17.12.2025 08:25

Halle - Freizeitturnier


3. Inklusionsprojekt in der Jugendanstalt: Werder & 96 zu Gast

Fairplay und Gemeinschaft im Mittelpunkt
JA Hameln Inklusionsprojekt Fussball Halle Gruppenbild
Alle Anwesenden hatten großen Spaß. Foto: SV Werder Bremen.
Am Samstag, 13.12.2025, hat die Jugendanstalt Hameln zum dritten Mal in Folge zum jährlichen Futsal-Inklusionsturnier eingeladen. Neben den Inklusionsmannschaften der Vorjahresteilnehmer vom VfB Hemeringen, Hannover 96 und dem Klinikum Wahrendorff gingen dabei auch erstmalig die Werder-Youngstars aus Bremen an den Start. Sie traten gegen eine Mannschaft aus jungen Gefangenen der internen Suchtbehandlung an.

Obwohl es an Ehrgeiz bei allen Teams nicht mangelte, standen Fairplay und Gemeinschaft im Mittelpunkt: Die Spieler feuerten sich gegenseitig an, klatschten ab und lobten einander für gute Aktionen. Unter der Leitung der Unparteiischen Maurice Wiewel und Konrad Voss kamen nicht nur die Spielerinnen und Spieler der angereisten Vereine in den Austausch, sondern es entstand auch Raum für Begegnungen mit den Gefangenen außerhalb des Spielfeldes. Der Rahmen schuf eine besondere Turnieratmosphäre, zu der die stellvertretende Anstaltsleiterin Julia Hildmann anmerkte: „Ich würde sagen, das war heute ein ganz normales, schönes und emotionales Fußballturnier.“
Einen großen Anteil daran hatte sicherlich auch die Verpflegung. Neben einer vielfältigen Auswahl an selbstgebackenem Kuchen gab es einen kleinen Mittagssnack, der von Gefangenen der Jugendanstalt zubereitet und ausgegeben wurde. Diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Teil des Resozialisierungsprogramms der Sepp-Herberger-Stiftung „Anstoß für ein neues Leben“. Neben Essen, Fußball und Gesprächen wurde deutlich, dass diese Veranstaltung weit mehr als ein gewöhnliches Fußballturnier war: Hier begegneten sich Lebensrealitäten von Menschen, die unter normalen Umständen vermutlich nie zueinandergefunden hätten.

Trotz der besonderen Rahmenbedingungen fehlte es nicht an sportlichen Erfolgen. Als verdienter Sieger ging schließlich das Team des Klinikums Wahrendorff vom Platz. Alles in allem dürften diese Erfahrungen allen Beteiligten noch lange in positiver Erinnerung bleiben – als ein Turnier, das im besten Sinne „außer der Reihe“ tanzte.
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Team AWesA
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