06.09.2026 20:14

1. Kreisklasse


Enger Showdown im Germanen-Dorf: Gallapeni bestraft Rehers mangelnde Effizienz

Halvestorf II & Fischbeck feiern Kantersiege / Sportfreunde ringen Nettelrede nieder
Alex Kaller Sportfreunde Osterwald 1 Kreisklasse Abschlussq
Osterwalds Alex Kaller erzielte den Treffer zum 2:0-Endstand.

Von Jule Stolpe

SF Osterwald – TSV Nettelrede II 2:0 (2:0).

Die Sportfreunde Osterwald gewannen in der 1. Kreisklasse gegen Nettelrede II mit 2:0. Die erste Halbzeit war unter dem Strich eher ausgeglichen und bot den Zuschauern Chancen auf beiden Seiten. Was den Unterschied im ersten Durchgang ausmachte, war die Effizienz vor dem Tor. „Da waren wir einfach eiskalt und haben unsere Chancen genutzt“, beschrieb Osterwald-Sprecher Hendrik Mey nach dem Abpfiff. Jan Termer sorgte in der 20. Spielminute für die Führung, ehe Alex Kaller kurz vor dem Pausenpfiff per Lucky Punch erhöhte – ein sehr günstiger Zeitpunkt für das 2:0. Zudem hatten die Gastgeber mit einem bestens aufgelegten Keeper einen echten Trumpf im Ärmel. „Tim Hoffmann hat sich heute ein Sonderlob verdient. Er hat uns bis zur Halbzeit drei Dinger rausgefischt – es hätte zum Pausentee also gut und gerne auch Unentschieden stehen können“, so Mey weiter.
Anschließend entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen und Nickligkeiten, das für die Zuschauer kein Leckerbissen gewesen sein dürfte. Osterwald schaltete in den Verwaltungsmodus, konzentrierte sich auf das Verteidigen und lauerte auf Konter. Einige wenige Nadelstiche konnte sein Team noch setzen, bevor die riesige Chance da war, den Deckel mit dem 3:0 endgültig draufzumachen, wie Mey beschrieb. Das gelang jedoch nicht, sodass es ergebnistechnisch bis zum Ende spannend blieb. „Von Nettelrede kam dann aber auch nichts mehr“, fasste der Sportfreunde-Sprecher die letzten Minuten zusammen. Neben dem Keeper verdiente sich Leif Busch ein Sonderlob, der eigentlich in der zweiten Herrenmannschaft aktiv ist, heute erneut aushalf und laut Mey ein „bockstarkes“ Spiel ablieferte.
Tore: 1:0 Jan Termer (20.), 2:0 Alex Kaller (44.).

TSC Fischbeck - SG Thal/Holzhausen 6:0 (1:0).

Der TSC Fischbeck feierte gegen Thal/Holzhausen einen Kantersieg. „Wir haben das Spiel heute von Beginn an kontrolliert und deutlich mehr Spielanteile gehabt“, erzählte Fischbecks Teammanager Predrag Balcak nach dem Abpfiff. Trotz der Überlegenheit stand es zur Pause durch einen Treffer von Felix Elsner (22.) nur 1:0 für die Hausherren. „Wir waren offensiv zu hektisch und zu kompliziert. Da hätten wir unsere fußballerischen Möglichkeiten von Beginn an besser nutzen müssen“, haderte Balcak.

Allerdings sei sein Team geduldig geblieben und habe hinten über 90 Minuten außer einem gefährlichen Freistoß nichts zugelassen. Die Gäste hatten kaum Offensivaktionen, während Fischbecks Lennard Engel Mitte des zweiten Durchgangs der Dosenöffner zum 2:0 gelang. Anschließend war der Knoten geplatzt: Der TSC spielte befreit auf und die Chancen hagelten im Minutentakt. Erneut Engel, Rehmet, Mitosinka und Schwitzer vom Punkt schraubten das Ergebnis auf ein halbes Dutzend in die Höhe. „Bis zur 70. Minute haben wir uns schwergetan, obwohl wir spielbestimmend waren. In den letzten 20 Minuten ging’s dann los, vor allem über unsere linke Seite ging immer wieder was nach vorne. Am Ende hätten wir sogar noch drei bis vier Tore mehr machen müssen, hatten unter anderem einen Pfostentreffer und weitere hochkarätige Chancen. Von der SG kam nichts mehr, die Kräfte waren geschwunden und wir hatten noch Körner in petto“, zeigte sich Fischbecks Sprecher mit der Schlussphase sehr zufrieden. Zukünftig müsse Fischbeck daran arbeiten, in den Offensivaktionen früher konsequenter zu werden – ansonsten könne man auf der Leistung aber auf jeden Fall aufbauen.
Tore: 1:0 Felix Elsner (21.), 2:0 Lennard Engel (70.), 3:0 Leon Rehmet (75.), 4:0 Engel (77.), 5:0 Noah Schwitzer (83./Elfer), 6:0 Aron Mitosinka (89.).

TSV Germania Reher – SV Azadi Hameln 1:2 (1:1).

Germania Reher unterlag Azadi Hameln im Spitzenspiel der 1. Kreisklasse knapp mit 1:2. „Erst einmal waren heute viele Leute da, die wahrscheinlich richtig gespannt waren, wie das Spiel zwischen uns als Überraschungsmannschaft und dem Topfavoriten ausgeht“, erklärte Reher-Coach Dominic Meyer nach Abpfiff. Die erste halbe Stunde habe ganz klar Azadi Hameln gehört. Es sei deutlich geworden, wie gut die Spieler des Gegners kicken können, und Reher lief viel hinterher. In der 12. Spielminute verteidigten die Hausherren eine Ecke stiefmütterlich, die hüfthoch durch den Fünfer flog und die Azadis Denys Rozum nur noch einschieben musste.

