In Ahrbergen kommt es am 1. Spieltag direkt zu einem Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger. Beide Teams mussten unter der Woche dämpfende Pokal-Schlappen hinnehmen: Während Salzhemmendorf beim Kreisligisten TSV Nettelrede eine deutliche Niederlage kassierte, schied Rot-Weiß Ahrbergen denkbar knapp im Elfmeterschießen gegen die SG Ambergau/Bockenem aus. BW-Sprecher Tim Geffert erwartet mit den Gastgebern eine defensiv extrem kompakte und organisierte Mannschaft, die in der vergangenen Aufstiegssaison die wenigsten Gegentore hinnehmen musste. Um in Ahrbergen etwas Zählbares mitzunehmen, verlangt Geffert von seinem Team mehr Konzentration und Stabilität als im Pokalspiel.
„Am kommenden Sonntag geht’s endlich los! Die Bezirksliga startet und hält für uns direkt ein Duell zweier Aufsteiger bereit. Vor dem ersten Spieltag ist es natürlich immer schwierig, schon auf eine bestimmte Form zu schließen, denn gerade die Vorbereitung dient auch dazu, verschiedene Dinge auszuprobieren und zu testen. Alles in allem können wir mit unserer Vorbereitung durchaus zufrieden sein. Gleichzeitig freuen wir uns jetzt aber auch darauf, dass es endlich wieder um Punkte geht und die Saison so richtig startet. Zum Gegner können wir im Vorfeld nicht allzu viel sagen – vermutlich gilt das aber auch umgekehrt. Von dem, was man so hört, erwartet uns eine gut organisierte und kompakte Mannschaft, die in der vergangenen Saison mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert hat. Das spricht natürlich für eine gewisse Stabilität und wird uns am Sonntag sicherlich vor eine anspruchsvolle Aufgabe stellen. Wir wollen natürlich nicht direkt mit einer Niederlage in die neue Bezirksliga-Saison starten. Wenn uns das gelingen soll, müssen wir allerdings wieder kompakter und konzentrierter auftreten als zuletzt im Pokalspiel in Nettelrede. Wir werden jedenfalls alles investieren und dann schauen, was am Ende dabei herausspringt. Personell: Gibt es bei uns aktuell noch das eine oder andere Fragezeichen. Sicher ausfallen werden allerdings Justin Hasse, der mit einer Schulterverletzung fehlt, sowie Marcel Tost, der nach seiner langen Verletzungspause noch nicht wieder einsatzbereit ist."
FC Hevesen - TB Hilligsfeld (Sonntag, 15 Uhr).
Ein historischer Tag für den Turnerbund Hilligsfeld: Nach 115 Jahren Vereinsgeschichte bestreitet der TBH als Relegations-Aufsteiger sein allererstes Spiel in der Bezirksliga. Nach einem Pokal-Freilos reist die Mannschaft von Trainer Christian Ernst mit viel Zweckoptimismus und der Einstellung „Einfach drauf los und genießen“ nach Hevesen. Der Gastgeber FC Hevesen stieg am letzten Spieltag als Schaumburger Kreismeister auf, musste im Pokal jedoch ein deutliches 0:5 gegen den Bezirksligisten VfL Bückeburg einstecken. Nichtsdestotrotz wartet auf die Hilligsfelder Defensivabteilung eine Schwerstaufgabe. Trotz personeller Ausfälle – darunter Tristan Karock, der langfristig ausfällt – strebt der TBH zum Auftakt einen Punktgewinn auf Augenhöhe an.
