Flutlichtspiel am Mittwochabend auf dem Afferder Kunstrasen: Der aktuell Fünfte SV Eintracht Afferde (7 Punkte) empfängt den verlustpunktfreien Tabellenführer TSV Barsinghausen (12 Punkte aus 4 Spielen). Während die Hausherren nach zwei Auftaktsiegen und dem Derby-Remis gegen Pyrmont zuletzt beim SV Arnum eine Niederlage hinnehmen mussten, reisen die Gäste mit maximalem Selbstvertrauen und der Empfehlung von vier Siegen an – inklusive einer fulminanten Aufholjagd gegen Tündern am vergangenen Spieltag.
„Wir spielen heute Abend um 19 Uhr auf dem Kunstrasen gegen Barsinghausen. Barsinghausen ist sicherlich einer der Favoriten auf den Aufstieg. Als Landesliga-Absteiger ist man da automatisch im Geschäft, aber sie kommunizieren auch ganz klar, dass sie wieder aufsteigen wollen – neben Bückeburg und Ihme sind sie auch meine Favoriten. Das heißt: Wir sehen uns in der Außenseiterrolle, haben aber am Sonntag in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass wir mit guten Teams mithalten können und da vielleicht sogar noch besser waren. Das Spiel geht jetzt aber wieder bei null los. Gerade zu Hause auf dem Kunstrasen wollen wir uns nicht chancenlos ergeben, sondern haben das klare Ziel, mindestens einen Punkt bei uns zu behalten. Barsinghausen ist eine Mannschaft, die immer an sich glaubt, egal wie es läuft. Sie haben Spiele mit späten Treffern gegen Enzen, Tündern und Hilligsfeld immer noch gezogen, dazu kam ein deutlicher 5:0-Sieg in Springe. Da kommt einiges an Qualität auf uns zu – allen voran Dreh- und Angelpunkt Florian Nolte im Zentrum. Dazu verfügen sie über eine gute Kaderbreite. Wir müssen also voll auf der Hut und bei 100 Prozent sein, damit Punkte im Bereich des Möglichen liegen. Personell sieht es durchwachsen aus: Jörn Heinzelmann und Marlin Meyer fehlen weiterhin, Juri Oberheide ist auch noch im Urlaub und dazu kommen die längerfristigen Ausfälle. Neu auf der Ausfallliste ist Jannis Helmsen, zudem fehlt Nikola Cuvrk. Bennet Walter und Maik Genge sind dafür zurück im Kader. Schauen wir mal, was das heute Abend wird. Ein Punkt ist unser Mindestziel – alles andere wäre eine Zugabe."
BW Tündern - VfL Bückeburg (Samstag, 15 Uhr).
Schwere Zeiten an der Hamelner Kampfbahn: Nach vier Niederlagen aus den ersten vier Spielen rangiert Blau-Weiß Tündern auf dem vorletzten Tabellenplatz (Platz 16). Besonders bitter: Zuletzt verspielte das Team vom Trainerduo Rik Balk und Rene Hau gegen Spitzenreiter Barsinghausen eine 3:1-Führung in den Schlussminuten und stand nach 95 Minuten erneut ohne Punkte da. Nun wartet mit dem Tabellenvierten VfL Bückeburg (9 Punkte) die nächste hohe Hürde. Sonnemann fordert von seiner Elf in der Schlussphase mehr Pragmatismus
„Wo sind unsere Gedanken in den letzten zehn Minuten?"
„Am Samstag ist der VfL Bückeburg bei uns zu Gast. Die Bückeburger sind seit Jahren ein gern gesehener Gast bei uns; viele Duelle auf Augenhöhe standen da an der Tagesordnung. Der sofortige Wiederaufstieg war ihnen im letzten Jahr zwar nicht geglückt und es sprang Platz 3 heraus, aber sie werden am Ende ein gewaltiges Wort um den Aufstieg mitsprechen. Alles wieder auf Anfang nach einer wirklich sehr denkwürdigen Woche für die Schwalben: Wo sind unsere Gedanken in den letzten zehn Minuten? Es ist kaum zu erklären, dass man 3:1 führt, das Geschehen in den Händen hält und dann noch 3:4 verliert. Was lernen wir aus dieser Situation? Das Positive ist: Man fängt sich das 0:1 und spielt danach besser. Aber es muss uns gelingen, die Ernte auch nach 95 Minuten einzufahren, um den Stein zu lösen, der auf der Brust liegt. Vielleicht sollte man sich auch mal auf alte, bewährte Methoden besinnen: Bist du nicht orientiert, einfach weg mit der Murmel – im Tönebönsteich ist viel Platz! Meine Hoffnung ist, dass sich unsere dünn besetzte Auswechselbank langsam wieder mit Stammkräften füllt, sodass man auch nachlegen kann. Das Motto für unsere Jungs: Erst drei Punkte und dann Vollgas auf dem Pflasterfest!"
