27.05.2026 08:45

Bezirksliga Frauen


Statement-Sieg in Hannover: Tündern II stürmt mit Torfestival in die Relegation

Miserre-Dreierpack ebnet den Weg beim 8:2-Kantersieg / Trainer Kowalski vor emotionalem Abschied: „Kein schönerer Abschluss“
Rica Miserre Tuendern II
Ebnete mit gleich drei Treffern den Weg für den klaren Auswärtssieg ihres Teams: Tünderns Rica Miserre (am Ball).

SG v. 1874 Hannover – BW Tündern II 2:8 (0:4).

Die Frauen von BW Tündern II haben in der Bezirksliga ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und den begehrten zweiten Tabellenplatz – und damit das Ticket für die Aufstiegsrelegation – endgültig eingetütet. Nach dem Ende der regulären Saison geht es für die „Schwalben“ nun in die entscheidende Verlängerung: In einer Relegationsrunde trifft das Team auf den Vizemeister der anderen Bezirksligastaffel sowie den Zehntplatzierten der Landesliga, um den Aufstieg perfekt zu machen. Dass die Tünderanerinnen heiß auf diese Aufgaben sind, bewiesen sie in Hannover eindrucksvoll.

Blau-Weiß-Coach Aljosha Kowalski zeigte sich nach dem Schützenfest beinahe sprachlos: „Wir haben mit 8:2 gewonnen. Vor dem Spiel hätte ich das tatsächlich nie erwartet. Für mich ist dieser deutliche und überzeugende Sieg in Hannover ein ganz klares Ausrufezeichen und ein echtes Statement. Wir wussten von Anfang an, dass es nicht einfach wird, da Hannover gerade durch ihre Einzelspielerinnen enorm gefährlich ist.“
Der Matchplan gegen die gefährlichen Einzelspielerinnen der SG ging von Beginn an voll auf: „Wir wollten in ein intensives Pressing gehen. Das hat hervorragend geklappt, der Gegner kam damit überhaupt nicht zurecht“, so Kowalski. Nachdem Isabelle Liebig (5.) noch auf der Linie gestoppt wurde, belohnte Rica Miserre den Aufwand mit einem Doppelschlag: Erst umkurvte sie die Torhüterin zum 0:1 (16.), nur eine Minute später erhöhte sie nach einer Balleroberung trocken auf 0:2 (17.). Tündern blieb trotz der hohen Temperaturen griffig. Nach Flanke von Aaliyah Blanke drückte Carolin Heyder den Ball volley zum 0:3 über die Linie (25.). Noch vor der Pause machte Miserre per Steckpass ihren Hattrick und den 0:4-Halbzeitstand perfekt (37.).

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Gäste das Tempo hoch. Mia Kehne erhöhte nach einer Energieleistung auf 0:5 (51.). Durch anschließende Wechsel ging kurzzeitig die Zuordnung verloren, was Hannovers Sarah Otto zum 1:5 nutzte (65.). Die „Schwalben“ schüttelten sich jedoch kurz und antworteten prompt: Ein Kopfball von Noelia Razlaw wurde von Dilara Schnur unhaltbar zum 1:6 abgefälscht (69.) – für Kowalski ein klares Tor für Razlaw. Nur drei Minuten später schnürte Kehne per Flachschuss den Doppelpack zum 1:7 (72.). In der turbulenten Nachspielzeit traf erst Leonie Schmidt per Kopf zum 1:8 (90.+1), ehe Otto im Gegenzug den 2:8-Endstand markierte (90.+2). „Am Ende war das wohl noch etwas Ergebniskosmetik“, resümierte Kowalski entspannt.

Für den Trainer wird die anstehende Relegation nun zum großen Abschiedstanz, da er in seine letzten Spiele mit der Mannschaft geht: „Auf diese Mannschaft kann man einfach nur absolut stolz sein – sie hat sich diese Vizemeisterschaft verdient! Für mich persönlich ist es eine wunderschöne Sache, da ich nun noch zwei finale Spiele mit den Mädels vor mir habe. Es könnte keinen schöneren Abschluss geben.“

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hob der Coach zwei Akteurinnen besonders hervor: „Rica Miserre hat sich heute den Frust von der Seele geschossen und mit ihrem Hattrick einen riesigen Teil beigetragen. Und auch Caro Heyder hat als erfahrene Akteurin ein überragendes Spiel gemacht, viele Zweikämpfe gewonnen und Kommandos gegeben – von mir gibt es dafür eine Eins mit Sternchen!“
Tore: 0:1 Rica Miserre (16.), 0:2 Miserre (17.), 0:3 Carolin Heyder (25.), 0:4 Miserre (37.), 0:5 Mia Kehne (51.), 1:5 Sarah Otto (65.), 1:6 Eigentor Dilara Schnur (69.), 1:7 Kehne (72.), 1:8 Leonie Schmidt (90.+1), 2:8 Otto (90.+2).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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