15.04.2026 13:15

Landesliga


Comeback! Rudi jubelt: „Herz der Schwalben“ - Dennoch: Lage schwierig

Nach wie vor stehen beide Hameln-Pyrmonter Landesligisten (deutlich) unter dem Strich / Tündern-Aufschwung durch Halvestorf-Niederlage ausgebremst
Ugur Aydin BW Tuendern Fussball Landesliga Torjubel
Tünderns Energiebündel Ugur Aydin steht lang langer Sperre wieder zur Verfügung.

BW Tündern – SV Arminia Hannover (Samstag, 15 Uhr).

Die Aufholjagd der „Schwalben“ nimmt weiter Fahrt auf. Nach dem wichtigen 3:2-Erfolg im Nachholspiel gegen Newroz Hildesheim am Dienstagabend hat BW Tündern den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze endgültig wiederhergestellt. Zwar rangiert das Team vom Tönebönweg mit 19 Punkten weiterhin auf dem 15. Tabellenplatz, doch die Formkurve zeigt steil nach oben: Zum wiederholten Male drehten die Blau-Weißen zuletzt einen Rückstand in einen Sieg und bewiesen enorme Moral. Das einzige Problem: Parallel unterlag die SSG Halvestorf dem TSV Godshorn, sodass der Abstand zum rettenden Ufer gleich blieb. Am Samstagnachmittag wartet nun jedoch ein echtes Schwergewicht der Landesliga. Mit Arminia Hannover stellt sich der Tabellensechste vor, der mit nur 20 Gegentoren die beste Defensive der Liga stellt. Um gegen den Traditionsclub aus der Landeshauptstadt zu bestehen und den Rückstand auf das „rettende Ufer“ weiter zu verkürzen, darf sich die Elf von der Weser vor allem in der Anfangsphase keine Unkonzentriertheiten erlauben.

Rudi Sonnemann„'Ugur' ist das Herz der Schwalben“
„Am Samstag reist Arminia Hannover auf den Kunstrasen am Tönebönweg an. Die Arminen stehen aktuell auf dem sechsten Platz – das ist in deren Lager sicher nicht der Anspruch, den sie selbst und ihre große Fanbase haben. Deren Abwehr hat erst 20 Gegentore kassiert, was eine klare Sprache spricht. Aber nach unserem Sieg am Dienstag haben die Jungs jetzt richtig Bock auf mehr. Trotz erneutem Rückstand haben sie die Partie wieder gedreht. Jeder springt für den anderen ein und unser Top-Goalgetter Julian David ist genau zum richtigen Moment in Ballerlaune. Was mich beeindruckt: Im Moment sticht jedes Mal ein anderer Spieler hervor. Durch diese Einstellung haben wir uns auch das Spielglück zurückerarbeitet. Wenn wir hinten sicher stehen und keine Böcke schießen, ist auch gegen die Arminen was drin. Überstrahlt wird die Rückkehr am Samstag natürlich vom Comeback von Ugur Aydin. Ugur ist das Herz der ‚Schwalben‘. Ich kenne keinen, der mehr für seinen Verein und seine Jungs brennt und der immer den Unterschied machen kann. Auch unser Keeper Kolja Kowalski kehrt ins Team zurück.“

SSG Halvestorf – 1. FC Wunstorf (Sonntag, 15 Uhr).

Am Piepenbusch wird es für die SSG Halvestorf immer enger im Kampf um den Klassenerhalt. Zwar hat die Spielgemeinschaft mit erst 22 absolvierten Partien deutlich weniger Spiele auf dem Konto als die direkte Konkurrenz aus Tündern oder Hildesheim, doch dieser theoretische Vorteil muss nun dringend in Zählbares umgemünzt werden. Um den Anschluss an das rettende Ufer nicht endgültig zu verlieren, ist gegen den Tabellendritten aus Wunstorf ein Heimsieg mittlerweile kein reiner Bonus mehr – aufgrund der Niederlagen gegen direkte Konkurrenten müssen die Punkte nunmehr gegen andere geholt werden. Das Hauptproblem: Seit drei Partien wartet die SSG auf einen eigenen Torerfolg. Gegen die favorisierten Gäste wird es daher weniger auf spielerische Glanzpunkte als vielmehr auf die pure Effizienz vor dem Gehäuse ankommen, um die prekäre Lage im Tabellenkeller zu entschärfen.

„Schön spielen gibt’s nicht mehr“
„Es ist für uns jetzt wirklich höchste Eisenbahn. Wir müssen zwingend dreifach punkten. Dass wir seit drei Spielen nicht mehr getroffen haben, wurmt uns natürlich – wir brauchen vorne endlich wieder diese Erfolgserlebnisse, damit der Knoten platzt. Eines ist klar: Schön spielen gibt’s ab sofort nicht mehr. Wir müssen uns den Erfolg über den Kampf erzwingen. In unserer Lage zählen nur noch Leidenschaft und Wille. Personell sieht es so aus, dass Ibrahim Adyemo nach seiner Gelbsperre zum Glück wieder dabei ist. Bei Robin Tegtmeyer müssen wir hingegen abwarten, sein Einsatz ist aktuell noch fraglich.“
19 / 1287

Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 05155-2819 320 / 0176-8220 6485
schroeder@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox