Die zweitbeste Heimmannschaft empfängt am Samstag eines der aktuell schwächsten Auswärtsteams der Liga. Halvestorf hat in fünf Auswärtsspielen nur drei Punkte geholt – Bavenstedt hingegen zu Hause fünf Siege, ein Remis und eine Niederlage. Tabellarisch bedeutet dies: Bavenstedt befindet sich im kuscheligen Mittelfeld, während die Halvestorfer mittlerweile die Kellerkälte im Nacken spüren. Der Vorsprung auf die Abstiegszone ist mittlerweile auf ein „Pünktchen“ zusammengeschrumpft.
„Die Aufgabe beim SV Bavenstedt wird extrem herausfordernd. Sie sind nicht umsonst das zweitbeste Heimteam der Liga und wissen nach all den Jahren in der Landesliga genau, wie sie punkten müssen. Bavenstedt ist eine ausgeglichen besetzte Mannschaft, die stark als Kollektiv auftritt. Für uns bedeutet das: Wir brauchen eine hochkonzentrierte Abwehrleistung, dürfen den Gegner keinesfalls ins Spiel kommen lassen und müssen unsere eigenen Chancen konsequent nutzen. Wir sind uns unserer Lage bewusst: Nach einem Drittel der Saison stehen wir nur einen Punkt vor der Abstiegszone. Unser klares Ziel ist der Klassenerhalt. Wir haben keinen Druck, aber Punkte tun uns in unserer Situation immer gut. In der Pflicht sind wir gegen direkte Konkurrenten, aber Zählbares nehmen wir auch aus Bavenstedt sehr gerne mit. Erfreulich ist, dass wir personell aus dem Vollen schöpfen können."
BW Tündern – SV Bruchhausen-Vilsen (Samstag, 15 Uhr).
Sollte am Hamelner Tönebönsee schwarzer Rauch aufsteigen und ein eigenartiger Geruch in die Nase steigen, sind die Tünderaner den Worten ihres Sprechers Rudi Sonnemann gefolgt. „Am Samstag wird der Kunstrasen brennen“, kündigt das Sprachrohr der „Schwalben“ an – natürlich nur im übertragenen Sinne. Denn die Blau-Weißen stehen vor einem Duell zweier arger Abstiegskandidaten. Tündern hat acht Punkte, Bruchhausen sechs und selbst mit addierten 14 Punkten stünden beide Teams immer noch auf einem Platz, der direkt in die Bezirksliga führt. Für Tündern bedeutet das nicht nur, dass eine Niederlage absolutes Verbot hat – selbst ein Unentschieden käme einer Pleite gleich.
„Wir sind ja nicht auf der Titanic“
„Unsere Gäste aus dem Nienburger Bereich stecken wie wir im Keller. Wir haben vor dem Aufsteiger Respekt. Wer sich in dieser Bezirksliga-Staffel durchsetzt, kann keinen schlechten Ball in dem Jahr gespielt haben. Aber in der Landesliga ist der Wind nun einmal etwas rauer. Am Sonntag haben wir sowas von unverdient in Mühlenfeld verloren (0:1, Anm. d. Red.). Wir haben unseren Matchplan umgesetzt, jeder ist für den anderen gelaufen und alle sind als Team aufgetreten. Auf der Rückfahrt waren die Jungs sehr niedergeschlagen. Aber aufgeben? Wir gehen aus keinem Spiel rückwärts raus. Am Samstag wird der Kunstrasen brennen, dafür haben unsere Jungs viel zu sehr Bock. Wir sind ja nicht auf der Titanic. Uns hat der Eisberg nur gekratzt. Wir müssen das Schwalbenboot noch einigermaßen in die Winterpause bringen, dann reparieren wir die Lecks. Ich bin mir sicher, wenn Spieler wie Sinan Korkmaz und Ugur Aydin am Samstag so vorweggehen wie letzte Woche, sind am Samstag drei Punkte drin. Ich hoffe auf unsere Fanbase, diese junge Mannschaft braucht Unterstützung vom Seitenrand!“
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