pyrmonts Trainer Christopher Loges auf einen Auswärtssieg. Bei diesem Unterfangen wird Maximilian Deppe, der im Landesliga-Kader festgespielt ist, ausfallen. Die Einsätze von Paul Schwientek, Dustin Sieg und Niklas Arnold sind noch ungewiss.
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Autor des Artikels

Timo Schnorfeil
Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
Mobil 0175 / 2578855
schnorfeil@awesa.de


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