13.05.2025 10:58
1. Kreisklasse
10:0! Klein Berkel behauptet Aufstiegsplatz - Thal & Grohnde ziehen mit
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Daniel Budde und die Klein Berkeler durften zehn Tore bejubeln.
Von Jule Stolpe
SG Eimbeckhausen/Hamelspringe – TSV Grohnde 0:3 (0:1).
Für die SG Eimbeckhausen/Hamelspringe war im Abstiegskampf am Sonntag nichts zu holen. Die Mannschaft unterlag Grohnde zuhause mit 0:3. „In der Anfangsphase haben sich beide Teams eigentlich neutralisiert und es war ein Spiel auf Augenhöhe“, so Eimbeckhausen-Trainer Martin Witzel. Mit zunehmendem Spielverlauf riss Grohnde das Spielgeschehen jedoch an sich. „Grohnde hat einfachen Fußball gespielt, viele kurze Pässe und schnelle Kombinationen. Dadurch kamen sie besser ins Spiel, während wir die Bälle vor allem im Spiel nach vorne zu schnell verloren haben.“
Die erste richtige Chance sah Witzel aufseiten seiner Mannschaft, die Aldin Dedeic jedoch vergab. Stattdessen erzielte Grohndes Felix Opitz das 1:0 (40.). Nach 60 Minuten schenkten sich die Eimbeckhäuser das nächste Tor selbst ein: Mike Hoffmann missglückte ein Klärungsversuch, er kam mit der Fußspitze unglücklich an den Ball und spitzelte ihn ins eigene Tor. „Nach dem 0:2 haben wir umgestellt und gewechselt, um noch mal was nach vorne zu versuchen. Das hat allerdings nicht ganz so gut funktioniert, stattdessen haben wir uns in der 78. Minute noch das dritte Tor gefangen, durch einen Abspielfehler im Spielaufbau“, haderte Witzel. Er resümierte: „Alle drei Gegentore resultieren aus individuellen und vermeidbaren Fehlern. Für uns ist es im Moment schwierig, hinten machen wir zu viele solcher Fehler, vorne nutzen wir die Chancen nicht, da ist es schwierig, sich an die positiven Ereignisse zu klammen.“ Mit dem Sieg bleibt Grohnde weiterhin am Spitzentrio dran, Eimbeckhausen bleibt vorerst Vorletzter.
Tore: 0:1 Felix Opitz (40.), 0:2 ET Mike Hoffmann (60.), 0:3 Sebastian Brockmann (78.).
BW Salzhemmendorf II – VfB Hemeringen 2:2 (2:1)
Der VfB Hemeringen verpasste am Sonntag die Chance, an der Spitzengruppe der Kreisklasse dranzubleiben, und trennte sich von der Zweitvertretung von BW Salzhemmendorf mit 2:2. „Das war von Anfang an ein müder Sommerkick, wenn es hier für eine Mannschaft noch um was geht, hat man das heute auf dem Platz nicht gesehen“, bilanzierte Salzhemmendorfs Sprecher Bjarne Holte nach Abpfiff. Die erste Halbzeit war geprägt von vielen Ballverlusten und der Abwesenheit von Tempo im Spiel. Trotzdem eröffneten die Blau-Weißen das Toreschießen in der 18. Minute durch Mathis Kaiser. Thore Schrader erhöhte in der 35. Minute, beide Tore entstanden durch Kontersituationen. Ein Konter war es auch, der Hemeringen nur drei Minuten später die Möglichkeit zum Anschlusstor bot, Oleksandr Semashkov erzielte das 1:2.
„Wir hätten nach dem 2:0 eigentlich nachlegen müssen, das ist uns aber nicht gelungen, hinten war unsere Konterabsicherung nicht gut“, so Holte. In der zweiten Halbzeit sah er Salzhemmendorf immer schludriger vor dem Tor werden. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und das hat sich kurz vor Schluss noch gerächt.“ In der 89. Minute bekam der VfB Hemeringen, der bis dahin in der zweiten Halbzeit außer Standardmöglichkeiten kaum noch Chancen hatte, einen Freistoß kurz vor der Grundlinie. Weil die Salzhemmendorfer Abwehr sich im „Tiefschlaf“ befunden habe, konnte Philipp Oberköpper den Ball auf den Sechszehner zurücklegen und fand Lucas Klein. Seine abgefälschte Direktabnahme landete im Tor und rettete dem VfB spät einen Punkt. Vor dem Abpfiff sah ein Hemeringer noch die Gelb-Rote Karte, auf das Spielgeschehen hatte das aber keinen Einfluss mehr. Ein Sonderlob gab es von Holte für den Schiedsrichter Jan Hendrik Dreyer.
