30.08.2026 18:36

1. Kreisklasse


Die „Adler“ erobern die Lüfte: Rozum & Co spielen FCBPH-Reserve auseinander

Beber dank Wagner weiterhin mit weißer Weste / Elsner, Dose & Karayilan treffen dreifach
Felix Elsner TSC Fischbeck 1 Kreisklasse Kopffoto
Fischbecks Felix Elsner erzielte drei Treffer nacheinander.

SV Azadi Hameln – FC Bad Pyrmont Hagen II 7:2 (4:0).

Die „Adler“ scheinen jetzt im erwarteten Höhenflug angekommen zu sein: Gegen den bis dato verlustpunktfreien FC Bad Pyrmont Hagen II feierte der SV Azadi Hameln einen deutlichen 7:2-Kantersieg. Die Hausherren zeigten dabei von Beginn an eine überzeugende Vorstellung. „Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit überlaufen, ihn kaum zur Entfaltung kommen lassen und direkt das Zepter übernommen“, berichtete Azadi-Co-Trainer Rassan Abdi. Die Gastgeber legten sich die Kurstädter zurecht und belohnten sich früh: Spielertrainer Latif Kiki spielte auf Lenard Gallapeni, dessen Steckpass zwischen die Abwehrketten bei Sipan Karayilan landete, der zum 1:0 einschob (12.). Nur zehn Minuten später setzte Denys Rozum seinen Mitspieler auf der Außenbahn in Szene. Nach einem Querpass war es erneut Karayilan, der mit einem schönen Abschluss auf 2:0 erhöhte (22.). In der 30. Minute traf Justin Wolny aus 16 Metern sehenswert in den Knick. Kurz vor der Pause wurde Karayilan von FC-Keeper Burak Yildiz im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter schob Gallapeni souverän zum 4:0-Pausenstand ein (43.).

Azadi übersteht FCBPH-Drangphase
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste druckvoll aus der Kabine und verkürzten durch einen schnellen Doppelpack von Jarvid Mitschke auf 4:2 (47., 49.). „Da mussten wir uns kurz schütteln“, gestand Abdi. Die passende Antwort lieferten die Gastgeber jedoch in der 60. Minute: Rozum ließ zwei Gegenspieler aussteigen und steckte auf Karayilan durch, der zu seinem dritten Treffer einschob. „Das war der Knackpunkt, dass für Pyrmont nichts mehr zu holen war. Wir haben danach kaum noch Torschüsse zugelassen“, erklärte der Co-Trainer. In der Schlussphase krönte Rozum seine starke Leistung mit zwei eigenen Treffern: Nach einem starken Abschluss zum 6:2 (75.) sorgte er auch für den 7:2-Endstand (81.). Am Ende war Abdi rundum zufrieden: „Die ganze Mannschaft hat einen sehr guten Job gemacht.“ Besondere Erwähnung fanden Dreifachtorschütze Karayilan sowie Rozum, der neben seinen zwei Toren auch drei Vorlagen beisteuerte, als auch Spielertrainer Latif Kiki selbst. Ein Sonderlob richtete Abdi darüber hinaus an Schiedsrichterin Michelle Schrader für ihre gute Spielleitung. Abschließend schickte er faire Worte in Richtung der Gäste: „Gute Besserung an Christopher Loges, er hat sich leider während des Spiels verletzt.“
Tore: 1:0 Sipan Karayilan (12.), 2:0 Karayilan (22.), 3:0 Justin Wolny (30.), 4:0 Lenard Gallapeni (43./Elfmeter), 4:1 Jarvid Mitschke (47.), 4:2 Mitschke (49.), 5:2 Karayilan (60.), 6:2 Denys Rozum (75.), 7:2 Rozum (81.).

SG Thal/Holzhausen – TSV Germania Reher 1:5 (1:1).

Die Germanen aus Reher bestätigten am Nachmittag ihre gute Verfassung und triumphierten auch in der Kurstadt deutlich. Die Gäste zeigten dabei von Beginn an einen starken Auftritt. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, konnten uns dafür in der Offensive aber leider nicht belohnen“, berichtete Reher-Trainer Dominic Meyer. Nach der frühen Führung von Kreisklassen-Topscorer Christian Dose (11.) mussten die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff einen Rückschlag hinnehmen: Jasper Jäger verlängerte einen Freistoß von Thal/Holzhausen unglücklich über den eigenen Keeper ins Netz zum 1:1-Ausgleich (45.). „Das hat uns ein bisschen weh getan“, gestand Meyer.

