07.04.2026 10:23
3. Kreisklasse
Erfolg in Lüntorf: Hemeringen II klettert auf Rang zwei
Volle Ausbeute: Reher II feiert Sechs-Punkte-Wochenende und Derbysieg

Perfektes Osterwochenende für Felix Bollwitte und den TSV Germania Reher II.
TSV Germania Reher II – SG Holzhausen/Thal 2:1 (0:1).
Am Donnerstagabend startete für den TSV Germania Reher II die Rückserie in der 3. Kreisklasse – und das mit einem Erfolgserlebnis. Gegen die SG Holzhausen/Thal behielten die Germanen am Ende knapp mit 2:1 die Oberhand, mussten dafür aber eine echte Willensleistung auf den Platz bringen. Dabei begann die Begegnung auf beiden Seiten zunächst äußerst verhalten. Sicherheit stand an erster Stelle, bis die 11. Spielminute einsetzte und die Gäste völlig überraschend in Führung brachte. Ein Freistoß von Pierre Colberg aus gut 30 Metern segelte harmlos in den Strafraum der Hausherren. Doch das Pech klebte an den Schuhen von TSV-Keeper Felix Bollwitte: Als er sich zum Ball aufmachte, rutschte er unglücklich aus, sodass das Leder zum 0:1 ins leere Tor „trullerte“. „Danach hat die Mannschaft keinesfalls die Köpfe hängen lassen, sondern übernahm langsam die Spielkontrolle“, beobachtete Rehers Coach Michael Baumbach. Dennoch blieb die SG Holzhausen/Thal durch ihr schnelles Umschaltspiel stets brandgefährlich. Baumbach übte trotz der Überlegenheit auch Kritik an der eigenen Fehlerquote: „Wir haben es dem Gegner durch leichte Ballverluste und katastrophale Pässe aber auch zeitweise leicht gemacht.“ Mit dem knappen Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.
Zur zweiten Halbzeit reagierte das Trainerteam und stellte die Defensive von einer Dreier- auf eine Viererkette um. „Das hat das Spiel anfangs aber auch nicht direkt besser gemacht“, gab Baumbach zu Protokoll. Es dauerte bis zur 58. Minute, ehe der Knoten platzte: Nach einer Ecke stieg Timo Neitzner am höchsten und markierte per Kopf den vielumjubelten 1:1-Ausgleich. Dieser Treffer wirkte wie ein Dosenöffner. Reher agierte nun deutlich zielstrebiger, ohne dabei jedoch fußballerisch zu glänzen. Die Bemühungen wurden in der 70. Minute belohnt, als ausgerechnet Co-Trainer Tim Hellmich goldrichtig stand und zum 2:1 einnetzte. In der Schlussphase warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne und erhöhten das Risiko. Während die Konterchancen der Germania im letzten Drittel ungenutzt verpufften, brannte es hinten lichterloh. Doch Keeper Felix Bollwitte machte seinen Fauxpas aus der ersten Halbzeit mehr als wett, blieb in den entscheidenden Momenten standfest und klärte die brenzligen Situationen souverän. „Am Ende war es vom Spielerischen her nichts Berauschendes, aber vom Kämpferischen war es von meiner Mannschaft richtig stark. Deshalb denke ich, dass der Sieg am Ende verdient war“, resümierte ein zufriedener Michael Baumbach, der zudem noch ein Sonderlob für den Unparteiischen parat hatte: „Ein Lob geht an Schiri Mark Lorenz, der das Spiel absolut souverän geleitet hat.“
Tore: 0:1 Pierre Colberg (11.), 1:1 Timo Neitzner (58.), 2:1 Tim Hellmich (70.).
TSV Groß Berkel II – TSV Germania Reher II 1:9 (1:6).
