29.08.2026 18:50
Bezirksliga
Katastrophaler erster Durchgang: Tündern geht gegen Bückeburg unter
Personalsorgen stoppen Erfolgsserie: Salzhemmendorf unterliegt Schliekum im Heimspiel

Waren heute personell sehr gebeutelt und mussten die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Lennart Werra (fehlte) und BW Salzhemmendorf.
Staffel 3
BW Tündern - VfL Bückeburg 0:4 (0:4).
In der Bezirksliga hält die Krise von Blau-Weiß Tündern weiter an: Gegen den VfL Bückeburg kassierten die Schwalben eine deutliche 0:4 (0:4)-Heimpleite und verharren nach fünf Niederlagen aus fünf Spielen weiterhin punktlos am Tabellenende. Der Anschluss an das Mittelfeld droht somit frühzeitig abzureißen – besonders eklatant sind dabei die durchschnittlich 3,6 Gegentore pro Partie. Während Bückeburg den vierten Sieg im fünften Spiel feierte, war die Begegnung bereits im ersten Durchgang zuungunsten der Gäste entschieden. „Das war eine totale Katastrophe: Wir sind überhaupt nicht konkurrenzfähig aufgetreten, es gab keinerlei Zweikampfverhalten. Es fehlte an allen Grundtugenden des Fußballs, die wurden überhaupt nicht abgerufen – glatte Note 6!“, fand Tünderns Sprecher Rudi Sonnemann deutliche Worte.
Bereits in der 5. Minute schlug der Favorit zu: Nach einem Durchbruch über Tünderns linke Seite scheiterte Alexander Bremer zunächst an Kolja Kowalski, traf im Nachsetzen aber zum 0:1. Ein langer Ball in die Schnittstelle hebelte die Abwehr aus, sodass Nico Butenop auf und davon war und zum 0:2 vollendete (28.). Nur zwei Minuten später bestrafte Butenop einen Fehler im Aufbauspiel eiskalt mit seinem zweiten Treffer zum 0:3 (30.). Den Schlusspunkt einer desaströsen ersten Hälfte setzte Bastian Evers in der 38. Spielminute mit einem Heber aus 30 Metern über den herauseilenden Kowalski zum 0:4. Ein vermeintliches 0:5 wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Tündern selbst verzeichnete vor der Pause lediglich eine eigene Chance.
Leichtes Aufbäumen nach der Pause – Aydin verpasst den Ehrentreffer
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Heimelf zumindest kämpferisch verbessert, ohne das deutliche Chancenplus der Gäste verhindern zu können. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann zumindest mal gegengehalten und ein bisschen gekämpft. Da sieht man sofort, dass man Bückeburg gar nicht erst so zur Entfaltung kommen lassen muss. Die haben in der ersten Halbzeit nur mit langen Bällen agiert – das hat heute schon gereicht, weil wir es einfach nicht hinbekommen haben“, analysierte Sonnemann. Bückeburg blieb auch in Durchgang zwei das überlegene Team: Alleine Bremer scheiterte einmal an Kowalski, verfehlte das Gehäuse zweimal knapp und traf zudem den Pfosten.
Die beste Möglichkeit für Tündern besaß Ugur Aydin, dessen Kopfball knapp über der Graskante jedoch nicht genug Schwung mitbekam und trotz geschlagenem Keeper noch vor der Linie gerettet werden konnte. Am Ende blieb es bei der deutlichen Niederlage für die Blau-Weißen. Sonnemann richtete nach dem Abpfiff klare Worte an die Mannschaft: „So geht es jedenfalls nicht! Mit so einer Leistung ist man in dieser Liga absolut nicht konkurrenzfähig.“
BW Tündern: Kowalski, Regjepi, Lübbering, Rebic (46. Günkaya), Schwarz (79. Balk), Scholtka, Aydin, Just (46. Heller), Schulz (72. Darwesh), Wyrwoll, Azemovic (77. Ahmadzai).
Tore: 0:1 Alexander Bremer (5.), 0:2 Nico Butenop (28.), 0:3 Nico Butenop (30.), 0:4 Bastian Evers (38.).
Staffel 4
BW Salzhemmendorf - TuSpo Schliekum 0:2 (0:1).
In Salzhemmendorf hat es Blau-Weiß erstmals in dieser Saison erwischt: Nach zuvor drei Auswärtssiegen am Stück mussten sich die Ostkreisler ausgerechnet im ersten Heimspiel der Saison dem TuSpo Schliekum mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Während Salzhemmendorf trotz der Niederlage weiterhin im oberen Tabellendrittel rangiert, rückten die Gäste durch den Auswärtserfolg ins Tabellenmittelfeld vor. Die Hausherren gingen allerdings stark ersatzgeschwächt in die Partie.
„Schliekum hatte von Beginn an mehr Spielanteile, wir haben uns vor allem auf die Arbeit gegen den Ball konzentriert. Wir haben es für unsere heutigen personellen Möglichkeiten eigentlich gar nicht schlecht gemacht. Durch die besondere Konstellation fehlte es natürlich an Abstimmung und Eingespieltheit, dafür haben es die Jungs gut gelöst“, berichtete BW-Sprecher Tim Geffert. Dennoch erwischten die Gäste den besseren Start und belohnten sich bereits in der 8. Spielminute: Nach einem feinen Steckpass brach der TuSpo durch, legte quer und Komi Mario Agbodo schob mühelos zum 0:1 ein. Schliekum verpasste es in der Folge nachzulegen, während Salzhemmendorf in der 35. Minute die Riesenchance zum Ausgleich besaß, als ein Abschluss erst kurz vor der Torlinie geklärt wurde.
Hoffnung keimt nach der Pause – Arroyo vollendet spät per Konter
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Die Gäste verpassten vor dem Gehäuse der Blau-Weißen mehrfach die Vorentscheidung, weil im letzten Drittel die nötige Kaltschnäuzigkeit fehlte. Rund um die 60. Spielminute wurden die Hausherren selbst mutiger und erarbeiteten sich gefährliche Aktionen. „Da keimte die Hoffnung auf, dass hier noch etwas geht“, so Geffert. Je länger die Partie dauerte, desto mehr Risiko musste Salzhemmendorf eingehen. Nachdem Nils Kallenbach kurz vor dem Ende eine weitere Großchance der Gäste entschärft hatte, warfen die Hausherren alles nach vorne. Den dadurch entstandenen Raum nutzte Schliekum in der 89. Spielminute eiskalt aus: Einen Umschaltmoment vollendete Kosi Daniel Igweoji Arroyo zum 0:2-Endstand.
Trotz des verpassten Punktgewinns zeigte sich Geffert nach dem Schlusspfiff keineswegs unzufrieden mit der Einstellung der gebeutelten Heimelf: „Ich kann niemandem einen Vorwurf machen, alle haben gekämpft. Aufgrund der vielen klaren Chancen ist es ein verdienter Sieg für Schliekum, dennoch hatte man phasenweise das Gefühl, dass etwas drin gewesen wäre.“ Ein Sonderlob gab es zudem für die Unparteiischen: „Ein Lob geht an das Schiedsrichtergespann um Fynn Freke für eine sehr klare und gute Spielleitung.“
BW Salzhemmendorf: Kallenbach, Zahl, Fitzner, Renziehausen (64. Kaiser), Friedemann, Kraja (79. Feuerhake), Bergen, Schwetje, Greve, Nagel, Kunze (68. Hasse).
Tore: 0:1 Komi Mario Agbodo (8.), 0:2 Kosi Daniel Igweoji Arroyo (89.).
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