13.09.2018 16:46

Kreisliga


Familienduell, „Überläufer“ & Rivalen: Hagen vs. Pyrmont!

Bisperodes Sprecher Grams mit Punktgewinn im „Käfig“ zufrieden / Meyer warnt vor Tündern: „Keine Eintagsfliege“

Für Pyrmonts Trainer Christopher Loges steht ein ganz besonderes Duell an.

MTSV Aerzen II – VfB Hemeringen (Freitag, 19.30 Uhr).

„Gegen Hemeringen ist es immer schwer zu spielen. Letztes Jahr haben wir in beiden Spielen knapp verloren. Es werden wieder Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wer weniger Fehler macht, könnte das Spiel für sich entscheiden. Wir müssen selbst die Leistung der letzten Wochen abrufen, um wieder punkten zu können“, weiß Aerzens Trainer Oliver Kosowski. Die Hummetaler freuen sich zudem auf das Wiedersehen mit dem Ex-Aerzener Maximilian Ringleff. „Der hat damals dafür gesorgt, dass wir in der Kreisliga spielen“, erläutert Kosowski, der wieder auf Marcel Spatz und Nico Vogler zurückgreifen kann. Fehlen werden die Specht-Brüder und Jovien Meyer. Die Diener-Elf hat nach acht absolvierten Partien elf Punkte auf dem Konto. „Wir spielen mal wieder gegen einen Tabellenletzten. Von der ersten Minute an müssen wir konzentriert spielen und die Leistung vom letzten Wochenende gegen Nettelrede abrufen. Ziel sind drei Punkte. Das ist die klare Vorgabe“, macht VfB-Trainer Steve Diener deutlich. Dabei werden Dennis Hupe, Jan Liebert und Nico Kuhlmann ausfallen. Auch der Einsatz von Eugen Fabrizius ist noch ungewiss.

Germania Hagen – SpVgg. Bad Pyrmont II (Sonntag, 15 Uhr).

Dieses Derby hat es in sich: Das Duell der einzigen ungeschlagenen Teams der Liga, dazu kennen sich die Spieler bestens untereinander – Marcus Middel, Cedric Kulkowski oder Patrick Roefs haben die Pyrmonter im Sommer verlassen und sich den Germanen angeschlossen. Dazu gibt es auch ein familieninternes Duell: Hagens Sprecher Markus Loges trifft auf Pyrmonts Übungsleiter Christopher Loges und damit auf seinen Neffen. „Das ist natürlich etwas Besonderes. Ich freue mich riesig auf das Spiel und kenne viele Jungs ja noch aus meiner Pyrmonter Zeit“, kann Hagens Sprecher es kaum noch abwarten. „Ich bin wirklich gespannt, wie gut 'Chrissy' seine Elf im Griff hat. Der Erfolg spricht aktuell jedenfalls für ihn. Wir haben großen Respekt vor der Spielvereinigung und werden dieses Spiel keinesfalls unterschätzen. Pyrmont ist nicht umsonst unbesiegt und hat in Nettelrede gewonnen, die ich persönlich sehr stark einschätze. Ein Motivationsproblem sollte es nicht geben – alleine schon, weil es ein Derby ist.“ Trotz der brisanten Voraussetzungen macht Markus Loges deutlich: „Wir schauen auf uns und wollen unser Spiel durchbringen. Das Ziel sind ganz klar die drei Punkte – auch, wenn es gegen meinen Neffen geht (lacht).“ Die Kurstädter brennen ebenfalls auf das Pyrmonter Derby. „Für mich persönlich hat das Spiel eine besondere Note. Viele meiner Freunde spielen auf dem Hagen und ich selbst habe ja ebenfalls dort gespielt. Wir werden natürlich alles reinhauen und wollen sie ärgern. Aber das wird ganz schwer. Hagen dominiert nicht umsonst die Liga. Wir geben einfach alles, was wir können und schauen, was dabei herumkommt“, erklärt Bad Pyrmonts Trainer Christopher Loges, der lediglich auf Enno Meier (rotgesperrt) verzichten muss.

FC Latferde 80 – TSV Bisperode (Sonntag, 15 Uhr).

