13.10.2019 19:05

1. Kreisklasse


Erste Niederlage: Großenwieden stürzt Spitzenreiter Grohnde!

Torfestival in Flegessen ohne Sieger / Nach 2:0 noch 4:7: Fenske-Debüt missglückt

    Großenwiedes Spielertrainer Latif Kiki traf im Topspiel zum 1:1.

    TSV Großenwieden - TSV Grohnde 3:1 (2:1)

    Im Spitzenspiel der 1. Kreisklasse an diesem Wochenende setzte der TSV Großenwieden ein Ausrufezeichen. Mit 3:1 schlug die Elf von Spielertrainer Latif Kiki den Tabellenführer aus Grohnde. Zu Beginn der Partie stellte Grohndes Jan Boelke die Zeichen aber zunächst auf Auswärtssieg, als er die Gäste mit einem Flachschuss aus 20 Metern in Führung schoss (6.). Danach bekamen die Großenwiedener das Spielgeschehen allerdings in den Griff. „Das 0:1 war unglücklich, aber wir haben eine gute Reaktion gezeigt“, so Sprecher Rassan Abdi. Nach 18 Minuten glich Latif Kiki zum 1:1 aus. Bis kurz vor der Pause rannten die Hausherren gegen tiefstehende Grohnder an, ohne Erfolg. Bis zur 42. Minute, als Bujamin Kiki im Grohnder Strafraum gefoult wurde. Mit dem fälligen Strafstoß scheiterte Daniel Wins zunächst an Grohndes Schlussmann Haji Fakhro, den Nachschuss versenkte Wins aber zum 2:1-Pausenstand. Abdi: „Danach sind wir gut aus der Pause gekommen, haben weiter Druck gemacht. Grohnde stand allerdings wirklich tief und hat somit unser Spiel unterbunden. Erst in den letzten Minuten haben sie hinten aufgemacht, dadurch sind Räume entstanden.“ Und so war es Marcel Smolka, der einen gut ausgespielten Konter der Großenwiedener zum 3:1-Endstand vollendete. Ein Sonderlob Abdis verdiente sich auf Seiten der Hausherren Bujamin Kiki.
    Tore: 0:1 Jan Boelke (6.), 1:1 Latif Kiki (18.), 2:1 Daniel Wins (42./Strafstoß), 3:1 Marcel Smolka (90.)

    SG Flegessen – TSV Germania Reher 4:4 (1:1).

    Torfestival auf dem Sportplatz in Flegessen! Die heimische SG und die Germanen aus Reher lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Es ging hin und her. „Für die 1. Kreisklasse war es von beiden Seiten ein richtig gutes Spiel. Beide Mannschaften haben mit viel Tempo agiert“, resümierte SG-Trainer Dirk Heyder nach turbulenten 90 Minuten. Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste. In der 13. Minute sorgte Rehers Luca-Enrico Frevert für die 1:0-Führung. Nur zwölf Minuten später schlugen die Nordkreisler in Person von Ibrahim Cindo zurück. Danach verhinderte Flegessens starker Keeper Tim Heisterberg mit etlichen guten Paraden den erneuten Rückstand. „Wir können froh sein, dass wir mit dem 1:1 in die Kabine gehen. Über einen 1:3-Rückstand hätten wir uns nicht beschweren können. In der zweiten Halbzeit war Reher zunächst wacher und energischer“, erklärte Heyder. So trafen Spielertrainer Tobias Rügge und Nico Schmidt zum 3:1. „Danach muss ich meiner Mannschaft großen Respekt zollen. Wir haben aus wenigen Chancen die Tore gemacht“, freute sich Heyder. Es ging Schlag auf Schlag. Timor Folge, Torjäger Lukas Nowag und Marvin Günther drehten innerhalb von kürzester Zeit das Spiel. Doch zum Heimsieg sollte es am Ende nicht reichen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit beförderte Schmidt einen Freistoß zum 4:4 in die Maschen. „Das Ergebnis geht so in Ordnung. Reher hat über das gesamte Spiel mehr Torchancen gehabt“, blickte Heyder zurück.
    Tore: 0:1 Luca-Enrico Frevert (13.), 1:1 Ibrahim Cindo (25.), 1:2 Tobias Rügge (50.), 1:3 Nico Schmidt (58.), 2:3 Timor Folge (67.), 3:3 Lukas Nowag (79.), 4:3 Marvin Günther (84.), 4:4 Schmidt (90+2).

    Thomas Krüger SG Hameln 74 Jubelfoto
    Hamelns Thomas Krüger bejubelt seinen Treffer zum 2:0 gegen die SG Hachmühlen/Altenhagen.

    SG Hachmühlen/Altenhagen – SG Hameln 74 4:2 (1:2).

