31.05.2026 19:21
1. Kreisklasse
Osterwald im Derbyfieber: Mit Sohns-Hattrick zum Klassenerhalt!
Bad Pyrmont Hagen sichert eindrucksvoll Platz 3 / Hemeringen erklimmt die Tabellenspitze

Henry Sohns schoss die Osterwalder im Alleingang zum Klassenerhalt.
FC Bad Pyrmont Hagen II – SG Thal/Holzhausen 8:2 (3:2).
Für klare Verhältnisse sorgte die Zweitvertretung des FC Bad Pyrmont Hagen im Kurstadt-Derby gegen die SG Thal/Holzhausen. Nach dem deutlichen 8:2-Erfolg verdrängt das Team wieder den TSV Klein Berkel von Aufstiegsplatz drei. „Es hat unfassbar Bock gemacht heute. Man hat wieder gemerkt, dass wir eine geile Truppe sind“, freute sich Co-Trainer Jan-Hendrik Deppe nach dem Abpfiff und sprach von der „mindestens besten Saisonleistung der Rückrunde“. Dabei verlief der Start für die Hausherren zunächst unglücklich.
Bereits in der 2. Minute nutzte Rostyslav Hrystai einen Abstimmungsfehler in der Pyrmonter Hintermannschaft und schob zur 1:0-Führung für die Gäste ein. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten: In der 14. Minute bediente Mamdouh Al-Bakri mit einer Flanke Spielertrainer Christopher Loges, der zum 1:1-Ausgleich traf. Thal zeigte sich im ersten Durchgang hocheffizient. „Thal hatte zwei Torschüsse, beide waren drin“, bilanzierte Deppe. So ging die Spielgemeinschaft in der 26. Minute durch Alseny Camara erneut in Führung. Noch vor der Pause drehten die Pyrmonter die Partie jedoch komplett. Erst traf Loges in der 40. Minute in den Winkel zum 2:2, ehe Ivan Strilets kurz vor dem Seitenwechsel (44.) das Spiel zum 3:2 wendete. Deppe gab zu: „Wir waren schon froh, mit der Führung in die Pause gehen zu können, weil wir mental und auch technisch richtig gut drauf waren.“
In der zweiten Halbzeit übernahm Pyrmont komplett die Kontrolle auf dem Feld. „Wichtig war, dass wir das 4:2 machen“, erklärte der Co-Trainer. Nach einer Ecke von Cavit Türksen war Jan Bremer per Kopf zur Stelle und baute die Führung aus (66.). Danach spielten die Hausherren befreit auf. „Thal hat in der zweiten Halbzeit nichts mehr gemacht, ab da an haben wir frei aufgespielt und es hat alles geklappt“, lobte Deppe. Loges erhöhte in der 69. Minute auf 5:2, ehe Marat Kopylov (82.) und Kiala Mbauzulu per Strafstoß (87.) das Ergebnis weiter in die Höhe schraubten. Den Schlusspunkt setzte Strilets in der 89. Minute mit dem Treffer zum 8:2-Endstand. Ein Sonderlob verdiente sich Mbauzulu für seinen Auftritt: „Kiala Mbauzulu hat ein überragendes Spiel auf der Sechs gemacht. Er hatte Thals Zielspieler Denys Rozum komplett in der Hosentasche und war technisch makellos.“
Tore: 0:1 Rostyslav Hrystai (2.), 1:1 Christopher Loges (14.), 1:2 Alseny Camara (26.), 2:2 Loges (40.), 3:2 Ivan Strilets (44.), 4:2 Jan Bremer (66.), 5:2 Loges (69.), 6:2 Marat Kopylov (82.), 7:2 Kiala Mbauzulu (87./Strafstoß), 8:2 Strilets (89.).
TSV Nettelrede II – VfB Hemeringen 3:5 (1:4).
Der VfB Hemeringen ist endgültig auf Meisterschaftskurs in der 1. Kreisklasse. Mit einem 5:3-Erfolg in Nettelrede zieht der VfB aufgrund des besseren Torverhältnisses am wochenlangen Spitzenreiter aus Flegessen vorbei auf Platz eins. Für die Gastgeber stand dabei von Beginn an die Defensive im Fokus. „Es war das erwartet druckvolle Spiel von Hemeringen. Unsere Trainingswoche war durchwachsen, daher war die oberste Prämisse, uns vernünftig zu präsentieren und Schadensbegrenzung zu betreiben“, erklärte Nettelredes Co-Trainer Thiemo Plesse, der diesmal interimsweise selbst das Tor hüten musste.
Der Plan der Hausherren ging in der Anfangsphase jedoch nicht auf: Bereits in der 10. Minute traf Luca Depping nach einer Ecke per Kopf zum 1:0, nur vier Minuten später erhöhte Jan Liebert per Distanzschuss auf 2:0 (14.). Zwar gelang Tim Tscharntke in der 20. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2, doch der Favorit schlug postwendend zurück. Nico Grett (23.) und Sören Kirchenbauer (25.) schraubten das Ergebnis binnen kürzester Zeit auf 4:1 in die Höhe. „Nach dem 1:4 haben wir das Ergebnis mit Kampf und Leidenschaft bis zur Pause gehalten“, berichtete Plesse, der in der Halbzeitpause an seine Jungs appellierte, genau so weiterzumachen.