Am Sonntag erwartet der FC Latferde 80 den TSV Bisperode. Der FC-Trainer ist froh, dass er diesmal wieder auf ein paar mehr Spieler zurückgreifen kann. Die Gastgeber möchten die Punkte am liebsten zu Hause behalten. „Wir wollen unsere Miniserie ausbauen. Mit einem Punkt wäre ich zufrieden. Das Unterfangen wird aber nicht einfach. Zwar hatte ich Bisperode konstanter erwartet, aber TSV hat eines der besten Teams der Liga“, sagt Liebegott, der mit seinem Team die letzten beiden Begegnungen mit 4:0 gewonnen hat. Die Ostkreisler belegen derzeit mit elf Zählern den fünften Rang. „In der letzten Saison haben wir uns in Latferde zwei Mal schwer getan. Im ´Käfig´ ist es nie einfach. Das ist immer ein ganz besonderes Spiel. Es wird für uns wieder anspruchsvoll werden. Ich wäre schon zufrieden, wenn wir irgendetwas Zählbares holen würden“, berichtet TSV-Sprecher Jan Grams. Bis auf Robin Bartels (Urlaub) steht voraussichtlich der komplette Kader zur Verfügung.
 

TSV Nettelrede – SG Flegessen (Sonntag, 15 Uhr).

Nordkreis-Derby auf dem Sportplatz in Nettelrede. Der heimische TSV empfängt den Tabellenvorletzten aus Flegessen. Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg rutschten die „Grönjer“ in der Tabelle auf den siebten Rang ab. „Nettelrede ist der Favorit in der Partie. Wir wollen kämpferisch eine gute Leistung an den Tag legen und Nettelrede so lange wie möglich ärgern. In so einem Derby wollen wir eine gesunde Zweikampfhärte an den Tag legen. Das erwarte ich von den Jungs“, gibt Flegessens Trainer Dirk Heyder die Marschroute vor. Im personellen Bereich steht SG-Torjäger Lukas Nowag wieder zur Verfügung. Mit drei Punkten aus vier Spielen belegt die Spielgemeinschaft derzeit den ersten Abstiegsplatz. Allerdings haben die davor platzierten Teams bereits drei Partien mehr absolviert.

MTV Lauenstein – VfB Eimbeckhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Am Sonntag treffen die Lauensteiner mit Trainer Stephan Schröer auf die Eimbeckhäuser
um Spielertrainer Michael Wehmann. Die Personallage bei den Lauensteinern sieht nicht gut aus, da  vier Spieler definitiv ausfallen und weitere vier Einsätze noch fraglich sind. „Auch wenn wieder viele Spieler bei uns nicht zur Verfügung stehen, wollen wir an die guten Leitungen der letzten Spiele anschließen. Wir wollen die drei Punkte in Lauenstein behalten", unterstreicht Stephan Schröer. Dabei will die Schröer-Elf an die Leistung der letzten vier Spieltage anknüpfen, in denen
sie  ungeschlagen blieben. Zum Gegner sagt Coach Stephan Schröer: „Ich schätze Eimbeckhausen viel stärker ein, als der Tabellenplatz es aussagt. Besonders aufpassen müssen wir auf Dominik Trotz.“ Die Eimbeckhäuser haben sich mit Blick auf den letzten Spieltag ein fast schon beachtliches 0:2 gegen Liga-Primus Hagen erkämpft. Außerdem hat Eimbeckhausens Dominik Trotz schon vier mal in der Liga „genetzt“. Spielertrainer Michael Wehmann möchte auf jeden Fall auswärts etwas mitnehmen, aber warnt vor dem Gegner: „Wir wollen auswärts einen Punkt mitnehmen. Lauenstein ist mit Spielern wie Niklas Kaehler, Linus Zorn oder Frederick Giger offensiv gut besetzt. Da müssen wir wachsam sein. Insbesondere gegen Hagen haben wir aber gezeigt, dass wir dazu in der Lage sind, uns gegen gute Mannschaften genügend Torchancen zu erarbeiten. Das lässt hoffen.“ Außerdem macht die personelle Lage wieder Hoffnung, wie Einbeckhausens Trainer bestätigt: „Die Personallage könnte sich am Wochenende verbessern, wir müssen aber noch die Woche abwarten.“

HSC BW Tündern II – TSG Emmerthal (Sonntag, 15 Uhr).

