31.10.2021 19:00

1. Kreisklasse


„Schade und Gott sei Dank!“ - Keine Tore im Spitzenspiel

Zwei Elfmeter entscheiden Verfolger-Duell in Reher / Afferdes Rohloff mit fünf Treffern, Salzhemmendorfs Szepst erzielt vier Tore in 30 Minuten

Halvestorfs Trainer Paul Alles war mit dem Remis im Gipfeltreffen zufrieden.

Von Laurenz Köhler

SSG Halvestorf II - SG Königsförde/Klein Berkel 0:0 (0:0).

Das Spitzenspiel der 1. Kreisklasse am Piepenbusch zwischen der Bezirksliga-Reserve aus Halvestorf und der SG Königsförde/Klein Berkel fand heute keinen Sieger und ging gar torlos zu Ende. Die Zuschauer kamen trotz des torlosen Remis auf ihre Kosten. „Schade und Gott sei Dank!“, so das Fazit von SSG-Coach Paul Alles nach dem Spiel. Die Mannschaften sollten sich zu Spielbeginn zunächst neutralisieren. „Beide hatten riesigen Respekt vor dem Anderen, das hat man die ersten Minuten ganz klar gesehen“, gab Alles zu Protokoll. In der 14. Spielminute gab es dann den ersten Aufreger: Ein Tor der Gastgeber wurde wegen Handspiel vom Schiedsrichter zurückgenommen, sodass es beim 0:0 blieb. Alles sah dann jedoch seine Elf im Vorteil: „Wir waren dann die bessere Mannschaft und haben das Heft in die Hand genommen.“ In der 41. Minute schwächten sich die Kicker vom Piepenbusch dann allerdings selbst. Der bereits gelb vorbelastete Tim Reimer holte sich die zweite Verwarnung ein und musste somit früher duschen gehen. Kurz darauf meldeten sich dann die Gäste, in Person von Yalcin Ulus, zum ersten Mal zu Wort, doch sein Distanzschuss sollte lediglich an die Latte gehen. Trotz der Unterzahl steckten die Hausherren nicht auf und spielten offensiv weiter nach vorne. „Klein Berkel war irgendwie nicht ganz auf dem Platz heute. Wir haben auch in Unterzahl das Spiel gemacht, ohne uns aber nennenswerte Chancen zu erspielen“, berichtete Alles. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff folgte dann die nächste Hiobsbotschaft für Alles, der mit ansehen musste, wie der eingewechselte Joy-Connor Kästel humpelnd das Spielfeld verließ. Halvestorf, die zu diesem Zeitpunkt bereits die vier Wechsel vollzogen haben, mussten das Spiel dementsprechend mit neun Mann beenden. Doch auch aus der doppelten Überzahl konnte „Köfö“ kein Kapital schlagen, sodass es beim torlosen Unentschieden bleiben sollte. „Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Die Fans aus beiden Lagern haben ihre Teams super gepusht, das war wirklich top. Für uns wäre zwar mehr drin gewesen, letzten Endes sind wir aber mit dem Punkt zufrieden wenn man bedenkt, dass wir am Ende zu neunt auf dem Platz waren“, resümierte Alles, der das Innenverteidiger-Duo Matthias Günzel und Clemens Weidling aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hervorhob.

SG Latferde/Hajen - SV Eintacht Afferde II 1:8 (0:5).

Rohloff-Gala auf dem Hajener Sportplatz! Im Duell der Bezirksliga-Reserve der Eintracht und der Zweitvertretung der SG Hajen/Latferde traf Lennart Rohloff satte fünf Mal ins gegnerische Gehäuse und sorgte quasi im Alleingang für die nächste herbe Niederlage der Gastgeber, die nun als Tabellenvorletzter in die Winterpause gehen. „Tut mir leid, aber ich bin immer noch sprachlos“, war SG-Coach Manuel Feyer nach der Partie von der Leistung seines Teams geschockt. „Wenn du keine Zweikämpfe führst, dann fängst du dir halt auch mal acht Dinger“, so Feyer, der der anfänglichen Sprachlosigkeit trotzte. Den Torreigen der Afferder eröffnete Rohloff, gefolgt von den Torschützen Marius Gorzalka und Julian Stickel. Kurz vor dem Seitenwechsel schnürte Rohloff bereits seinen Dreierpack. Auch nach dem Wiederanpfiff sollte das Spiel nur in eine Richtung laufen. Es waren lediglich vier Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, da erzielte Rohloff seine Treffer vier und fünf. Die Hausherren sollten jedoch auch noch jubeln dürfen, da Frederik Bleibaum den Ball, eine Viertelstunde vor dem Spielende, ins Tor der Gäste beförderte. Der Schlusspunkt war dieser Treffer jedoch nicht, da Marvin Schmidt noch ins eigene Tor traf und somit den 1:8-Endstand erzielte. „Die Defensivleistung heute war eine reine Katastrophe. Die Winterpause kommt uns sehr gelegen, um viel an uns zu arbeiten. Wir können vieles besser machen, eigentlich alles“, so das deutliche Fazit von Feyer.
Tore: 0:1 Lennart Rohloff (10.), 0:2 Marius Gorzalka (13.), 0:3 Julian Stickel (36.), 0:4 Rohloff (42.), 0:5 Rohloff (45.), 0:6 Rohloff (46.), 0:7 Rohloff (49.), 1:7 Frederik Bleibaum (75.), 1:8 Eigentor Marvin Schmidt (84.).