Deutliches Oberwasser nach dem Seitenwechsel
In der Halbzeitpause stellte der Coach sein Team auf den zweiten Durchgang ein: „Wir haben uns in der Pause vorgenommen, dass wir genauso weitermachen wie zu Beginn der ersten Halbzeit und dass wir uns diesmal belohnen. Das hat zum Glück geklappt.“ Nach dem Seitenwechsel übernahm Reher wieder das Kommando. Dose stellte mit seinem zweiten Treffer die Führung wieder her (50.), ehe Maximilian Specht auf 3:1 erhöhte (60.). In der 68. Minute sorgte erneut Dose für ein Highlight, als er einen Freistoß aus 25 Metern direkt in den Knick verwandelte und damit seinen Dreierpack schnürte. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte Louis Naumann in der 90. Minute. Trotz des klaren Ausgangs lobte Meyer Rehers Einstellung und den Gegner: „Wir hatten im zweiten Durchgang zwar Oberwasser, aber Thal/Holzhausen hat nie aufgesteckt – egal bei welchem Spielstand“, so Meyer. Damit sind die Germanen nun punktgleich mit der FCBPH-Reserve auf Rang zwei.
Tore: 0:1 Christian Dose (11.), 1:1 Eigentor Jasper Jäger (45.), 1:2 Dose (50.), 1:3 Maximilian Specht (60.), 1:4 Dose (68.), 1:5 Louis Naumann (90.).

BW Salzhemmendorf II – FC Preussen Hameln II 1:1 (0:1).

Der FC Preussen Hameln II feierte in Salzhemmendorf den ersten Zähler nach dem Aufstieg, verspielte zeitgleich jedoch die nächste Führung. Die Hausherren in Blau-Weiß taten sich insbesondere in der Anfangsphase schwierig: „Nachdem gestern schon einige in der Ersten spielen mussten, wollten wir das Spiel gegen tief stehende Preussen trotzdem machen, hatten aber zu wenig Tempo am Ball“, berichtete Salzhemmendorf-Sprecher Finn Bergen. Während „Solte“ zu Beginn die ersten Halbchancen verzeichnete, agierte Preussen viel mit langen Bällen, um die schnellen Außenspieler in Szene zu setzen. In der 36. Minute nutzten die Gäste einen Konter zur Führung: Die Hausherren liefen in Überzahl auf das Preussen-Tor zu, verspielten jedoch den Ball. Die Gäste spielten eine Vier-gegen-Zwei-Situation aus und Noah Springer schob nach einem Steckpass frei zum 1:0 ein. „Wir waren danach um eine Antwort bemüht, haben unsere Gelegenheiten aber vergeben“, merkte Bergen an. Die beste Chance vergab Nico Granzow, dessen Kopfball der Gästekeeper aus dem Eck fischte.

Wachmacher in der zweiten Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel hatten zunächst die Gäste die Vorentscheidung auf dem Fuß und vergaben in der 55. und 60. Minute zwei Großchancen zum 2:0. „Das war der Wachmacher für uns“, erklärte Bergen. In der Folge kam „Solte“ zu besseren Chancen, scheiterte jedoch mehrfach am starken Gästekeeper. In der 75. Minute gab es nach einem Handspiel eines Hamelner Verteidigers Handelfmeter für die Gastgeber, den Matthis Kaiser zum 1:1 verwandelte. In der 80. Minute schwächten sich die Gäste durch eine Rote Karte wegen Nachtretens dann selbst. „Danach haben wir alles nach vorne geworfen, hatten drei Großchancen, waren heute vor dem Tor aber zu unfähig“, bedauerte Bergen. Dennoch stellte er seiner Elf ein gutes Zeugnis aus: „Wir wussten um die schwierige personelle Situation bei uns an diesem Wochenende, aber Einstellung, Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten haben trotzdem gepasst.“ Am Ende sprach der Sprecher von einer leistungsgerechten Punkteteilung: „Unterm Strich war es ein gerechtes Unentschieden, weil wir auch Glück hatten, dass Preussen unsere defensiven Nachlässigkeiten nicht früher zum 2:0 ausgenutzt hat.“
Tore: 0:1 Noah Springer (36.), 1:1 Matthis Kaiser (75.).
Besonderes: Rote Karte für FC Preussen Hameln II wegen Nachtretens (80.).

Von Maximilian Wittkop

SSG Halvestorf Herkendorf II – SV Germania Beber-Rohrsen 1:2 (0:1).

