03.06.2025 14:13
3. Kreisklasse
Klein Berkel triumphiert im Titel-Endspiel - Preussen macht´s mit Kantersieg
Letzter Spieltag in der 3. Kreisklasse hatte es nochmal in sich

Preussen Hameln II (li.) und Klein Berkel II (re.) feierten die Staffelmeisterschaften. Fotos: privat.
Staffel 1
TSV Bisperode II – SV Germania Beber-Rohrsen III 5:2 (4:1).
Im letzten Saisonspiel feierte die Zweitvertretung aus Bisperode einen 5:2-Erfolg und gab damit die Rote Laterne noch an die Sportfreunde Osterwald II ab. „Aus meiner Sicht waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben vorne hoch gepresst und konnten dadurch den Gegner immer wieder im Spielaufbau stören. Leider haben wir gerade in der zweiten Halbzeit noch etliche Chancen ausgelassen, sonst wäre der Sieg noch höher ausgefallen“, resümierte TSV-Sprecher Jannic Winter, der mit seinem Team bereits zur Pause mit 4:1 in Führung lag.
„Damit haben wir unseren scheidenden Coach Arne Borcherding würdig verabschiedet und konnten den letzten Tabellenplatz sogar noch abgeben. Das von Konrad Voss geplante Spiel um die schlechteste Mannschaft im Kreis muss somit leider ohne unsere Beteiligung stattfinden. Wir hoffen natürlich, dass er das Spiel auch ohne uns gut vermarktet bekommt“, lachte Winter.
Tore: 1:0 Lukas Schewemann (12.), 1:1 Philipp Quade-Stoll (15.), 2:1 Robin Schellberg (20.), 3:1 Schellberg (28.), 4:1 Paul Gutsche (31.), 4:2 Mel Günther (48.), 5:2 Marvin Gerlach (55.).
SV Eintracht Afferde III – FC Preussen Hameln II 0:12 (0:5).
Mit einem Dutzend Treffer besiegelten die Hamelner Preussen am Samstagmittag auf dem Sportgelände der SVE Eintracht Afferde endgültig die Meisterschaft in Staffel 1, die gleichzeitig auch den Aufstieg in die 2. Kreisklasse bedeutet. „Als der Schiedsrichter zur 90. Minute abgepfiffen hat, gab es bei uns kein Halten mehr. 18 Monate Blut, Schweiß und Tränen haben sich ausgezahlt und wir konnten endlich die Meisterschaft feiern. Hier nochmal großen Respekt an Afferde III, die mit elf Leuten angetreten sind, um dieses Spiel nicht kampflos aufgeben wollten. Doch wir haben uns davon nicht täuschen lassen und sind mit der vollen Kapelle angetreten. Und wir konnten schnell unsere Qualität ausspielen“, berichtete FCP-Sprecher Steffen Pauder.
Almunther Alahmad verwandelte schon wieder eine Ecke direkt und eröffnete damit den Torregen. „Danach konnten wir unser Übergewicht in Tore umwandeln“, erklärte Pauder, der mit seinem Team zur Pause bereits mit 5:0 führte. In der zweiten Hälfte wurde munter durchgewechselt, um möglichst vielen Spielern nochmal Spielzeit einzuräumen. Am Ende stand ein 12:0 auf dem Papier – bevor die Feierlichkeiten losgehen konnten. „Inklusive Autokorso ging es dann Richtung Vereinsheim und dort ging dann die Feier los“, machte Pauder deutlich und startete zum Abschluss eine Dankesrede: „Hier nochmal vielen vielen Dank an alle Unterstützer. Dem Vorstand für die Organisation unserer Aufstiegsshirts und die allgemeine Unterstützung. Unseren Fans, Spielerfrauen und allen, die für uns da waren und uns immer und überall unterstützt haben. Und natürlich verabschieden wir hier nochmal unseren Trainer Sönke Wyrwoll, wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg und unserer Vereinslegende Michael Bonhagen viel Gesundheit und viel Zeit mit seiner Familie.“
Tore: 0:1 Almunther Alahmad (3.), 0:2 Alahmad (5.), 0:3 Amir Hadi Khero (27.), 0:4 Alahmad (29.), 0:5 Noah Springer (39.), 0:6 Martin Svehla (56.), 0:7 Springer (60.), 0:8 Wisam Shivan (62.), 0:9 Shivan (66.), 0:10 Jonas Bollermann (78.), 0:11 Ruben Dalby (81.), 0:12 Springer (83.).
SV Azadi Hameln II – TuSpo Bad Münder 2:11 (1:6).
Trotz des Kantersiegs bei Azadi II beendete Bad Münder die Saison auf dem unliebsamen zweiten Rang. „Wir kamen bei den Temperaturen schwierig in die Partie und wussten bereits zum Anstoß, dass Preußen Hameln ihr Spiel gewonnen hat. Daher war ein wenig die Luft raus. Trotz alledem wollten wir uns mit einem guten Ergebnis aus der Saison verabschieden und mit ein bisschen Glück noch die Relegation spielen“, verriet TuSpo-Spielertrainer Philip Dunkley.
