06.06.2026 19:26

1. Kreisklasse


Was für ein Finale: Hemeringen meisterlich, Klein Berkel durch die Hintertür!

Oberkötter: „Erlebt man nicht alle Tage" / FCBPH II verliert beim VfB und geht leer aus
Nils Witthuhn VfB Hemeringen Abschluss
Erzielte einen der Treffer zur Meisterschaft: Nils Witthuhn.

Von Jule Stolpe

VfB Hemeringen – FC Bad Pyrmont Hagen II 2:1 (2:1).

Der VfB Hemeringen hat durch einen 2:1-Heimsieg gegen den FC Bad Pyrmont Hagen II die Meisterschaft klargemacht. „Man hat heute schon gemerkt, dass Bad Pyrmont musste und wir einfach nur wollten“, beschrieb es VfB-Sprecher Philipp Oberkötter nach dem umjubelten Abpfiff. Bad Pyrmont hätte einen Sieg gebraucht, um statt Klein Berkel auf dem dritten Platz zu landen. In der ersten Halbzeit setzten die Hausherren direkt den Ton und gingen ganz früh in Führung. Ein Eigentor (9.) und ein Treffer von Nils Witthuhn (11.) brachten die Gastgeber früh in Front.

Anschließend verließen sich die Hemeringer allerdings etwas zu sehr auf diesen Vorsprung und konzentrierten sich maßgeblich auf das Verteidigen. „Da haben wir uns dann vielleicht ein bisschen darauf ausgeruht. Bad Pyrmont hat fast nur lange Bälle gespielt und wollte Druck nach vorne machen“, so Oberkötter weiter. Zwar gelang den Kurstädtern noch vor der Halbzeit der Anschlusstreffer, so richtig zum Zuge kamen sie aber trotzdem nicht. „Das war ein sehr schönes Tor von Cavit Türksen. Er nimmt den Ball im Sechzehner an, lässt zwei Spieler von uns ins Leere grätschen und verwandelt zum Anschluss“, beschrieb der VfB-Sprecher das Gegentor. Anschließend hätte Bad Pyrmont genug Zeit gehabt, das Spiel zu drehen, aber da hatte vor allem die Hemeringer Abwehr richtig etwas dagegen.

„Wir haben rigoros wirklich alles wegverteidigt, das war schon grandios. Und es gab auch einige Aktionen, in denen unser Schlussmann Marcel Bille uns heute wirklich gerettet hat. Das war heute Marcel-Bille-Prime-Time“, war Oberkötter voll des Lobes für seinen Schlussmann. Sinnbildlich dafür war ein Freistoß aus 25 Metern, den Bad Pyrmonts Loges mit dem Vollspann aufs linke Eck zog, den Bille aber überragend herausfischte.

Auch in der zweiten Halbzeit habe dann vor allem die überragende Defensivleistung und die starke Leistung des Keepers die beiden vorne eiskalt gemachten Tore verteidigt und so die Meisterschaft der ersten Kreisklasse eingetütet: „So etwas erlebt man wirklich nicht alle Tage, dementsprechend ist jetzt natürlich Feiern pur angesagt. Die ganze Saison war im Gegensatz zu der schweren letzten total positiv. Mannschaftlich, intern und mit den Fans sind wir einige Schritte nach vorne gegangen und freuen uns mit dem neuen Gesicht des VfB jetzt auf alle neuen Aufgaben und das, was da so kommt“, bilanzierte Hemeringens Sprecher abschließend und richtete spezielle Grüße nach Reher, die im Saisonendspurt den ein oder anderen Favoriten geärgert und Hemeringen damit ordentlich Schützenhilfe geleistet haben.
Tore: 1:0 Eigentor (9.), 2:0 Nils Witthuhn (11.), 2:1 Cavit Türksen (31.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Bad Pyrmont (88.).

TSC Fischbeck – Germania Beber-Rohrsen 2:5 (2:2).

Der TSC Fischbeck unterlag zuhause im letzten Saisonspiel Germania Beber-Rohrsen mit 2:5. „Wie vorher schon gesagt, wir hatten einen sehr, sehr knappen Kader und das hat man irgendwann im Laufe des Spiels auch gemerkt“, bilanzierte Fischbecks Teammanager Pedrag Balcak nach Abpfiff. Der TSC musste rotieren und hatte dementsprechend in den ersten zwanzig Minuten etwas weniger vom Spiel als die Gäste, denen in der Anfangsphase mehrere Abschlüsse und gute Chancen gelangen.

In der 26. Spielminute erzielte Julian Martens die Führung für die Germania. „Da waren wir eigentlich schon wieder besser drin. So um die 20. Minute herum kamen wir immer mehr ins Spiel und hatten gerade in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs einige gute Chancen.“ Folgerichtig glich Müller aus (35.). Vor der Halbzeit gelang auf beiden Seiten noch ein weiterer Treffer, sodass es mit einem Remis in die Pause ging.

„In der zweiten Halbzeit haben wir unseren knappen Kader dann auf jeden Fall bemerkt, uns ist die Puste ausgegangen“, so der Teammanager weiter. Anschließend wurde auch deutlich, dass es um nichts mehr wirklich ging, und Beber-Rohrsen traf direkt nach Wiederanpfiff zur Führung (47.), ehe gut zehn Minuten später das 4:2 aus Sicht der Gäste fiel. „Dann hatten wir noch zwei, drei gute Möglichkeiten, unter anderem einen Pfostenschuss. Wenn wir da noch mal den Anschluss erreichen, wird es vielleicht noch mal spannend, aber das ist uns leider nicht gelungen“, so Balcak weiter.