SG Flegessen - BW Tündern III 3:0 (1:0).

Die SG Flegessen feierte heute einen ungefährdeten 3:0-Heimerfolg gegen die Drittvertretung aus Tündern. Nach 24 gespielten Minuten bekamen die Hausherren einen Freistoß zugesprochen. Freistoß-Spezialist Yannick Wagner nahm sich der Sache an und schlenzte den Ball sehenswert aus 25 Metern in das Tünderaner Gehäuse. „Ein wirklich herrlicher Treffer, richtig schön in den Knick“, staunte SG-Coach Wolfgang Schultze. Mehr sollte sich in der ersten Hälfte nicht mehr abspielen, sodass es mit der knappen Führung in die Kabinen ging. „In der ersten Halbzeit gab es nahezu keine nennenswerten Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten das Spiel zwar im Griff, ohne aber wirklich gefährlich zu werden“, berichtete Schultze. Kurz nach dem Wiederanpfiff dezimierten sich die Gäste durch den Platzverweis von Cagtay Can Inaltekin, sodass sie fast eine Halbzeit in Unterzahl agieren mussten. Anschließend kam es für die „Schwalben“ dann hart auf hart. Zunächst erhöhte Mittelfeld-Motor Dominik Fecho sehenswert aus 20 Metern per Heber zum 2:0, ehe er nur eine Viertelstunde erneut seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis stellen durfte, als er sich in das Spiel nach vorne einschaltete und einen Konter zum 3:0-Endstand veredelte. „Letztendlich ist der Sieg absolut verdient, da von Tündern keine wirkliche Gefahr mehr ausging und wir es am Ende souverän runtergespielt haben“, zeigte sich Schultze zufrieden.
Tore: 1:0 Yannick Wagner (24.), 2:0 Dominik Fecho (50.), 3:0 Fecho (65.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte Cagtay Can Inaltekin (47.).

BW Salzhemmendorf II - TSC Fischbeck 5:1 (4:0).

Szepst-Show in Salzhemmendorf! Mit einem lupenreinen Viererpack entschied Luca Szepst das Spiel bereits zur Halbzeit im Alleingang. Bereits nach vier gespielten Minuten sorgte Szepst nach einer Flanke für die frühe Führung, ehe er nur drei Zeigerumdrehungen später nach einem Standard erneut zur Stelle war. Somit befanden sich die Ostkreisler bereits früh auf der Siegerstraße, doch der Torhunger von Szepst war noch lange nicht gestillt. In der 27. Spielminute spielten die Hausherren einen Konter gut aus und Szepst veredelte aus 30 Metern per Heber, da sich der Gäste-Keeper zu weit vor seinem Tor befand. Wiederum nur drei Minuten später sollte der Viererpacker sein letztes und gleichzeitig sehenswertestes Tor erzielen. Aus 30 Metern Entfernung nahm er sich ein Herz und knallte das Spielgerät Volley in die Maschen. Von den Gästen war bis dato nicht viel zu sehen. „Man muss es so deutlich sagen, aber wir haben hier Fischbeck heute absolut an die Wand gespielt“, berichtete BW-Sprecher Marcel Schwetje. In der zweiten Halbzeit schalteten die Gastgeber dann einen Gang zurück, trafen in Person von Philipp Sürig dennoch zum 5:0. Dem TSC sollte jedoch auch ein Treffer vergönnt sein. In der 89. Minute erzielte der eingewechselte Marvin Passauer den Fischbecker Ehrentreffer. „Zunächst mal ein ganz dickes Lob an Luca Szepst. Was der hier heute abgerissen hat, war einfach bockstark. Aber auch ein Kompliment an die ganze Mannschaft für die gute Leistung“, so das Fazit von Schwetje.
Tore: 1:0 Luca Szepst (4.), 2:0 Szepst (7.), 3:0 Szepst (27.), 4:0 Szepst (30.), 5:0 Philipp Sürig (62.), 5:1 Marvin Passauer (89.).

SF Osterwald - SC Inter Holzhausen 9:3 (6:2).

Auch im letzten Spiel vor der Winterpause sprang für Inter Holzhausen nicht der erste Saisonsieg raus. Mit einer herben 3:9-Packung mussten sich die Kurstädter auf den Heimweg machen. Dabei sah es zunächst gut aus, als man bereits in der fünften Minute die frühe Führung erzielte. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, da Dimitri Schulte und Henry Sohns, jeweils per Doppelpack, schnell für klare Verhältnisse sorgten und das Ergebnis nach 24 Minuten auf 4:1 drehten. Doch die „Interisti“ steckte nicht auf und erzielte gute zehn Minuten später das 4:2. Doch erneut Schulte, der somit bereits in der ersten Halbzeit seinen Dreierpack komplettierte, und ein Holzhäuser Eigentor schraubten das Ergebnis zur Halbzeit auf 6:2 für Osterwald rauf. Auch nach dem Pausentee stellten die Sportfreunde das Toreschießen nicht ein und erzielten durch Marcel Grosser das 7:2. Doch auch zu diesem Zeitpunkt gab es keine Anzeichen einer Kapitulation der Gäste, die ihren dritten Treffer in der 65. Spielminute bejubeln durften. Doch erneut Schulte und Fabian Schwenke ließen keine Zweifel mehr an dem deutlichen Heimerfolg aufkommen. SF-Coach Marco Job war trotz des klaren Sieges nicht ganz d´accord mit der Leistung seiner Mannschaft: „Natürlich sprechen neun Tore für sich und es klingt immer blöd, aber mit dem Spiel an sich bin ich heute nicht zufrieden, dafür war es einfach zu zerfahren. Wir haben einfach keinen gute Fußball gespielt.“ Ein Lob hatte Job nach der Partie noch in Richtung der Schiedsrichterin Michelle Schrader gerichtet.
Tore: 0:1 (5.), 1:1 Dimitri Schulte (8.), 2:1 Schulte (18.), 3:1 Henry Sohns (19.), 4:1 Sohns (24.), 4:2 (35.), 5:2 Schulte (39.), 6:2 Eigentor Holzhausen (45.), 7:2 Marcel Grosser (54.), 7:3 (65.), 8:3 Schulte (75.), 9:3 Fabian Schwenke (90.).

TSV Germania Reher - TB Hilligsfeld (0:2 (0:1).

Die beiden Verfolgerteams aus Reher und Hilligsfeld trafen heute im zweiten Spitzenspiel aufeinander - mit dem besseren Ausgang für den Turnerbund. „Das war heute definitiv kein schönes Spiel für die Zuschauer“, berichtete TSV-Spielertrainer Tobias Rügge. Bereits in der achten Spielminute gab es die erste, große Möglichkeit für die Hausherren als Benno Reuke allein auf TBH-Keeper Mark Bödecker zulief, den Schuss allerdings am Tor vorbeisetzte. In der 30. Spielminute zeigte Schiedsrichter Gunnar Kersten auf den Punkt - Elfmeter für Hilligsfeld. Torhüter Andreas Schirmag foulte einen Akteur der Gäste, sodass Kersten nichts anderes übrig blieb als auf Strafstoß zu entscheiden. Torjäger Louis Heucke stellte sich der Verantwortung und verwandelte zur Führung, welche auch den Halbzeitstand darstellen sollte. „Es waren generell einfach wenig Chancen über die gesamte Spielzeit und wenn mal was gefährlich wurde, dann war es Hilligsfeld“, erklärte Rügge. So kam es auch im zweiten Durchgang zu wenigen Highlights. Doch 20 Minuten vor dem Schlusspfiff pfiff Kersten erneut Elfmeter für die Gäste, nachdem TSV-Kapitän Dennis Hubel sich in den Ball warf und ihn an die Hand bekam. „Beide Elfmeter waren absolut berechtigt“, so Rügge. Dieses Mal nahm sich Maurice Schrader der Sache an und traf im Nachschuss zum 0:2. „Aufgrund der besseren Chancen geht das 2:0 für Hilligsfeld in Ordnung“, zeigte sich Rügge als fairer Verlierer.
Tore: 0:1 Louis Heucke (30./Foulelfmeter), 0:2 Maurice Schrader (70.).
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