11.08.2019 18:48

1. Kreisklasse


6:2 – Vierfacher Böhlke ballert Grohnde nach ganz oben!

Großenwieden dreht im Topspiel 0:2-Rückstand gegen Reher / Die Absteiger Latferde & Flegessen mit ersten Erfolgserlebnissen

    Kapitän Robert Engel und seiner Grohnder sind neuer Tabellenführer.

    SV Eintracht Afferde II – TSV Grohnde 2:6 (1:3).

    Nach einem überragenden 7:1 zum Auftakt gegen Thal, machte die Eintracht heute mehrere Schritte zurück. Gegen starke Grohnder kam Afferde unter die Räder. „Wir haben überhaupt nicht stattgefunden – ein fußballerischer Totalschaden. Kein Spieler hatte Normalform und so hast du gegen Grohnde keine Chance. Sie haben gut gestanden, ihre Angriffe gut ausgespielt und am Ende müssen wir froh sein, dass wir nicht noch höher verloren haben“, fand Afferdes Trainer Sebastian Mour nach Abpfiff deutliche Worte: „Wir waren heute keine Mannschaft.“ Basi Basheer Darweesh sorgte mit dem 1:0 anfangs für gute Laune bei den Hausherren – dann nahm das Unheil seinen Lauf. Kapitän Robert Engel sorgte in der 23. Minute für den Ausgleich, ehe die Stunde von Jan Bölke schlug. Bis zum Pausenpfiff erhöhte er auf 3:1 für den TSV. Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste die tonangebende Mannschaft. Spielertrainer Christopher Thomas markierte das 4:1, ehe der Mann des Tages, Bölke, mit seinen Treffern drei und vier das halbe Dutzend voll machte. Kurz vor Ende sorgte Nico Runge immerhin noch für den zweiten Ehrentreffer des SVE. Die Grohnder haben damit einen perfekten Start in die neue Saison erwischt und mischen mit sechs Punkten aus zwei Spielen und 9:2 Toren ganz oben mit.
    Tore: 1:0 Basi Basheer Darweesh (9.), 1:1 Robert Engel (23.), 1:2 Jan Bölke (28.), 1:3 Bölke (42.), 1:4 Christopher Thomas (64.), 1:5 Bölke (66.), 1:6 Bölke (73.), 2:6 Nico Runge (87.).

    FC Latferde - BW Salzhemmendorf II 3:0 (1:0).

    Beim Wiedersehen mit seinem Ex-Club Salzhemmendorf feierte Latferdes neuer Trainer Dirk Zehner einen 3:0-Heimerfolg. Die „Käfigkicker“ versuchten dabei von Beginn an, Salzhemmendorf durch Ballbesitzspiel unter Druck zu setzen. Nach 17 Minuten war die Lücke gefunden: Malte Thorenz steckte das Leder auf Teamkollege Patrick Fritsche durch, der im Eins-gegen-Eins den umjubelten Führungstreffer für Latferde erzielte. Salzhemmendorf blieb in der Folgezeit stets durch Standards und lange Bälle gefährlich, doch schlug aus diesen Mitteln kein Kapital. Im zweiten Durchgang waren acht Minuten gespielt, als Fritsche seinen Doppelpack zur Zwei-Tore-Führung der Hausherren schnürte. In der Folgezeit gingen die Gäste in ihrem Spiel schließlich immer mehr Risiko. Doch ohne Erfolg: Drei Minuten vor dem Ende machte schließlich Jannik Borchers mit seinem Konter-Treffer den Deckel zum 3:0-Endstand drauf. „Beim Stand von 2:0 hat Salzhemmendorf noch ein knappes Abseitstor geschossen. Wenn das fällt, hätte die Partie noch einmal eng werden können. Allerdings geht der Sieg so in Ordnung. Wir haben das Spiel gemacht und die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen“, resümierte Latferdes Sprecher Benjamin Bohne. 
    Tore: 1:0 Patrick Fritsche (17.), 2:0 Fritsche (53.), 3:0 Jannik Borchers (87.). 

    SG Hameln 74 - SC RW Thal 3:1 (1:1).

