24.08.2025 18:35
1. Kreisklasse
Sieben Tore: Torspektakel zwischen Beber & Klein Berkel!
FCBPH II schlägt Nettelrede / Reher unterliegt Salzhemmendorf / Osterwald gewinnt in Löwensen / Halvestorf beißt sich oben fest

Per indirektem Freistoß: Pyrmonts Christopher Loges leitet den Sieg gegen Nettelrede ein.
SSG Halvestorf II – SG Thal/Holzhausen 3:1 (1:1).
Während Halvestorf sich langsam an der Tabellenspitze festbeißt, steckt Thal mit drei Niederlagen in vier Spielen im Niemandsland fest – dabei wurde und wird die SG eigentlich hoch gehandelt, was das obere Tabellendrittel betrifft. „Wir haben die ersten 20 Minuten dominiert“, erklärte SSG-Sprecher Nick Schütte. Die Hausherren gingen bereits in der 4. Minute dank Malte Rochau in Führung. Weitere Chancen ließ Halvestorf aber ungenutzt, sodass Thal in der Folge besser ins Spiel kam und mit dem Pausenpfiff durch den fast zwei Meter großen „Sturmbrecher“ Jonas Ohms den 1:1-Ausgleich erzielte.
„In der zweiten Halbzeit gehörten dann Thal die ersten 20 Minuten. Da hätten wir durchaus in Rückstand gehen können“, so Schütte. Einmal war Torhüter Robin Bartels zur Stelle, einmal fehlte den Gästen die Zielgenauigkeit. In der 72. Minute folgte der Befreiungsschlag für die Piepenbusch-Kicker: Samuel Steilen schlug einen Traumpass auf Spielertrainer Kai Brixius, der zum 2:1 traf. Paul Wecke brachte in der 89. Minute die Entscheidung, bedient durch einen Steckpass. „Thal wurde nach dem 2:1 nervöser, und wir wurden immer sicherer. Der Sieg geht so in Ordnung“, resümierte Schütte.
Tore: 1:0 Malte Rochau (4.), 1:1 Jonas Ohms (45.+2), 2:1 Kai Brixius (72.), 3:1 Paul Wecke (89.).
Von Jule Stolpe
TSC Fischbeck – SV Eintracht Afferde II 2:1 (1:1).
Der TSC Fischbeck hat einen 2:1-Heimsieg gegen Eintracht Afferde eingefahren. Der Führungstreffer fiel in der Nachspielzeit – wäre das nicht passiert, hätte TSC-Teammanager Predrag Balcak nach eigener Aussage nur wenig Lust auf den Spielbericht gehabt, wie er nach Abpfiff mit einem Zwinkern verriet. „Wir sind sehr erleichtert, dass wir quasi mit dem Schlusspfiff noch den Sieg einfahren konnten, denn alles andere wäre diesem Spiel heute nicht gerecht geworden“, bilanzierte er. In den ersten zwanzig Minuten war Afferdes Zweitvertretung besser im Spiel. Nach rund zehn Minuten rettete der Pfosten noch für die Blau-Weißen, nur drei Minuten später schoss Leon Pascal Sperlich allerdings zur zu diesem Zeitpunkt verdienten Gästeführung ein. „Nach zwanzig Minuten sind wir dann immer besser reingekommen und hatten immer mehr Torchancen“, so Balcak, der bis zur 35. Minute vier sehr gute Möglichkeiten beobachtete, die sein Team aber ausließ. Mit dem Halbzeitpfiff fiel der Ausgleich, und es ging mit einem Remis in die Kabinen.
„In der zweiten Halbzeit waren wir am Spielfeldrand sprachlos, wie viel wir verballert haben“, haderte der TSC-Manager mit der Chancenverwertung. Es sei ein Spiel auf ein Tor gewesen, während Afferde versucht habe, durch Umschaltmomente Entlastung zu schaffen. „Da kam aber nichts Zwingendes bei rum, und wir hatten viel mehr Spielanteile.“ Fast hätte sich die mangelnde Chancenverwertung gerächt – doch dann kam die 93. Spielminute, in der Lauri Preiss das erlösende Last-Minute-Tor erzielte und für Erleichterung auf Seiten der Fischbecker sorgte. „Wir haben alle mitgefiebert und sind sehr froh, dass die Bude am Ende noch gefallen ist und wir drei Punkte mitnehmen“, bilanzierte Predrag Balcak. „Für die nächsten Spiele müssen wir allerdings sehr viel cleverer vorm Tor werden, ansonsten wird sich so ein Chancenverballern sicherlich zukünftig rächen.“
Tore: 0:1 (13.) Leon Pascal Sperlich, 1:1 Hendric Müller (32.), 2:1 Lauri Preiss (93.).
