20.03.2026 21:54

Landesliga


„Körperspannung gefehlt“: Tünderaner Überraschung bleibt diesmal aus

Ex-Schwalbe Kris-Lennart Müller behält Punkte mit Wunstorf daheim
Kris-Lennart Mueller 1. FC Wunstorf BW Tuendern Landesliga
Tünderns Ex-Kapitän Kris-Lennart Müller (re.) behielt mit Wunstorf die Oberhand.

1. FC Wunstorf – BW Tündern 4:0 (3:0).

Das Wiedersehen mit Ex-Kapitän Kris-Lennart Müller hat für BW Tündern kein erfreuliches Ende genommen. Nach dem überraschenden Punktgewinn gegen Eilvese (1:1) war für die „Schwalben“ gegen ein weiteres Top-Team der Landesliga dieses Mal nichts zu holen. „In der ersten Halbzeit hat uns die Körperspannung gefehlt und der Wille, den Zweikampf und den Ball zu gewinnen oder dem Gegner auch mal weh zu tun“, bilanzierte Tünderns Sprecher Rudi Sonnemann nach der 0:4-Niederlage.

Dabei starteten die Gäste ordentlich in die Partie. In den ersten 25 Minuten verteidigte Tündern konzentriert, lief den Gegner früh an und hatte in der einen oder anderen Situation auch das nötige Glück. Doch in der 26. Minute folgte der erste Rückschlag: Xelat Atalan kam am Sechzehner zum Abschluss und schob den Ball in die untere Ecke. „Da haben wir ein bisschen geschlafen“, so Sonnemann. Nur sechs Minuten später legte Wunstorf nach. Über einen Angriff über die rechte Seite kam der Ball zum Ex-Nettelreder Jos Homeier, der zum 2:0 nur noch einschieben musste (32.). Noch vor der Pause schraubte Luis Bautista das Ergebnis auf 3:0, als er über links durchbrach und ins lange Eck traf (36.).
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Tünderaner jedoch ein anderes Gesicht. „Einsatz und Kampfbereitschaft stimmten nun“, betonte Sonnemann, wodurch sich die Gäste auch gute Spielzüge und Torchancen erarbeiteten. Sinnbildlich für das fehlende Glück in dieser Phase stand eine Szene nach einer Ecke: Florian Henze wollte den Ball einköpfen, bekam ihn jedoch stattdessen auf den Fuß. Obwohl er nur noch hätte einschieben müssen, fand die Kugel nicht den Weg ins Netz. Auch weitere Abschlüsse und Standards brachten keinen zählbaren Erfolg.

Die endgültige Entscheidung fiel in der 68. Minute: Nach einer eigenen Ecke lief Tündern in einen Konter der Hausherren, den erneut Atalan zum 4:0-Endstand abschloss. „Danach war die Messe gelesen“, gestand Sonnemann. Trotzdem gab sich die Mannschaft nicht auf und erspielte sich bis zum Ende weitere Gelegenheiten. „Wunstorf ist in der Offensivbewegung sehr gut, für mich die zweitbeste Offensive nach Hemmingen. Hätten wir in der ersten Halbzeit schon so agiert wie in der zweiten, wäre aber vielleicht etwas drin gewesen“, betonte der Sprecher.

Ein Sonderlob verdienten sich trotz des Ergebnisses zwei Akteure: Lorenco Rebic, der laut Sonnemann eine „blitzblanke Partie“ spielte und auch defensiv klärte, sowie Keeper Felipe Dutschke, der in beiden Durchgängen mit einigen Paraden zur Stelle war.
BW Tündern: Dutschke, David (76. Günkaya), Geschle, Gündüz, Kleinschmidt, Henze, Schieb, Just (76. Berndt), Rebic, Palm, Özel.
Tore: 1:0 Xelat Atalan (26.), 2:0 Jos Homeier (32.), 3:0 Luis Bautista (36.), 4:0 Atalan (68.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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