Für Tündern wird es ernst. Nur drei Punkte haben die „Schwalben“ aus den ersten neun Saison eingefahren, zuletzt blieb man sogar fünfmal in Folge ohne eigenen Treffer. Die Folge: Schlusslicht der Landesliga-Tabelle und bereits sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Zu Beginn des Doppel-Spieltags wartet mit Iraklis Hellas jetzt ausgerechnet die Mannschaft, die derzeit den ersten Nichtabstiegsplatz belegt. Es wird höchste Zeit, das Ruder herumzureißen.
„Bereits am Donnerstag reisen wir in den Hannoveraner Stadtteil Hainholz zu Iraklis Hellas.
wir in den Hannover Stadtteil Hainholz zu Iraklis Hellas. Hellas ist zur Zeit auf dem Tabellenplatz, den wir für uns beanspruchen wollen. Das wird Iraklis zu spüren kommen. Mit Ouzo und Gyros werden sie uns sicherlich nicht empfangen, doch waren die Spiele gegen die Griechen immer etwas für Liebhaber der Gefühle beim Fußball. Es gibt wenige Mannschaften, die so von ihren Emotionen und Fans leben wie Iraklis. Sie werden uns sicherlich einen heißen Tanz bereiten.“
Auch die SSG Halvestorf muss doppel ran. Am Tag der Deutschen Einheit bekommt es der Aufsteiger mit dem Tabellenvorletzten am Piepenbusch zu tun, der vergangene Spielzeit ebenfalls die Bezirksliga-Meisterschaft feierte. Nach zuletzt drei Niederlagen gegen ambitionierte Teams (Newroz Hildesheim, Krähenwinkel/Kaltenweide & Hemmingen-Westerfeld) ist der Vorsprung auf die Abstiegszone auf zwei Zähler zusammengeschrumpft. Mit einem Heimsieg gegen Bruchhausen-Vilsen soll der Blick nun wieder weiter nach oben in der Tabelle wandern.
„Nach drei Niederlagen ist es ganz wichtig für uns, dass wir wieder ein positives Ergebnis abliefern. Zum Gegner lässt sich wenig sagen. Bruchhausen ist Mitaufsteiger, aber bisher nicht so glücklich gestartet. Deshalb wollen und müssen wir die Partie zuhause positiv gestalten. Wichtig wird sein, dass wir die katastrophalen ersten 20 Minuten wie gegen Hemmingen nicht wiederholen, sondern von Anfang an konzentriert unsere Leistung abrufen und so zu Torchancen kommen. Offensiv sind wir sehr gut aufgestellt und haben bereits viele Tore erzielt in dieser Saison, die Abwehr müssen wir dagegen noch ein bisschen stabilisieren.“
Kader ähnlich wie zuvor; Keeper Tim Kallmeyer fehlt gesperrt.
BW Tündern – VfR Germania Ochtersum (Sonntag, 12.30 Uhr).
Part zwei des Doppel-Spieltags hat es für die „Schwalben“ mindestens genauso in sich für der erste Auftritt. Zu ungewohnt früher Uhrzeit ist am Sonntag Tabellennachbar Ochtersum zu Gast an der Hamelner Kampfbahn, der ebenfalls erst bei drei Zählern steht. Drei Punkte sollten daher Pflicht sein für die Blau-Weißen, wenn nach dem tristen September jetzt der goldene Oktober folgen muss.
„Wer den Schuss bis jetzt nicht gehört hat, sollte seine Ohren sauber machen“
„Am Sonntag geht es auf der Kampfbahn um wichtige Punkte im Keller. Ochtersum ist schwierig einzuschätzen. Wir haben letzten Winter ein Testspiel gegen sie gemacht, wobei man das nicht als Maßstab setzen kann. Sie leben von ihrem Teamgeist und werden uns daher auch nichts abschenken. Für beide Spiele gilt: wer den Schuss bis jetzt nicht gehört hat, sollte seine Ohren sauber machen. Es ist Oktober und bereits jetzt schon fünf vor zwölf! Wir haben in meinen Jahren in Tündern viele schwierige Zeiten durchgemacht, weil wir personell nicht so gut aufgestellt waren. Doch hatten wir immer Typen in unseren Reihen wie Stapel und Piontek und Co, die immer wollten. Diese Eigenschaften fehlen uns momentan. Fußball ist nunmal ein Mannschaftssport und da muss jeder mitziehen - das fängt im Training an. Wer das nicht möchte, sollte eine Einzelsportart betreiben. Meine Hoffnung liegt auf dem Retter der Schwalben: eigentlich geht die Spielzeit für Lukas Kramer immer erst zum 01. März los, aber dieses Jahr muss er leider ein wenig früher eingreifen. Ich bin mir sicher: wenn wir zusammen erfolgreich durch den Oktober gehen, können wir eine Hinserie, die bisher für die Tonne war, noch positiv gestalten.“
SSG Halvestorf – STK Eilvese (Sonntag, 15 Uhr).
Halvestorfs zweiter Einsatz ist dagegen eine ganz andere Hausnummer. Erneut am Piepenbusch unterwegs, gastiert der Tabellenzweite aus Eilvese. Mit im Gepäck: zwei bekannte Gesichter aus gemeinsamer Vergangenheit: sowohl Murat Saglam als auch Rodi Celek waren bis Jahreswechsel 2023/24 in den Diensten der SSG unterwegs und wirbeln aktuell in der Offensive des STK. Am Piepenbusch weiß man also, was auf einen zukommt.
„Hoffentlich gibt es ein schönes Wiedersehen, aber kein erfolgreiches für sie“
„Eilvese wird ein ganz anderes Format. Abgesehen von den ersten 20 Minuten haben wir aber auch gegen Hemmingen und zuvor gegen Ramlingen-Ehlershausen bewiesen, dass wir mit Spitzenteams mithalten können – auch wenn wir am Ende leider beide Spiele verloren haben. Es wird ganz stark auf die Abwehr ankommen. Wir müssen konzentriert verteidigen und dürfen so wenig Chancen wie möglich zulassen. Mit Murat Saglam und Rodi Celik treffen wir auch auf zwei alte Bekannte, die ihre großen Stärken in der Offensive haben. Hoffentlich gibt es ein schönes Wiedersehen, aber kein erfolgreiches für sie (lacht). Sicherlich ist das keine Partie, die wir unbedingt gewinnen müssen, die wir aber gerne gewinnen wollen.“
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