01.09.2026 11:04
3. Kreisklasse
Später Knockout in der Schlussphase: Reher II unterliegt Afferde II
Lüntorf zwingt Thal/Holzhausen II in die Knie / Fischbeck II trotzt dem Wind und siegt knapp in Hajen

Silas Moczala musste sich mit der SG Thal/Holzhausen II knapp geschlagen geben.
SG Afferde-Hilligsfeld II - TSV Germania Reher II 2:1 (1:1).
Am zweiten Spieltag der 3. Kreisklasse hat die Zweitvertretung des TSV Germania Reher die erste Saisonniederlage einstecken müssen: Nach dem deutlichen Auftaktsieg unterlag die Mannschaft bei der Reserve der SG Afferde-Hilligsfeld knapp mit 1:2 (1:1). Dabei erwischten die Gäste eigentlich den optisch überlegenen Start in die Begegnung. „In der Anfangsphase hatten wir schätzungsweise 70 bis 80 Prozent Ballbesitz und ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen. Allerdings fehlte trotz der Spielkontrolle häufig die Bewegung ohne Ball, sodass aus dem vielen Ballbesitz zu wenig klare Torchancen entstanden“, berichtete Reher-Sprecher Adrian Weihs.
Die Hausherren zeigten sich dagegen deutlich zielstrebiger: Nach einem einfachen Befreiungsschlag landete das Leder zentral am Anstoßpunkt, wo Jan-Philipp Schwark am schnellsten schaltete und den Ball über den TSV-Keeper hinweg zur 1:0-Führung hob (19.). In der Folge verhinderte Rehers Schlussmann Marvin Siever mit zwei glänzenden Paraden einen noch höheren Rückstand. Kurz vor dem Pausentee belohnte Alexandros Noble den Aufwand der Germanen und stellte in der 43. Spielminute auf 1:1.
Vogelwilde zweite Hälfte – Stickel trifft kurz vor dem Ende
Nach dem Seitenwechsel verflachte die spielerische Linie auf beiden Seiten zusehends. Es entwickelte sich ein offener, stellenweise vogelwilder Schlagabtausch mit schnellen Ballverlusten hüben wie drüben. Afferde erarbeitete sich jedoch zunehmend Zugriff und belohnte die engagierte Leistung kurz vor dem Ende: In der 87. Spielminute markierte Julian Stickel das 2:1 für die SG. Reher erhöhte in den verbleibenden Minuten noch einmal drastisch den Druck und erspielte sich gute Gelegenheiten zum erneuten Ausgleich, scheiterte jedoch entweder an der eigenen Ungenauigkeit oder am stark aufspielenden Afferder Schlussmann.
Am Ende musste der TSV die Heimreise ohne Punkte antreten. Reher-Sprecher Adrian Weihs zog nach dem Schlusspfiff ein kritisches Fazit: „Am Ende bleibt eine vermeidbare 1:2-Niederlage. Unsere Jungs haben die Partie vielleicht ein Stück weit zu leicht genommen. Gerade die fehlende Bewegung ohne Ball und die mangelnde Konsequenz im Abschluss haben verhindert, dass aus dem vielen Ballbesitz mehr entstanden ist. Afferde nutzte seine Möglichkeiten dagegen deutlich besser und hatte zusätzlich einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten.“
Tore: 1:0 Jan-Philipp Schwark (19.), 1:1 Alexandros Noble (43.), 2:1 Julian Stickel (87.).
SG Thal/Holzhausen II - SG Lüntorf 2:3 (1:1).
In Lüntorf hat sich die SG in einem echten Fight knapp mit 3:2 (1:1) bei der Reserve der SG Thal/Holzhausen durchgesetzt. Bereits vor dem Anpfiff steckte ordentlich Brisanz in der Begegnung: Immerhin tragen mittlerweile fünf ehemalige Holzhauser das Trikot der Gäste. „Wie erwartet war es eine hart umkämpfte Partie. Allein durch diese Konstellation war klar, dass Holzhausen kämpferisch alles reinwerfen würde. Sie wollten mit aller Macht dagegenhalten, uns das Leben so schwer wie möglich machen und die drei Punkte bei sich behalten“, stellte Lüntorfs Trainer Udo Kiupel klar.
Auf dem Platz erwischte die Gastelf den besseren Start: In der 11. Spielminute fasste sich Dennis Groß aus rund 25 Metern ein Herz und schweißte das Leder flach im Eck zur 1:0-Führung ein. Der Ausgleich der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Nach einem Foul im Strafraum belohnte Ndal Shvan die Mühen der SG Thal/Holzhausen II und traf in der 30. Minute per Elfmeter zum 1:1-Paustenstand.