Die SSG Halvestorf Herkendorf II musste sich dem SV Germania Beber-Rohrsen knapp mit 1:2 geschlagen geben. „ Wir haben sehr gut angefangen und Beber-Rohrsen gar nicht zur Entfaltung kommen lassen. Sie kamen nur mit langen Bällen hinten raus. Da haben wir nichts zugelassen“, berichtete SSG-Spielertrainer Kai Brixius. Nach einer Viertelstunde hatte Brixius selbst die Möglichkeit zur Führung, setzte einen Freistoß jedoch knapp über das Tor. Kurz vor der Pause geriet Halvestorf dann durch einen individuellen Fehler in Rückstand. Devin Wagner lief alleine auf den SSG-Keeper zu und verwandelte zum 0:1. „Da bedankt sich Devin Wagner bei uns. Das passiert uns jede Woche“, erklärte Brixius.

Die Latte ist im Weg
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Halvestorf zunächst gut im Spiel und drückte auf den Ausgleich. Stattdessen schlug Beber-Rohrsen nach einem Konter erneut zu. Wieder war es Devin Wagner, der zum 2:0 traf. Halvestorf gab sich jedoch nicht auf und kam nur drei Minuten später zum Anschlusstreffer. Nach einer Flanke von der rechten Seite war Arslan Azimi zur Stelle und verkürzte per Aufsetzer auf 1:2.

In der Schlussphase bot sich den Gastgebern sogar noch die große Möglichkeit zum Ausgleich. Nach einem Handspiel gab es Elfmeter, doch Brixius setzte den Strafstoß an die Latte. „Das war extrem bitter. Wir hatten heute einfach nicht das Spielglück“, sagte der SSG-Spielertrainer. Trotz der Niederlage zeigte sich Brixius mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben es als gut gemacht. Ein Unentschieden wäre durchaus drin gewesen, die Einstellung war top“, resümierte er.
Tore: 0:1 Devin Wagner (43.), 0:2 Devin Wagner (68.), 1:2 Arslan Azimi (71.).

TSV Nettelrede II – TSC Fischbeck 0:4 (0:1).

Der TSC Fischbeck hat sich beim TSV Nettelrede II mit 4:0 durchgesetzt. Dabei sah es für die Gastgeber im ersten Durchgang zunächst durchaus gut aus. Nettelrede ging allerdings ersatzgeschwächt in die Partie: „Bei uns musste ein Feldspieler ins Tor und auch sonst konnten wir kaum wechseln“, berichtete TSV-Trainer Patrick Gruschka. Dennoch kamen die Hausherren gut ins Spiel und ließen zunächst wenig zu. Nach einer Viertelstunde hatte Nettelrede sogar eine Doppelchance, bei der unter anderem die Latte getroffen wurde. In der 18. Minute ging Fischbeck dann allerdings durch Felix Elsner in Führung. Aus Sicht von Gruschka fiel der Treffer allerdings etwas unglücklich: „Der Ball rutscht unserem Torwart durch und dann liegen wir hier dummerweise hinten.“

Fischbeck dreht in zweiter Hälfte auf
Nettelrede ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken und hatte weitere Möglichkeiten. In der 28. Minute brachte Kai Heppner den Ball in die Mitte, doch Marco Drömer scheiterte im Eins-gegen-eins am Fischbecker Torwart. „Wenn eine Mannschaft in der ersten Halbzeit führen muss, sind wir das“, meinte Gruschka. Kurz vor dem Seitenwechsel bot sich auch den Gästen noch eine gute Gelegenheit. Fischbeck war bereits durch und hatte den Treffer schon gefeiert, doch der Stürmer setzte den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. So ging Nettelrede mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel machte sich bei den Gastgebern zunehmend die dünne Personaldecke bemerkbar. „Nach der Halbzeit können wir nichts mehr von der Bank bringen und dann gehen die Kräfte aus“, erklärte Gruschka. Fischbeck nutzte die nachlassenden Kräfte und baute die Führung durch Felix Elsner weiter aus. Der Angreifer traf in der 63. und 72. Minute und machte damit seinen Dreierpack perfekt. In der 78. Minute erhöhte Lennard Engel schließlich auf 4:0. Aus Sicht des TSV-Trainers fielen die Gegentore durch eigene Mithilfe: „Fischbeck macht seine Tore vor allem durch unsere individuellen Fehler im Zentrum.“ Ein Sonderlob sprach Gruschka seiner Nummer 20, Ruven Klimke, aus. „Der ist mit 40 Jahren nochmal drin und hat alles reingehauen.“
Tore: 0:1 Felix Elsner (18.), 0:2 Felix Elsner (63.), 0:3 Felix Elsner (72.), 0:4 Lennard Engel (78.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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