Der Ostersamstag stand im Zeichen des Humme-Derbys – und am Ende feierte nur eine Seite ausgelassen. Die Reserve des TSV Germania Reher spazierte förmlich durch die Defensive des TSV Groß Berkel II und entführte mit einem deutlichen 9:1-Erfolg die drei Punkte. Damit krönten die Germanen ein „perfektes Sechs-Punkte-Wochenende“. Dabei brauchten die Gäste eine kurze Anlaufphase, um Betriebstemperatur zu erreichen. „Wir brauchten 15 Minuten, bis wir im Spiel waren“, blickte Rehers Trainer Michael Baumbach auf den Beginn zurück. Doch als der Motor erst einmal lief, gab es kein Halten mehr. Innerhalb von nur vier Zeigerumdrehungen schraubten Benno Reuke, Nico Franzmeier und Keanu Hoyer das Ergebnis auf 3:0 in die Höhe. Reher kontrollierte fortan das Geschehen nach Belieben. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann noch einmal turbulent. Zunächst markierte der starke Marvin Menzel das 4:0 (38.), ehe Hoyer mit seinem zweiten Treffer auf 5:0 erhöhte (41.). Ein kleiner Schönheitsfehler unterlief den Gästen in der 43. Minute, als Azat Celik für Groß Berkel auf 1:5 verkürzte. „Da lag unser Defensivverbund im Tiefschlaf“, ärgerte sich Baumbach kurzzeitig über die fehlende Zuordnung. Die Antwort folgte jedoch prompt: Quasi mit dem Halbzeitpfiff stellte Hoyer den alten Abstand wieder her – mit dem 6:1 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst merklich. „In den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte hatte es auf beiden Seiten wenig mit Fußball zu tun“, bemängelte Baumbach das gesunkene Niveau. Doch die Schlussphase gehörte wieder den Germanen – und vor allem einem Mann: Keanu Hoyer. Zunächst traf der heute überragende Torjäger zum 7:1 (69.), ehe er mustergültig für Alexandros Noble auflegte, der zum 8:1 einschob (75.). Den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie setzte Hoyer höchstselbst mit seinem fünften Treffer des Tages zum 9:1-Endstand. Trotz der herben Klatsche fand Baumbach anerkennende Worte für den unterlegenen Gastgeber: „Man muss Groß Berkel ein Lob aussprechen, die trotz dieses Ergebnisses immer fair geblieben sind, was ja leider nicht immer der Fall ist.“ Mit dem Derbysieg im Rücken fiel das Fazit des Coaches rundum positiv aus: „Alles in allem war es ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg und somit ein perfektes Wochenende mit sechs Punkten.“
Tore: 0:1 Benno Reuke (15.), 0:2 Nico Franzmeier (18.), 0:3 Keanu Hoyer (19.), 0:4 Marvin Menzel (38. Strafstoß), 0:5 Hoyer (41.), 1:5 Azat Celik (43.), 1:6 Hoyer (45.), 1:7 Hoyer (69.), 1:8 Alexandros Noble (75.), 1:9 Hoyer (85.).
TSV Lüntorf – VfB Hemeringen II 0:5 (0:2).
Im Spiel der 3. Kreisklasse um den zweiten Platz zeigte der VfB Hemeringen II eine eindrucksvolle Vorstellung und gewann beim TSV Lüntorf hochverdient mit 5:0. Von Beginn an machten die Hemeringer klar, wer dieses Spiel bestimmen wollte. Die Mannschaft trat dominant auf und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Bereits in den ersten Minuten entwickelte sich ein regelrechtes Dauerfeuer auf das Lüntorfer Tor. In der 8. Spielminute war es dann Baris Demirkaya, der den verdienten Führungstreffer erzielte und damit den sprichwörtlichen Dosenöffner fand. Auch danach blieb der VfB am Drücker und erspielte sich zahlreiche hochkarätige Torchancen, ließ jedoch zunächst die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff sorgte dann Neuzugang Marlon Bronder für die verdiente 2:0-Führung, mit der es auch in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Hemeringen blieb die klar spielbestimmende Mannschaft und ließ Ball und Gegner laufen. In der 52. Minute erhöhte Serhii Pravda auf 3:0, womit die Partie bereits früh entschieden war. Nur wenig später legte Benedikt Homeyer nach und traf aus rund 20 Metern flach ins Eck zum 4:0. Defensiv stand der VfB ebenfalls sicher. Torhüter Pascal Wiesner erlebte einen insgesamt ruhigen Nachmittag, da die Lüntorfer kaum gefährlich vor sein Tor kamen. Den Schlusspunkt setzte schließlich der eingewechselte Nico Bangel, der per Foulelfmeter souverän zum 5:0-Endstand verwandelte. Trainer Michael Hein zeigte sich nach dem Spiel entsprechend zufrieden: „Wir haben uns für dieses Spiel viel vorgenommen und wollten unbedingt gewinnen. Die Mannschaft hat das heute richtig stark umgesetzt. Hinten haben wir kaum etwas zugelassen und nach vorne hätten wir sogar noch mehr Tore machen können. Der Sieg ist auch in der Höhe absolut verdient. Jetzt stehen wir auf Platz 2 und wollen uns dort festbeißen.“
Mit diesem überzeugenden Auswärtssieg klettert der VfB Hemeringen II auf den zweiten Tabellenplatz. Bereits am kommenden Wochenende steht der nächste Höhepunkt an: Beim „Super Sonntag“ in Hemeringen treffen beide Herrenmannschaften auf die Teams des TSC Fischbeck.
Tore: 0:1 Baris Demirkaya (8.), 0:2 Marlon Bronder (35.), 0:3 Serhii Pravda (52.), 0:4 Benedikt Homeyer (56.), 0:5 Nico Bangel (86. Strafstoß).
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