    Gegen Aufsteiger Thal feierte Hameln 74 heute einen 3:1-Heimerfolg. Dabei waren es die Gäste, die besser in die Partie starteten. „Das 1:0 kam praktisch aus dem Nichts“, meinte Hamelns Trainer Jörg Pydde. Faris Chahrour setzte einen Freistoß aus 25 Metern zur umjubelten Führung in Thals Gehäuse. Doch zeigten sich die Gäste nicht geschockt: Nach zwölf Minuten zeigte Thals Torjäger Kevin Sölla, nach fälligem Strafstoß, vom Punkt aus keine Nerven und sorgte für den 1:1-Ausgleich. Sufyan Mohammad und Kevin Sölla vergaben nur wenig später beste Einschussgelegenheiten der Schünemann-Elf. Im zweiten Durchgang waren es die Hausherren, die in ihrer Offensive versuchten, mehr Druck zu machen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff war Daniel Schröder frei durch und sorgte für die erneute Führung der SG. „Thal hat in der Folgezeit hinten aufgemacht. Das hat uns zum Kontern eingeladen, doch haben wir die Tempogegenstöße leider nicht genutzt“, ärgerte sich Pydde. In der sechsten Minute der Nachspielzeit war es dann so weit: Artur Haas erlöste seine Farben und besiegelte nach einem Konter den 3:1-Endstand für die Hausherren. „Leider war es ein sehr zerfahrenes Spiel, mit vielen Fehlpässen auf unserer Seite. Da ist noch Luft nach oben“, war Pydde trotz des Sieges nicht ganz zufrieden und sprach seinem Keeper Tobias Saß ein Sonderlob aus. 
    Tore: 1:0 Faris Chahrour (7.), 1:1 Kevin Sölla (12./Strafstoß), 2:1 Daniel Schröder (50.), 3:1 Artur Haas (96.). 

    TSV Germania Reher - TSV Großenwieden 2:3 (0:0) 

    Bei der 2:3-Heimniederlage gegen den TSV Großenwieden erwischte Reher derweil einen schwarzen Tag: Die Rügge-Elf verspielte im zweiten Durchgang eine Zwei-Tore-Führung und ging als Verlierer vom Platz. Dabei entwickelte sich von Beginn an ein Spiel mit offenem Visier, in dem die Gäste im ersten Durchgang durchaus zwei Strafstöße hätten bekommen können. „Großenwieden hatte die besseren Spielanteile und wir zweimal Glück, dass der Schiedsrichter nicht gepfiffen hat. So sind wir mit einem blauen Auge in die Halbzeit gegangen. Allerdings war das Ergebnis auch nicht unverdient, weil wir uns gut gewehrt haben“, erklärte Rehers Spielertrainer Tobias Rügge. Im zweiten Durchgang freute sich der Übungsleiter der Hausherren über eine gute Chancenverwertung: Eine gute Stunde war gespielt, als Rügge nach einer Flanke von Teamkollege Hubel zur Stelle war und aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung verwertete. Nur drei Minuten später bedienten die Germanen Benno Reuke, der zum zweiten Treffer des Tages einschob. „Im Anschluss hatten wir noch das 3:0 auf dem Fuß“, bedauerte Rügge. Doch hatten Benno Reuke und Philipp Engel einen Abstimmungsfehler in aussichtsreicher Position. Trotz des Doppelschlags der Hausherren zeigten sich die Gäste nicht geschockt: Knappe 20 Minuten vor dem Ende wurde Egzon Popoci im Strafraum in die Zange genommen. Nach fälligem Elfmeter trat der Gefoulte selbst an und verwandelte sicher zum 1:2-Anschlusstreffer. In der Folgezeit drehte sein Team wieder auf. Sechs Minuten später ging Latif Kiki in den Strafraum und schlenzte das Spielgerät zum 2:2-Ausgleich in die TSV-Maschen. Und damit nicht genug: Drei Minuten vor dem Ende tunnelte Egzon Popoci Rehers Keeper Andreas Schirmag und sorgte für den „Lucky Punch“ der Gäste. „Wir müssen die 2:0-Führung nach Hause schaukeln. Großenwieden war immer körperlich und geistig in der Lage, das Spiel noch zu drehen - dafür Respekt! Bei uns gingen die Köpfe nach dem 2:3 nur noch herunter. Die Moral war gebrochen“, war Rügge enttäuscht und attestierte Großenwiedens Angriff und Schiedsrichter Laurenz Elias Lamers Bestnoten.
    Tore: 1:0 Tobias Rügge (63.), 2:0 Benno Reuke (66.), 2:1 Egzon Popoci (69./Strafstoß), 2:2 Latif Kiki (75.), 2:3 Egzon Popoci (87.). 

