27.09.2026 17:37

Landesliga


Dramatisches 3:2 mit drei Platzverweisen - Halvestorf stürmt an die Landesliga-Spitze!

Celik & Manka glänzen bei Sieg / Emotionale Schlussphase entlädt sich in Handgreiflichkeiten
Christopher Katunda SSG Halvestorf Fussball Landesliga
Christopher Katunda erzielte für Halvestorf das 1:1.

SSG Halvestorf – SV Bavenstedt 3:2 (1:1).

Die SSG Halvestorf ist neuer Tabellenführer der Landesliga! In einer dramatischen Partie setzten sich die Hameln-Pyrmonter am Ende knapp mit 3:2 gegen den SV Bavenstedt durch und erklommen nach einem turbulenten Verlauf den Platz an der Sonne. Den besseren Start erwischte zwar die SSG, doch Christopher Katunda zögerte bei der ersten vielversprechenden Chance nach einer Hereingabe etwas zu lange. Die Quittung folgte prompt: In der 13. Spielminute entstand nach einer Flanke und einer unzureichenden Klärungsaktion ein Durcheinander im Halvestorfer Strafraum, welches Noah Warneboldt eiskalt zur 1:0-Gästeführung ausnutzte.

Bavenstedt übernahm in der Folge komplett das Kommando, verpasste bei einer Doppelchance in der 22. Minute sowie weiteren Hochkarätern jedoch den zweiten Treffer. „Bavenstedt war da klar überlegen. Es hätte durchaus 0:2 oder 0:3 stehen können – das hätte uns das Genick brechen können“, gab SSG-Sprecher Burkhard Büchler zu. Stattdessen schlug Halvestorf kurz vor der Pause wie aus dem Nichts zu: Nach einer Ecke von Rodi Celik und einem Kopfball von Abdul Mannan Gymafi Edusei stocherte Katunda das Leder im Gewühl zum schmeichelhaften 1:1-Halbzeitstand über die Linie (44.).
Manka dreht auf
Mit dem Schwung des späten Ausgleichs kamen die Hausherren spürbar verbessert aus der Kabine und belohnten sich in der 56. Spielminute: Nach einem feinen Freistoß von Rodi Celik lief Alexander Manka perfekt ein und köpfte seine Farben zur 2:1-Führung. Bavenstedt steckte keineswegs auf und besaß im Gegenzug die Riesenchance auf den Ausgleich, doch SSG-Keeper Tim Kallmeyer rettete bärenstark im Eins-gegen-Eins. Im direkten Gegenstoß schlug die SSG erneut zu: Nach Zuspiel von Celik eroberte Manka den Ball gegen einen Bavenstedter Innenverteidiger zurück und schob kühlen Kopfes zum 3:1 ein (63.). Trotz des Zwei-Tore-Rückstands blieb die Partie ein echter Krimi. Bavenstedt drückte weiter und verkürzte in der 72. Minute auf 2:3, als ein eigener Einwurf der Halvestorfer den Gästen als Kontervorlage diente und Constantin Aue vollendete. In der Folge rettete Julian Maaß für die SSG auf der eigenen Linie, während Manka das vorentscheidende 4:1 verpasste, als er den Gästekeeper bereits ausgespielt hatte, sich das Leder jedoch einen Ticken zu weit vorlegte.

In den letzten Minuten warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne. Selbst eine Gelb-Rote Karte für Bavenstedt in der 83. Minute bremste den Ansturm der Gäste nicht ab. Erst nach sieben schweißtreibenden Nachspielminuten erlöste der Schlusspfiff die Piepenbusch-Elf. Nach dem Abpfiff entluden sich die gestauten Emotionen schließlich in schnell unterbundenen Handgreiflichkeiten auf dem Platz, was zwei Rote Karten nach sich zog – eine für Halvestorf und eine für Bavenstedt. Büchler ordnete die Geschehnisse ruhig ein: „Nach dem Schlusspfiff gab es noch Auseinandersetzungen. Es war ein extrem emotionales Spiel, so etwas passiert im Fußball leider mal.“ Ein großes Sonderlob verteilte der Sprecher an die beiden Hauptdarsteller des Tages: „Rodi Celik mit seinen zwei Vorlagen und Alexander Manka mit seinen zwei Toren waren heute bärenstark. Manka war von der Bavenstedter Abwehr schlichtweg nicht in den Griff zu kriegen.“
SSG Halvestorf: Kallmeyer, Bollwitte (46. Adyemo), Edusei (60. Berisha), Manka (89. Dubiel), Dönecke, Katunda, Maaß, Schieb, Bongo, Arndt, Celik (77. Maedchen).
Tore: 0:1 Noah Warneboldt (13.), 1:1 Christopher Katunda (44.), 2:1 Alexander Manka (56.), 3:1 Manka (63.), 3:2 Constantin Aue (72.). Besonderes: Gelb-Rote Karte für Bavenstedt (83.) sowie jeweils eine Rote Karte für Bavenstedt und Halvestorf nach dem Abpfiff.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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