24.09.2024 13:19

3. Kreisklasse


„Das ist schlicht und einfach boshaft!“

Vandalismus in Lachem überschattet Spieltag / Favoritensiege in beiden Staffeln
SV Lachem Netzaufbau
Lachems Spieler und Funktionäre beim Aufbau und Anbringung der neuen Tornetze. Foto: privat.

Von Lennart Laue

Staffel 1


TSV Bisperode II - FC Preussen Hameln II 0:7 (0:5).

„Wir haben es endlich mal geschafft, ab der 1. Minute unseren offensiven Fußball zu spielen und waren dementsprechend auch früh erfolgreich“, resümierte Preussen-Sprecher Steffen Pauder nach dem fünften Sieg in Serie.

Bereits in der 2. Minute Netzte Zaidan Faisal Shaffan Shaafan sehenswert zum 1:0 ein. In der 10. Minute gab es einen Elfmeter für Hameln, welchen Diyar Kemal Khalil verwandelte. Justin Wolny, Noah Springer und nochmal Justin Wolny stellten bis zur 30. Minute dann auf 5:0. „Wir haben einen guten Mix aus Pressing und Geduld gefunden, mit dem Bisperode nicht klar kam“, berichtete Pauder über die schnelle 5:0-Führung.

„Nach der Trinkpause haben wir leider den Faden verloren und ließen dadurch den Gegner ein, zwei mal bis zu unserem Sechszehner kommen. Diese Aktionen wurden dann aber von unserer Abwehr um Ruben Dalby noch klar verteidigt“, sprach Pauder über den Leistungsverlust nach der Trinkpause.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufhörte. Es entwickelten sich teilweise Löcher zwischen der Offensive und der Defensive der Hamelner. „Da müssen wir noch dran arbeiten, diese Löcher nicht zu groß werden zu lassen“, resümierte der Preussen-Sprecher.

In der 59. Minute fiel dann trotzdem das 6:0 für Preussen. Felix Kohlmetz brach auf der linken Seite durch, schloss ab, der Torwart konnte noch parieren und Noah Springer stand goldrichtig. Nur eine Minute später bekam Amir Hadi Khero in der Mitte den Ball, ließ sich nicht mehr von ihm trennen und traf zum 7:0.

Danach trudelte das Spiel langsam gen Ende und Bisperode kam noch zu zwei guten Chancen, die aber weiterhin verteidigt wurden. „Ein Sonderlob verdient sich heute Zaidan. Sein erster Startelf-Einsatz und er konnte nicht nur durch sein Tor, sondern auch durch ein gutes Passspiel und Lückenläufe glänzen“, sprach Pauder nach Schlusspfiff über seinen Spieler des Spiels.
Tore: 0:1 Zaidan Faisal Schaffan Schaffan (2.), 0:2 Diyar Kemal Khalil (10.), 0:3 Justin Wolny (14.), 0:4 Noah Jerome Springer (16.), 0:5 Wolny (30.), 0:6 Kemal Khalil (61.), 0:7 Springer (71.).

SV Eintracht Afferde III - TuSpo Bad Münder 1:6 (1:5).

TuSpo Bad Münder besiegte die bisher ungeschlagene SV Afferde mit einem „eindrucksvollen“, so Bad Münders Co-Trainer Sven Dettmar, 6:1-Sieg. „Philip Dunkley war mit vier Treffern der Mann des Tages“, berichtete Dettmar nach dem Spiel.

Bereits in der 2. Minute brachte Dunkley TuSpo Bad Münder mit 1:0 in Führung. Afferde zeigte sich zunächst unbeeindruckt und glich durch Daniel Singh in der 7. Minute zum 1:1 aus. Doch das Team von Bad Münder ließ sich davon nicht beirren: Dunkley traf in der 16. Minute zum 2:1, bevor Leonid Aliu per Elfmeter in der 20. Minute auf 3:1 erhöhte. Dunkley setzte seine Leistung mit zwei weiteren Toren in der 31. und 38. Minute fort und sorgte so für einen beruhigenden 5:1-Vorsprung zur Halbzeit.