FC Bad Pyrmont Hagen II – TSV Nettelrede II 2:1 (0:0).
Der FC Bad Pyrmont Hagen II behielt die drei Punkte zuhause und siegte mit 2:1 über den TSV Nettelrede.
„Insgesamt hat heute die bessere Mannschaft gewonnen“, bilanzierte TSV-Trainer Gruschka nach Abpfiff. Bad Pyrmont habe eine gute Laufleistung gezeigt und den Ball vor allem im Zentrum sehr gut laufen lassen. „Nach der Leistung fühle ich mich auf jeden Fall in meinem Tipp bestätigt, dass die Pyrmonter am Ende der Saison ganz oben stehen“, verriet Gruschka, der sein Team allerdings keineswegs chancenlos gesehen hat. „Wir wollten tief stehen und durch Konter nach vorne spielen, was uns in der ersten Halbzeit auch zwei Mal gut gelungen ist.“ Ein Diagonalball landete hinter der Pyrmonter Kette, Nettelrede kam allerdings nicht zum Abschluss. Eine Ecke der Gäste wurde in allerletzter Not auf der Linie geklärt. „Aber auch Bad Pyrmont hatte in der ersten Halbzeit bestimmt fünf bis sechs hochkarätige Chancen, die unser Keeper Laurens Müller wirklich überragend hielt“, lobte Gruschka. Dank dieser Paraden ging es mit einem Unentschieden in die Pause.
Die Gäste starteten denkbar schlecht in Hälfte zwei: In der 51. Minute gab es eine Rückpasssituation, bei der ein Nettelreder Verteidiger mit dem Oberschenkel – aber kontrolliert – zurück zum Keeper passte. Der anschließende indirekte Freistoß führte zur Pyrmonter Führung. „Dann sind wir besser reingekommen und haben mitgespielt“, so Gruschka, der sein Team allerdings eine Viertelstunde vor Schluss von einem Konter überrannt sah, der schließlich zum 2:0 führte. Nach dem Anschlusstreffer wenige Minuten vor Schluss habe man noch mal „alles probiert“, aber ein Ausgleich sollte nicht mehr fallen. „Von den Spielanteilen her steht hier am Ende der richtige Gewinner auf dem Spielbericht. Wir waren klar unterlegen, durch die teilweise magere Chancenverwertung von Bad Pyrmont Hagen allerdings keineswegs chancenlos. Wenn die ihre Dinger nicht machen, kann sich das auch mal rächen“, bilanzierte der TSV-Coach abschließend.
Tore: 1:0 Christopher Loges (51.), 2:0 Ivan Strilets (76.), 2:1 Maik Vogt (82.).
TSV Germania Reher – BW Salzhemmendorf II 0:2 (0:0).
Germania Reher unterlag der Reserve von BW Salzhemmendorf mit 0:2. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt und hatten mindestens drei hundertprozentige Chancen, die wir leider nicht nutzen“, haderte Reher-Coach Dominic Meyer nach Abpfiff. Nach einer engagierten Leistung seines Teams inklusive des leichten Chancenplus ging es mit einem Unentschieden in die Kabinen.
„Wie das im Fußball dann so ist, rächte sich unsere mangelnde Chancenverwertung in der zweiten Halbzeit, und wir wurden für zwei individuelle Fehler eiskalt bestraft“, so Meyer weiter. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff fing sich sein Team einen Konter, den Salzhemmendorfs Linus Friedemann zur Gästeführung verwandelte. „Beim 0:2 rund fünfzehn Minuten vor Schluss ging ein krasser Fehlpass voraus, den Anakin Hahnel nutzte und aus 35 Metern einfach mal abschloss“, beschrieb Meyer, der ein insgesamt sehr ausgeglichenes Spiel sah, in dem sein Team seine Chancen nicht nutzte und Salzhemmendorf in Durchgang zwei Nerven vor dem Tor bewies. Außerdem attestierte Dominic Meyer Schiedsrichter Tolga Demircan eine sehr gute Leistung.
Tore: 0:1 Linus Friedemann (54.), 0:2 Anakin Hahnel (75.).
SV Germania Beber-Rohrsen – TSV Klein Berkel 3:4 (1:2).
Ein richtiges Torspektakel gab es bei der Partie zwischen Germania Beber-Rohrsen und dem TSV Klein Berkel. Am Ende gewann Klein Berkel mit 4:3. „Die Tore sind fast alle nach einem Schema gefallen: Viele Steckpässe durch die Abwehr, bei denen am Ende ein schneller Stürmer frei vorm Keeper stand“, beschrieb TSV-Sprecher Niklas Siegmann. „Wir sind super gestartet und waren von Beginn an klar die bessere Mannschaft und haben zurecht bereits nach rund zehn Minuten mit 2:0 geführt“, so Siegmann weiter. Dann habe sein Team ein bisschen nachgelassen und Beber-Rohrsen das Zentrum überlassen, was diese für sich nutzten und bis zur Halbzeit den Anschluss erzielten. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff fiel sogar der Ausgleich. „Der Ausgleich war zu dem Zeitpunkt verdient, in der zweiten Halbzeit hat das Spiel ein bisschen vor sich hin geplänkelt“, erklärte Siegmann.
Zehn Minuten vor Schluss sorgte Klein Berkels Alpay Kaymak für die erneute Führung, bevor Edit Gashi nur zwei Minuten später zum 4:2 aus TSV-Sicht traf. „Das war ein Distanzschuss, der sich mithilfe eines Platzfehlers den Weg über den Torwart hinweg bahnte“, beschrieb Klein Berkels Sprecher. Anschließend sei es hitzig geworden, und beide Teams seien mit der Leistung des Schiedsrichters nicht mehr einverstanden gewesen, was zu ein bisschen Hektik führte. In der 90. Minute gab es noch einen umstrittenen Elfmeter, den die Germania zum erneuten Anschlusstreffer nutzte, der aber nichts mehr einbrachte. „Insgesamt war es ein unterhaltsames, aber kein niveauvolles Spiel, das wir aufgrund der Spielanteile verdient gewonnen haben“, bilanzierte Niklas Siegmann abschließend und attestierte seinem Teamkollegen Matthias Günzel eine „super Leistung“.
Tore: 0:1 Chemsedin Ben Fredj (5.), 0:2 Luca Remmer (11.), 1:2 Devin Wagner (20.), 2:2 Jannis Whisenhunt (55.), 2:3 Alpay Kaymak (80.), 2:4 Edit Gashi (82.), 3:4 Mel Günther (90./Strafstoß).
TuS Löwensen – SF Osterwald 0:2 (0:0).
Löwensen unterlag Osterwald mit 0:2. „In der ersten Halbzeit ging es hin und her, das Spiel war relativ ausgeglichen“, bilanzierte Löwensen-Trainer Bülent Sevgül nach Abpfiff. Bis zur Halbzeit gab es viele Chancen auf beiden Seiten, die keiner zu nutzen wusste – folgerichtig blieb es zur Halbzeit beim 0:0.
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff sorgte ein verwandelter Elfmeter von Hendrik Mey für die Führung der Gäste. „Wir haben in der zweiten Halbzeit das Spiel total aus der Hand gegeben und sind sehr nachlässig geworden“, haderte Sevgül mit der Leistung seines Teams in Durchgang zwei. Der Gegner hingegen spielte weiter und passte sich der Nachlässigkeit nicht an, sodass den Sportfreunden aus Osterwald zehn Minuten vor Schluss das 2:0 durch Jan-Niklas Hitzer und damit die Entscheidung gelang. „Der Sieg für die Gäste geht heute in Ordnung, weil wir uns das Spiel in der zweiten Halbzeit haben aus der Hand nehmen lassen.“
Tore: 0:1 Hendrik Mey (50./Strafstoß), 0:2 Jan-Niklas Hitzer (80.).
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