Das zwischenzeitliche Hoch hat das Windmühlendorf längst passiert. Seit fünf Landesliga-Partien sind die Blau-Weißen ohne Sieg. Abgesehen vom OSV Hannover (1:3) kamen alle Gegner aus den tabellarischen Regionen der Tünderaner: TSV Mühlenfeld (1:2), SV Bavenstedt (2:2), TSV Barsinghausen (1:2) und der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (1:2). Das Ergebnis: ein Punkt. Vier Punkte hat Tündern noch Vorsprung auf die Abstiegsränge. Die Tendenz: Es wird weniger. Vom ursprünglichen Plan, gegen die direkte Konkurrenz noch möglichst viele Punkte gegen den Kellerkampf zu sammeln, ist nicht mehr viel übrig. Die letzten beiden Gegner vor der Winterpause sind der 1. FC Wunstorf und der wieder erstarkte Oberliga-Absteiger Ramlingen-Ehlershausen – nicht unbedingt die Kategorie „Pflichtsieg“. Aber: Gegen den 1. FC war das Team von René Hau, Kolja Schweins und Oliver Bock dem Sieg im Hinspiel ganz nahe, bis der Ex-Halvestorfer und -Türkeiprofi Murat Saglam in er 89. Minute einen Strich durch die Rechnung machte. Wunstorf läuft den eigenen Ansprüchen im Übrigen ebenfalls hinterher: Der traditionell hoch gehandelte Landesligist ist derzeit Siebter und hat seine Serie von vier Pleiten in Folge erst kürzlich mit einem 4:2-Sieg gegen Pattensen beendet.
„Kampf ohne Rücksicht auf Verluste“
„Das Selbstvertrauen ist aktuell nicht mehr da. Am letzten Samstag konnte man das gut beobachten. Seit dem überraschenden 1:0-Sieg in Eilvese haben wir nicht mehr gewonnen. Der Punkt in Bavenstedt war nach dem 0:2-Rückstand ein schöner Moment, aber im Großen und Ganzen war das zuletzt nicht viel. Wir schaffen es aktuell nicht, unsere Emotionen in Leistung umzuwandeln. Auffällig ist, dass es aktuell fast immer deutliche Worte des Trainerteams in der Halbzeitpause braucht, um wieder in die Bahn zu finden. Vor allem in den ersten 45 Minuten tun wir uns aktuell schwer. Gegen Wunstorf waren wir im Hinspiel ganz nah am Sieg. Der Gegner hat seine Stärken vor allem im spielerischen Bereich, aber wir haben schon bewiesen, dass wir mit unseren Tugenden dagegenhalten können. Neben dem 2:2 im Hinspiel kann ich mich noch gut an den Oktober 2022 erinnern, als wir in Wunstorf 0:3 zurückgelegen und am Ende 4:4 gespielt haben. Solche Aufholjagden erfordern aber erbarmungslosen Kampf ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn wir uns darauf besinnen, was wir können und uns während des Spiels immer wieder aufs Neue motivieren, sind wir definitiv nicht chancenlos.“
Kommentare