09.11.2025 19:00
1.Kreisklasse
Kurstadt-Derby artet aus: Kartenfestival kocht in der Nachspielzeit über
Spektakel in Hemeringen / Klein Berkel siegt im Topspiel / Osterwald verliert Abstiegskrimi

Der TSV Klein Berkel konnte im Spitzenspiel jubeln.
SG Thal/Holzhausen – TuS Löwensen 4:3 (1:1).
Sieben Gelbe Karten & vier Platzverweise - im Derby ging´s richtig zur Sache – in und außerhalb der Grenzen des Erlaubten. „Es war ein klassisches Derby. Sehr kampfbetont, aber bis zur Schlussphase alles im Rahmen. Am Ende wäre ein Unentschieden aber wahrscheinlich gerechter gewesen“, schilderte SG-Sprecher Michael Buskies nach dem so wichtigen 4:3-Erfolg im Kellerkampf. Den ersten Treffer markierte Jonas Ohms für die Gastgeber, Mohamad Barakat glich noch vor der Pause für die Gäste aus. Nach dem Seitenwechsel erwischte das abgeschlagene Schlusslicht den besseren Start: Slahaldin Maemo drehte die Partie zugunsten der Löwenser (52.) und fand auch auf den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Thal/Holzhausens Sufyan Mohammad mit dem 3:2 die richtige Antwort. „Löwensen hat sich nie aufgegeben und bis zu diesem Zeitpunkt auch verdient geführt“, gab Buskies zu.
Ein individueller Fehler rief die Hausherren zurück auf den Plan. In der 83. Minute wurden den Hausherren ein Strafstoß zugesprochen, den Sufyan Mohammad zum 3:3 verwandelte. Als vieles schon auf eine Punkteteilung im Kurstadt-Derby hinauslief, erreichte die Partie ihren unrühmlichen Höhepunkt.
Zunächst sah ein Akteur der Gastgeber die Rote Karte für eine verbale Äußerung (90. +1). Kurz darauf wussten sich Löwensen nur noch mit einer Notbremse zu helfen – Rot und Freistoß für Thal. Im Anschluss überschlugen sich die Ereignisse: bei der Ausführung des Freistoßes bekam ein Löwenser die Kugel im eigenen Strafraum an die Hand – Elfmeter für Thal.
Wie beide Vereine auf Nachfrage später bestätigten, folgte daraufhin eine unübersichtliche Situation mit einer Rudelbildung, in der laut Schiedsrichterbericht zwei weitere Löwenser die Rote Karte sahen. Zum anschließenden Strafstoß traf erneut Thal/Holzhausens Sufyan Mohammad an und verwandelte zum 4:3-Siegtreffer. Dabei hatte der Torschütze leichtes Spiel, da Löwensens Keeper aus Protest das Tor verlassen hatte.
Tore: 1:0 Jonas Ohms (25.), 1:1 Mohamad Barakat (43.), 1:2 Slahaldin Maemo (52.), 2:2 Sufyan Mohammad (65.), 2:3 Maemo (66.), 3:3 S. Mohammad (83.), 4:3 S. Mohammad (90. +10).
Besonderes: Rote Karte für Thal/Holzhausen (90. +1) & drei Rote Karten für Löwensen (90. +4/90. +10/90. +10).
Hinweis: beide Seiten bestätigten die Geschehnisse der Schlussphase, wollten aber namentlich nicht zitiert werden.
von Timor Folge
BW Salzhemmendorf II - TSV Nettelrede II 1:3 (0:2).
BW Salzhemmendorf II verlor sein Heimspiel gegen den TSV Nettelrede II. Bereits nach zwei Minuten ging der Gast aus Nettelrede durch eine direkt verwandelte Ecke von Markus Thiede in Führung. „Wir haben in der ersten Halbzeit viele Zweikämpfe verloren. Nettelrede war in der ersten Halbzeit deutlich wacher und effizienter”, so Salzhemmendorf-Sprecher Finn Bergen. Nach dem Treffer der Gäste fingen sich die Hausherren aber und hatten mehr vom Spiel. Nach mehreren Annäherungen sprangen auch klare Torchancen für die Gastgeber heraus, die aber ungenutzt blieben: Nach einer guten Kombination tauchte Linus Friedemann in der 19. Minute vor dem Tor der Gäste auf und legte quer, doch Mathis Kaiser trat am Ball vorbei. Wenig später parierte TSV-Torwart Laurens Müller einen Schuss aus 14 Metern von Salzhemmendorf. In der 24. Minute war es wieder der TSV aus Nettelrede, der jubeln durfte. Ein langer Einwurf wurde so verlängert, dass Robert Nocken am Ende an der Strafraumkante frei zum Schuss kam und verwandelte. „Das Tor kam quasi aus dem Nichts und fiel genau in unsere beste Phase der ersten Halbzeit", so Bergen.