    TuS Rohden - SG Königsförde/Klein Berkel 4:0 (3:0).

    Derweil feierte Rohden einen ungefährdeten 4:0-Heimerfolg gegen die Spielgemeinschaft aus Königsförde und Klein Berkel. „Wir haben eine konzentrierte Leistung über die 90 Minuten geboten. Der Gegner hatte nicht einen richtigen Torschuss“, freute sich Rohdens Trainer Recep Buran über eine starke Leistung seines Teams. Dabei kamen die Hausherren in den ersten 20 Minuten noch nicht richtig in Tritt. Doch schaltete die TuS-Offensive nach einer lahmen Anfangsphase einen Gang höher. Nach 26 Minuten war es dann soweit: Julian Liebe sorgte für den umjubelten Führungstreffer von Rohden. Sechs Minuten später knallte Teamkollege Lennart Scholtka einen Linksschuss aus 20 Metern in die linke Ecke zur 2:0-Führung. Acht Minuten vor der Pause setzte Jan Erik Tillner das Leder erst an die Latte, ehe er geistesgegenwärtig den Abpraller per Kopf zur 3:0-Pausenführung verwertete. Im zweiten Durchgang gab es in Rohdens offensiver Gangart keinen Abbruch: Fünf Minuten nach Wiederanpfiff setzte Nico Grett eine Flanke mit einer sehenswerten Volleyabnahme zum 4:0 in den Winkel. „Wir haben im Anschluss noch etliche Torchancen liegen gelassen“, erklärte Buran, sodass es beim 4:0-Endstand blieb. 
    Tore: 1:0 Julian Liebe (26.), 2:0 Lennart Scholtka (32.), 3:0 Jan Eric Tillner (37.), 4:0 Nico Grett (50.). 

    SC Inter Holzhausen - SG Flegessen 1:4 (1:1).

    Gegen Kreisliga-Absteiger Flegessen musste Inter Holzhausen eine bittere 1:4-Heimpleite schlucken. Dabei hätte der Start der „Interisti“ nicht besser laufen können: Nach acht Minuten legte Maurice Wennemann einen 40 Meter-Sprint hin und veredelte seinen Sololauf mit der 1:0-Führung für Holzhausen. „Bis zur Halbzeit war das Spiel wie eine offene Geschichte. Wir hätten durch Wennemann noch ein weiteres Tor erzielen können. Doch ist uns kurz vor der Pause ein bitterer Abwehrfehler passiert, der uns um eine Halbzeitführung gebracht hat“, ärgerte sich Holzhausens Sprecher Stefan Bertram. So war Torjäger Lukas Nowag vier Minuten vor dem Kabinengang zur Stelle und markierte den 1:1-Ausgleich. In der zweiten Halbzeit drehten die Gäste dann ordentlich auf: Nowag weckte mit seinem zweiten Treffer des Tages, zwei Minuten nach Wiederanpfiff, Holzhausens Abwehr aus dem Tiefschlaf und drehte die Partie zugunsten seiner Farben. Jetzt verlief alles nach dem Geschmack der Gäste. Flegessen brauchte bis zur 67. Minute, als Alexander Strehlow nach einem Konter das 3:1 markierte. Im Anschluss machte Nowag per Kopf seinen dritten Treffer und den 4:1-Sieg perfekt. „Wir waren spielerisch einfach nicht in der Lage, hier Punkte zu holen. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Ergebnis mehr als in Ordnung. Unser Keeper Jan-Philipp Angermann hat eine höhere Niederlage verhindert“, fand Bertram zum Schluss klare Worte. 
    Tore: 1:0 Maurice Wennemann (8.), 1:1 Lukas Nowag (41.), 1:2 Nowag (47.), 1:3 Alexander Strehlow (67.), 1:4 Nowag (75.). 
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    Autor des Artikels

    Niklas Köhne
    Niklas ist Freier Mitarbeiter und vor allem am Wochenende im Bereich Fußball und Handball für das Team AWesA im Einsatz.
    info@awesa.de


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