    Die heimische SG hat sich einen wichtigen Heimsieg gesichert. Durch den 4:2-Erfolg auf heimischem Platz gegen die SG Hameln 74 haben sich die Nordkreisler weiter ins Tabellenmittelfeld vorgeschoben. Mit 15 Punkten haben die Gastgeber derzeit vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Dagegen stehen die Gäste nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber Inter Holzhausen über dem Strich. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und waren von Anfang sehr präsent“, erklärte Hachmühlens Sprecher Tim Bartelt, der den Führungstreffer auf dem Fuß hatte. Louis-Philipp Herrmann scheiterte ebenfalls in aussichtsreicher Position. Auf der anderen Seite waren die Hamelner eiskalt. Mit den ersten beiden Chancen brachten Artur Haas und Thomas Krüger Hamelns Nordstädter mit 2:0 in Front. Noch vor dem Pausenpfiff gelang Herrmann der Anschlusstreffer. „Nach dem 0:2 kam frischer Wind in unser Spiel. Wir sind zu unseren Chancen gekommen“, gab Bartelt zu Protokoll. Im zweiten Durchgang erwischten die Gastgeber einen Traumstart. Innerhalb von 240 Sekunden drehten Herrmann und Bartelt die Begegnung. Und es sollte aus Sicht der heimischen SG noch besser kommen. 24 Minuten vor Schluss schnürte Herrmann seinen Dreierpack und sorgte mit diesem Treffer für die Entscheidung. In der hektischen Schlussphase gab es noch zwei Platzverweise. Hachmühlens Sebastian Grabaritz wurde mit glatt Rot vom Platz gestellt. Wenig später folgte Hamelns Faris Chahrour mit der „Ampelkarte“. „In der Abwehr standen wir heute sicher. Aufgrund der vielen Chancen geht der Sieg in Ordnung“, freute sich Bartelt, der Herrmann und Alexandros Papas ein Sonderlob aussprach.
    Tore: 0:1 Artur Haas (17.), 0:2 Thomas Krüger (43.), 1:2 Louis-Philipp Herrmann (45.), 2:2 Herrmann (49.), 3:2 Tim Bartelt (52.), 4:2 Herrmann (66.).
    Besonderes: Rot für Hachmühlens Sebastian Grabaritz (70.) wegen Foulspiel und Gelb-Rot für Hamelns Faris Chahrour (75.).

    SG Königsförde/Klein Berkel – SV Eintracht Afferde 4:7 (2:3).

    Das Debüt vom neuen SG-Coach Thomas Fenske ist missglückt. Im ersten Pflichtspiel unter seiner Regie musste sich die Spielgemeinschaft gegen Afferdes Bezirksliga-Reserve in einer torreichen Partie mit 4:7 geschlagen gaben. Somit wartet das Team vom Beberbach weiter auf den ersten Dreier. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt bereits acht Zähler. Dabei sah es in der Anfangsphase richtig gut aus. Artur Kremser und Timothy Tyler sorgten mit ihren Treffern nach elf Minuten für die schnelle 2:0-Führung. In der Folgezeit wurden etliche gute Chancen zum 3:0 vergeben. „Wenn wir den dritten Treffer machen, kann die Partie anders ausgehen. Danach nahm das Spiel seinen Lauf. Afferde kam besser ins Spiel und hat sehr gut kombiniert. Sie haben sehr präsent agiert“, lobte SG-Trainer Thomas Fenske. Bis zum Pausenpfiff drehten Noah Rohloff, Andre von Conradi und Philipp Thiemer die Begegnung. Nach Wiederanpfiff ging es munter weiter. Zuerst markierte Basil Basheer Darweesh das 4:2, ehe Rene Grote die Gastgeber mit dem 3:4 wieder hoffen ließ. Innerhalb von sechs Minuten machten Nico Runge, Julian Stickel und erneut Rohloff den Auswärtssieg perfekt. Kurz vor Schluss betrieb Christopher Blome noch einmal Ergebniskosmetik. „Wir waren nicht mehr in der Lage Druck auszuüben. Konditionell sind wir aktuell nicht auf der Höhe. Da fehlt noch ein bisschen was. Der Sieg für Afferde war auf jeden Fall verdient“, zeigte sich Fesnke als fairer Verlierer. Bei den Gastgebern zeigte Keeper Thorben Rose ein starke Leistung,
    Tore: 1:0 Artur Kremser (3.), 2:0 Timothy Tyler (11.), 2:1 Noah Rohloff (28.), 2:2 Andre con Conradi (33.), 2:3 Philipp Thiemer (36.), 2:4 Basil Basheer Darweesh (48.), 3:4 Rene Grote (73.), 3:5 Nico Runge (78.), 3:6 Julian Stickel (82.), 3:7 Noah Rohloff (84.), 4:7 Christopher Blome (87.).

    SC Inter Holzhausen – BW Tündern III 2:1 (1:0).