Azadi ging durch einen Abwehrfehler bereits nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung. „ Das war für meinen Geldbeutel natürlich gut, da ich ansonsten ein Mannschaftessen hätte ausgeben müssen“, lachte Dunkley. In der 7. Minute glich Nico Buchwald aus und in der 17. Minute drehten die Gäste die Partie auf 2:1 durch Dunkley. Bis zur Pause konnte die TuSpo relativ schnell den Deckel draufsetzen und machte durch Buchwald, Aliu und Doppelpacker Atangüc die 6:1-Halbzeit-Führung perfekt.
„Nach der Halbzeit kam von Azadi relativ wenig , sodass wir frei aufspielen konnten“, so Dunkley. In der 62. Minute hieß es dann 7:1 durch Aliu und 8:1 durch Dunkley. „Durch einen katastrophalen Aufbaufehler gaben wir den Ball zu leichtsinnig her, sodass Mirza Alp auf 2:8 verkürzen konnte. In den letzten zehn Minuten spielten wir nochmal aktiv nach vorne“, endete Dunkley. Mazloum Mussa, Aliu und Marcel Pannewitz stellten auf den 11:2-Endstand.
Tore: 1:0 Mehmet Delek (2.), 1:1 Nico Buchwald (7.), 1:2 Philip Dunkley (17.), 1:3 Buchwald (29.), 1:4 Leonid Aliu (31.), 1:5 Hakan Atangüc (38.), 1:6 Atangüc (44./Strafstoß), 1:7 Aliu (62.), 1:8 Dunkley (67.), 2:8 Mirza Alp (78.), 2:9 Mazloum Mussa (80.), 2:10 Aliu (81.), 2:11 Pannewitz (85.).
Weiter spielte:
SG Flegessen II – SF Osterwald 4:1 (2:1).
Staffel 2
TSV Germania Reher II – TSC Fischbeck II 7:1 (5:0).
Am letzten Spieltag hatte Rehers Zweite den TSC Fischbeck zu Gast. „Die Gäste reisten nur mit neun Spielern an. Dafür erstmal ein dickes Lob. So etwas ist Fair Play auf größter Ebene. Wir haben dann unserseits sofort entschieden, auch nur mit neun Spielern zu spielen“, bewies TSV-Trainer Michael Baumbach Sportsgeist. Die Gastgeber legten in der Folge gut los, bereits in der 3. Minute erzielte Alex Noble das 1:0, in der 11. Minute erhöhte erneut Noble per Strafstoß auf 2:0, um nur eine Minute später auf 3:0 zu erhöhen.
In der 25. Minute war es dann Nico Franzmeier, der auf 4:0 erhöhte, ehe Noble vor der Pause noch das 5:0 nachlegte. „In der zweite Hälfte merkte man bei beiden Mannschaften an, dass die Kräfte durch die Temperaturen nachließen“, so Baumbach. So dauerte es bis zur 60. Minute bis zur nächsten Chance, die Fabian Kirchhoff zum 6:0 nutzte. In der 69. Minute war es dann Marcel Franzmeier, der auf 7:0 erhöhte. In der 74 Minute konnte Giacomo Knells den Ehrentreffer für Fischbeck erzielen.
Tore: 1:0 Alexandros Noble (3.), 2:0 Noble (11.), 3:0 Noble (12.), 4:0 Nico Franzmeier (25.), 5:0 Noble (29.), 6:0 Fabian Kirchhoff (60.), 7:0 Marcel Franzmeier (69.), 7:1 Giacomo Knells (74.).
SG Thal/Holzhausen II – VfB Hemeringen II 2:1 (0:0).
Zum letzten Saisonspiel reiste der VfB Hemeringen zur SG Thal/Holzhausen. Für die Mannschaft von Trainer Jörg Pydde ging es sportlich um nichts mehr – der 3. Tabellenplatz war dem Team bereits sicher. Emotional war es dennoch ein besonderes Spiel: Nach drei Jahren an der Seitenlinie beendete Pydde seine Trainerlaufbahn – vorerst.
„Erstmal Nein! Ich genieße nun die Zeit voll und ganz mit der Familie und freu mich ganz besonders auf die Zeit als Opa und meiner Enkelin“, sagte Pydde auf die Frage, ob man ihn nochmal irgendwo auf einer Trainerbank sehen wird. „Was dann vielleicht mal in der Zukunft passiert, steht noch in den Sternen.“
Das Spiel begann mit einigen Verzögerungen. Der Platz in Thal musste noch vor Anpfiff nachgekreidet werden und auch der angesetzte Schiedsrichter ließ auf sich warten. So übernahm für die ersten 20 Minuten der Co-Trainer der Gastgeber die Spielleitung.
Dennoch fanden die Hemeringer gut in die Partie. In der 58. Minute traf Cagri Gün mit einem satten Distanzschuss aus rund 20 Metern zur verdienten 1:0-Führung für den VfB. Auch danach blieb Hemeringen am Drücker – hätte sogar erhöhen können. „Doch zweimal stand der Schiedsrichter dem im Weg: Erst wurde ein reguläres Tor von Ole Schedlitzki wegen angeblichem Abseits aberkannt, dann blieb der Elfmeterpfiff nach einem klaren Foul an demselben Spieler aus. Beide Entscheidungen sorgten für Unverständnis“, fand VfB-Sprecher Michael Hein deutliche Worte.