In der zweiten Hälfte ließ TuSpo Bad Münder nicht nach. Ahmad Whabi traf in der 63. Minute zum 6:1. Abdo Usso hätte das Ergebnis in der 70. Minute noch weiter ausbauen können, scheiterte jedoch mit einem Elfmeter.

Zu allem Überfluss für Afferde sah ein Spieler in der 74. Minute nach wiederholtem Meckern die Gelb-Rote Karte.

„Wir waren heute sehr effizient vor dem Tor, haben aber auch einige hochkarätige Chancen liegen gelassen. In den ersten 20 Minuten hatten wir hinten etwas Glück, dass nur ein Gegentor gefallen ist“, resümierte Dettmar und fügte abschließend hinzu: „Mit diesem klaren Erfolg setzen wir ein Ausrufezeichen in der Liga.“
Tore: 0:1 Philip Dunkley (2.), 1:1 Daniel Singh (7.), 1:2 Dunkley (18.), 1:3 Leonid Aliu (21.), 1:4 Dunkley (33.), 1:5 Dunkley (40.), 1:6 Ahmad Whabi (64.).

Weiter spielte:

SG Flegessen/Süntel II - SV Azadi Hameln II 2:0 (0:0).
Tore: 1:0 Niklas Bruns (56.), 2:0 Hendrik Smit (59.).

SF Osterwald II - SV Germania Beber-Rohrsen II 1:3 (1:1).
Tore: 1:0 Marcel Veith (3.), 1:1 Gianbattista Rapisarda (28.), 1:2 Mel Günther (61.), 1:3 Günther (78.).

Staffel 2


SV Lachem-Haverbeck - TSV 05 Groß Berkel II 9:0 (5:0).

„Ich will über das Spiel nicht viele Worte verlieren, sondern erstmal den Gegner und den Schiri loben. Dass Groß Berkel mit elf Mann anreist und das Spiel durchzieht, ist sehr respektabel und zeigt enormen Sportgeist“, lobte Lachems Spielertrainer Egzon Popoci die Gäste. Nach 21 Minuten stand es bereits 3:0 für die Hausherren. „Daraufhin haben wir nach 25 Minuten fünf Leistungsträger ausgewechselt, um den Spielern Minuten zu geben, die diese Saison nicht so viel zum Einsatz gekommen sind. Wir spielen Fußball wegen der Freude am Sport, den Gegner jetzt gnadenlos abzuschießen, ist nicht in meinem Interesse. Wir müssen einfach unsere Spiele gewinnen, dann brauchen wir auch das Torverhältnis nicht“ sprach Popoci über die frühen Wechsel.

„Trotzdem muss ich Mohammed Chabo wieder hervorheben, der vier Tore geschossen hat, und Mehmetcan Sert, der alles abgeräumt hat auf der Sechs. Beide verdienen ein Sonderlob“, lobte Popoci die beiden Spieler.

Anschließend wendete sich der Spielertrainer einer unschönen Szene, die er bereits vor dem Anpfiff zu Gesicht bekam: „Bei uns sind zwei Tore Opfer von Vandalismus geworden. Bis kurz vor Anpfiff haben wir das nicht gemerkt, weil wir uns nicht drauf konzentriert haben und Groß Berkel sich auch woanders warm gemacht hat. Der Schiedsrichter konnte das Spiel erst nicht anpfeifen, weil über Nacht irgendwelche Menschen der Meinung waren, es wäre lustig, die Tornetze vom großen Tor und von einem unserer kleinen Tore durchzuschneiden“, berichtete Popoci und ergänzte: „Wir hatten Gott sei dank ein Ersatznetz und konnten nach 20 Minuten das Spiel beginnen. Ich entschuldige mich daher im Namen vom Verein bei Groß Berkel und dem Schiedsrichter für das Warten. Am Samstag wurde der Platz abgekreidet und da waren die Netze noch heile. Wie man dem Vereinssport in Dörfern so schaden kann, wo sowieso alles rückläufig ist in den letzten Jahren, kommt mir nicht in den Sinn. Das ist schlicht und einfach boshaft!“
Tore: 1:0 Mechid Chabo (2.), 2:0 Mohammed Chabo (12.), 3:0 Mechid Chabo (21.), 4:0 Mohammed Chabo (28.), 5:0 Bilal Yegit (39.), 6:0 Mechid Chabo (50.), 7:0 Yegit (57.), 8:0 Egzon Popoci (59.), 9:0 Popoci (85.).