„Können eigentlich in jedem Spiel nur gewinnen: nämlich zumindest an Erfahrung"
„Zum ersten Bezirksliga-Spiel der 115-jährigen Vereinsgeschichte des Turnerbunds reisen wir trotz einer wie immer durchwachsenen Vorbereitung mit einer optimistischen Grundeinstellung an. Ähnlich wie Mitaufsteiger FCH haben wir aber noch keine wirkliche Vorstellung von den echten Leistungsanforderungen in der neuen Spielklasse. Unsere Testspiele gegen Kreis- oder Bezirksligisten gaben durch das allseitige Personalroulette wie jedes Jahr nur bedingt Aufschluss. Aber das souveräne 7:2 zuletzt beim Kreisliga-Titelaspiranten Königsförde stimmt uns für die Aufgabe in Hevesen optimistisch. Wir sind also heiß auf die für unseren kleinen Dorfverein historische Partie und hoffen auf einen Punktgewinn beim Schaumburger Last-Minute-Kreismeister, den wir im Vorfeld der Partie vom Format her etwa auf Augenhöhe mit uns sehen. ,Einfach drauf los und genießen, was geht' ist dabei unser Motto für die bevorstehende Gesamtsaison, in der wir naturgemäß als ,Aufsteiger durch die Hintertür' (über die Relegation) als einer der ersten möglichen Absteiger gehandelt werden. Mit unserer jungen Truppe haben wir aber überhaupt nichts zu verlieren und können eigentlich in jedem Spiel nur gewinnen: nämlich zumindest an Erfahrung. Zum Bezirksliga-Debüt auf dem gewöhnungsbedürftigen Heveser Platz wird unsere Defensivabteilung gleich vor eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt: Das schnörkellose und durchschlagskräftige Gastgeber-Quartett Wellschmidt, Vauth und die Kleiber-Brüder zeichnete sich für satte 84 der insgesamt 113 Kreisligatore verantwortlich. Gegen sie werden wir aufmerksam, hart und kompromisslos verteidigen müssen, um Aussicht auf den angepeilten Punktgewinn zu haben. Personell hat Coach Christian Ernst am Sonntag gleich auf mehreren Positionen die Qual der Wahl. Es wird dort zu Millimeter-Entscheidungen kommen, die es wegzustecken und in positive Energie umzusetzen gilt. Wahrscheinlich fehlen nur die Langzeitverletzten André Schauf, Julian Müller, Justin Brandt und Sören Schaper sowie Urlauber Moritz Oberkötter und die beruflich verhinderten Felix Heitecker und Carlos Weide. Allerdings haben wir erfahren müssen, dass Tristan Karock leider aus gesundheitlichen Gründen eine dreimonatige Fußballpause einlegen muss und damit kurzfristig für die gesamte Hinserie ausfällt."
FC Bad Pyrmont Hagen - BW Tündern (Sonntag, 15 Uhr).
Das absolute Highlight des Spieltags steigt auf dem Stadionrasen in Pyrmont. Das Kreisderby zwischen dem FC Bad Pyrmont Hagen und Blau-Weiß Tündern besitzt eine lange Historie, geprägt von vielen direkten Duellen und personellen Wechseln zwischen beiden Lagern. Die Vorzeichen sind unterschiedlich: Pyrmont Hagen kassierte im Bezirkspokal zwar eine 1:5-Niederlage gegen den Landesligisten VfR Evesen, zeigte dabei jedoch über weite Strecken eine ansprechende Leistung. Sprecher Florian Büchler sieht sein Team trotz urlaubs- und verletzungsbedingter Trainingsrückstände auf einem guten Weg. Landesliga-Absteiger Tündern hingegen feierte unter der Woche bereits ein Erfolgserlebnis und setzte sich im Pokal mit 3:1 beim TuS Jahn Lindhorst durch. Tündern-Sprecher Rudi Sonnemann betont, dass die Schwalben trotz des großen Kaderumbruchs und Urlaubszeiten als geschlossene Einheit auftreten und mit breiter Brust drei Punkte aus Pyrmont entführen wollen.
„Wir erwarten daher ein super ausgeglichenes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden"
„Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht! Das erste Punktspiel gleich als Derby und dazu ein Doppelspieltag im Stadion – besser kann es natürlich gar nicht starten. Ich habe mir gestern den Platz angeschaut: Der ist in einem sensationellen Zustand! Die Stadt hat da einen Rasenroboter angeschafft, das ist echt top. Die Rahmenbedingungen stehen also. Für uns kommt das Spiel vielleicht sogar noch ein bisschen zu früh. Das haben wir jetzt auch im Pokalspiel gegen Evesen gesehen – unsere Vorbereitung ist noch nicht ganz abgeschlossen. Aber das wird wahrscheinlich vielen Mannschaften so gehen, aufgrund der Verletzungs- und Urlaubssituationen. So langsam lichtet es sich jedoch: Der Kader wird jetzt besser aussehen als am Wochenende im Pokalspiel gegen Evesen, sodass ich hoffentlich nicht mehr selbst spielen muss. Was wir erwarten, ist ein absolut kampfstarker Gegner, der im Sommer zwar einen riesigen Umbruch hatte, aber immer noch sehr, sehr viel Qualität als Mannschaft und auch an Einzelspielern besitzt. Von daher haben sie auch ein Ausrufezeichen in Lindhorst gesetzt – da gewinnt auch nicht jeder so problemlos, wie man das im Nachbericht gelesen hat. Wir erwarten daher ein super ausgeglichenes Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden. Darauf werden wir uns einstellen und hoffen trotz alledem, mit einem Dreier in die Saison zu starten."