BW Salzhemmendorf - TuSpo Schliekum (Samstag, 16 Uhr).
Besser hätte der Saisonauftakt in Staffel 4 für Blau-Weiß Salzhemmendorf kaum laufen können: Nach drei Auswärtssiegen in Serie stehen die Ostkreisler mit der Maximalausbeute von neun Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Am Samstagnachmittag steht nun endlich die lang ersehnte Heimpremiere gegen TuSpo Schliekum (Platz 12, 4 Punkte) an. Die Gäste reisen nach einem durchwachsenen Start mit Rückenwind an, nachdem sie zuletzt Landesliga-Absteiger Ochtersum ein Unentschieden abtrotzten.
„Nun wollen wir diesen Lauf auch zu Hause fortsetzen"
„Am Wochenende steht für uns das erste Heimspiel der Saison auf dem Programm – nach drei Auswärtsspielen wird es schließlich auch mal Zeit, dass wir uns vor heimischer Kulisse präsentieren dürfen. Vielleicht sollten wir allerdings weiterhin lieber in der Fremde antreten, denn dort lief es für uns zuletzt ziemlich gut. Mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen ist der Saisonstart natürlich optimal verlaufen. Nun wollen wir diesen Lauf auch zu Hause fortsetzen und möglichst die nächsten Punkte einfahren. Dass das allerdings eine ordentliche Herausforderung wird, ist uns bewusst. Leider mussten wir unsere bisherigen Erfolge jedes Mal mit der ein oder anderen Blessur beziehungsweise Verletzung bezahlen. So langsam wird die Personaldecke bei uns daher etwas dünner. Das soll und wird aber nichts an unserer Einstellung zum Spiel ändern. Wir müssen genau dort weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben: alles investieren, was möglich ist und die sich bietenden Chancen möglichst konsequent nutzen. Genau das hat uns in den vergangenen Spielen die Erfolge gebracht. Mit Schliekum erwartet uns eine Mannschaft, die zuletzt ebenfalls gute Ergebnisse erzielt hat. Das Auftaktprogramm hatte es durchaus in sich und zuletzt konnte man auch dem Landesliga-Absteiger aus Ochtersum einen Punkt abtrotzen. Wir wissen also, dass uns am Wochenende eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet. Wir wollen trotzdem alles daransetzen, auch im ersten Heimspiel etwas Zählbares mitzunehmen. Dafür werden wir alle verfügbaren Kräfte mobilisieren und alles auf dem Platz lassen. Dann schauen wir mal, wofür es am Ende des Tages reicht."
TB Hilligsfeld - SC Rinteln (Sonntag, 15 Uhr).
Premierenstimmung im Dorf an der Hamel: Der TB Hilligsfeld bestreitet am Sonntagnachmittag das erste Bezirksliga-Heimspiel. Nach drei Auswärtsspielen, aus denen trotz ansprechender Leistungen nur drei Zähler sprangen, empfängt der Aufsteiger (Platz 12) den SC Rinteln (Platz 8, 6 Punkte). TBH-Sprecher Michael Söchting fordert von seiner Elf, die mannschaftliche „Bravheit“ abzulegen und die taktischen Vorgaben über 90 Minuten konsequent umzusetzen.