    Der Sport-Club atmet tief durch! Im Heimspiel gegen Tünderns Drittvertretung behielten die „Interisti“ knapp mit 2:1 die Oberhand. Somit haben die Gastgeber den Anschluss zu den Nicht-Abstiegsplätzen wiederhergestellt. Auf der anderen Seite müssen die „Schwalben“ nach einem guten Saisonstart wieder um den Klassenerhalt zittern. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt nur noch einen Zähler. „Man hat von Anfang an gemerkt, dass beide Teams gewinnen wollten. Das war auf dem tiefen Platz Abstiegskampf pur. Für uns waren es drei ganz wichtige Punkte“, stellte SC-Sprecher Stefan Bertram nach der Partie fest. Die Gäste mussten bereits in der 13. Minute den ersten Rückschlag verkraften. Issam Ikari bekam nach einer Notbremse die Rote Karte. Knapp zehn Minuten später schoss Pierre Colberg Holzhausen in Front. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff ließ Maurice Wennemann sein Team ein zweites Mal jubeln. Die Blau-Weißem gaben sich noch nicht geschlagen. Nur vier Minuten später ließ Raafat Zeitouni die Ziegler-Elf wieder hoffen. Wenig später war für Holzhausens Wennemann die Partie ebenfalls vorzeitig beendet. Es blieb bis zum Schluss spannend. Eine Viertelstunde vor Ende verpasste Maximilian Magerkurth die Entscheidung mit einem Pfostenschuss nur um Haaresbreite. Es reichte trotzdem zum knappen Erfolg. „Vom Spielverlauf war es ein verdienter Arbeitssieg. Leider haben wir es nicht geschafft, die lange Überzahlzeit zu nutzen“, so Bertram, der Schiedsrichter Ömer Akin lobte.
    Tore: 1:0 Pierre Colberg (24.), 2:0 Maurice Wennemann (48.), 2:1 Refaat Zeitouni (52.).
    Besonderes: Rot für Tünderns Issam Ikari (13.) wegen Notbremse und Rot für Holzhausens Maurice Wennemann (64.) wegen Gerangel.

    SC RW Thal - FC Latferde 5:3 (2:1).

    Aufsteiger RW Thal hält weiterhin Anschluss an die Tabellenspitze, mit 5:3 gewann die von Rolf Schünemann trainierte Mannschaft gegen Kreisliga-Absteiger Latferde. Die Thaler starteten sehr gut in die Partie, Dominic Hoch traf nach acht Minuten zum 1:0. Es entwickelte sich ein Spiel auf keinem besonders hohem Niveau, es gab nur wenige Torchancen zu verzeichnen. Kurz vor der Pause bekamen die Gastgeber einen Freistoß zugesprochen, den Alexandros Kontaxes zum 2:0 verwandelte und damit für den Höhepunkt der ersten Hälfte sorgte. Mit dem Pausenpfiff traf FC 80-Kapitän Patrick Borchers noch zum 1:2 und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Nach der Pause ging es hin und her. Nach einer Stunde stellte Sufyan Mohammad den alten Abstand wieder her, der aber nur drei Minuten später schon wieder hinfällig war, denn Jannik Borchers traf zum 2:3 aus Sicht der Gäste, die nun ihre Chance witterten. In der 73. Minute schoss Jannik Borchers einen Strafstoß zwar am Tor vorbei, doch nur 120 Sekunden später traf er zum 3:3-Ausgleich. Jannik Borchers vollendete seine Achterbahnfahrt der Gefühle, als er in der 87. Minute noch wegen Meckerns die Rote Karte sah. Daraus schienen die Thaler Kapital schlagen zu können, in der 90. Minute bekamen auch sie einen Strafstoß zugesprochen. Marvin Strobl machte es besser als zuvor Borchers und verwandelte zum 4:3. In der Nachspielzeit erhöhte Strobl sogar noch auf 5:3. Trotz des Sieges zeigte sich Coach Schünemann alles andere als zufrieden: „Das war heute eines der schwächsten Spiele, seit ich hier Trainer bin. Sowohl läuferisch, als auch kämpferisch. Dass wir heute die drei Punkte eingefahren haben, ist wirklich glücklich.“ Auf Seiten der Gastgeber sah Sufyan Mohammad die Gelb-Rote Karte.
    Tore: 1:0 Dominic Hoch (8.), 2:0 Alexandros Kontaxes (42.), 2:1 (45.) Patrick Borchers, 3:1 Sufyan Mohammad (60.), 3:2 (63.) Jannik Borchers, 3:3 Jannik Borchers (75.), 4:3 Marvin Strobl (90./Strafstoß), 5:3 Strobl (90.) 
    Besonderes: Rote Karte für Latferdes Jannik Borchers (87./Meckern), Gelb-Rote Karte für Thals Sufyan Mohammad.
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    Autor des Artikels

    Timo Schnorfeil
    Timo ist nach Matze Dienstältester im Team AWesA, telefoniert, schreibt und knipst – und ist Chef der redaktionellen Organisation.
    Mobil 0175 / 2578855
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