29.03.2026 19:31

1. Kreisklasse


Wagner & Elbracht in Wirtz-Manier - Hemeringen ballert sich durchs Derby

Reher landet Big Points im Abstiegskampf / Auch Thal/Holzhausen feiert Dreier

Christian Dose TSV Germania Reher 1 Kreisklasse Regen
Christian Dose (re.) setzte sich mit dem TSV Germania Reher weiter von der gefährlichen Zone ab.

FC Bad Pyrmont Hagen II – SV Eintracht Afferde II 2:0 (2:0).

Im Aufstiegskampf der 1. Kreisklasse hat der FC Bad Pyrmont Hagen II den nächsten Heimsieg eingefahren. „Zunächst einmal gilt Afferde großer Respekt, dass sie trotz ihrer schwierigen personellen Lage hier angetreten sind“, betonte FCBPH-Co-Trainer Jan-Hendrik Deppe nach dem 2:0-Erfolg. Die Gastgeber kontrollierten das Geschehen im ersten Durchgang weitgehend und versuchten, den Gegner mit langen Bällen unter Druck zu setzen. Allerdings fehlte es im letzten Drittel zunächst an der nötigen Präzision.

„Wir waren am gegnerischen Sechzehner zu ungefährlich, zudem haben wir einige Großchancen durch Alexander Gagarin liegen gelassen. So hat es lange gedauert bis zum ersten Tor, der eine oder andere wurde schon etwas unruhig“, berichtete Deppe. Ein Pfostenschuss der Gäste fungierte schließlich als „absoluter Weckruf“ für die Kurstädter. Praktisch im Gegenzug markierte FCBPH-Spielertrainer Christopher Loges in der 38. Minute das 1:0, nachdem er ein Steckpass-Zuspiel von Cavit Türksen aufgenommen und den gegnerischen Keeper umkurvt hatte. Kurz vor dem Pausenpfiff legte der erst 18-jährige Mamdouh Al Bakri quer auf Ivan Strilets, der eiskalt zum 2:0 vollendete.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie jedoch zusehends. „Die zweite Halbzeit hatte leider das Niveau eines schlechten Sommertestspiels. Es war kaum noch Bewegung auf beiden Seiten“, kritisierte Deppe, der ergänzte: „Wir hätten zur Pause schon 3:0 oder 4:0 führen können. Am Ende freuen wir uns über die drei Punkte, aber die Leistung war zu wenig, um vollends zufrieden zu sein.“ Ein Sonderlob verdiente sich Youngster Mamdouh Al Bakri, der nach 30 Minuten für Gagarin eingewechselt wurde und laut Deppe eine „Topleistung“ zeigte.
Tore: 1:0 Christopher Loges (38.), 2:0 Ivan Strilets (45.).

SSG Halvestorf II – VfB Hemeringen 0:5 (0:3).

Nach der jüngsten Niederlage gegen Flegessen hat sich der VfB Hemeringen eindrucksvoll im Aufstiegskampf zurückgemeldet und das Derby bei der SSG Halvestorf II deutlich mit 5:0 für sich entschieden. Dabei erwischten die Hausherren eigentlich den besseren Start. „In den ersten 15 Minuten waren wir gut im Spiel und hatten ein, zwei gute Chancen“, erklärte SSG-Spielertrainer Kai Brixius, der die beste Gelegenheit zur Führung selbst vergab.

Ab der 15. Minute kippte die Begegnung jedoch zugunsten der Gäste. Innerhalb von nur zehn Minuten sorgte der VfB für die Vorentscheidung. Zwei Abpraller nutzten Nils Witthuhn und Philipp Oberkötter zur Zwei-Tore-Führung, ehe Maximilian Ringleff nach einem Chip-Pass hinter die Kette eiskalt zum 3:0-Pausenstand einschob. „Diese drei Gegentore haben uns das Genick gebrochen“, bilanzierte Brixius enttäuscht.