Nach der Halbzeit zeigten die Blau-Weißen ein anderes Gesicht. In der 47. Minute wurde eine Ecke schnell ausgeführt. Marvin Nickusch spielte den Ball daraufhin flach in den Sechzehner, wo Leon Hellmuth lauerte und den Ball aus der Drehung unter die Latte knallte. Nach dem Anschlusstreffer drückten die Salzhemmendorfer auf den Ausgleich, doch weitere Chancen wurden nicht genutzt. Nach knapp einer Stunde dann der nächste Dämpfer für die Gastgeber: Nach einem Fehler im Aufbauspiel stürmte Marco Drömer auf den Torwart der Gastgeber zu und verwandelte zum 3:1-Endstand. Bergen resümierte: „Wir haben heute unglücklich verloren. Nettelrede war im Ganzen einfach cleverer und abgezockter. Wir haben zu viele Chancen liegen lassen und zu oft falsche Entscheidungen getroffen.”
Tore: 0:1 Markus Thiede (2.), 0:2 Robert Nocken (24.), 1:2 Robert Hellmuth (47.), 1:3 Marco Drömer (59.).
VfB Hemeringen - SG Germania Beber-Rohrsen 6:3 (0:2).
In einem Torspektakel zwischen dem VfB Hemeringen und der SG Germania Beber-Rohrsen gewann der VfB dank einer wilden Aufholjagd in der Schlussphase. Doch der Reihe nach: Nach bereits 13 Minuten gingen die Gäste durch Devin Wagner in Führung. In der 27. Minute erhöhte Kay-Uwe Werhahn auf 2:0 für Beber-Rohrsen. „Wir sind sehr schlecht in das Spiel gestartet und lagen dann früh unglücklich 0:2 hinten. Es war ein kampfbetontes Spiel, bei dem wir aber in der ersten Hälfte auch schon drei oder vier Tore hätten machen können”, resümierte VfB-Sprecher Philipp-Henry Oberkötter.
In der 57. Minute fiel das 3:0 für die Gäste. Wieder war es Devin Wagner, der damit zum zweiten Mal an diesem Tag für die SG erfolgreich war. Doch der VfB gab sich nicht auf. In Minute 75 erzielte Baris Demirkaya den Anschluss für die Gastgeber. Direkt nach dem Anstoß liefen die Hemeringer die Abwehr der Gäste an und erzwangen so einen Fehler, der von Nils Witthuhn zum 2:3 ausgenutzt werden konnte. „Nach dem 2:3 wussten wir, dass hier heute noch was geht”, so Oberkötter. Und er behielt Recht: zehn Minuten vor Schluss erzielte dann Witthuhn seinen zweiten Treffer zum 3:3-Ausgleich. Wieder nur zwei Minuten später fiel durch Baris Demirkaya dann die 4:3-Führung für den VfB. In Minute 89 und 92 fielen die Tore fünf und sechs durch Manuel Hothan und Luca Depping. Oberkötter resümierte: „Wir haben nach dem 2:3 nur noch hoch gepresst und sind ganz vorne angelaufen. Beber ging einfach die Luft aus und die Nerven lagen blank. Wir haben das Spiel auch dank unserer konditionellen Stärke gewonnen. Ein besonderes Lob geht heute an Manuel Hothan. Manuel hatte nach seiner Einwechslung einen riesigen Impact und hat das 4:3 vorbereitet und das 5:3 selbst gemacht.”
Tore: 0:1 Devin Wagner (13.), 0:2 Kay-Uwe Werhahn (27.), 0:3 Devin Wagner (57.), 1:3 Baris Demirkaya (75.), 2:3 Nils Witthuhn (76.), 3:3 Witthuhn (80.), 4:3 Baris Demirkaya (82.), 5:3 Manuel Hothan (89.), 6:3 Luca Depping (92.).
von Niko Zielonka
SSG Halvestorf-Herkendorf II – SV Eintracht Afferde II 9:2 (3:1).
