27.09.2026 18:34
1. Kreisklasse
Azadi lässt Muskeln spielen - 5:1 im Spitzenspiel!
Preussen II siegreich im Stadtderby / Bad Pyrmont Hagen II schlägt Reher überraschend deutlich

Azadi-Regisseur Yalcin Ulus (Bild) überragte neben Denys Rozum im Topspiel.
FC Bad Pyrmont Hagen II – TSV Germania Reher 4:0 (4:0)
Die Reserve des FC Bad Pyrmont Hagen brannte im ersten Durchgang ein Offensivfeuerwerk ab und stellte die Weichen gegen den TSV Germania Reher bereits vor dem Seitenwechsel auf Sieg. „In der ersten Halbzeit waren wir absolut spielbestimmend“, berichtete Pyrmont Hagens Sprecher Jerome März. Den Auftakt machte Jan Bremer, der in der 18. Minute nach einem Foulspiel des Gästekeepers per Strafstoß zur Führung traf. Nur zwei Minuten später nutzte Cavit Türksen einen Fehlpass in Rehers Hintermannschaft eiskalt zum 2:0 aus. Die Hausherren blieben am Drücker: Spielertrainer Christopher Loges schraubte das Ergebnis nach einer starken Einzelaktion weiter in die Höhe (27.), ehe Türksen kurz vor dem Pausenpfiff mit einem gefühlvollem Lupfer zum 4:0-Halbzeitstand vollendete (44.).
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Reher zwar aktiver, strahlte im Vorwärtsgang jedoch weiterhin wenig Torgefahr aus. Die Hausherren schalteten zunehmend in den Verwaltungsmodus um und brachten das Ergebnis letztlich ungefährdet über das Ziel. Erschwerend kam für die Germanen hinzu: Rehers Schlussmann Connor Höltje verletzte sich im ersten Durchgang, hielt aber bis zur Pause durch. In Halbzeit zwei übernahm Johannes Mehl den Posten zwischen den Pfosten. „Er hat seine Sache hervorragend gemacht", betonte März. Aufseiten der Kurstädter hob März nach dem Schlusspfiff noch zwei Akteure namentlich hervor: „Ein besonderes Lob geht heute an Simon Kücking und Cavit Türksen für ihren starken Auftritt.“
Tore: 1:0 Jan Bremer (18./Strafstoß), 2:0 Cavit Türksen (20.), 3:0 Christopher Loges (27.), 4:0 Türksen (44.).
TSV Nettelrede II – SSG Halvestorf II 1:3 (0:3)
Der TSV Nettelrede II musste sich im Heimspiel gegen die Reserve der SSG Halvestorf mit 1:3 geschlagen geben. Die Hausherren erwischten einen denkbar schlechten Start: Bereits in der 5. Minute nutzte Tim Bartelt eine unzureichend verteidigte Ecke der Gäste und staubte zur frühen Halvestorfer Führung ab. „Wir haben Halvestorf heute regelrecht eingeladen“, bedauerte Nettelredes Co-Trainer Thiemo Plesse. Nur wenig später legten die Gäste nach: Nico Habenicht schob nach einer Kombination im Eins-gegen-Eins zum 2:0 ein (21.). Noch vor dem Pausenpfiff schraubte Luca Groß das Ergebnis auf 3:0 in die Höhe (29.), nachdem ein Freistoß von Cezar Paraschiv von der Latte an den Innenpfosten geklatscht war und Groß goldrichtig stand.
„Gewisse Lustlosigkeit gespürt“
„Halvestorf war nicht unbedingt besser, aber wir waren deutlich schlechter und haben überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden. Bei meiner Mannschaft habe ich leider eine gewisse Lustlosigkeit gespürt“, fand Plesse deutliche Worte zur ersten Halbzeit. „Hätten wir unser Potenzial abgerufen, hätten wir Halvestorf durchaus beikommen können.“
In der Nettelreder Kabine sei es zur Pause zwar etwas lauter geworden, ein direktes Aufbäumen nach dem Seitenwechsel blieb jedoch zunächst aus. Erst ab der 60. Minute agierte der TSV deutlich aktiver und griffiger, während die SSG den Vorsprung nur noch verwaltete. Mehr als der 1:3-Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Jannes Aunitz nach einer Ecke (75.) war für Nettelrede jedoch nicht mehr drin. „Für mehr hat es heute nicht gereicht, weil wir danach keine richtig zwingenden Chancen mehr herausspielen konnten“, resümierte Plesse. Durch die Niederlage bleiben die „Grönjer“ auf einem Abstiegsplatz, während Halvestorf sich weiterhin Mittelfeld bewegt – mit viel Luft nach oben und unten.
Tore: 0:1 Tim Bartelt (5.), 0:2 Nico Habenicht (21.), 0:3 Luca Groß (29.), 1:3 Jannes Aunitz (75.).
Von Philipp Oberkötter
SV Azadi Hameln - SV Germania Beber-Rohrsen 5:1 (5:1).