„In unserem Fall bedeutet dies, dass wir schleunigst dazulernen müssen"
„Trotz zuletzt dreier unglücklicher Niederlagen hintereinander haben wir es schwarz auf weiß: Mithalten können wir mit jedem. Aber zwischen Mithalten und Spiele gewinnen liegt eben jener Hauch Cleverness, der den kleinen, aber feinen Unterschied ausmacht. In unserem Fall bedeutet dies, dass wir schleunigst dazulernen müssen, taktische Vorgaben umzusetzen, Hilfestellungen von außen gebührend anzunehmen und endlich auch mal unsere Bravheit und Blauäugigkeit abzulegen. Im Kampf um Punkte für den Klassenerhalt in der Bezirksliga sind Talent und jugendliche Unbekümmertheit eben nicht immer ausreichend. Am Sonntag treten wir nun nach vier Auswärtsspielen in Folge – bei denen wir durchgehend Lob und Anerkennung für unsere Darbietungen auf offener Szene einheimsen konnten – endlich einmal vor heimischem Publikum auf unserem Dorfplatz an der Hamel an. Unsere Platzpflegecrew rund um TBH-Rasenpapst ,Fitschi' Meyer hat alles darangesetzt, den A-Platz durch den trockenen Sommer zu retten, sodass er so gut wie lange nicht mehr ist. Vielen Dank an dieser Stelle dafür! Zumindest für ein paar Wochen freuen wir uns jetzt erst einmal auf eine Bezirksliga-taugliche Grünfläche – sofern die Stadt das Mähen nicht noch vergisst und die Hamel in ihrem Bett bleibt. Im ersten Bezirksliga-Heimspiel in Hilligsfeld in der Vereinsgeschichte hoffen wir am Sonntag auf die vorbehaltlose und zahlreiche Unterstützung unserer rot-weißen Fangemeinde sowie eine einmalige Atmosphäre. Gegen den SC Rinteln wird es allerdings nur mit 90 Minuten maximaler Leidenschaft und bedingungsloser Hingabe gehen. Da können wir dann bei aller Liebe auch auf Fitschis Passionsfläche unter unseren Stollen keine Rücksicht nehmen. Vielleicht werden die ehemaligen Universitätsstädter von der Weser einen Moment der Gewöhnung benötigen, wenn sie erst einmal unsere klassischen Volleisen-Tore erspähen und unter Umständen noch den ganz besonderen Duft des ,Hunderttausend-Schweine-Dorfes' wegschnuppern dürfen. Beim Festival der Sinne müssen wir am Sonntag also auf den Punkt da sein und dann auf jede nur erdenkliche Schwäche des Gastes spekulieren – und zudem die Kreise von SCR-Haaland-Verschnitt Bendik Kruska (schon sieben Saisontore) und des reaktivierten Oberliga-Allrounders Kastriot Hasani einengen. Leider hat unser Goalgetter Louis Heucke wieder einmal seinen Abwesenheitsassistenten aktiviert und fiebert aus dem Urlaub am Liveticker mit – genau wie Felix Heitecker, der einmal mehr für sein ,Beißleisten-Abi' in die Uni muss. Zudem sieht es um ,Gitty' Karock nicht gut aus, nachdem er sich in Leveste ohne Gegnereinwirkung das Knie demoliert hat. Weiterhin plagten sich unter der Woche einige Spieler mit grippalen Infekten rum. Tim Söchting fällt leider mit einem im Dienstags-Training erlittenen Muskelfaserriss mehrere Wochen aus. Zumindest Urlauber Jonas Schulze ist wieder an Bord und schafft somit Alternativen auf dem Flügel."
SV Gehrden - FC Bad Pyrmont Hagen (Sonntag, 15 Uhr).
Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit vier Punkten aus vier Spielen steht der FC Bad Pyrmont Hagen (Platz 10) vor der Auswärtsaufgabe beim SV Gehrden. Die Gastgeber rangieren aktuell ohne eigenen Treffer und mit vier Niederlagen am Tabellenende. Dennoch möchte BPH-Sprecher Florian Büchler von einer leichten Aufgabe nichts wissen: Nach dem schwachen Auftritt zuletzt fordert er von seiner Mannschaft maximale Demut und eine seriöse Einstellung, um den Schritt aus dem Formtief zu schaffen.
„Den Schritt in die richtige Richtung machen, um aus diesem Tal herauszukommen"
„Mit Gehrden erwartet uns zwar das Schlusslicht, aber nichtsdestotrotz sind wir gerade nicht in der Situation zu sagen: Wir fahren dahin, holen uns die drei Punkte und fahren wieder nach Hause. Sondern wir müssen wieder versuchen, in die Spur zu kommen, besser Fußball zu spielen, eine bessere Einstellung an den Tag zu legen und demütig an die Aufgabe heranzugehen. Wir sind gerade nicht in der Lage, irgendwelche Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen oder zu unterschätzen. Deshalb fahren wir dorthin, wollen eine ganz seriöse Leistung abrufen und den Schritt in die richtige Richtung machen, um aus diesem Tal herauszukommen, in dem wir uns gerade befinden. Die Kadersituation sieht ein bisschen besser aus: Es kommen ein, zwei Urlauber oder verhinderte Spieler wieder zurück, sodass wir nach und nach den gesamten Kader zur Verfügung haben. Aber wir brauchen trotzdem noch ein, zwei Wochen, um in die Abläufe zu kommen und die Grundfitness zu erlangen. Wir haben uns alle erhofft, dass wir schon ein Stück weiter sind – sind wir nicht, aber da werden wir gemeinsam herauskommen und hoffentlich am Wochenende schon mit drei Punkten starten."
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