08.11.2025 17:48

Landesliga


Doppelpleite: Halvestorf & Tündern gehen wieder leer aus

SSG wird in Bavenstedt abgeschossen / Schwalben verlieren Kellerduell zuhause gegen Bruchhausen-Vilsen
Luca Kleinschmidt Wechsel BW Tuendern Fussball Landesliga Vorstellung
Luca Kleinschmidts Doppelpack reichte nicht aus, um etwas Zählbares zu holen.

Von Jule Stolpe

SV Bavenstedt – SSG Halvestorf-Herkendorf 4:0 (0:0).

Für die SSG Halvestorf-Herkendorf war heute auswärts beim SV Bavenstedt nichts zu holen. Die Kicker vom Piepenbusch unterlagen beim Tabellensechsten deutlich mit 0:4. In den Anfangsminuten nahmen die Hausherren zunächst einmal das Ruder in die Hand. „Da setzte Bavenstedt einen Kopfball übers Tor, die nächste Großchance kurz darauf klärte Marco Elias in letzter Sekunde“, beschrieb SSG-Sprecher Burkhard Büchler die brenzlige Anfangsphase, die die Gäste ohne Gegentor überstanden. „Danach entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Vor der Halbzeit hatten wir dann ebenfalls mindestens drei richtig gute Möglichkeiten“, so Büchler weiter. Einen Flatterball aus 34 Metern lenkte der Bavenstedter Torwart zum Beispiel nur mit Mühe zur Ecke. Fünf Minuten vor der Pause legte Tegtmeyer den Ball nach einem schnell ausgespielten Konter Manka auf den Fuß, der aus fünfzehn Metern zum Schuss kam. Auch hier parierte Jan Arendt im Tor zur Ecke. Kurz vor dem Pausentee vollendete Tim Arndt das Chancen-Triple und köpfte millimeterweit am Pfosten vorbei. „Insgesamt war das also eine gute erste Halbzeit auf Augenhöhe, in der wir durchaus hätten in Führung gehen können. Nach Wiederanpfiff nahm das Unheil dann aber seinen Lauf“, haderte der SSG-Sprecher.
In der 50. Spielminute klärten die Gäste eine Ecke unsauber zum nächsten Eckstoß, der wiederum nur unzureichend geklärt werden konnte. Der zweite Ball und die darauffolgende Flanke wurden den Hameln-Pyrmontern zum Verhängnis: Florian Sarstedt köpfte ins lange Eck zur Bavenstedter Führung ein. „Im Anschluss fiel uns wenig ein – im Gegenteil. Uns passierten leichte Fehler im Aufbauspiel im Mittelfeld, und dementsprechend kassierten wir das zweite und dritte Gegentor auf fast identische Art und Weise“, erklärte Büchler. Sowohl in der 60. Minute als auch knapp zehn Minuten später klärten die Halvestorfer den Ball aus dem Sechzehner, hielten ihn aber nicht in den eigenen Reihen. Aus den leichten Fehlpässen zu den Gegnern entstanden jeweils Konter, die mit einem Gegentor endeten. Die SSG verteidigte unsauber und kassierte in der Nachspielzeit sogar noch das vierte. Den ersten Schuss aus rund 14 Metern hielt Tim Kallmeyer noch, den Abpraller verwandelte Constantin Aue aus spitzem Winkel sicher zum 4:0. „Wir haben heute sehr viele leichte Fehler im Aufbau gemacht, sind in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Wir kreierten keine Chancen, wodurch unsere Stürmer in der Luft hingen. Da müssen wir auf jeden Fall dran arbeiten, um in den nächsten Spielen die Punkte zu holen, die wir brauchen, um endlich aus diesem Abstiegsstrudel wegzukommen“, resümierte Halvestorfs Sprecher Burkhard Büchler.
SSG Halvestorf: Kallmeyer, Dubiel, Elias (60. Maass), Jürgens (39. Bollwitte), Manka (69. Maedchen), Dönecke, Tegtmeyer, Neumann (74. Bartelt), Adyemo, Kelmendi (60. Berisha), Arndt.
Tore: 1:0 Florian Sarstedt (50.), 2:0 Max Wasl (60.), 3:0 Luis Baule (69.), 4:0 Constantin Aue (90.+1).