„Ab der 30. Spielminute haben wir uns dann über gut und intensiv geführte Zweikämpfe zurück in die Partie gekämpft, woraufhin sich ein ausgeglicheneres Spiel entwickelte“, so Meyer weiter. Folgerichtig gelang der Ausgleich: Nach einer Ecke der Hamelner setzte Reher zu einem astreinen Konter über Christian Dose an, an dessen Ende Maximilian Specht zum 1:1 vollendete (45.+2). In der Halbzeit stellten die Gäste taktisch ein bisschen um und gaben in der zweiten Halbzeit lange Zeit den Ton an. Während Azadi nur zwei Halbchancen vorzuweisen hatte, gab es aufseiten von Reher zwei Hundertprozentige durch Specht und Naumann: „Wenn wir die machen, geht das Ding hier heute vielleicht anders aus“, haderte der Germanen-Coach. Stattdessen sorgten zwei Stellungsfehler und ein cleverer Angriff Azadis für den Siegtreffer durch Lenard Gallapeni (74.). „Danach sahen wir einen offenen Schlagabtausch, man hat aber gemerkt, dass beide Teams langsam aber sicher am Ende ihrer Kräfte waren. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir uns hier heute auch ein Unentschieden verdient gehabt, aber auch so haben wir ein gutes Spiel gemacht“, bilanzierte Meyer und lobte seine gesamte Mannschaft für den sehr engagierten Auftritt.
Tore: 0:1 Denys Rozum (12.), 1:1 Maximilian Specht (45.+2), 1:2 Lenard Gallapeni (74.).

BW Salzhemmendorf II - SSG Halvestorf-Herkendorf II 1:7 (1:3).

Die Zweitvertretung von BW Salzhemmendorf geriet zuhause gegen Halvestorf II ordentlich unter die Räder. Die Hausherren hatten im Hinblick auf das Spiel direkt zwei Schwierigkeiten zu bewältigen, erklärte Salzhemmendorfs Sprecher Finn Bergen: „Wir schleppen uns nach wie vor mit einem sehr dünnen Kader durch die Saison und waren heute wieder nur mit zwölf Mann unterwegs. Zudem halfen schon in den letzten Spielen immer mal wieder Spieler aus dem Landesligakader bei Halvestorf aus – so auch heute.“

Trotzdem erwischten die Salzhemmendorfer einen sehr guten Start in die Partie. Nach einer verhaltenen Anfangsphase mit ausgeglichenem Ballbesitz ohne Torchancen erarbeiteten sich beide Mannschaften ein paar Torannäherungen. „Wir haben unsere erste Chance dann auch direkt genutzt. Über außen ging es bis zur Grundlinie, den Rückpass in den Sechzehner musste Dean Albrecht nur noch einschieben – und auf einmal führten wir!“, freute sich Bergen. Die Gäste bemühten sich um eine schnelle Antwort, was ihnen auch gelang: Blitzschnell glich Kai Brixius (28.) aus und Felix Maedchen drehte das Spiel nur drei Zeigerumdrehungen später endgültig. „Anschließend war es schwierig für uns, wieder hinterherzulaufen, und die Qualität in Halvestorfs Offensive wurde ganz deutlich. Dass wir vor der Halbzeit sogar noch das 1:3 durch Nico Habenicht kassieren, war natürlich der Knackpunkt. Das war vor allem ärgerlich, weil es einfach nur ein einfacher langer Ball war, bei dem die Abstimmung in unserer Abwehrkette nicht passte und Habenicht davon profitierte. Da haben wir das Spiel so gut wie hergeschenkt“, erklärte Bergen.

Nach dem Gang in die Kabine folgte der endgültige Genickbruch: Malte Rochau (50.) und Felix Maedchen (54.) stellten auf 1:5 aus Sicht der Hausherren. „Da war die Sache gelaufen. Wir konnten nicht mehr antworten und in der Folge war es ein Geplänkel mit ein paar Chancen auf beiden Seiten. Wir machten nichts draus, weil wir vorne einfach zu ungefährlich waren. Zudem war hinten heraus natürlich die Luft raus und wir haben uns ein Stück weit aufgegeben“, bilanzierte Bergen. In der Nachspielzeit betrieben Brixius und Rochau Ergebniskosmetik und bauten das Resultat auf 7:1 aus Gästesicht aus. Ein Sonderlob gab es von Bergen für die qualitativ grandiose Offensivreihe der Halvestorfer sowie für seinen Teamkollegen Torben Feuerhake: „Er kommt aus der A-Jugend, fuchst sich immer besser rein und hat trotz des deutlichen Ergebnisses ein gutes Spiel gemacht." Zudem schickte Finn Bergen beste Genesungswünsche an Salzhemmendorf-Torwart Sebastian Piening, der sich schwerer verletzte und ins Krankenhaus musste.
Tore: 1:0 Dean Albrecht (25.), 1:1 Kai Brixius (28.), 1:2 Felix Maedchen (31.), 1:3 Nico Habenicht (37.), 1:4 Malte Rochau (50.), 1:5 Maedchen (54.), 1:6 Brixius (90.+1), 1:7 Rochau (90.+2).
23 / 1700

Autor des Artikels

Team AWesA
Team AWesA
Das Team AWesA stellt Euch die aktuellsten Sportnachrichten aus Hameln-Pyrmont kostenlos zur Verfügung. Bei Fragen und Anregungen kannst Du uns gern kontaktieren. Schickt ihr uns Infos, bereiten wir diese zu vollwertigen Artikeln auf.
Telefon: 05155 / 2819-320
info@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox