30.05.2026 20:25
1. Kreisklasse
7:3-Torfestival im letzten Heimspiel: Beber-Rohrsen verabschiedet sich mit Torrausch
Germania hält den Aufstiegsdruck aufrecht / Klare Verhältnisse in Afferde: TSV Klein Berkel stürmt zum Auswärtserfolg

Durften beim letzten Heimspiel gleich sieben Mal jubeln: Der SV Germania Beber-Rohrsen.
SV Germania Beber-Rohrsen - SSG Halvestorf II 7:3 (3:2).
Ein wildes Offensivspektakel bekamen die Zuschauer beim 7:3 (3:2)-Erfolg des SV Germania Beber-Rohrsen gegen die Reserve der SSG Halvestorf geboten. Während bei den Gästen personellen Engpässe bestanden, hält die Germania den Druck auf die Aufstiegsplätze aufrecht. „Halvestorf II war personell ein bisschen gebeutelt – ich glaube, es standen ihnenn nur zwölf oder dreizehn Spieler zur Verfügung“, verriet Germania-Coach Niklas Koffmane. Zu allem Überfluss begann die Partie für den Trainer mit einem kalten Schock: Nach einem Freistoß von Cezar Paraschiv köpfte Germanias Patrick Sohns im Duell mit Kai Brixius den Ball unglücklich zum 0:1 ins eigene Netz (5.). Doch Beber-Rohrsen schüttelte sich kurz, übernahm das Kommando und belohnte sich durch Thorben Elbrachts Ausgleich in der 29. Minute. Kurz vor dem Pausentee überschlugen sich dann die Ereignisse: Erst traf ein Halvestorfer per Strafstoß zur erneuten Gästeführung (45.), ehe Devin Wagner postwendend – ebenfalls per Elfmeter (45.+1) und nur zwei Minuten später aus dem Spiel heraus (45.+3) – die Partie im Alleingang zum 3:2-Halbzeitstand drehte.
Die zweite Hälfte war kaum angepfiffen, da sorgte ein aufziehendes Gewitter für eine rund 20-minütige Zwangspause. Danach spielte das Wetter wieder mit und die Hausherren kamen spürbar frischer aus der Kabine. In der 50. Minute folgte das absolute Highlight des Tages: Ein Traumfreistoß von Niklas Czudnochowski aus dem Halbfeld, der länger und länger wurde und unhaltbar genau oben im Winkel zum 4:2 einschlug. Bei den Gästen schwanden nun sichtlich die Kräfte. Devin Wagner krönte seine bärenstarke Leistung in der 65. Minute mit seinem dritten Treffer zum 5:2 und bleibt damit voll im Rennen um die Torschützenkrone. Zwar verkürzte die SSG-Reserve noch einmal auf 5:3 (79.), doch Nathanial Cruze (83.) und Louis Linde(87.) schraubten das Ergebnis in den Schlussminuten völlig verdient auf 7:3 in die Höhe.
„Alles in allem geht der Sieg vollkommen in Ordnung – auch in der Höhe, weil wir unsere Chancen einfach besser genutzt haben“, bilanzierte Koffmane stolz. „Es war eine starke Mannschaftsleistung. Mit einem 7:3-Erfolg haben wir uns im letzten Heimspiel von unseren Fans verabschiedet und freuen uns jetzt auf das finale Match in Fischbeck. Danach wollen wir erst einmal die Beine hochlegen!“ Am letzten Spieltag muss die Germania nun allerdings selbst gewinenn und auf Patzer von gleich zwei Konkurrenten hoffen, um noch Chancen auf den Aufstieg zu haben.
Tore:0:1 Eigentor Patrick Sohns (5.), 1:1 Thorben Elbracht (29.), 1:2 (45. / Strafstoß), 2:2 Devin Wagner (45.+1 / Strafstoß), 3:2 Wagner (45.+3), 4:2 Niklas Czudnochowski (50.), 5:2 Wagner (65.), 5:3 Malte Rochau (79.), 6:3 Nathanial Cruze (83.), 7:3 Louis Linde (87.).
Besonderes: ca. 15-20 Minuten Unterbrechung wegen Gewitters zu Beginn der zweiten Halbzeit.
SV Eintracht Afferde II – TSV Klein Berkel 0:4 (0:1).
In der 1. Kreisklasse hat der TSV Klein Berkel einen deutlichen 4:0-Auswärtserfolg bei der Reserve der SV Eintracht Afferde eingefahren. Während die Gäste damit ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, blieb die Eintracht-Reserve trotz engagierter Phasen ohne eigenen Torerfolg. Die Partie am Eintracht-Weg bot den Zuschauern allerdings über weite Strecken spielerisch magere Kost.
„Die erste Halbzeit war vom Ergebnis her offen, es war aber kein gutes Spiel von beiden Teams. Eher ein lauer Sommerkick“, berichtete Afferdes Sprecher Luke Wilders nach dem Abpfiff. Die Gäste verbuchten von Beginn an deutliche Feldvorteile, agierten im letzten Drittel jedoch zunächst nicht zwingend genug. Die Eintracht-Elf lauerte derweil auf Umschaltmomente, spielte diese aber nicht konsequent zu Ende. Ein unglückliches Missgeschick brachte schließlich die Gästeführung: In der 8. Spielminute wollte Afferdes Schlussmann Sam Wilders den Ball klären, schoss dabei jedoch TSV-Angreifer Edit Gashi an, von dessen Körper das Spielgerät zum 0:1 ins Netz flog. Bis zum Pausenpfiff plätscherte die Begegnung danach ereignisarm vor sich hin.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum, bis in der 52. Minute ein Standard für den nächsten Aufreger sorgte. Einen direkten Freistoß der Gäste konnte Keeper Sam Wilders noch stark parieren, im anschließenden Gewühl schaltete Daniel Budde jedoch am schnellsten und drückte den Ball zum 0:2 über die Linie. Dieser Treffer wirkte wie ein Weckruf. „Dann hat das Spiel an Fahrt aufgenommen, es wurden Nettigkeiten ausgetauscht, aber es wurde nicht unfair. Es war ab dem Moment einfach Stimmung im Spiel“, beschrieb Luke Wilders die hitzigere Phase. In der Folge schwanden bei den Gastgebern sichtlich die Kräfte. Die spielerische Überlegenheit nutzte der TSV nun eiskalt aus: Nach einer starken Einzelaktion ließ Oleh Kopylov in der 69. Minute zwei Gegenspieler aussteigen und versenkte den Ball präzise zum 0:3 im Eck. Den Schlusspunkt setzte David Weirich in der Nachspielzeit, der nach einer Ecke per Kopf zum 0:4-Endstand traf (90.+2).
Trotz der deutlichen Niederlage zeigte sich Wilders als fairer Verlierer: „Das Ergebnis geht am Ende so in Ordnung, wir hätten uns vielleicht ein Tor verdient, aber sonst passt es.“ Ein Sonderlob hatte der Sprecher für einen reaktivierten Routinier parat: „Sebastian Mour bei uns aus der Altliga hat 90 Minuten durchgespielt und sein Spiel gut bestritten.“ Während Klein Berkel damit den Druck auf Pyrmont Hagen II hochhält und vorerst auf den Aufstiegsplatz drei springt, bleibt die Eintracht weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.
Tore: 0:1 Edit Gashi (8.), 0:2 Daniel Budde (52.), 0:3 Oleh Kopylov (69.), 0:4 David Weirich (90.+2).
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