„Für mich persönlich ist das das Kreisderby der letzten Jahre"
„Endlich geht die neue Spielzeit los! Nach vielen Einheiten im Vorfeld beginnt der Ernst des Lebens für die ,Schwalben' wieder. Mit Bad Pyrmont erwartet uns ein alter Bekannter. Für mich persönlich ist das das Kreisderby der letzten Jahre – in den Jahren 2010 bis 2019 war dieses Duell immer ein besonderes Spiel. Auch der rege Austausch von Spielern spielte hier eine Rolle. Wir haben am Sonntag im Pokal eine solide Leistung gezeigt. Uns wurde gerade in den ersten 20 Minuten aber auch gezeigt, wo die Stellschrauben liegen, um eine kompakte Leistung über 90 Minuten abzurufen. Der gewaltige Umbruch sowie die Urlaubszeit lassen im Moment noch keine genaue Standortbestimmung zu. Eines ist aber zu erkennen: Im Gegensatz zur Vorsaison treten wir als Team auf – eine Mannschaft, die sich gegenseitig hilft. Als bestes Beispiel dient der junge Anel Azemovic: Der Junge ist megaschnell, braucht zwar noch seine Zeit, wird von der Mannschaft aber voll mitgenommen, um ihn möglichst schnell einzubauen. Leider sind wir am Sonntag nicht mit der vollen Kapelle am Start, dennoch wollen wir die drei Punkte in Pyrmont einsacken und mit breiter Brust in die Spielzeit starten."
TSV Kirchdorf - SV Eintracht Afferde (Sonntag, 15 Uhr).
Der gestandene Bezirksligist SV Eintracht Afferde startet beim TSV Kirchdorf in die neue Saison. Beide Teams wollen nach ihren Pokalniederlagen unter der Woche – Afferde verlor knapp mit 0:1 gegen den MTV Rehren A/R, Kirchdorf unterlag dem Landesligisten Mühlenfeld mit 0:4 – in der Liga den Bock umstoßen. Die Eintracht stellt sich auf einen erfahrenen Gegner ein, der in der vergangenen Spielzeit Platz neun belegte. Da die Partie auf Kunstrasen ausgetragen wird, rechnet Afferdes Trainer Mortiz-Ole Gerkens mit einem heimstarken Gegner, auf dessen Geläuf defensiv erneut Höchstleistung gefragt ist. Nach der verletzungs- und urlaubsbedingten Misere der Vorwoche entspannt sich der Kader der Eintracht zum Ligastart glücklicherweise wieder spürbar.
„Aber wir wollen definitiv nicht mit leeren Händen nach Hause fahren"
„Am Sonntag steht unser erstes Saisonspiel beim TSV Kirchdorf an. Erneut wissen wir nicht so richtig, was uns erwartet und können wenig zum Gegner sagen – außer dass es vermutlich erst einmal eine relativ erfahrene Truppe zu sein scheint, mit ein, zwei Spielern, die schon höher gespielt haben: Robert Just allen voran, langjähriger Torjäger vom TSV Barsinghausen, oder Delil Sadiq, der schon in Egestorf in der Regionalliga gespielt hat. Und zuletzt Christian Kolter, den sie im Sommer vom Nachbarn aus Goltern geholt haben – er hat dort in den letzten Jahren viele Tore geschossen, gehört aber auch schon zum älteren Semester. Wir gehen also von einer erfahrenen Mannschaft aus, die weiß, wie man Fußball spielt. Das Spiel ist auf Kunstrasen angesetzt, was sicherlich dafür spricht, dass Kirchdorf diesen Vorteil nutzen will. Aber auch für uns ist der Untergrund nicht befremdlich. Wir gehen erst einmal davon aus, dass wir defensiv wieder stark gefordert sein werden – wie zuletzt in Rehren, wo wir es defensiv sehr gut gemacht haben, bis es den späten Nackenschlag gab. In der Summe war das aber ein guter Auftritt mit vielen Ausfällen. Am Sonntag sind wir zum Liga-Start natürlich da, um es noch besser zu machen. Unsere Kadersituation entspannt sich zum Glück etwas. Ausfallen werden auf jeden Fall Luca Garbsch, Daniel Niemeyer und Nikola Cuvrk, die im Urlaub sind. Sebastian Zschoch und Laurin Görsdorf sind verletzt, und Kai Schwark ist beruflich verhindert. Ansonsten haben wir einige Kader-Rückkehrer und werden einen schlagkräftigen Kader stellen. Minimales Ziel ist erst einmal ein Punkt, wir hätten aber auch gegen drei nichts einzuwenden. Wir fokussieren uns auf unsere eigene Leistung und schauen dann, was am Ende dabei herumspringt. Aber wir wollen definitiv nicht mit leeren Händen nach Hause fahren."
Kommentare