09.06.2024 13:29

Bezirksliga Frauen


Zittern bis zum Schluss - und darüber hinaus: Hastenbeck II hält die Klasse

„Wir waren sehr nervös und hibbelig, was angesichts der Situation auch verständlich ist“ / Tündern beendet Saison ohne Punkte
Rene Wohlt SV Hastenbeck II Trainer Spielfeldrand
SVH-Trainer René Wohlt wusste lange Zeit nicht, ob sein Team die Klasse hält.

BW Tündern II – SG Achtum/Einum 1:3 (0:1).

Für Tündern gab´s zum Saisonabschluss keine Punkte. „Für uns war es in der ersten Halbzeit sehr schwierig, weil Achtum sehr giftig und präsent war“, betonte BWT-Trainer Aljoscha Kowalski, der mit seinem Team nach einem Stellungsfehler bereits nach sechs Minuten zurück lag. Damit ging es auch in die Halbzeit. „Wir hatten zwar auch unsere Chancen, aber Achtums Torhüterin Marie-Sophie Watermann hat gut pariert. In der Pause haben wir dann mit drei Wechseln umgestellt und waren danach besser in den Zweikämpfen“, so Kowalski weiter. In der 60. Minute hatten die Blau-Weißen dann die große Chance auf den Ausgleich, doch scheiterten erneut an Watermann.

Im Gegenzug brachte Britta Pätzold eine 20-Meter-Bogenlampe im Netz der „Schwalben“ unter. Zwar köpften die Gäste nur drei Minuten später (66.) nach einer Ecke ins eigene Netz, doch der Anschlusstreffer zum 1:2 änderte am Spielausgang nichts mehr. Stattdessen drückte Maximiliane Schubert die Kugel nach einem Konter zum 3:1-Endstand über die Linie. „Vorher haben wir natürlich aufgemacht“, erklärte der Coach, der abschließend resümierte: „Die Saison ist jetzt vorbei, wir haben unser Ziel – den Klassenerhalt – erreicht. Ich bin froh, dass wir jetzt erst einmal zwei Wochen Ruhe haben. Nächstes Jahr wollen wir dann in der Liga neu angreifen, um eine etwas andere Rolle zu spielen.“
Tore: 0:1 Jennifer Wolf (6.), 0:2 Britta Pätzold (63.), 1:2 Eigentor Marie-Sophie Watermann (66.), 1:3 Maximiliane Schubert (79.).

SV Hastenbeck II – SC Deckbergen-Schaumburg 3:4 (2:2).

Die Hastenbeckerinnen mussten derweil ganz lange zittern. „Wir sind in unser Spiel gegen Deckbergen eigentlich so reingegangen, dass wir mindestens einen Punkt holen, um den Klassenerhalt sicher in der Tasche zu haben“, merkte SVH-Trainer René Wohlt an. Doch dieses Unterfangen ging bereits früh nach hinten los. Schon in der 9. Minute traf Gäste-Spielerin Julia Linke zum 1:0 für den SC. Zwar drehten Katarzyna Huxoll und Francesca Rüscher die umkämpfte Partie noch innerhalb der ersten 20 Minuten, doch Anna Bredemeier glich zehn Minuten vor der Pause wieder aus. In der Folge ging es mit einem 2:2 in die Pause. „Wir waren sehr nervös und hibbelig, was angesichts der Situation auch verständlich ist. Hinten haben wir dicke Fehler gemacht und vorne unsere Chancen nicht genutzt“, so Wohlt weiter. Dieses Bild bestätigte sich auch nach dem Seitenwechsel.

Nach den Treffern von Juline Alina Alt und erneut Bredemeier schien bereits klar, dass man im Kampf um den Klassenerhalt auf Schützenhilfe aus Gehrden angewiesen sein würde. Zwar gelang Huxoll drei Minuten vor dem Ende noch der Anschlusstreffer zum 3:4, doch trotz anschließender Drangphase sprang kein weiterer Treffer mehr heraus. Und was passierte bei der Konkurrenz? Der ungeschlagene Spitzenreiter aus Gehrden tat sich bei Hastenbecks Abstiegs-Konkurrent PSV Hildesheim erstaunlich schwer. Bis zur 95. Minute war die Partie beim Stand von 1:1 völlig offen. Ein weiterer Treffer für den PSV hätte den Niedergang des SVH zurück in die Kreisliga bedeutet, stattdessen erlöste Gehrdens Fabienne Breidenbroich die betenden Hastenbeckerinnen tief in der Nachspielzeit mit dem 2:1-Siegtreffer. Nun konnte auch Wohlt durchatmen: „Ich kann meinen Mädels heute keinen Vorwurf machen, sie haben alles gegeben. Durch die Schützenhilfe aus Gehrden haben wir jetzt die Klasse gehalten. Nach der anstehenden Sommerpause werden wir uns neu aufstellen.“
Tore: 0:1 Julia Linke (9.), 1:1 Katarzyna Huxoll (15.), 2:1 Francesca Rüscher (20.), 2:2 Anna Bredemeier (36.), 2:3 Juline Alina Alt (55.), 2:4 Bredemeier (77.), 3:4 Huxoll (87.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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