Stattdessen machte Wagner fünf Minuten vor Schluss den Deckel drauf. „Der Sieg ging auf jeden Fall voll in Ordnung. Nach dem Spiel genießen beide Mannschaften jetzt noch ein Getränk und wir möchten uns noch mal bei denen bedanken, die heute ausgeholfen haben. Wir sind sehr froh, dass wir uns unten herausgekämpft haben und die Klasse halten, blicken jetzt erst mal mit Vorfreude auf die Ende des Monats anstehende Sportwerbewoche in Fischbeck und gehen dann voller Elan in die neue Saison“, fand Balcak trotz Niederlage versöhnliche Abschlussworte.
Tore: 0:1 Julian Martens (26.), 1:1 Hendric Müller (35.), 1:2 Eigentor (38.), 2:2 Müller (40.), 2:3 Devin Wagner (47.), 2:4 Martens (58.), 2:5 Wagner (85.).

SF Osterwald – TSV Nettelrede 6:0 (4:0).

Die Sportfreunde Osterwald gewannen zuhause gegen Nettelrede II deutlich mit 6:0. „Wir hatten das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute im Griff und haben unseren Fans und uns selbst endlich den lang ersehnten ersten Heimsieg seit Oktober geschenkt“, freute sich Osterwalds Spartenleiter Sebastian Decker nach Abpfiff. Nettelrede hatte über die gesamte Spielzeit nur einen Abschluss, während die Hausherren von der ersten Minute an da waren und bereits zur Halbzeit mit 4:0 führten. Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Henry Sohns auf 5:0.

„Gerade das letzte Tor war ein richtiges Erfolgserlebnis für uns. Unser Jungspund Schäfer setzte sich über links durch und Fabian Schwenke musste in der Mitte nur noch einschieben, der eigentlich zweite spielt, uns aber netterweise heute unterstützt hat. Heute hat einfach alles geklappt, auch die zweite Mannschaft feierte einen Kantersieg. Dementsprechend sind wir jetzt alle glücklich, freuen uns schon auf die nächste Saison, feiern jetzt aber erst mal den Saisonabschluss und genießen die kleine Pause“, so Decker abschließend.
Tore: 1:0 Hendrik Mey (10./Elfmeter), 2:0 Rene Nowicki (12.), 3:0 Marcel Grosser (19.), 4:0 Henry Sohns (45.), 5:0 Linus-Maximilian von Oesen (46.), 6:0 Fabian Schwenke (78.).

TSV Klein Berkel – BW Salzhemmendorf II 3:1 (1:0).

Was für ein dramatisches Finale in der 1. Kreisklasse! Der TSV Klein Berkel hat am letzten Spieltag den Aufstieg in die Kreisliga perfekt gemacht. Dank des eigenen 3:1-Erfolgs gegen BW Salzhemmendorf II und gleichzeitiger Schützenhilfe sprang das Team von Trainer Julian Seifert in allerletzter Sekunde auf den Aufstiegszug: Da der direkte Konkurrent FC Bad Pyrmont Hagen II parallel beim neuen Meister aus Hemeringen verlor, kletterte Klein Berkel noch auf den dritten Tabellenplatz vorbei.

Vom Anpfiff weg ließen die Hausherren keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie ihre Hausaufgaben erledigen wollten. „Wir waren von der ersten Minute an dominant“, berichtete ein glücklicher Julian Seifert nach dem Abpfiff. Salzhemmendorf igelte sich jedoch kompakt hinten ein und machte den Gastgebern das Leben schwer. Zudem erwischte BW-Keeper Sebastian Piening einen bärenstarken Tag. Da sich Klein Berkel im Torabschluss zudem einige Male selbst im Weg stand, dauerte es bis zur 30. Minute, ehe Mirko Pierske den erlösenden Führungstreffer zum 1:0-Pausenstand erzielte.

Kurz nach dem Seitenwechsel schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen, als Alpay Kaymak auf 2:0 erhöhte (49.). Doch die mangelnde Chancenverwertung rächte sich prompt. Mit dem buchstäblich einzigen gefährlichen Vorstoß der Gäste verkürzte Mathis Kaiser auf 1:2 (54.). „Salzhemmendorfs einziger Torschuss war auch direkt ein Tor. Ansonsten hatten wir das Spiel komplett im Griff, aber teils haben wir uns bei den Chancen einfach nicht gut angestellt“, monierte Seifert.

So blieb die Partie über weite Strecken der zweiten Halbzeit spannend. Die Erlösung folgte schließlich in der 75. Minute, als Mark Holst zum 3:1-Endstand einnetzte und damit alle Zweifel beseitigte. Als dann auch noch das Ergebnis vom Parallelplatz durchsickerte, brachen in Klein Berkel alle Dämme. „Es ist relativ lange spannend geblieben, aber jetzt sind wir Kreisligist und freuen uns riesig drauf. Ob das am Ende verdient ist, müssen andere bewerten – aber wir sind in der Kreisliga und jetzt wird erst einmal ordentlich gefeiert!“, schickte Seifert den Partybefehl an seine Aufstiegshelden raus.
Tore: 1:0 Mirko Pierske (30.), 2:0 Alpay Kaymak (49.), 2:1 Mathis Kaiser (54.), 3:1 Mark Holst (75.).

SG Flegessen - Eintracht Afferde II 5:0.

Afferde nicht angetreten.
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