Im Spitzenspiel der 1.Kreisklasse setzte der SV Azadi Hameln mit dem 5:1-Sieg über den SV Germania Beber-Rohrsen ein deutliches Ausrufezeichen im Aufstiegskampf. Azadi-Sprecher Rassan Abdi sah dabei von Beginn an eine drückende Überlegenheit der Hausherren: „Wir haben hier heute sehr gut angefangen, waren kämpferisch und läuferisch top und haben den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen lassen." Bereits in der 9. Spielminute nutzte Sipan Karayilan dabei eine der ersten Chancen des Spiels und stellte auf 1:0. 13 Zeigerumdrehungen später verwertete Patrick Sohns einen Elfmeter zum zwischenzeitlichen Ausgleich (22.), ehe Azadi-Mittelfeldmotor Denys Rozum den alten Toreabstand mit Wiederanpfiff wieder herstellte und damit den aufgekommenen Hoffnungsschimmer der Gäste sofort im Keim erstickte (23.).
In der Folge ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen, erhöhten stattdessen die Schlagzahl und sorgten schnell für klare Verhältnisse. Noch vor der Pause stellten Lenard Gallapeni (35.) und die beiden Doppelpacker Rozum (45.) sowie Karayilan (45.) auf 5:1 und entschieden damit die Partie. „Bis auf den Elfmeter kam nicht viel vom Gegner, wir haben das gut über die Bühne gebracht“, lobte Abdi seine Mannen.
„Wir haben Beber hier schnell den Stecker gezogen"
Auch im zweiten Durchgang zeigten sich ähnliche Kräfteverhältnisse. Die „Adler" aus Hameln ließen die Nordkreisler kaum zur Entfaltung kommen und störten bereits früh den Spielaufbau. So boten sich noch einige Chancen, welche jedoch allesamt ungenutzt blieben. „Wir haben Beber hier schnell den Stecker gezogen und die Führung in der zweiten Hälfte verwaltet. Trotzdem haben wir im letzten Drittel zu wenig Kaltschnäuzigkeit bewiesen. Das Ergebnis hätte sonst noch höher ausfallen können“, erklärte Abdi und hob besonders Defensiv-Anker Dennis Anklam und Regisseur Yalcin Ulus hervor.
Tore: 1:0 Sipan Karayilan (9.), 1:1 Patrick Sohns (22.), 2:1 Denys Rozum (23.), 3:1 Lenard Gallapeni (35.), 4:1 Rozum (45.), 5:1 Karayilan (45.).
SG Hameln 74 - FC Preussen Hameln II 2:3 (2:1).
Ein später Elfmeter bescherte der Zweitvertretung von Preussen den Derbysieg und sorgt für lange Gesichter im 74-Lager. SG-Coach Michael Lauke sah sein Team dabei jedoch wesentlich besser in die Partie kommen. In der 16. Spielminute sorgte Nils Schrader für den verdienten Führungstreffer. Nur drei Minuten später erhöhte Dennis Lochwitz auf 2:0. „Wir haben in den ersten 20 Minuten Manndeckung über das gesamte Feld gespielt, das hat Preussen sehr durcheinander gebracht. Danach sind wir jedoch leider etwas eingebrochen“, beschrieb Lauke den Verlauf. Kurz vor dem Pausenpfiff der Schock: Nach einer Ecke gelang es den Gastgebern nicht, den Ball zu klären. Zaidan Faisal Shaffan nahm sich ein Herz, zog aus der zweiten Reihe ab und schraubte das Spielgerät zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen (45.).
„Darfst du eigentlich nicht mehr aus der Hand geben“
Der zweite Durchgang lief noch gar nicht richtig, da klingle es erneut im Tor der heimischen Hamelner. Baris Erdogan nutzte in der 49.Minute eine Unstimmigkeit nach einem erneuten Eckball und glich den Spielstand damit aus. In der Folge gelang des den Schützlingen von Coach Lauke nicht, sich noch einmal aufzurappeln. Stattdessen nahm ein Preußen-Akteur in der 90. Minute einen Kontakt im Sechzehner dankend an - es folgte der Pfiff. Den fälligen Elfmeter verwandelte Shaffan und schoss sein Team damit zum späten 3:2-Auswärtserfolg. „Wir müssen unsere Konterchancen in der zweiten Hälfte besser ausspielen. Dieses Spiel darfst du eigentlich nicht mehr aus der Hand geben, aber wenn du unten drin stehst dann passiert das eben so. Nächste Woche müssen wir gegen Nettelrede II eine ähnlich engagierte Leistung zeigen um dann endlich mal den Dreier nach Hause zu holen“, gab Lauke abschließend zu Protokoll.
Tore: 1:0 Nils Schrader (16.), 2:0 Dennis Lochwitz (19.), 2:1 Zaidan Faisal Shaffan (45.), 2:2 Baris Erdogan (49.), 2:3 Shaffan (90.).
SG Thal/Holzhausen - BW Salzhemmendorf II 5:0.
Salzhemmendorf nicht angetreten.
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