30.09.2026 09:39

Bezirksliga


Später Nackenschlag: Rupprecht trifft Tündern in der Nachspielzeit mitten ins Herz

Kein Ausweg aus der Null-Punkte-Falle: Tündern schlittert immer tiefer in den Strudel
Furkan Günkaya
Nicht mehr greifbar: Die Krise für Furkan Günkaya und BW Tündern spitzt sich zu.

TV Jahn Leveste - BW Tündern 1:0 (0:0).

In der Bezirksliga hat der TV Jahn Leveste im Abstiegskampf extrem wichtige drei Zähler eingefahren und die Krise von BW Tündern weiter verschärft. Die Gäste kassierten mit dem 0:1 (0:0) die neunte Niederlage im neunten Spiel und verharren weiterhin punktlos auf dem vorletzten Tabellenplatz – der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits elf Zähler. Leveste verschaffte sich durch den späten Befreiungsschlag hingegen etwas Luft im Keller und kletterte mit nun 13 Punkten auf den neunten Rang. Auf dem Platz erwies sich der Tabellenvorletzte allerdings als extrem harter Brocken.

„Tündern hat mit einer Fünferkette tief gestanden und war extrem auf das Spiel gegen den Ball konzentriert. Sie hatten über die gesamten 90 Minuten vielleicht zwei bis drei Chancen. Wir mussten extrem hart arbeiten, um uns Tormöglichkeiten zu erspielen“, berichtete Leveste-Trainer Abas Jaber. Die Hausherren kombinierten sich zwar flüssig bis zum Strafraum, bissen sich dort jedoch immer wieder fest. Zudem hatten die Gastgeber in kniffligen Szenen Pech: Zwei vermeintliche Elfmeter wurden verwehrt, ein Tor aberkannt und bei einem Distanzschuss verhinderte das Aluminium die Führung.

Tündern-Sprecher Rudi Sonnemann gab offen zu: „In der ersten Halbzeit hatten wir in einer Situation etwas Glück, als Leveste einen Elfmeter hätte bekommen können.“ Auf der Gegenseite besaßen die Gäste durch Ole Heller und Luca-Fabian Schulz zwei hochkarätige Möglichkeiten zur eigenen Führung, mussten aber früh verkraften, dass ihnen erneut das Verletzungspech treu blieb und zweimal früh gewechselt werden musste. „Für die kämpferische Leistung muss man Tündern wirklich loben, sie haben alles reingeworfen“, zollte Jaber dem Vorletzten Respekt. So ging es schließlich mit einem torlosen Remis in die Kabinen.
Geduldsprobe im zweiten Durchgang – Rupprecht erzwingt den Heimsieg

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren noch einmal den Druck, um den Heimdreier zu erzwingen, während Tündern auf Konter aus war. „Man muss allerdings neidlos anerkennen, dass Leveste die klar bessere Mannschaft war und mehr vom Spiel hatte. Unser Plan war es, nach vorne immer wieder Nadelstiche zu setzen. Das ist uns in Durchgang zwei leider nicht mehr wie gewünscht gelungen“, bilanzierte Sonnemann. Leveste kontrollierte das Geschehen mit viel Ballbesitz und Verlagerungen, ließ im Sechzehner jedoch lange die letzte Konsequenz vermissen. Als sich die Zuschauer auf der Anlage bereits auf ein torloses Unentschieden eingestellt hatten, schlug die Stunde der Gastgeber in der Nachspielzeit: Nach einer Ecke bekam Tündern die Situation nicht entscheidend geklärt. Leveste sicherte sich den zweiten Ball, ehe Julian Rupprecht Maß nahm und den Ball per wuchtigem Volley-Fernschuss unten rechts zum umjubelten 1:0-Endstand ins Netz schweißte (90.+1).

„Ein Lucky Punch in der Nachspielzeit hat das Spiel entschieden. Das ist wirklich extrem ärgerlich, denn eigentlich haben wir eine gute Partie gemacht und ordentlich verteidigt. Leveste hatte in dieser Szene das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite“, haderte Sonnemann nach dem Abpfiff mit dem bitteren Schlusspunkt. Leveste-Coach Abas Jaber fiel nach dem erlösenden Last-Minute-Treffer ein Stein vom Herzen: „Aufgrund des späten Zeitpunkts war das natürlich glücklich, über das gesamte Spiel gesehen aber absolut verdient. Für uns war es nach zuletzt nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen extrem wichtig, in dieser schwierigen Phase das Ding noch auf unsere Seite zu ziehen und den Abstand nach unten zu wahren. Das tut der ganzen Truppe unheimlich gut!“
Tore: 1:0 Julian Rupprecht (90.+1).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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