Am Sonntag, den 01. Februar, stand der Vinndome in Hannover ganz im Zeichen des Frauenfußballs: Beim Neue Presse Masters 2026 der Frauen, veranstaltet von der Neuen Presse und organisatorisch ausgerichtet vom VfL Eintracht Hannover, erlebten rund 500 Zuschauer über den Tag verteilt hochklassigen und spannenden Hallenfußball. Das Turnier überzeugte nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch auf ganzer Linie. Ein weiteres Ausrufezeichen: Erstmals wurde das gleiche Preisgeld wie beim Männerturnier ausgeschüttet.
Das Teilnehmerfeld hatte es in sich. In zwei Sechsergruppen trafen zahlreiche namhafte Teams aus der Region aufeinander – überwiegend Oberligisten, ergänzt durch zwei Regionalligisten. Mit dem SV Hastenbeck (Regionalliga) und BW Tündern (Oberliga) waren auch zwei Mannschaften aus dem Kreis Hameln-Pyrmont vertreten.
Hastenbeck souverän durch die Gruppe
In der Toto-Lotto-Gruppe bekam es der SV Hastenbeck mit der SG Rodenberg, Arminia Bielefeld II, dem VfL Eintracht Hannover, dem TSV Limmer und dem SV 06 Lehrte zu tun. Die Hastenbeckerinnen eröffneten das Turnier mit einem 2:2 gegen Bielefeld II, ließen anschließend aber Siege gegen Lehrte, Limmer und Eintracht Hannover folgen. Lediglich im abschließenden Gruppenspiel gegen Rodenberg setzte es eine Niederlage, die jedoch ohne Auswirkungen blieb: Hastenbeck zog als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Vor allem Joanna Vorpahl präsentierte sich im gesamtem Turnier treffsicher und in starker Form.
Tündern kämpft sich ins Halbfinale
BW Tündern startete in der Herrenhäuser Gruppe mit einem 2:0-Erfolg gegen Eintracht Hannover II. Ein weiteres 2:0 gegen den 1. FC Sarstedt folgte, wobei sich die Blau-Weißen mehrfach auf Aluminiumglück und eine starke Torhüterin Paula Stegmaier verlassen konnten. Gegen Hannover 96 musste man sich anschließend knapp mit 0:1 geschlagen geben. Ein 3:1-Sieg gegen den HSC Hannover führte zu einem echten Endspiel um den Halbfinaleinzug. Das 1:1 gegen Eintracht Northeim reichte schließlich – Tündern zog als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein.

Torschützinnen unter sich: Aaliyah Blanke (Tündern) gegen Sophie Schäpsmeier (Hastenbeck). Foto: privat.
Dramatische Halbfinals
Im ersten Halbfinale setzte sich Hannover 96 nach stetiger Leistungssteigerung souverän mit 3:1 gegen die SG Rodenberg durch. Das zweite Halbfinale hatte besonderen Reiz: Hameln-Pyrmonter Derby zwischen BW Tündern und dem SV Hastenbeck. Und einmal mehr bewiesen die Tünderanerinnen ihre Derbyqualitäten. Durch Treffer von Torhüterin Paula Stegmaier und Aaliyah Blanke gewann BW Tündern mit 2:1. Sophie Schäpsmeier erzielte den Anschlusstreffer für Hastenbeck, doch der Regionalligist vom Reuteranger musste sich geschlagen geben. Unter großem Jubel zog Tündern ins Finale ein.
Platz drei und ein klares Finale
Hastenbeck war mit einem kleineren Kader angereist – im Spiel um Platz drei machte sich das bemerkbar. Gegen die SG Rodenberg gingen etwas die Kräfte aus, am Ende stand eine 0:4-Niederlage.
Im Finale kam es zur Neuauflage des Gruppenspiels zwischen BW Tündern und Hannover 96. Nachdem es dort noch knapp zugegangen war, zeigte der Regionalligist im Endspiel seine ganze Klasse. Zwar brachte Carolin Heyder Tündern zunächst mit 1:0 in Führung, doch Hannover 96 schlug eindrucksvoll zurück und gewann am Ende verdient mit 5:1. Besonders Torhüterin Leah Bungeroth und Alexia Mikrouli ragten mit starken Leistungen heraus.
Ehrungen und Fazit
Die Sonderauszeichnungen gingen an:
Beste Torschützin: Alexia Mikrouli (Hannover 96) – 8 Treffer
Beste Spielerin: Joanna Vorpahl (SV Hastenbeck)
BW-Tündern-Trainer Konrad Voss zeigte sich trotz der Finalniederlage hochzufrieden: „Wir spielen Hallenturniere eigentlich nur zum Spaß mit. Dass wir hier mit Hastenbeck den Vorjahressieger in einem Lokalderby ausschalten, konnten wir nicht ahnen. Umso mehr freuen wir uns über den Erfolg und natürlich über die 1.000 Euro Preisgeld.“
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