„Emmerthal ist ähnlich wie Wallensen hinter den eigenen Möglichkeiten geblieben. Da steckt deutlich mehr Qualität im Kader als der achte Platz. Wir werden sicherlich auf einen motivierten Gegner treffen“, ahnt Tünderns Trainer Timo Dubberke, dass es am Sonntag ein steiniger Weg zum Sieg wird. „Andererseits läuft es bei uns aktuell rund. Wir haben aufgrund des zweiten Platzes überhaupt keinen Druck. Jeder Spieler, der auf dem Platz steht, bringt aktuell seine Leistung. In Wallensen hat sogar Torhüter Kolja Kowalski auf im Feld gespielt und seine Aufgabe gut erledigt. Ich hoffe, dass nach den Siegen gegen Wallensen und Preussen Hameln auch gegen Emmerthal etwas für uns herausspringt“, so Dubberke, der am Wochenende berufsbedingt von Tim Piontek vertreten wird. Nach einem guten Start in die Saison kehrte zuletzt die Ernüchterung in Emmerthal ein. Gegen Liga-Primus Germania Hagen hagelte es ein 0:4, gegen Lauenstein mussten sich die Grün-Weißen mit 1:3 geschlagen geben. Die Konsequenz: Emmerthal ist auf den achten Platz abgerutscht. Mit Tündern wartet am kommenden Sonntag der Tabellenzweite – es wird nicht einfacher für die TSG. „Die Situation ist aktuell nicht ganz einfach, das ist allen bewusst. Mit Tündern kommt jetzt ein Gegner, der keine Eintagsfliege ist und wahrscheinlich über die gesamte Saison oben mitspielt. Sie schieben die Spieler extrem geschickt zwischen den drei Herrenteams und den A-Junioren hin und  her. So kann es sein, dass plötzlich drei oder vier Spieler aus dem Landesliga-Kader dabei sind, die die Qualität der Mannschaft enorm erhöhen. Dazu haben sie etablierte Spieler in ihren Reihen, die fast alle in der Vergangenheit höher gespielt haben. Diese Mischung ist extrem gefährlich. Tündern mag zwar 'nur' eine zweite Mannschaft sein, aber sie sind stärker als die meisten anderen Kreisligisten. Sie haben keine Position, die schlecht besetzt ist. Deshalb sind die Blau-Weißen für mich der Favorit“, warnt TSG-Trainer Stephan Meyer eindringlich vor dem kommenden Gegner.

WTW Wallensen – FC Preussen Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

„Langsam müssen wir den Bock mal umstoßen“, fordert WTW-Sprecher Dominik Heintz von seinen Mitspielern in der Kreisliga. Die Mannschaft von Interimstrainer Sven Köhne hat die ersten vier Heimspiele alle verloren, dabei aber nicht immer grundsätzlich schlecht gespielt. Aus Sicht von Heintz muss sich die Mannschaft jetzt langsam die Mühe belohnen und anfangen zu punkten. Preussen Hameln ist als Gegner in einer ähnlichen Lage und auch nicht besonders gut in die Kreisliga gestartet. „Eine Unbekannte ist dazu auch noch der Trainerwechsel in Hameln. Da wissen wir noch nicht, wie sich das auf die Hamelner Mannschaft auswirkt. Wenn man die Statistik betrachtet, könnte das ein Spiel unserer guten Offensiv-Abteilung werden. Hameln war in der Defensive noch anfälliger als wir, weshalb wir die Punkte schon in Wallensen behalten wollen“, so Heintz. Personell ist die Mannschaft aber weiterhin nicht sonderlich rosig aufgestellt, wobei die vorhandenen Spieler aber laut Heintz bis in die Haarspitzen motiviert sein werden. Für die Preussen ist es das Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Aaran Preece. Zudem fehlen den Hamelner nmit Jonas Schulze, Daniel Schütten, Abdusamed Akkuc, Semih Candir, Baris Demirkaya und Leon Tischer einige wichtige Spieler. Hinter Timothy Tyler und Sönke Wyrwoll stehen noch Fragezeichen. Wallensen hat einen ähnlichen Verlauf in der Saison gezeigt wie wir. Sie haben trotz Platz neun mehr Qualität und mit den Wulfs oder Toni Ivankovic gute Kicker in ihren Reihen. Wir werden versuchen müssen, von Beginn an konzentriert in die Partie zu gehen und eine hohe Passsicherheit im Spiel zu haben. Wenn wir dann gut in die Zweikämpfe kommen, hat unser Team trotz der zahlreichen Ausfälle die Qualität, auch in Wallensen zu bestehen", gibt sich Preussen Hamelns sportlicher Leiter Jan Christoph optimistisch. „Mit großem Bedauern habe ich vom frühzeitigen Karriereende von Wallensens Ikone Benjamin Edeler erfahren. Das ist für so einen tollen Spieler einfach traurig. Wir wünschen ihm im Namen des ganzen Vereins alles Gute für die Zukunft. Es wäre schön, wenn so ein Vorzeigefussballer dem Sport zukünftig in anderer Funktion erhalten bleiben würde." 

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