06.04.2026 17:16
Landesliga
„Auferstehung“ bleibt aus: Griechen schenken Halvestorf dreimal ein
SSG nach wie vor unter dem Strich / Grincenko bleibt optimistisch: „Wir können es immer noch aus eigener Kraft da unten raus schaffen.“

SSG-Trainer Artjom Grincenko.
SV Iraklis Hellas – SSG Halvestorf 3:0 (2:0)
Die erhoffte „Auferstehung“ am Osterwochenende ist für die SSG Halvestorf letztlich ausgeblieben. Nach dem befreienden 3:1-Erfolg gegen Ochtersum am Karsamstag folgte am Ostermontag die Ernüchterung: Bei Iraklis Hellas in Hannover unterlag die Mannschaft von Trainer Artjom Grincenko glatt mit 0:3. Für die Gastgeber war es ein großer Schritt im Kampf um den Klassenerhalt, während der Blick für die SSG am Piepenbusch sorgenvoller wird.
Durch die Niederlage bauten die Griechen ihren Vorsprung auf Halvestorf und die Abstiegszone auf sechs Punkte aus. Ein doppelter Nackenschlag für die Grincenko-Elf, die den Anschluss an das untere Mittelfeld vorerst verpasst hat und nun vor allem den TSV Godshorn im Visier behalten muss, um den Sprung über den Strich kurzfristig zu realisieren.
„Sand im Getriebe“ – Defensive Anfälligkeit bestraft
Dabei war die Marschroute nach dem Samstags-Sieg klar: Den Schwung mitnehmen und nachlegen. Doch auf dem schwierigen Geläuf in Hannover fanden die Gäste nie zu ihrem Rhythmus. „Die Leichtigkeit ist uns heute völlig abhandengekommen. Es war spürbar Sand im Getriebe“, konstatierte Trainer Artjom Grincenko nach dem Abpfiff. Die Gegentore fielen seiner Meinung nach zu einfach. In der 26. Minute reichte ein Einwurf der Hausherren aus, um die SSG-Hintermannschaft zu überrumpeln – Umut Yildirim bedankte sich mit dem 1:0.
Die Schlüsselszene der Partie ereignete sich jedoch kurz vor dem Pausenpfiff. Halvestorf hatte die große Chance zum Ausgleich, vergab diese jedoch. Die Quittung folgte prompt: Nur 60 Sekunden später bestrafte Obed Owusu einen Fehler im Halvestorfer Spielaufbau eiskalt mit dem 2:0 (38.).
Fehlende Ideen und ein verschossener Elfmeter
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es der SSG nicht, den Hebel umzulegen. „In der zweiten Halbzeit ist uns offensiv nicht mehr viel eingefallen“, gab Grincenko offen zu. Während die Gäste bemüht, aber glücklos blieben, sorgte erneut Umut Yildirim in der 75. Minute für die endgültige Entscheidung. Nach einem Standard konnte die SSG den ersten Ball zwar noch klären, war beim Nachschuss jedoch nicht mehr zur Stelle – 3:0.
Dass das Ergebnis nicht noch deutlicher ausfiel, lag an den Gastgebern selbst, die in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter vergaben. Trotz der herben Enttäuschung am Montag steckt Grincenko den Kopf nicht in den Sand: „Wir können es immer noch aus eigener Kraft da unten raus schaffen.“
SSG Halvestorf: Bartels, Dubiel, Palmer Endres (46. Adyemo), Manka, Tegtmeyer, Drebing, Maedchen (70. Kelmendi), Neumann, Heine (81. Bartelt), Arndt, Berisha (61. Katunda).
Tore: 1:0 Umut Yildirim (26.), 2:0 Obed Owusu (38.), 3:0 Yildirim (75.).
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