TSV Lüntorf - VfB Hemeringen II 0:3 (0:1).

Am Sonntag trat der VfB Hemeringen II auswärts beim Tabellenletzten TSV Lüntorf an. Die Mannschaft, die von Kapitän und Interimstrainer Michael Hein angeführt wurde, hatte „nach der bitteren Niederlage in Lachem einiges gutzumachen“, berichtete Interimstrainer Michael Hein.

Auf dem engen Platz in Lüntorf war von Beginn an zu spüren, dass Hemeringen diesen Sieg wollte. Bereits in der 9. Minute sorgte Kapitän Michael Hein selbst für die frühe 1:0-Führung und markierte damit seinen 8. Saisontreffer. Die Gastgeber aus Lüntorf erarbeiteten sich nur selten Chancen und profitierten meist von Fehlern in der Defensive der Hemeringer. Doch wenn Lüntorf vor das Tor kam, war VfB-Keeper Pascal Wiesner zur Stelle und verhinderte den Ausgleich mit - laut Hein - „starken Paraden“. „Mit einer knappen, aber verdienten 1:0-Führung ging es in die Halbzeitpause“, erklärte Hein.

„In der zweiten Hälfte nahm ich einige taktische Veränderungen vor, die sofort Wirkung zeigten“, fuhr Hein fort. In der 62. Spielminute war es Hemn Majeed, der nach einer starken Kombination auf 2:0 erhöhte. „Lüntorf versuchte in der Folge, alles nach vorne zu werfen, doch Hemeringen ließ sich nicht aus der Ruhe bringen“, sprach Hein über die zweite Halbzeit und ergänzte „Besonders Torhüter Pascal Wiesner glänzte mit weiteren starken Paraden und sicherte seinem Team die Führung.“ Der eingewechselte Joker Marc Neumann setzte in der 65. Minute den Schlusspunkt. Mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel erhöhte er auf 3:0 und sorgte damit für den Endstand. Interimstrainer Michael Hein zeigte sich nach dem Spiel äußerst zufrieden: „Es war nicht einfach, unser Spiel auf dem kleinen Platz in Lüntorf aufzuziehen. Trotzdem haben wir als Team heute ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Jeder hat für den anderen gekämpft und auch die Jungs von der Bank haben sofort funktioniert. Das war eine absolute Teamleistung.“ Mit diesem Sieg festigt der VfB Hemeringen II seine Position in der Tabelle, während Lüntorf weiterhin im Tabellenkeller festhängt. Ein rundum gelungener Spieltag für die Hemeringer, die nun auch ihrem Trainer Jörg Pydde, der sich im Urlaub befindet, eine Freude machen konnten.
Tore: 0:1 Michael Hein (9.), 0:2 Hemn Majeed (62.), 0:3 Marc Neumann (65.).

Weiter spielte:

TSV Germania Reher II - TSV Klein Berkel/Wangelist II 2:5 (1:1).
Tore: 1:0 Udo Beyer (10.), 1:1 Danu Basfaluti (36.), 1:2 Ikenan Krasniqi (54.), 2:2 Raphael Kuhlmann (56.), 2:3 Basfaluti (60.), 2:4 Chemsedin Ben Fredj (75.), 2:5 Mourad Khaled (85.).
60 / 343

Autor des Artikels

Team AWesA
Team AWesA
Das Team AWesA stellt Euch die aktuellsten Sportnachrichten aus Hameln-Pyrmont kostenlos zur Verfügung. Bei Fragen und Anregungen kannst Du uns gern kontaktieren. Schickt ihr uns Infos, bereiten wir diese zu vollwertigen Artikeln auf.
Telefon: 05155 / 2819-320
info@awesa.de


weitere Artikel dieser Kategorie



Tabelle 3.Kreisklasse, Staffel 1

Hameln-Pyrmont Tabellen Fussball.de



Tabelle 3.Kreisklasse, Staffel 2

Hameln-Pyrmont Tabellen Fussball.de



Webdesign & CMS by cybox