Für die Zweitvertretung der SSG Halvestorf gab es am Sonntagnachmittag einen wahren Kantersieg zur verzeichnen, 9:2 hieß es am Ende. Laut SSG-Sprecher Nick Schütte war es allerdings kein überragendes Spiel: „Spielerisch war es jetzt nicht so überragend. Wir waren heute einfach wirklich unheimlich effizient. Durch die frühe Führung wurde uns das Spiel zunehmend erleichtert.“ Bereits nach sechs Minuten führten die Hausherren durch die Treffer von Imad Ali und Luis Drebing mit 2:0. Tim Plinke gelang zwar in der 31. Minute der Anschlusstreffer, jedoch lieferte Kai Brixius nur zwei Minuten später den Treffer zum Pausenstand nach.
„In der zweiten Halbzeit haben wir im Grunde genauso weitergemacht. Früh getroffen und effizient unsere Chancen genutzt. Afferde II hat zusätzlich nach und nach abgeschaltet. Dadurch haben wir mehr Chancen bekommen und diese auch genutzt“, resümierte Schütte. Am Ende hatte Schütte zudem vor allem Lob für seinen eingesprungenen Torhüter, Malte Rochau, übrig: „Er ist eigentlich kein Torwart und hat heute trotzdem ein tolles Spiel gemacht. Außerdem muss man heute Umut Savcu hervorheben.“
Tore: 1:0 Imad Ali (4.), 2:0 Luis Drebing (6.), 2:1 Tim Plinke (31.), 3:1 Kai Brixius (33.), 4:1 Brixius (46.), 5:1 Umut Savcu (48.), 6:1 Brixius (67.), 7:1 Ali (71.), 8:1 Paul Wecke (77.), 9:1 Brixius (80.), 9:2 Felix Strüber (87.).
SF Osterwald – TSV Germania Reher 1:2 (0:1).
Für die SF Osterwald gab es am Sonntag eine bittere 1:2-Heimniederlage im sogenannten „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den TSV Germania Reher. Auf schwierigem Geläuf und bei ungemütlichem Wetter entwickelte sich von Beginn an kein schönes Fußballspiel. „Ein ziemliches Gegurke“, wie es Osterwald-Sprecher Sebastian Decker formulierte. Bereits nach rund 15 Minuten ging Reher durch einen echten Sonntagsschuss aus rund 30 Metern in Führung. „Ein schönes Ding, da kann man nichts sagen“, meinte Decker. Danach kamen die Osterwalder besser ins Spiel und hatten durch mehrere Ecken gute Chancen auf den Ausgleich. Doch Rehers Keeper zeigte starke Paraden und rettete seinem Team die knappe Führung in die Pause. „Das 0:1 zur Halbzeit war verdient, aber wir waren trotzdem gut im Spiel“, so Decker.
Nach dem Seitenwechsel verschlief Osterwald jedoch den Start völlig. Nach einem Standard erhöhte Reher in der 51. Minute auf 0:2. „Danach ist das Spiel so ein bisschen dahingeplätschert“, berichtete Decker. Daraufhin kamen auch die Osterwalder zu einigen guten Möglichkeiten. „Mit etwas mehr Glück kann es hier auch 3:2 stehen“, berichtete Decker. In der 85. Minute sorgte der Anschlusstreffer noch einmal für Hoffnung. Doch trotz einer kurzen Schlussoffensive gelang es den Osterwaldern nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. Etwas enttäuscht zeigte sich Decker von der Einstellung seines Teams: „Da hat heute nicht alles gepasst, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern bündeln jetzt nochmal alle Kräfte.“ Zum Schluss lobte Decker noch beide Torhüter.
Tore: 0:1 Christopher Mahlstedt (35.), 0:2 Dennis Brand (51.), 1:2 Linus von Oesen (85.).
TSC Fischbeck – SG Flegessen/Süntel 1:5 (1:2).
