01.12.2018 17:40

Landesliga


Harter Fight im Spitzenspiel – Tegtmeyer-Tor reicht nicht

Vermeintliches 2:1 durch Müller nicht gegeben / Keeper Masur verhindert auf der anderen Seite Niederlage
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    Robin Tegtmeyer traf bereits in der 5. Minute zur Tünderaner Führung – unter Mithilfe der Kampfbahn (Archivfoto).

    HSC BW Tündern – SC Hemmingen-Westerfeld 1:1 (1:1).

    Der mit Spannung erwartete Landesliga-Gipfel musste letztlich ohne einen Sieger auskommen – und mit der Frage: Sollten sich die Tünderaner nun über den Punkt freuen oder den beiden verlorenen hinterher trauern? Trainer Siegfried Motzner entschied sich für die erstere Variante: „Aufgrund der zweiten Halbzeit müssen wir froh sein, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben.“ Auf dem tiefen und feuchten Rasen der Hamelner Kampfbahn war kein technisch versiertes Topspiel zu erwarten – und die vielen Zuschauer bekamen es auch nicht zu sehen. Stattdessen entwickelte sich von Beginn an ein intensiv geführtes Duell mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Die Blau-Weißen erarbeiteten sich dabei zunächst ein leichtes Übergewicht, während die sonst spielerisch beschlagenen Hemminger mit dem Untergrund sichtlich ihre Probleme hatten. Bereits in der 5. Minute war der Jubel bei den Hausherren groß: Torjäger Robin Tegtmeyer dribbelte sich am Sechzehner in Schussposition und „feuerte“ einen eigentlich harmlosen Schuss ab. SC-Keeper Timo Kroß tauchte früh ab und wurde von einer Unebenheit im Rasen überrascht – der Ball änderte seine Richtung und flog, über den bereits liegenden Schlussmann hinweg, ins Tor.

    Tündern verpasst höhere Führung – stattdessen 1:1

    Anschließend hätte Tündern nachlegen können: Ugur Aydin traf mit einem Freistoß aus 18 Metern nur die Latte (26.) und ein Heber von Lukas Kramer verfehlte kurz darauf knapp das Tor. Auf der anderen Seite parierte Torhüter Lukas Masur einen Freistoß von Hemmingen ohne große Mühe. In der 37. Minute setzte sich Tünderns Spielmacher Jannik Hilker stark über die rechte Seite durch und entschied sich aus spitzem Winkel für den Abschluss, der das Tor knapp verfehlte. 180 Sekunden später jubelten plötzlich die Hemminger. Einen Freistoß klärten die Gastgeber nicht schnell genug, sodass Gean Rodgrigo Baumgartz den Ball aus kurzer Distanz zum Ausgleich über die Linie beförderte. „In der ersten Halbzeit waren wir etwas besser im Spiel“, wusste Motzner. Nach dem Seitenwechsel wurde der Spitzenreiter allerdings aktiver, während Tündern in die Defensive gedrängt wurde. Motzner: „Im Angriff sind wir einige Male leider hängen geblieben und uns ist  ein Stück weit die Kraft ausgegangen. Hemmingen war die fittere Mannschaft.“ Die Abwehr des HSC hielt dem steigenden Druck jedoch sicher Stand – bis in die Schlussphase hinein, als sich vermehrt Lücken auftaten. Gleich dreimal waren die Gäste dem 2:1 zum Greifen nahe. Zweimal parierte Keeper Masur überragend. Zunächst bliebt er im Eins-gegen-Eins der Sieger und anschließend entschärfte er einen flachen Schuss aus kurzer Distanz. In der 89. Minute legten sich die Tünderaner die Kugel dann fast ins eigene Tor, ein verunglückter Kopfball landete am Pfosten.

    Vermeintliches 2:1 – Abseits oder nicht?

    Vorbei war das Spiel anschließend allerdings nicht. In der Nachspielzeit gab es plötzlich großen Jubel: Ein langer Ball von Dennis Kießig senkte sich am Fünfer, Kris-Lennart Müller stieg am höchsten und die Kugel zappelte im Netz – ähnlich wie eine Woche zuvor beim VfL Bückeburg. Doch der Linienrichter hob die Fahne, der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Eine Entscheidung, mit der nicht  jeder einverstanden war – insbesondere der Torschütze. „Kris-Lennart hat mir versichert, dass es kein Abseits war. Er hat ja mir gegenüber nichts zu verbergen. Das ist dann ein bisschen ärgerlich, wäre aber wohl auch aufgrund des zweiten Durchgangs ein bisschen unverdient“, meinte Motzner. Kurz darauf war das Duell vorbei, der Abstand zu Spitzenreiter Hemmingen-Westerfeld bleibt bei vier Punkten. Trotzdem fiel die Winterbilanz von Motzner angesichts der historischen Hinrunde positiv aus – kein Wunder. „Wir sind gut drauf und superfroh, dass wir so viele Punkte geholt haben. Leider müssen wir mit Tim Piontek natürlich lange auf eine Säule verzichten. Dafür kommen Florian Fischer und Vincent-Axel Marahrens im Winter zurück. Die beiden werden uns sicherlich weiterhelfen.“
    HSC BW Tündern: Masur, Hilker, Kießig, Müller, Kramer, Aydin (77. Herrmann), Marc-Robin Schumachers, Barnert (51. dos Santos), Tegtmeyer, Gurgel, Neckritz.
    Tore: 1:0 Robin Tegtmeyer (5.), 1:1 Gean Rodrigo Baumgratz (39.).
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