In der zweiten Halbzeit kam Thal/Holzhausen besser ins Spiel und nutzte die sichtbar angeschlagene Personallage der Gäste aus. In der 65. Minute gelang der Ausgleich, zehn Minuten später drehten die Hausherren die Partie mit dem Treffer zum 2:1-Endstand.
„Erstmal Glückwunsch an Thal zum Sieg. Und meiner Mannschaft – darf ich ja heute nochmal sagen (lacht) – Glückwunsch zum 3. Platz in dieser Saison“, so Jörg Pydde nach Abpfiff. „Wir hatten heute wieder viel Pech und ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Die letzten Wochen liefen wir personell auf dem Zahnfleisch. Einige Stammkräfte haben gefehlt, viele haben angeschlagen gespielt. Der 3. Platz ist okay!“
Gratulationen richtete Pydde auch an Klein Berkel II zum Aufstieg sowie an Lachem für eine starke Saison – auch wenn es für den erhofften Titel nicht reichte: „Schade! Wir hatten Egzon Popoci und seiner Mannschaft heute die Daumen gedrückt. Glückwunsch nochmal an Klein Berkel." Abschließend wurde Pydde noch einmal emotional: „Ich bedanke mich beim VfB Hemeringen für drei richtig gute Jahre der Zusammenarbeit. Jetzt kann ich auch mal als Zuschauer die Heimspiele betrachten – und ein bisschen pöbeln“, scherzte er. „Ich wünsche der Mannschaft alles Gute und viel Erfolg für die neue Saison und Zukunft - unter Michi Hein, der ganz sicher neue Impulse setzen wird.“
Tore: 0:1 Cagri Gün (58.), 1:1 Torben Arzbach (65.), 2:1 Mohamad Omar Hayani (75.).
SV Lachem – TSV Klein Berkel II 1:3 (1:0).
Im Finale furioso zog der TSV Klein Berkel am Sonntagnachmittag mit einem 3:1-Sieg beim direkten Konkurrenten in der Tabelle noch an Lachem vorbei und feierte damit Meisterschaft und Aufstieg. „Erstmal Glückwunsch an den TSV Klein Berkel II zu Meisterschaft und Aufstieg. Wer am Ende auf Platz eins steht, hat es auch verdient“, zeigte sich SV-Spielertrainer Egzon Popoci als fairer Verlierer. „Zu Beginn der Partie merkte man beiden Mannschaften eine gewisse Unruhe an, trotzdem erspielte die der TSV leichte Vorteile“, schilderte Klein Berkel-Sprecher Dirk Gelhaar. Gerade in einer kleinen Drangphase der Gäste bekam der SV Lachem einen berechtigten Handelfmeter zugesprochen, den Mohammed Chabo auch souverän zum 1:0 verwandelte. „Wir hatten über die gesamte Spielzeit mehr Ballbesitz und auch gute Möglichkeiten, aber einen Treffer in der ersten Halbzeit sollte es nicht mehr geben. Der SV Lachem tauchte auch oftmals gefährlich vor unserem Tor auf“, betonte Gelhaar. Auf der Gegenseite schilderte Popoci: „Es war eine tolle Kulisse und eine klasse Stimmung. Wir haben in der ersten Hälfte gut Fußball gespielt, aber Klein Berkel war immer sehr gefährlich. Das Fehlen von Latif Kiki hat man uns letztendlich angemerkt, wir hatten keine Struktur im Mittelfeld.“
Nach dem Seitenwechsel gelang Sadek Soltani daher auch der folgerichtige Ausgleichstreffer. Zu allem Überfluss sah Lachems Mert Aydin in der 70. Minute die Ampelkarte – ein Game-Changer. Klein Berkel ergaben sich mehr Räume, Ali Jan Nazari und Faris Chahrour drehten die Partie auf 3:1 und sorgten damit für die Aufstiegsparty der Gäste. Popoci: „Nach der Roten Karte war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir das Gegentor bekommen würden, da wir förmlich darum gebettelt haben. Danach haben wir uns ergeben und können froh sein, dass Klein Berkel nicht höher gewonnen hat. Aber das ist in Ordnung: die Mannschaft lernt daraus, sie ist jung und wir kommen wieder. Ob wir das Relegationsspiel am Ende spielen werden, steht noch nicht fest. Viele sind einfach schon im Urlaubsmodus.“ Gelhaar bilanzierte derweil: „Alles in allem war der Sieg und der damit verbundene Aufstieg in die 2. Kreisklasse verdient. Auch dem Schiedrichter-Gespann um Marcel Gudian muss man eine sehr gute Leistung zusprechen.“
Tore: 1:0 Mohammed Chabo (19.), 1:1 Sadek Soltani (53.), 1:2 Ali Jan Nazari (81.), 1:3 Faris Chahrour (83.).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Lachems Mert Aydin (70.).
Weiter spielte:
TSV Lüntorf – TSV Groß Berkel 4:6 (1:3).
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