07.06.2026 17:24
Bezirksliga Frauen
Bitterer Abstieg trotz großem Kampf: Hastenbeck II geht hintenraus die Puste aus
Hiob und Henschel verkürzen auf 2:3 / Hinzmann: „Kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen“

Sind trotz großem Kampf abgestiegen, die Fußballerinnen vom SV Hastenbeck II
DJK BW Hildesheim - SV Hastenbeck II 6:2 (3:1).
Der Abstieg aus der Frauen-Bezirksliga ist für die Reserve des SV Hastenbeck bittere Gewissheit. Am letzten Spieltag unterlag das Team von Trainer Sven Hinzmann bei der DJK BW Hildesheim mit 2:6 (1:3) und muss damit den Gang in die Kreisliga antreten. Mit 21 Punkten beenden die Hastenbeckerinnen die Saison auf dem zehnten Tabellenplatz – am Ende fehlten lediglich zwei Zähler auf das rettende Ufer, das der TuS Kleefeld belegt. Die Gastgeberinnen aus Hildesheim schließen die Spielzeit dagegen gesichert auf dem sechsten Rang im Tabellenmittelfeld ab.
Die Vorzeichen für den SVH standen schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern. „Wir gingen arg personalgeschwächt mit nur elf Spielerinnen in die Partie, von denen einige zudem angeschlagen waren“, berichtete Hinzmann nach der Partie. Die heimische DJK nutzte die personelle Misere der Gäste konsequent aus und erarbeitete sich früh eine komfortable Führung. Nach drei schnellen Gegentreffern lag Hastenbeck bereits mit 0:3 im Hintertreffen. Doch die Elf fing sich und bewies Moral. In der 25. Minute belohnte Annabel Hiob den Kampfgeist der Gäste und verkürzte auf 1:3 – gleichzeitig der Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel keimte beim Hinzmann-Team sogar noch einmal echte Hoffnung auf. Die noch junge Mia Henschel markierte in der 55. Spielminute das vielumjubelte 2:3 und brachte die Schwarz-Weißen wieder in Schlagdistanz. Doch die Aufholjagd kostete zu viel Kraft. „Obwohl wir uns den Schneid nicht abkaufen ließen und zwischenzeitlich auf 2:3 verkürzen konnten, fehlten uns hintenraus einfach die Körner, sodass wir abreißen lassen mussten“, analysierte der SVH-Coach den weiteren Verlauf. Ohne Wechselmöglichkeiten auf der Bank machte sich der enorme Kräfteverschleiß in der Schlussphase schmerzhaft bemerkbar. Hildesheim nutzte die schwindenden Kräfte der Gäste eiskalt aus, drehte noch einmal auf und schraubte das Ergebnis durch drei weitere Treffer zum 6:2-Endstand in die Höhe. Hinzmann zeigte sich nach dem Abpfiff als fairer Verlierer: „Hildesheim war unterm Strich besser, das muss man neidlos anerkennen.“
Trotz des verpassten Klassenerhalts fand der Übungsleiter nach dem Spiel ausschließlich lobende Worte für die Einstellung seiner Truppe: „Das Saisonziel Klassenerhalt haben wir damit zwar verpasst, dennoch kann ich keiner Spielerin einen Vorwurf machen. Die Mannschaft wollte einfach Fußball spielen und alles reinhauen – das hat sie die gesamte Saison über getan, auch wenn es personell häufig schwierig war.“ Ein Sonderlob gab es für die Torschützinnen, die trotz der Niederlage für positive Momente sorgten: „Besonders freue ich mich heute für die beiden Torschützinnen, allen voran für die noch sehr junge Mia Henschel, die sich mit ihrem Treffer belohnt hat.“
Tore: 1:0, 2:0, 3:0, 3:1 Annabel Hiob (25.), 3:2 Mia Henschel (55.), 4:2, 5:2, 6:2.
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