22.03.2026 17:54
Landesliga
Aufbäumen beginnt zu spät: SSG ohne Entlastung im Abstiegskampf
In der Nachspielzeit gibt´s dann plötzlich fast doch noch den Ausgleichstreffer

Ibrahim Adyemo hatte mit der SSG Halvestorf das Nachsehen.
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide – SSG Halvestorf 2:1 (1:0).
Für die SSG Halvestorf gibt es im Kampf um den Klassenerhalt vorerst keine Entlastung. Trotz einer kämpferischen Schlussphase kehrten die Halvestorfer mit einer 1:2-Niederlage vom TSV Krähenwinkel/Kaltenweide zurück und verpassten es damit, wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.
Dabei starteten die Gäste eigentlich vielversprechend in die Partie. In den ersten zehn Minuten war die SSG das aktivere Team und erarbeitete sich durch Tim Bartelt eine gute Gelegenheit, die jedoch im letzten Moment geblockt wurde. Nach etwa 13 Minuten fanden die Hausherren besser ins Spiel und strahlten vor allem durch eine Vielzahl an gefährlichen Eckbällen permanent Unruhe aus. Kurz vor der Pause folgte der Rückschlag: Krähenwinkel gewann im Mittelfeld entscheidende Zweikämpfe, spielte Max Radowski auf der rechten Seite frei, der den Ball aus 15 Metern zum 1:0 versenkte (42.). „Zur Pause war die Führung für die Gastgeber durchaus verdient“, bilanzierte Halvestorfs Sprecher Burkhard Büchler.
Kalte Dusche nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel kam die SSG mit neuem Schwung aus der Kabine und suchte den Weg nach vorne. Zunächst strich ein Kopfball von Bartelt über das Gehäuse (48.), kurz darauf verpasste Tim Arndt eine Freistoßflanke nur um Haaresbreite (50.). Mitten in diese Drangphase hinein folgte jedoch die kalte Dusche: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete Krähenwinkel blitzschnell um. Den ersten Flankenversuch konnte Dubiel noch abblocken, doch der Rebound landete genau vor den Füßen von Paul Bock, der per Direktabnahme auf 2:0 erhöhte (54.).
„In der Folge haben wir alles versucht, in der Offensive jedoch oft zu einfallslos oder glücklos agiert, während Krähenwinkel durch Konter stets gefährlich blieb“, so Büchler. Ein Freistoß von Bennet Heine aus knapp 30 Metern segelte zudem über das Tor (87.).
Anschlusstreffer wie aus dem Nichts
Spannung kam erst in der 88. Minute auf, als der SSG-Anschlusstreffer fast wie aus dem Nichts fiel: Leonard Kelmendi tankte sich auf rechts durch, seine Flanke drückte Manka im hinteren Sechsmeterraum in die Mitte, ehe Robin Tegtmeyer aus der Drehung zum 1:2 traf. In der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte Bartelt nach einer Ecke sogar noch den Ausgleich auf dem Kopf, doch sein Versuch wurde gerade noch auf der Linie geklärt.
Trotz der späten Chance fand Büchler deutliche Worte für die Leistung: „Ein Punktgewinn wäre heute nicht verdient gewesen. Wir haben im zentralen Mittelfeld einfach zu viele Zweikämpfe verloren und diese nicht richtig angenommen.“ Damit verbleibt die SSG in der Tabelle weiterhin auf einem Abstiegsrang.
SSG Halvestorf: Gerche, Dubiel (66. Manka), Endres, Tegtmeyer, Katunda (66. Drebing), Bollwitte, Neumann, Heine, Adyemo (57. Kelmendi), Arndt, Bartelt (61. Maedchen).
Tore: 1:0 Max Radowski (42.), 2:0 Paul Bock (54.), 2:1 Robin Tegtmeyer (88.).
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