Dennoch mussten die Nettelreder in der 48. Minute einen weiteren Gegentreffer hinnehmen, der unglücklich zustande kam: Nach einem zu kurzen Rückpass ging Plesse ins Duell und gewann den Zweikampf zwar zunächst, am Ende kam aber trotzdem Hemeringens Depping an den Ball und überlupfte den Schlussmann im Rückwärtslaufen aus 18 Metern zum 5:1. „In der Folge wurde Hemeringen aber ungeduldiger und unsauberer im Abschluss, während wir noch einmal eine Schippe drauflegen konnte. Kampf, Leidenschaft und Einsatz haben bei jedem von uns zu 100 Prozent gestimmt“, lobte der Interimstorwart. Der in der 75. Minute eingewechselte Alexander Stoffel belohnte den Aufwand schließlich mit einem schnellen Doppelpack in der 82. und 83. Minute und stellte den 3:5-Endstand her. Plesse bilanzierte abschließend: „Ein Sonderlob hat sich Alexander Stoffel verdient, der in seinen 15 Minuten herausgestochen ist. Ansonsten haben alle gut gekämpft.“
Tore: 0:1 Luca Depping (10.), 0:2 Jan Liebert (14.), 1:2 Tim Tscharntke (20.), 1:3 Nico Grett (23.), 1:4 Sören Kirchenbauer (25.), 1:5 Luca Depping (48.), 2:5 Alexander Stoffel (82.), 3:5 Stoffel (83.).
Von Maximilian Wittkop
TSV Germania Reher – TSC Fischbeck 5:4 (2:1).
Mit einem tor- und siegreichen 5:4-Erfolg gegen den TSC Fischbeck verabschiedete sich der TSV Germania Reher von den eigenen Fans. Durch ein Unwetter wurde das Spiel 15 Minuten später angepfiffen. „Alle waren bei Beginn des Spiels etwas kalt. Es brauchte ein bisschen, bis das Spiel richtig ins Rollen kam“, so Reher-Coach Dominic Meyer. Durch einen Elfmeter gingen die Hausherren schließlich in Führung. „Da haben wir dann ein bisschen mehr Sicherheit in unseren Aktionen bekommen“, so Meyer. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste durch Lauri Preiss erzielte Maximilian Sprecht das Tor des Tages zur erneuten Führung. „Das war eine wirklich schöne Kombination durchs Mittelfeld und schließlich schloss Maxi mit dem linken Fuß oben ins Eck ab. Das war sehr sehenswert“, so Meyer.
Die Hausherren ließen den Ball in der zweiten Halbzeit schneller laufen. Folgerichtig erhöhten sie zwischenzeitlich auf 5:2. „Danach haben wir ein bisschen durchgewechselt und es wurde deutlich chaotischer“, so Meyer. Durch den Doppelpack von Noah Wolynez kamen die Gäste noch einmal heran. Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr. „Wenn das Spiel fünf Minuten länger gegangen wäre, hätten wir hier unentschieden gespielt. Der Sieg geht aber auch in Ordnung. Gute Besserung von unserer Seite an Lauri Preiss. Der hat sich schwer verletzt und wurde vom Krankenwagen abgeholt“, so Meyer.
Tore: 1:0 Lutz Naumann, 1:1 Lauri Preis (18.), 2:1 Maximilian Specht (23.), 3:1 Lutz Naumann (47.), 4:1 Maximilian Specht (54.), 4:2 Kevin Apelt (66.), 5:2 Noah Wissel (78.), 5:3 Noah Wolynez (81.), 5:4 Noah Wolynez (89.)
BW Salzhemmendorf II – SF Osterwald 1:3 (1:0).
Mit einem 1:3 musste sich BW Salzhemmendorf II im Derby gegen die SF Osterwald geschlagen geben. „Beide Mannschaften kamen nicht gut in das Spiel. Da war viel Respekt und Nervosität dabei“, meinte BW-Sprecher Finn Bergen. Die Gäste hatten etwas mehr Ballbesitz, schlugen daraus jedoch kaum Profit. So half schließlich eine Standardsituation: Mit einem direkten Freistoß brachte Niklas Brökelmann die Hausherren in Führung.
„Durch dieses schöne Tor ist bei uns ein bisschen der Knoten geplatzt. Wir haben in der Folge das Spiel gemacht, haben uns immer wieder gut hinten rausgespielt und Chancen gehabt“, meinte Bergen. Den Hausherren gelang allerdings auch nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte nicht der Doppelschlag. „Gerade in der 50. Minute hatten wir noch eine 100-prozentige Chance, bei der wir nicht richtig zum Abschluss kommen“, betonte Bergen. So gelang es den Gästen, im Spiel zu bleiben.
Zunächst traf Henry Sohns nach einem langen Ball per Lupfer zum Ausgleich. „Das war der Bruch im Spiel. Danach sind wir nicht mehr reingekommen“, meinte Bergen. Im Anschluss legte er zum Hattrick noch zwei Mal nach, brachte seine Osterwälder in Führung und krönte sich zum Spieler des Spiels. Dabei blieb es. „Seit Anfang April läuft gar nichts mehr zusammen. Das tut natürlich brutal weh. Wir sind total leer gerade“, so Bergen. Bei den Gästen war dagegen pure Freude angesagt, immerhin sicherten sich die Sportfreunde durch den Dreier rechnerisch den Klassenerhalt und ließen Afferdes Zweitvertretung auf Rang 13 zurück.
Tore: 1:0 Niklas Bröckelmann (32.), 1:1 Henry Sohns (58.), 1:2 Henry Sohns (72.), 1:3 Henry Sohns (74.)
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