Für den TSC Fischbeck gab es am Sonntag eine herbe 1:5-Niederlage zu verzeichnen. Trotz des klaren Ergebnisses war das Spiel laut TSC-Sprecher Predrag Balcak vor allem bis zur Pause ziemlich ausgeglichen: „Im ersten Durchgang haben wir Flegessen das Leben wirklich schwer gemacht. Auch wenn sie eventuell leicht besser waren, haben wir sehr gut mitgehalten und uns immer wieder Chancen erspielt. Spielerisch und konditionell waren wir voll auf der Höhe.“ Bereits nach vier Minuten setzte Aldin Dedeic den Startpunkt und traf zum 1:0. Zehn Minuten später flankte Julian Volquardsen den Ball auf Hendric Müller, der Flegessens Nathanael Karock zum Eigentor zwang. Kurz vor Ende der Hälfte sorgte Lukas Nowag für den 2:1 Pausenstand.
„Nach der Pause ging das Spiel wirklich gut los für uns“, berichtete Balcak. Nach einem Abwehrfehler der Gäste war Lauri Preiß frei durch und scheiterte knapp an der Zielgenauigkeit. Doch der Treffer fiel auf der anderen Seite, Dedeic erhöhte auf 1:3. „Konditionell haben wir dann leider immer weiter abgebaut und man hat gemerkt, dass uns einfach irgendwann die Kräfte gefehlt habe". Diesen Umstand hat Flegessen genutzt und die SG erzielte noch zwei späte Treffer zum 1:5 Endstand. „Trotzdem kann ich den Jungs heute wirklich keinen Vorwurf machen. Das war vor allem kämpferisch ein toller Auftritt“, resümierte Balcak. Zum Schluss hatte Balcak noch lobende Worte übrig: „Auf unserer Seite hat mir Hendric Müller heute wirklich sehr gut gefallen. Er hat 70 Minuten vorne geackert und auch in der Defensive einen sehr guten Job gemacht. Bei Flegessen war natürlich die Offensive rund um Lukas Nowag und Aldin Dedeic sehr stark.“ Zudem gab es ein Sonderlob für Schiedsrichter Serghei Schäfer.
Tore: 0:1 Aldin Dedeic (4.), 1:1 Nathanael Karok (Eigentor/14.), 1:2 Lukas Nowag (44.), 1:3 Dedeic (49.), 1:4 Dedeic (80.), 1:5 Nowag (82.).
TSV Klein Berkel/Wangelist – FC Bad Pyrmont Hagen II 4:2 (3:0).
In Klein Berkel bat der TSV den FC Bad Pyrmont Hagen II am Sonntagnachmittag zum Topspiel. Nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Rasen versprach das Spiel eine Menge. Diese Erwartungen wurden laut TSV-Sprecher Julian Seifert vollumfänglich erfüllt: „Das war heute ein wirklich sehr gutes 1. Kreisklasse Spiel. Es war viel Tempo drin und wir haben vor allem in der ersten Hälfte wirklich klasse gepresst und Pyrmont kaum Raum zum Atmen gegeben.“ Das Ergebnis war eine 3:0-Pausenführung. Bereits nach sieben Minuten verwandelte Edit Gashi einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung. Zwei Distanzschüsse durch Julian Seifert und Chemsedin Ben Fredj sorgten für weitere zwei Tore. „In der ersten Halbzeit hatte Pyrmont so gut wie keine Chance. Wir haben nichts zugelassen und standen hinten sehr kompakt“, resümierte Seifert.
Nach der Pause kippte das Spiel dann ein wenig. Alexander Gagarin und Ivan Strilets verkürzten auf 2:3. „Das Spiel entglitt uns in dieser Phase. Jedoch fingen wir uns danach wieder. Pyrmont hat sich dann vorne festgesetzt und viele lange Bälle versucht. Wir standen hinten allerdings sehr gut und kontern teilweise überragend“, berichtete Seifert. Das 4:2 setzte somit den Schlusspunkt. „Das war heute ein sehr faires Spiel. Schiedsrichterin Michelle Schrader hat heute eine sehr gute Leistung gezeigt. Auf unserer Seite ist Luca Jerome Dietel hervorzuheben. Insgesamt muss aber die ganze Mannschaft für einen starken Auftritt gelobt werden“, schloss Seifert.
Tore: 1:0 Edit Gashi (Strafstoß/7.), 2:0 Julian Seifert (20.), 3:0 Chemsedin Ben Fredj (45.), 3:1 Alexander Gagarin (53.), 3:2 Ivan Strilets (68.), 4:2 Mirko Pierske (90.+4).
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