Die Lage für BW Tündern bleibt angespannt: Nach 21 absolvierten Partien rangieren die „Schwalben“ mit 12 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Mit einem Torverhältnis von 21:66 stellt das Team zudem eine der anfälligsten Defensivreihen der Liga. Der Rückstand auf das rettende Ufer – belegt durch den TSV Godshorn und SV Iraklis Hellas (beide 19 Punkte) – beträgt aktuell sieben Zähler. Somit steht Tündern unter massivem Zugzwang, um den drohenden Gang in die Bezirksliga noch abzuwenden. Der OSV hat sich indes im oberen Drittel festgebissen und ist der zeit Landesliga-Fünfter. Im Hinspiel setzten sich die Landeshauptstädter deutlich mit 5:0 durch. Doch sehen die Blau-Weißen auf der heimischen Kampfbahn meist deutlich besser gegen den OSV aus. Die letzten vier Heimspiele entschied Tündern im direkten Duell für sich.
„Klar ist aber auch: Die Wochen der Wahrheit sind angebrochen.“
„Am Samstag empfangen wir mit dem OSV Hannover das nächste Team aus den Top 5. Der OSV hat sich in den letzten Monaten Stück für Stück nach oben gearbeitet und steht aktuell mit 44:22 Toren auf dem fünften Tabellenplatz. Die Marschroute der Gäste ist klar: Eine grundsolide Ausrichtung, hinten sicher stehen und nach vorne immer wieder Nadelstiche setzen. Im Hinspiel haben sie uns genau so den Schneid abgekauft. Nach dem Spiel in Wunstorf sah man hingegen wieder in lange Gesichter. Man fragt sich: Wieso kicken wir nur in der zweiten Halbzeit gut? Warum läuft es erst nach dem Pausentee? Es ist ein Bild, das sich seit Wochen wiederholt. In der ersten Hälfte fehlen oft der Zugriff, die Leidenschaft und der unbedingte Wille, den Zweikampf zu gewinnen oder den zweiten Ball zu erobern. Das ist extrem ärgerlich, da sich die Jungs für ihren hohen Aufwand natürlich belohnen wollen. Klar ist aber auch: Die Wochen der Wahrheit sind angebrochen. Wer eine reale Chance auf den Klassenerhalt haben möchte, muss die Leistung über volle 90 Minuten bringen. Ich bin mir sicher, dass das Team dazu in der Lage ist. Die Mannschaft hat nach der Winterpause einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und ist eng zusammengewachsen.“
SSG Halvestorf - SC Hemmingen-Westerfeld (Sonntag, 15 Uhr).
Am kommenden Sonntag steht für die SSG Halvestorf eines der schwersten Heimspiele der laufenden Landesliga-Saison auf dem Programm. Zu Gast ist der SC Hemmingen-Westerfeld, der das Maß der Dinge in der Liga bleibt. Die Gäste reisen nicht nur als ungeschlagener Tabellenführer an, sondern strotzen nach fünf Siegen aus fünf Pflichtspielen im Jahr 2026 nur so vor Selbstvertrauen. Für die SSG stellt sich die Situation tabellarisch deutlich angespannter dar: Die Mannschaft rangiert aktuell auf dem 14. Tabellenplatz und belegt damit einen direkten Abstiegsrang. Allerdings hat Halvestorf im Vergleich zur Konkurrenz noch einige Nachholspiele in der Hinterhand, was das Tabellenbild etwas verzerrt. Dennoch wartet das Team 2026 noch auf den ersten Dreier (zwei Unentschieden, eine Niederlage).
„Mit dem SC Hemmingen-Westerfeld gastiert der ungeschlagene Spitzenreiter bei uns"
„Uns erwartet am kommenden Sonntag eine extrem anspruchsvolle Heimaufgabe. Mit dem SC Hemmingen-Westerfeld gastiert der ungeschlagene Spitzenreiter bei uns, was die Rollenverteilung natürlich klar vorgibt. Damit wir hier punkten können, muss bei uns an diesem Tag wirklich alles perfekt zusammenlaufen. Dennoch ist unser Ziel klar: Wir wollen ein unangenehmer Gegner sein und versuchen den Favoriten zu ärgern. Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung – Punkte benötigen wir im Kampf um den Klassenerhalt ohnehin dringend, damit der Anschluss an das rettende Ufer nicht verloren geht. Positiv stimmt uns, dass Josh Jürgens nach seiner Sperre wieder spielberechtigt ist und unserer Defensive zusätzliche Stabilität verleihen wird. Zudem besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch Julian Maaß wieder einsatzbereit ist.“
Kommentare