Hektische Schlussphase – Pietsch behält im Eins-gegen-Eins die Nerven
Auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich beide Vertretungen keinen Zentimeter Rasen. In der 61. Spielminute stellte Nico Kiupel den alten Abstand wieder her, als er einen Freistoß sehenswert im langen Eck zum 1:2 unterbrachte. Wer dachte, Lüntorf hätte die Partie nun im Griff, sah sich jedoch getäuscht. „Es blieb auf beiden Seiten weiterhin sehr hektisch“, berichtete Udo Kiupel. In der 86. Minute holte Mensur Muslijaj durch geschickten Körpereinsatz den nächsten Strafstoß für die Hausherren heraus, den erneut Shvan zum 2:2-Ausgleich verwandelte.
Das letzte Wort war damit allerdings noch nicht gesprochen: Nur sechzig Sekunden später steckte Lüntorf die Kugel durch die Schnittstelle auf Marcel Pietsch durch, der frei vor dem gegnerischen Keeper kühlen Kopf bewahrte und den Ball gefühlvoll zum 2:3-Endstand über den Schlussmann hinweg hob (87.). Nach dem späten Jubelschrei pfiff die gut leitende Unparteiische Klaudia Rybicka die Partie ab. Lüntorfs Coach Kiupel zog nach dem Schlusspfiff ein zufriedenstellendes Fazit: „Meine Jungs haben das wirklich gut gemacht. Unter dem Strich gehen wir als verdienter Sieger vom Platz.“
Tore: 0:1 Dennis Groß (11.), 1:1 Ndal Shvan (Strafstoß/30.), 1:2 Nico Kiupel (61.), 2:2 Shvan (Strafstoß/86.), 2:3 Marcel Pietsch (87.).
SG Hajen-Latferde II - TSC Fischbeck II 1:2 (0:2).
Der TSC Fischbeck II hat in der 3. Kreisklasse den zweiten Sieg im zweiten Spiel eingefahren: Bei der Reserve der SG Hajen-Latferde setzte sich die Elf von Trainer James Pietsch knappen mit 2:1 (2:0) durch. Neben zwei leidenschaftlich agierenden Teams drückte vor allem der starke Wind der Begegnung seinen Stempel auf. Die Fischbecker erwischten dabei im ersten Durchgang den deutlich besseren Start.
Bereits in der 6. Spielminute sorgte Julian Volquardsen für ein echtes Highlight, als er eine Ecke direkt im gegnerischen Gehäuse zum 0:1 unterbrachte. „Der Treffer gab uns zusätzlichen Auftrieb. Wir standen in der Anfangsphase gut in der Partie und haben immer wieder versucht, nach vorne Akzente zu setzen“, berichtete Volquardsen. Nach einer weiterhin feurigen Partie schraubten die Gäste ihren Vorsprung vor der Pause weiter in die Höhe: Yannik Strunk war in der 29. Minute zur Stelle und markierte das 0:2, womit es auch in die Kabinen ging.
Hajen drückt mit Rückenwind – Abpraller in der Nachspielzeit sorgt für Herzklopfen
Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Geschehen auf dem Platz spürbar. Die Hausherren hatten nun den stürmischen Wind im Rücken und setzten die TSC-Defensive zunehmend unter Druck. Fischbeck schaffte es kaum noch zur Entlastung und verlegte sich weitestgehend auf die eigene Abwehrarbeit. In der 57. Spielminute belohnte sich Hajen-Latferde schließlich: Nils Knoesel trat zum Strafstoß an und verwandelte souverän zum 1:2-Anschlusstreffer. Zwar verzeichnete die Heimelf in der Folge ein deutliches Plus an Spielanteilen, spielte sich gegen leidenschaftlich verteidigende Fischbecker jedoch nur selten zwingende Großchancen heraus. Erst in der Nachspielzeit stockte den Gästen der Atem: Nach einer Ecke landete ein Abpraller direkt auf dem Elfmeterpunkt, doch der anschließende Abschluss sauste knapp über die Latte des TSC-Tors.
Kurz darauf ertönte der erlösende Schlusspfiff. Fischbecks Coach James Pietsch ordnete den Dreier nach dem Abpfiff ehrlich ein: „Ein Unentschieden wäre aufgrund der zweiten Hälfte gerecht gewesen, aber wir hatten heute das nötige Glück auf unserer Seite.“ Gleichzeitig zollte der Übungsleiter seiner Mannschaft großes Lob für die gezeigte Moral: „Die Jungs haben heute ihr Herz auf dem Platz gelassen und das macht mich stolz.“
Tore: 0:1 Julian Volquardsen (6.), 0:2 Yannik Strunk (29.), 1:2 Nils Knoesel (Strafstoß/57.).
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