Tore: 1:0 Mathis Kaiser (18.), 2:0 Thore Schrader (35.), 2:1 Oleksandr Semashkov (38.), 2:2 Lucas Klein (89.).
Besonderes: Gelb-Rot für Hemeringen (90.).
SV Eintracht Afferde II – TSV Klein Berkel 0:10 (0:3)
Der TSV Klein Berkel/Wangelist feierte gegen den Neuntplatzierten, Eintracht Afferde II, ein Zehn-Tore-Schützenfest und spielt damit weiterhin um den Aufstieg in die Kreisliga mit. „Klein Berkel ist heute mit einer vollkommen geschlossenen Mannschaftsleistung aufgetreten“, lobte Afferdes Trainer Nils Labe die Gegner nach dem Spiel. „Sie halten sich ausnahmslos an ihre Abläufe und treten vorbildlich auf.“ Seiner Mannschaft hingegen fehlen diese Qualitäten aktuell, und folgerichtig musste Afferde gegen den Aufstiegsaspiranten bereits bis zur Pause drei Gegentreffer hinnehmen. „Eigentlich war jedes Tor mehr oder weniger gleich: Schnittstellenpässe, nach denen die Klein Berkeler Stürmer dann direkt ins Eins-gegen-Eins mit unserem Torwart gehen konnten, oder Kombinationen über außen bis rund um den Strafraum, wo der Ball dann noch mal am Sechzehner quergelegt und einfach reingeschoben wurde“, so Afferdes Coach.
Nach der Pause kam es noch bitterer für sein Team, von Toren dieser Art gab es bis zum Abpfiff noch sieben weitere. „Es zieht sich einfach durch bei uns. Wir zeigen keine geschlossene Mannschaftsleistung, sehen die Fehler zwar und sprechen sie auch an, kommen aber nicht in die Umsetzung, Dinge besser zu machen. Was das Zweikampfverhalten und die Schnelligkeit im Spiel angeht, könnten wir uns von Klein Berkel wirklich einiges abgucken“, haderte Labe mit der Leistung seines Teams, das auch heute wieder personell angeschlagen gewesen sei. So habe zum Beispiel kein gelernter Innenverteidiger zur Verfügung gestanden. „Wir haben nur die ersten zehn Minuten mitgespielt, danach nicht mehr. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung“, bilanzierte Afferdes Coach und hob neben dem fairen Umgang, dem gesamten Trainerteam und der Mannschaft des TSV vor allem „Ausnahmetalent“ Mason Just hervor, der einer der Spieler des Spiels war.
Tore: 0:1 Mason Just (14.), 0:2 Daniel Budde (20.), 0:3 Just (22.), 0:4 Dastin Gilke (48.), 0:5 Budde (49.), 0:6 Jannik Corner (57.), 0:7 Just (66.), 0:8 Just (70.), 0:9 Niklas Siegmann (73.), 0:10 Ahmet Eray Sariboga (90.).
SG Hajen-Latferde – SF Osterwald 3:0 (0:0)
Für den Spitzenreiter SG Hajen-Latferde stand nach neunzig Minuten ein souveräner 3:0-Heimsieg gegen die Sportsfreunde Osterwald zu Buche. Am Ende deutlich, in der ersten Halbzeit habe sich Hajen-Latferde jedoch lange schwergetan, was auch den Halbzeitstand (0:0) erkläre, so Latferdes Sprecher Benjamin Bohne. „Wir haben von Beginn an das Spiel gemacht, aber Osterwald hat wie erwartet tief gestanden und sehr gut die Räume eng gemacht.“ Sein Team habe das Spielgeschehen zwar kontrolliert, sei aber bis zur Pause lediglich zu Halbchancen gekommen. „Die beste Chance bis dahin hatte dann sogar Osterwald durch einen Kopfball nach einem Konter.“
Aus der Kabine sei der Spitzenreiter dann besser gekommen, so der Sprecher: „Da haben wir uns dann besser bewegt und schneller den Ball laufen lassen, wurden nach und nach zwingender nach vorne.“ Eine schnelle Kombination über den ganzen Platz über mehrere Stationen und direkten Abspielen landete dann in der 58. Spielminute im Sechzehner bei Max Brockmann, der den Ball einschob und für das Dosenöffner-Tor sorgte. „Danach haben die Kräfte bei Osterwald auch ein bisschen nachgelassen, wir haben mehr Lücken gekriegt und dann relativ zügig zwei Tore nachgelegt.“ Nach weiteren Treffern von Brockmann (58.) und Marcel Lutter (71.) war das Spiel entschieden. Am Ende stand ein verdienter Arbeitssieg und nach wie vor die Tabellenführung für die SG Hajen-Latferde.