BW Tündern – SV Bruchhausen-Vilsen 2:4 (0:0).

BW Tündern stürzt weiter in die Krise. Im Landesliga-Kellerduell gegen Bruchhausen-Vilsen verloren die Schwalben zuhause trotz zweimaliger zwischenzeitlicher Führung am Ende mit 2:4. „Die erste Halbzeit war ein absoluter Totentanz und Abstiegskampf pur“, erklärte BW-Sprecher Rudi Sonnemann nach Abpfiff. Im ersten Durchgang sei es vorrangig im Mittelfeld hin und her gegangen, die großen Torchancen seien zunächst ausgeblieben. Kurz vor der Pause dann der erste Schockmoment für die kriselnden Hamelner: „Da hatte Bruchhausen eine Riesenchance. Der Stürmer stand allein vor Kolja Kowalski und hätte nur einschieben brauchen. Wie auch immer er das angestellt hat, aber Kolja hielt den irgendwie, und so gingen wir mit dem Unentschieden in die Pause“, resümierte Sonnemann.

In der zweiten Halbzeit wurde es dann hitzig, und es brandete ein fußballerischer Kampf auf, in dem die brenzlige Situation beider Teams durchaus deutlich wurde. „Wir haben endlich auch angefangen, Fußball zu spielen und die zweiten Bälle zu gewinnen, das war ganz wichtig“, so der Tünderaner Sprecher, der in der 66. Spielminute das 1:0 für die Hausherren beobachtete. Sinan Korkmaz schlug einen Freistoß von der Mittellinie in den Sechzehner, der landete genau auf dem Kopf von Luca Kleinschmidt und daraufhin direkt im Winkel. Anschließend ging es Schlag auf Schlag, und Langeweile kam nicht mehr auf. Nur wenige Minuten später glich Bruchhausen nach einem einfachen Tünderaner Ballverlust durch Salam Garaf aus (72.). „Dieses Gegentor konterten wir ebenfalls nur wenige Minuten später. Robin Hanus trieb den Ball aus der Abwehrkette hinaus nach vorne, steckte ihn durch auf Kleinschmidt, der durchging und zur erneuten Führung einnetzte. Danach dachten wir eigentlich, die Messe sei gelesen“, so Sonnemann weiter.

Falsch gedacht: Acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit bekamen die Hausherren einen eingewechselten gegnerischen Außenstürmer nicht verteidigt, der sich an der Außenlinie durch zwei Hamelner durchtankte, in den Sechzehner reinzog und auf seinen Mitspieler querlegte, der den Ball zum Ausgleich unterbrachte. Und das war noch nicht das Ende allen Übels. „Das 2:3 in der 87. Spielminute war eigentlich eine Kopie vom vorherigen Tor. Bruchhausen zog wieder in den Sechzehner rein, Dennis Böschen setzte sich mit einem foulverdächtigen Körpereinsatz durch und schob den Ball ein“, haderte der Tünderaner Sprecher. In der Nachspielzeit kamen die Gäste zu einem Konter und netzten erneut ein. Sprecher Rudi Sonnemann hob Ole Heller und Doppelpacker Luca Kleinschmidt hervor, resümierte aber deutlich: „Niederlagen lassen sich schlecht verkaufen. Die Stimmung ist heute natürlich einfach für den Arsch.“
BW Tündern: Kowalski, David, Hanus (88. Günkaya), Heller, Gündüz, Kleinschmidt, Schieb, Palm (79. Just), Korkmaz, Heitmann (46. Aydin), Berndt (36. Rebic).
Tore: 1:0 Luca-Nils Kleinschmidt (66.), 1:1 Salam Garaf (72.), 2:1 Kleinschmidt (79.), 2:2 Nick Brockmann (82.), 2:3 Dennis Böschen (87.), 2:4 Leo Wolf (90.+3).

7 / 1244

Autor des Artikels

Team AWesA
Team AWesA
Das Team AWesA stellt Euch die aktuellsten Sportnachrichten aus Hameln-Pyrmont kostenlos zur Verfügung. Bei Fragen und Anregungen kannst Du uns gern kontaktieren. Schickt ihr uns Infos, bereiten wir diese zu vollwertigen Artikeln auf.
Telefon: 05155 / 2819-320
info@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox