Am Donnerstagabend richtet sich der Blick auf den Kunstrasen nach Hameln, wenn BW Tündern den TSV Barsinghausen zum richtungsweisenden Nachholspiel empfängt. Für die „Schwalben“ ist die Ausgangslage vor diesem Flutlicht-Duell brisant: Als Tabellensechzehnter benötigt das Team von Rik Balk und Rene Hau dringend ein Erfolgserlebnis, um im Kampf um den Klassenerhalt ein deutliches Lebenszeichen an die Konkurrenz zu senden. Die Formkurve beider Mannschaften zeigt dabei auffällige Parallelen. Sowohl Tündern als auch die Gäste aus Barsinghausen konnten aus den vergangenen vier Partien lediglich einen Punkt einfahren. Während der TSV (Platz 10) nach knappen Niederlagen und einem torreichen 3:3-Remis gegen Halvestorf punkten muss, um nicht wieder tiefer in die Gefahrenzone zu rutschen, brennt Tündern zusätzlich auf Wiedergutmachung für das Hinspiel. Damals unterlag man deutlich mit 1:4.
„Wir sind für das Einfahren der drei Punkte sowas von bereit"
„Zum Kellerduell bitten die Schwalben den TSV Barsinghausen am Donnerstagabend unter Flutlicht. Barsinghausen schlägt sich auch im zweiten Jahr in der Landesliga sehr gut und hat einen kleinen Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze, doch in Sicherheit wiegen können sie sich noch nicht. Das Hinspiel hat tiefe Spuren in der Hinserie hinterlassen und ist lange im Kopf geblieben. Wir haben dort überhaupt nicht funktioniert; Barsinghausen musste eigentlich gar nichts machen, weil wir uns selbst geschlagen haben. Jetzt heißt es: Flutlicht an, Showtime. Nach dem sehr guten Auftritt am Samstag gegen den OSV muss es genau dort weitergehen, wo wir über die gesamten 90 Minuten aufgehört haben. Eine klare taktische Vorgabe, frühes Anlaufen und die Räume eng machen – mit Druck auf den Abwehrverband und der richtigen Einstellung. Das ist es, was uns stark macht und woran die Jungs glauben. Die Enttäuschung am Samstag war riesig: 100 Prozent Aufwand, null Ertrag. Das wird am Donnerstag nicht passieren, da wir personell auch wieder etwas breiter aufgestellt sein werden. Was gibt es Schöneres, als mit einem Erfolgserlebnis in ein langes Wochenende zu gehen und ein paar Kaltgetränke zu genießen, statt mit hängenden Köpfen in der Kabine zu sitzen? Wir sind für das Einfahren der drei Punkte sowas von bereit. Unser Dank gilt dem TSV Barsinghausen für die Verlegung.“
VfR Germania Ochtersum - SSG Halvestorf (Samstag, 15 Uhr).
Für die SSG Halvestorf steht am Ostersamstag ein echtes „Must-win“-Spiel auf dem Programm. Die Ausgangslage vor der Reise zum Tabellenschlusslicht VfR Germania Ochtersum ist klar: Die SSG belegt aktuell mit 17 Punkten den 14. Tabellenplatz und rangiert damit auf einem Abstiegsrang. Doch das Team vom Piepenbusch hat gegenüber der Konkurrenz noch Nachholspiele in der Hinterhand, die im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert sein könnten. Allerdings war die Punkteausbeute zuletzt mager – lediglich zwei Zähler holte Halvestorf aus den vergangenen vier Partien. Mit Ochtersum wartet nun ein Gegner, der zwar mit nur sechs Punkten das Tabellenende ziert, zuletzt aber Kampfgeist bewies: Zwar holte der VfR nur einen Punkt aus den letzten vier Spielen, gestaltete die vergangenen drei Begegnungen jedoch allesamt äußerst knapp.
„Das ist mit Blick auf unsere Chancen in der Tabelle absolut erforderlich"
„Unsere Zielstellung ist klar: Wir wollen die drei Punkte holen. Das ist mit Blick auf unsere Chancen in der Tabelle absolut erforderlich. Ochtersum ist ein direkter Mitkonkurrent, daher ist es für uns eigentlich ein Pflichtsieg. Wir werden das Spiel entsprechend konzentriert angehen, denn die drei Punkte sind enorm wichtig, auch um uns das nötige Selbstbewusstsein für die darauffolgende Partie gegen Iraklis zu erarbeiten. Schön wäre es, wenn wir früh in Führung gehen und diesen Vorsprung dann auch über die Zeit bringen. Personell sieht es glücklicherweise wieder besser aus: Julian Maaß, Diar Berisha und Lukas Dönecke sind wieder einsatzbereit.“
SV Iraklis Hellas - SSG Halvestorf (Montag, 15 Uhr).
Nur zwei Tage nach dem Gastspiel in Ochtersum folgt für die SSG Halvestorf der nächste Akt im Abstiegskampf. Beim SV Iraklis Hellas kommt es zum direkten Duell um das rettende Ufer. Iraklis belegt mit 20 Punkten derzeit den zwölften Rang – den ersten Nichtabstiegsplatz, den die Halvestorfer mit ihren Nachholspielen im Visier haben. Die Gastgeber aus Hannover präsentieren sich im Kalenderjahr 2026 bisher äußerst stabil: Mit fünf Punkten aus den letzten vier Spielen im Rücken musste sich Iraklis in diesem Jahr bislang nur dem Zweitplatzierten Ramlingen/Ehlershausen geschlagen geben. Für die Grincenko-Elf wird es darauf ankommen den Anschluss an das untere Mittelfeld endgültig herzustellen.
„Elementar, auch dort zu punkten"
„Das Spiel gegen Iraklis rundet unsere ‚Woche der Wahrheit‘ ab. Iraklis steht in der Tabelle knapp über uns, weshalb es für uns elementar ist, auch dort zu punkten. Das Hinspiel endete 1:1 – es war eine sehr ausgeglichene Partie, in der der gegnerische Torhüter überragend hielt und wir erst sehr spät zum Ausgleich kamen. Letztendlich wird es darauf ankommen, dass wir wieder alles reinwerfen, um Zählbares mitzunehmen und die Abstiegsränge zu verlassen. Nur so sind wir für das letzte Saisondrittel im Kampf um den Klassenerhalt gewappnet. Wie es personell genau aussehen wird, ist abhängig vom Spielverlauf am Samstag – das müssen wir abwarten.“
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