Tore: 1:0 Max Brockmann (58.), 2:0 Brockmann (67.), 3:0 Marcel Lutter (71.).
TSC Fischbeck – SG Hastenbeck/Emmerthal 2:0 (1:0).
Die SG Hastenbeck/Emmerthal konnte als Tabellenletzter nicht an den Erfolg aus der Vorwoche anknüpfen und unterlag beim TSC Fischbeck mit 0:2. „Das Ergebnis geht so völlig in Ordnung“, resümierte Fischbecks Teammanager Predrag Balcak nach dem Spiel. Er beobachtete in der ersten Halbzeit eine gute, kämpferische Leistung beider Teams. „Wir haben dominiert und hatten mehr Spielanteile, aus denen sich zunächst aber keine klaren Torchancen ergaben.“ Stattdessen stellte Hastenbeck den TSC mit ihrer kämpferischen Spielweise vor Probleme, insbesondere durch gefährliche lange Bälle. „Hastenbeck hatte in der ersten Halbzeit nach einem solchen Konter sogar einen Pfostenschuss – da hatten wir Glück, dass der nicht reinging“, erklärte Balcak. Kurz vor der Pause erhielt sein Team einen Foulelfmeter, den Namir Hadi zur Führung verwandelte.
In der zweiten Halbzeit ergaben sich weitere gute Chancen für Fischbeck. Rund um die 70. Minute nutzte Noah Wolynez eine solche Gelegenheit zum 2:0 und setzte damit den letzten sportlichen Höhepunkt der Partie. „Das war heute ein verdienter Sieg. Wir sind sehr froh, bei unserem letzten Heimspiel die drei Punkte eingefahren zu haben und können jetzt den Tag mit einer kleinen Feier mit unseren Fans ausklingen lassen“, so Balcak abschließend. Besonders hob er die Leistung von Nick Steiger hervor. Der TSC Fischbeck bleibt somit im absoluten Mittelfeld auf Platz sieben, während die SG Hastenbeck/Emmerthal sich weiterhin auf 2.KK-Kurs befindet.
Tore: 1:0 Namir Hadi (Strafstoß), 2:0 Noah Wolynez.
SG Thal/Holzhausen – TSV Germania Reher 3:2 (2:0).
Die SG Thal/Holzhausen holte wichtige Punkte im Aufstiegskampf und gewann gegen Germania Reher aus dem unteren Tabellendrittel zuhause mit 3:2. „In der ersten Halbzeit waren wir ganz klar überlegen, hatten das Spiel stets im Griff“, erklärte Thal/Holzhausen-Trainer Eldar Zahirovic nach Abpfiff. Bereits in der 12. Minute wurde seinem Team ein Foulelfmeter zugesprochen, den Florian Hilbert souverän verwandelte. Nach einer knappen halben Stunde erhöhte Phil Pfllughaupt auf 2:0, mit einem komfortablen Vorsprung aus SG-Sicht ging es also in die Pause. „Eigentlich hätten wir auch da schon mehr Tore machen müssen und haben mindestens drei gute Chancen ausgelassen“, haderte Zahirovic, der mit seinem Team in der zweiten Halbzeit dann einen etwas schlechteren Start erwischte.
„Nach der Pause haben wir dann nicht mehr so gut gespielt, erzielten trotzdem das 3:0 in der 65. Minute“, erklärte er. „Fünf Minuten später wurde Manuel Fricke mit Gelb-Rot vom Platz gestellt und wir waren in Unterzahl, damit sind wir nicht gut umgegangen.“ Es habe sein Team verunsichert, ein Mann weniger zu sein. „Wir haben uns von Reher ein bisschen einlullen lassen. Der Gegner wollte die Überzahl natürlich nutzen, um nochmal heranzukommen“, so Zahirovic. Ein Tor in der 84. Minute zum 1:3 und ein Eigentor von Torwart Lennard Müller in Minute 85 zum 2:3 ließen Reher tatsächlich noch am Punktgewinn schnuppern. „Sie haben sich noch mal richtig aufgebäumt, während wir viel zu unsicher und ängstlich gespielt haben“, beschrieb Zahirovic die nervenaufreibenden Schlussminuten. Am Ende blieb es beim 3:2, die SG Thal/Holzhausen hielt der Favoritenrolle stand und sammelte drei weitere Punkte im Aufstiegskampf.
Tore: 1:0 Florian Hilbert (12./Strafstoß), 2:0 Phil Pflughaupt (28.), 3:0 Hilbert (65.), 3:1 (84.), 3:2 Eigentor Lennard Müller (85.).
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