Im zweiten Durchgang ließen die Hemeringer nichts mehr anbrennen und schraubten das Ergebnis durch schön herausgespielte Kombinationen in die Höhe. Erneut Ringleff sowie Baris Demirkaya stellten den 5:0-Endstand her. „Der Sieg für Hemeringen ist absolut verdient. Sie haben den Kampf und die Bereitschaft in diesem Derby einfach mehr angenommen“, fand Brixius deutliche Worte in Richtung seiner Mannschaft: „Wir dürfen ein Derby so nicht verlieren, da hat heute nicht jeder den gewünschten Charakter gezeigt.“ Auf Seiten der Gäste verdiente sich das Mittelfeld Bestnoten, wobei laut Brixius insbesondere der junge Luca Depping hervorzuheben war.
Tore: 0:1 Nils Witthuhn (21.), 0:2 Philipp Oberkötter (30.), 0:3 Maximilian Ringleff (31.), 0:4 Baris Demirkaya (64.), 0:5 Maximilian Ringleff (67.).

Von Jule Stolpe

TSV Germania Reher – TSV Nettelrede II 5:2 (1:1).

Mit einem am Ende deutlichen 5:2-Sieg gegen Nettelrede II hat Germania Reher wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt.

Das war allerdings in den ersten Minuten der Partie noch nicht abzusehen, sagte Reher-Trainer Dominic Meyer: „In der Anfangsphase hat man gesehen, dass Nettelrede das Spiel in der Hand hat. Wir haben vor allem in der Defensive ab und zu gepennt und es war unserem Keeper Connor Höltje zu verdanken, dass wir da nur ein Tor kassiert haben.“ Nettelrede ging in der 25. Minute durch Kevin Kohl in Führung. Der Ausgleich der Hausherren folgte nur rund vier Zeigerumdrehungen später, als Nico Schmidt einen Freistoß im Tor unterbrachte.

Anschließend hatten die Gäste jedoch wieder zwei Großchancen, erneut vereitelt vom Keeper der Germanen, sodass es mit einem Unentschieden in die Kabinen ging.

„Man hat bereits in der ersten Halbzeit gesehen, dass Nettelrede eigentlich viel weiter oben stehen müsste. Trotzdem wollten wir im zweiten Durchgang direkt aggressiv angreifen und da anknüpfen, wo wir kämpferisch schon kurz vor der Pause angefangen haben“, so Coach Meyer weiter. Dieser Plan ging zunächst nicht auf. Louis Gellert besorgte den Gästen nach einem Kommunikationsproblem in der heimischen Abwehr die erneute Führung (47.).

Nach dem Gegentor wurden die Germanen allerdings wieder wach und kämpften sich zurück in die Partie. Über den Kampfgeist kamen die Chancen und dann ein Doppelschlag von Christian Dose (66.) und Jovien Meyer nicht mal eine Minute später – Spiel gedreht. „Nach dem 3:2 haben wir wieder sehr gut gestanden, unser Selbstvertrauen war zurück und wir konnten den Ball wieder besser laufen lassen.“ Am Ende entschieden die beiden eingewechselten Joker Maximilian Specht (90.) und Dennis Deppmeyer in der Nachspielzeit die Partie endgültig. Ein Sonderlob von Dominic Meyer erhielten heute Connor Höltje zwischen den Pfosten, Torschütze Jovien Meyer und Louis Naumann.
Tore: 0:1 Kevin Kohl (25.), 1:1 Nico Schmidt (29.), 1:2 Louis Gellert (47.), 2:2 Christian Dose (66.), 3:2 Jovien Meyer (67.), 4:2 Maximilian Specht (90.), 5:2 Dennis Deppmeyer (90.+5).

TSC Fischbeck – SG Thal/Holzhausen 1:2 (0:1).

Fischbeck unterlag am Nachmittag der SG Thal/Holzhausen knapp mit 1:2. Aus Sicht des TSC-Sprechers Predrag Balcak sei das ein ziemlich unglückliches Ergebnis für die Hausherren. Ein Unentschieden sei schon drin gewesen.
Die Fischbecker mussten einen frühen Rückstand hinnehmen. Zustande kam dieser vom Punkt. „Der Elfmeterpfiff kam für uns alle überraschend. Wir haben es so gesehen, dass der Thaler Spieler unseren Spieler erwischt und nicht andersherum“, zeigte Balcak sich ein wenig verärgert. Umso bitterer aus Sicht der Hausherren: Den ersten Versuch von Denys Rozum entschärfte Keeper Streyer noch, der Nachschuss zappelte dann aber in den Maschen. Bis zur Halbzeit habe es laut dem TSC-Sprecher Chancen auf beiden Seiten gegeben. Die beste hatte ein Fischbecker Stürmer in der 11. Spielminute nach einem verpatzten Abschlag des Thaler Keepers. Der Abschluss war dann aber zu überhastet.

Bis zur Pause blieb es bei der Gästeführung, ehe Kevin Roeder nach dem Pausentee fix für den Ausgleich sorgte (53.). „Wir sind sehr gut aus der Kabine gekommen, umso bitterer, dass wir rund fünf Minuten später direkt den nächsten Gegentreffer kassieren“, haderte Balcak. Doch auch nach dem 1:2 durch Holzhausens Leon Kießling habe Fischbeck diverse Chancen zum Torerfolg gehabt. „Da war zum Beispiel ein Lattentreffer kurz vor Schluss“, so Balcak, der in der letzten regulären Spielminute auch gerne noch einen Elfer für sein Team gehabt hätte, weil ein Fischbecker vom gegnerischen Keeper am Kopf getroffen worden sei.

„Insgesamt war auf unserer Seite viel Pech dabei, ein Remis wäre drin gewesen, weil es eben immer wieder Chancen auf beiden Seiten gab und unser Keeper einen Sahnetag erwischt hat. Außerdem positiv zu erwähnen sind die A-Jugendlichen, die dabei waren, ein sehr gutes Spiel gemacht haben und uns einen echten Qualitätsschub gegeben haben. An die Leistung heute wollen wir dann beim Nachholspiel in Halvestorf unbedingt anknüpfen und im besten Fall dort auch punkten“, resümierte der Fischbecker Sprecher abschließend.
Tore: 0:1 Denys Rozum (5.), 1:1 Kevin Roeder (53.), 1:2 Leon Kießling (58.).

SV Germania Beber-Rohrsen – BW Salzhemmendorf II 6:3 (2:1).

Im Tabellennachbarduell gewann Beber-Rohrsen am Ende deutlich mit 6:3 gegen die Reserve von BW Salzhemmendorf.

Den ersten Nadelstich setzten die Gäste durch ein Tor von Linus Friedemann in der 6. Minute. „In beiden Halbzeiten haben wir den Anfang absolut verschlafen. Danach sind wir jeweils aber sehr gut wieder reingekommen“, erklärte Beber-Rohrsens Spielertrainer Niklas Koffmane nach Abpfiff. Nicht mal zehn Minuten später egalisierte der heute überragende Devin Wagner den Rückstand und legte nur zwei Minuten später das nächste Tor nach. Bis zur Halbzeit war das Spiel also zunächst gedreht. „Insgesamt haben wir vor allem im ersten Durchgang ordentlich Fußball gespielt und den Ball sehr gut laufen lassen“, lobte Koffmane sein Team.

Auch die zweite Halbzeit ging aus Sicht der Hausherren mäßig los. Salzhemmendorf drehte die Partie im Handumdrehen durch Friedemann und Kaiser auf 3:2 aus Gäste-Sicht. „Wir haben uns von dem erneuten Rückstand nicht einschüchtern lassen, Moral bewiesen und weitergemacht. Das war der Grund, aus dem wir am Ende auch noch einige Buden nachlegen konnten“, erklärte Koffmane weiter. Nur zehn Minuten nach dem 2:3 sorgte Devin Wagner innerhalb einer (!) Minute mit seinem dritten und vierten Tor für die erneute Führung. Philipp Quade-Stoll und Thorben Elbracht schraubten das Ergebnis am Ende noch ein bisschen in die Höhe. Ein Sonderlob kassierte neben dem Viererpacker noch Thorben Elbracht, der drei Tore vorgelegt und eins selbst gemacht hat und damit genauso viele Scorerpunkte gesammelt hat wie Florian Wirtz beim Deutschlandspiel am Freitag.
Tore: 0:1 Linus Friedemann (6.), 1:1 Devin Wagner (14.), 2:1 Wagner (16.), 2:2 Friedemann (48.), 2:3 Mathis Kaiser (52.), 3:3 Wagner (62.), 4:3 Wagner (63.), 5:3 Philipp Quade-Stoll (80.), 6:3 Thorben Volker Elbracht (88.).

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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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